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Ausbildung Maurer & Maurerin

Der Maurer gilt von jeher als ein sehr traditionelles Berufsbild. Der sprichwörtliche Fleiß ist in Kinderliedern und auch Geschichten nachlesbar. Aber so traditionell er auch sein mag, das Berufsbild des Maurers hat sich dem Lauf der Geschichte angepasst und ist schon lange im 21. Jahrhundert angekommen. Die Ausbildung zur Maurerin bzw. zum Maurer dauert drei Jahre. Typische Arbeitgeber sind vorrangig Bauunternehmen jeder Größe.

Schwerpunkte bei der Arbeit als Maurer bzw. Maurerin

Nur Mauern hochzuziehen, reicht in diesem Beruf nicht mehr aus. Natürlich lernen junge Menschen in diesem Beruf auch heute noch das Hochziehen von traditionellen Mauern aus Ziegeln oder Bruchstein. Aber welcher Bauherr baut heute noch ein Haus aus diesen Materialien? Das Maurerhandwerk musste sich also anpassen und lehrt heute das Hochziehen von modernen Wänden, bestehend aus modernen Steinen und Materialien. Das Maurerhandwerk hat sich dabei an die Gegebenheiten von Groß- und Kleinbaustellen angepasst. Während bei Großbaustellen das exakte Arbeiten an Teilgebieten nach den Maßstäben des Architekten in Verbindung mit dem Bauleiter von absoluter Wichtigkeit ist, kann der Maurer die Maurerin beim Arbeiten an einer Kleinbaustelle (zum Beispiel bei einem Einfamilienhaus) durchaus verschiedene Arbeitsschritte des Maurerhandwerkes ausleben.

Dabei sind die Kenntnisse über die verschiedenen Materialien auf einer Baustelle unverzichtbar. Maurer müssen die verschiedenen Betonmischungen mit deren Vor- und Nachbereitung kennen. Sie wissen über die Eigenschaften verschiedenster künstlicher und natürlicher Steine Bescheid, denn Maurer arbeiten unter anderem mit Ziegeln, Kalksandstein, Bimssteinen, Betonsteinen und auch mit Gipskartonplatten. Das Montieren von Fertigteilen nach nicht immer einfachen Ausführungsplänen gehört auch oftmals mit zum Berufsbild. Außerdem sind Kenntnisse im Bereich der Verschalung und des Hochziehens einfacher Steinmauern unerlässlich. Auf einer Großbaustelle zum Beispiel werden die Fundamente für Hochhäuser oder Großbauten sehr aufwendig in Verschalungen gegossen.

Um bei einem Bau immer an der richtigen Stelle zu mauern, muss der Maurer bzw. die Maurerin in der Lage sein, Konstruktionspläne lesen und umsetzen zu können. Meist unterstehen die Maurer zwar einem Polier, also einem Vorarbeiter, der ihm sagt, wo und wie gemauert werden soll, allerdings müssen Maurer auch in der Lage sein, eigenständig einen solchen Konstruktionsplan zu lesen. Denn immerhin gibt es auf Großbaustellen viele Bereiche, die eigenständig funktionieren müssen.

Auch in der Sanierung von Bauwerken ist das Lesen von Bauplänen unerlässlich. Wenn eine Wand aufgebrochen oder erneuert werden muss, muss der Maurer bzw. die Maurerin anhand des Bauplanes erkennen können, welche Wand bearbeitet werden muss. Falls ein Bauherr zum Beispiel eine alte Scheune zu einem Wohnhaus umbauen will, muss der Maurer bzw. die Maurerin die gewünschten Fenster- und Türöffnungen ausheben und durch neue Laibungen erstellen. Ein Maurer bzw. die Maurerin muss also vielfältige Arbeiten selbstständig und in großer Eigenkontrolle durchführen können. Denn schließlich ist es wichtig, dass am Ende die Mauer auf den Millimeter genau stimmt, die verlegten Rohre im richtigen Gefälle liegen und Verputzungen mit dem richtigen Beton ausgeführt werden.

Vor allem im Bereich der Wärmedämmung hat das Berufsbild eine neue Aufgabe gefunden. Immer mehr Häuser müssen heute nach neuen Maßstäben bausaniert und ihre Wände wärmegedämmt werden. Auch hier müssen Maurer in der Lage sein, eine wärmegedämmte Verschalung ohne große Probleme anzubringen. Wenn Maurer zum Beispiel eine Wärmedämmung an einem Altbau anbringen müssen, müssen die Wandträger und Kältebrücken bekannt sein. Denn daraus resultiert, wo die Löcher für die Dämmplatten angebracht werden können, ohne den Effekt der Wärmedämmung zu verringern.

Allgemeines Anforderungsprofil als Maurer bzw. Maurerin

Für Arbeit auf Baustellen müssen Maurer schwindelfrei sein, denn sie sind auch auf Hebebühnen, Leitern und hohen Gerüsten tätig. Natürlich muss für diesen Beruf handwerkliches Geschick, ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und körperliche Belastbarkeit vorhanden sein. Außerdem sollte man bei seiner Entscheidung nicht vergessen, dass es sich beim Maurerberuf um eine Tätigkeit handelt, die draußen bei jedem Wetter erfolgt: bei Hitze und bei Regen. Auf der Baustelle erbringen die Maurer ihre Leistungen in der Gruppe und in der Zusammenarbeit mit anderen Gewerken, so dass eine entsprechende Teamfähigkeit vorhanden sein sollte.

Weiterbildung als Maurer bzw. Maurerin

Mit der entsprechenden Berufserfahrung können sich Maurer zum Vorarbeiter bzw. zur Vorarbeiterin, zum Werkpolier bzw. zur Werkpolierin, zum Polier bzw. zur Polierin oder zum Maurer- und Betonbauermeister bzw. zur Maurer- und Betonbauermeisterin qualifizieren. Es besteht unter entsprechenden Voraussetzungen sogar die Möglichkeit, ein Studium der Architektur und des Bauingenieurwesen aufzunehmen.

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