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Ausbildung Personaldienstleistungskaufmann & Personaldienstleistungskauffrau

Da eine funktionale Spezialisierung notwendig geworden ist, entstand mit dem Personaldienstleistungskaufmann bzw. der Personaldienstleistungskauffrau ein relativ neues Berufsbild. Der Schwerpunkt der beruflichen Tätigkeit liegt auf der Beschaffung von Personal und der Koordination des Personaleinsatzes. Darüber hinaus können Personaldienstleistungskaufleute auch Aufgaben in der Beratung von angestelltem Personal übernehmen. Die hauptsächlichen Arbeitgeber der Personaldienstleistungskaufleute sind Personalabteilungen größerer Unternehmen oder spezialisierte Personaldienstleistungsfirmen. Die Ausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann bzw. zur Personaldienstleistungskauffrau dauert drei Jahre.

Schwerpunkte bei der Arbeit als Personaldienstleistungskaufmann bzw. Personaldienstleistungskauffrau

Die Einsatzgebiete der Personaldienstleistungskaufleute sind sehr vielfältig. Zu den Aufgaben gehört zunächst die Beschaffung von Mitarbeitern: Personaldienstleistungskaufleute werden damit beauftragt, in Tageszeitungen, in Zeitschriften, auf Aushängen oder im Internet Stellenanzeigen aufzugeben, welche eine präzise Berufsbeschreibung haben. Häufig ist der Personaldienstleistungskaufmann bzw. die Personaldienstleistungskauffrau auch vorher dafür verantwortlich, den betrieblichen Personalbedarf für bestimmte Zeiträume zu ermitteln und ein detailliertes Stellenprofil auszuarbeiten.

Anschließend werden die eingehenden Bewerbungen von den Personaldienstleistungskaufleuten gesichtet, telefonische Anfragen beantwortet und eine Vorauswahl vorgenommen. In vielen Unternehmen ist es die Regel, dass sich der Chef oder der Leiter der Personalabteilung um die Vorstellungsgespräche kümmert. In diesem Fall sind die Personaldienstleistungskaufleute für die Koordination der Termine verantwortlich, und übernehmen mitunter einen Beisitz der Gespräche, etwa um Notizen anzufertigen.

Ein sehr weites Betätigungsfeld findet der Personaldienstleistungskaufmann bzw. die Personaldienstleistungskauffrau in Zeitarbeitsfirmen. Einer Zeitarbeitsfirma sind arbeitswillige Arbeitnehmer der unterschiedlichsten Qualifikationen angeschlossen. Unternehmen greifen auf Zeitarbeiter zurück, um saisonale oder anderweitige Schwankungen im Arbeitskräftebedarf auszugleichen. Darüber hinaus nehmen Unternehmen Personalberatungen in Anspruch, um die Personalsuche extern auszulagern und beispielsweise Arbeitnehmer mit speziellen Qualifikationen ausfindig zu machen. Auch in diesen Fällen übernehmen die Personaldienstleistungskaufleute die Analyse des konkreten Personalbedarfs und die Entwicklung eines Anforderungsprofils, worauf dann die Erstellung der Stellenausschreibungen für die diversen Medien erfolgt.

Ein weiteres großes Aufgabenfeld für den Personaldienstleistungskaufmann bzw. für die Personaldienstleistungskauffrau ist die Betreuung des bestehenden Personals. In vielen Betrieben sind sie für die Ausstattung des Personals, beispielsweise mit Arbeitskleidung oder Arbeitsmitteln, verantwortlich. Außerdem können sie auch für den Personaleinsatz und die Erstellung von Schichtplänen zuständig sein. So sind Personaldienstleistungskaufleute oftmals Ansprechpartner für Krankmeldungen und damit beauftragt, ersatzweise Personal zu beschaffen bzw. einzuplanen. Dies ist in Betrieben besonders wichtig, die viele Mitarbeiter mit flexiblen Arbeitszeiten beschäftigen.

In der Personalentwicklung besteht die Aufgabe der Personaldienstleistungskaufleute vor allem darin, durch Planung von Weiterbildungsmaßnahmen das Wissen der Mitarbeiter möglichst aktuell zu halten und an zukünftige Anforderungen anzupassen. Dafür wird der betriebliche und individuelle Wissensstand analysiert und mit den aktuellen und zukünftigen Wissensanforderungen abgeglichen. Anschließend wählen sie geeignete Weiterbildungsmaßnahmen aus und beraten die Mitarbeiter darüber.

Vor allem in kleineren Unternehmen fallen die Aufgaben der Personalsachbearbeitung und der Lohnbuchhaltung oftmals zusammen. In diesem Fall können zu den Aufgaben der Personaldienstleistungskaufleute auch die Lohn- oder Gehaltsabrechnungen gehören. Sie sind dann für alle anfallenden Änderungen und Probleme im Zusammenhang mit der Entlohnung der Mitarbeiter die Ansprechpartner. Außerdem obliegt es ihnen, dafür zu sorgen, dass die Mitarbeiter pünktlich zum Zahlungstermin über ihr Geld verfügen können. Zu den weiteren kaufmännischen Aufgaben gehört die Erstellung von Statistiken und Berichten.

Allgemeines Anforderungsprofil als Personaldienstleistungskaufmann bzw. Personaldienstleistungskauffrau

Dieser Beruf erfordert ein hohes Maß an Kommunikationsfreude mit den unterschiedlichsten Personen- und Berufsgruppen. Man sollte offen auf Menschen zugehen können und auch eine gewisse Empathie besitzen, um die berufliche und private Situation von aktuellen und potentiellen Arbeitnehmern einschätzen zu können. Für die Beratung und die Information von Bewerbern und Beschäftigten ist ein ausgezeichnetes mündliches Ausdrucksvermögen notwendig. Darüber hinaus sollten angehende Personaldienstleistungskaufleute gute Schulergebnisse in Deutsch und Interesse für kaufmännische und organisierende Aufgaben mitbringen.

Weiterbildung als Personaldienstleistungskaufmann bzw. Personaldienstleistungskauffrau

Auch im Personalwesen ändern sich die gesetzlichen Bestimmungen regelmäßig, so dass eine regelmäßige Anpassung des Fachwissens in rechtlichen Fragen wichtig ist, vor allem auf dem Gebiet des Arbeitsrechtes. Je nach Berufserfahrung und Spezialisierungen können ausgebildete Personaldienstleistungskaufleute auch Fortbildungen in der Lohn- und Gehaltsbuchführung, im Rechnungswesen oder im Controlling belegen. Wenn das personwirtschaftliche Wissen erweitert werden soll, um die Auswahl und die Entwicklung des Personals noch optimaler auf die Vorgaben der Arbeitgeber abstimmen zu können, bieten sich Weiterbildungen zum Personaldienstleistungsfachwirt bzw. zur Personaldienstleistungsfachwirtin oder zum Personalfachkaufmann bzw. zur Personalfachkauffrau an. Für eine Personal-Leitungsfunktion in einem größeren Unternehmen ist ein Studium mit dem Schwerpunkt Personalwesen oder Personalmanagement empfehlenswert.

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