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Ausbildung Logopäde & Logopädin

Logopäden behandeln Menschen aller Altersstufen, die unter Störungen der Sprache, Stimme, des Ablaufs der Sprache - wie zum Beispiel das Stottern - oder Störungen des Schluckreflexes leiden. Mit einer logopädischen Therapie kann in den meisten Fällen eine hörbare Verbesserung bewirkt werden. Viele der vorliegenden Störungen können auch gänzlich beseitigt werden. In der Regel werden Patienten von ihrem Arzt an Logopäden verwiesen und die Kosten von den Krankenkassen übernommen.

Bei der dreijährigen Ausbildung, die an Fachschulen erteilt wird, handelt es sich um eine umfassende Unterweisung in die verschiedensten Bereiche. Das Berufsbild des Logopäden erfordert viele verschiedene Fähigkeiten und stellt an den Ausübenden hohe Ansprüche. Häufig arbeiten Logopäden in Rehabilitations- und Krankenhäusern, in der kindlichen Frühförderung oder sogar in Schulen und Kindergärten, da hier die Sprachförderung immer häufiger zu einem brisanten Thema wird. Viele Logopäden arbeiten aber auch in einer eigenen Praxis und stehen somit im direkten Kontakt zu den behandelnden Ärzten, die die Patienten an einen Logopäden überweisen müssen.

Schwerpunkte bei der Arbeit als Logopäde bzw. Logopädin

Derzeit gibt es in Deutschland etwa eine Millionen Menschen, die auf die Behandlung bei einem Logopäden angewiesen sind. Häufig beeinträchtigen die zu behandelnden Kommunikationsstörungen das gesamte Leben der Patienten. Sie leiden aufgrund der eingeschränkten Artikulationsfähigkeit vielfach unter Kontaktschwierigkeiten und anderen negativen Auswirkungen auf die Lebensumstände. Logopäden haben daher eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe; von der Qualität der Arbeit der Logopäden hängen die gesundheitlichen Verbesserungen und damit die Lebensqualität der Patienten ab.

Die Störungen der Stimme sind entweder funktioneller, organischer oder seelischer Art. Außerdem begleiten Logopäden Patienten mit neurologischen Erkrankungen und nach Kehlkopfoperationen therapeutisch. Auch ältere Menschen, die zum Beispiel als Folge eines Schlaganfalls die Fähigkeit, einzelne Laute zu bilden, verloren haben oder sich gar nicht mehr deutlich artikulieren können, wenden sich zur Behandlung an einen Logopäden. Daneben beheben sie in diesem Zusammenhang auch weitere Störungen, die unter anderem das Atmen, Schlucken, Essen und Trinken betreffen.

Bei vielen Patienten handelt es sich um Kinder, deren Sprachentwicklung beeinträchtigt ist und denen die Fähigkeit fehlt, bestimmte Laute selbstständig und automatisch zu bilden. Diese mangelnden Sprachfähigkeiten der jüngeren Altersgruppe haben in den letzten Jahren immer mehr zugenommen und machen den Einsatz eines Logopäden nötig; vermehrt sind die mangelnde Sprachentwicklung bei Kinder auf sozial und psychisch bedingte Probleme zurückzuführen. Bei Kindern sind ganz besonders Einfühlungsvermögen und geeignete didaktische Maßnahmen erforderlich, um Fortschritte zu erleichtern. Dabei ist es unter Beachtung der Entwicklungspsychologie wichtig, sowohl das Ziel der Behandlungsmaßnahme zu erreichen als auch das Kind nicht zu überfordern oder zu verunsichern.

Zu Beginn einer möglichen logopädischen Therapie ist es notwendig, dass Logopäden in Gesprächen mit dem Patienten und den Angehörigen Informationen über die vorhandenen Kommunikationsstörungen und die Lebensumstände einholen. Anschließend machen sie sich ein genaueres Bild über die Störungen und die Ursachen, indem verschiedene Untersuchungen und Testverfahren durchgeführt werden. So werden beispielsweise der Wortschatz, die allgemeine Artikulation, das Sprachverständnis, die Grammatik und die Funktionalität von Atmung, Schlucken und Stimme näher untersucht, eingeordnet und ausgewertet, um so den sprachlichen Entwicklungsstand und die Kommunikationsstörungen untersuchen und eine möglichst genaue Diagnose erstellen zu können.

Anhand dieser Informationen und der Diagnose wird dann, unter Umständen mit anderen therapeutischen Fachkräften, ein Therapiekonzept mit den Behandlungsmethoden festgelegt. Diese Behandlungsmethoden werden dann in der regelmäßigen Arbeit mit den Patienten angewendet und laufend protokolliert. Logopäden haben dabei ganz besonders den Behandlungserfolg im Auge, den sie anhand der Fortschritte nachvollziehen können.

Allgemeines Anforderungsprofil als Logopäde bzw. Logopädin

Wer als Logopäde arbeiten möchte, der darf selbst nicht unter Sprachfehlern leiden, weil diese mit der logopädischen Therapie an die Patienten weitergegeben werden würden. Außerdem sind ein ausgeprägtes Gehör und musische Begabungen wichtig. Eine gewisse Empathiefähigkeit gehört zur Ausübung dieses Berufes, aber diese darf nicht allein im Vordergrund stehen, denn vielfach empfinden die Patienten die logopädische Behandlung als äußerst anstrengend und verweigern im Laufe der Therapie die Mitarbeit. Der Logopäde muss dann Autoritätsperson sein und auf der Anwendung und Durchführung einzelner logopädischer Übungen bestehen. Bei den häufig vorkommenden Rückfällen während einer Therapie benötigt der Logopäde möglichst viel Ausdauer und zudem noch die Fähigkeit zur Motivation der Patienten und zur Ausstrahlung von Zuversicht.

Bei der Ausübung seines Berufs steht der Logopäde ständig im direkten Kontakt zum Patienten, weshalb er natürlich Freude am Umgang mit anderen Menschen haben sollte. Psychologische Grundkenntnisse sind in der logopädischen Praxis ebenfalls erforderlich, um genau zu erkennen, wo das Manko der sprachlichen Fähigkeiten nicht aufgrund von gesundheitlichen Störungen zustande kommt. Gesicherte Kenntnisse der anatomischen Vorgänge und Körperteile, die zur Bildung der Sprache und der Atmung vom Menschen eingesetzt werden sind selbstverständlich Voraussetzung. Daher sind gute Schulkenntnisse in Biologie und allgemein in den Naturwissenschaften eine gute Grundlage für diesen Beruf.

Weiterbildung als Logopäde bzw. Logopädin

Da es immer wieder neue wissenschaftliche Erkenntnisse über Ursachen und Behandlungsmethoden von Kommunikationsstörungen gibt, ist es auch nach einer Ausbildung zum Logopäden bzw. zur Logopädin wichtig, sich mit Weiterbildungen dieses neue Wissen anzueignen. Darüber hinaus gibt es vertiefende Weiterbildungen zu allen schon aus der Ausbildung bekannten Ausbildungsfächern. Sofern man sich auf eine Kommunikationsstörung oder einen Patientenkreis spezialisieren möchte, gibt es entsprechende Weiterbildungen. Für die Übernahme von Leitungsfunktionen in sozialen Einrichtungen und Organisationen bietet sich eine Weiterbildung zur Fachwirtin bzw. zum Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen oder eine vergleichbare betriebswirtschaftliche Qualifizierung an. Auch die Aufnahme eines Studiums kann sich als sinnvoll erweisen, wenn man sich noch intensiver mit der Materie auseinandersetzen möchte und ein bestimmtes Berufsfeld anstrebt, zum Beispiel als Lehrer bzw. Lehrerin für Sonderpädagogik oder als Klinischer Linguist bzw. Klinische Linguistin.

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