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Ausbildung Schifffahrtskaufmann & Schifffahrtskauffrau

Viele Kinder, vor allem Jungen, haben früher oder später einmal den Traum gehabt, die Seefahrt zum Traumberuf zu machen; kam die Seefahrt doch in so vielen der geliebten Abenteuerbücher vor, und der Wunsch, alle die großen Länder und Meere einmal zu sehen, wurde sehr schnell geweckt. Auch heute noch finden sich alle Berufe, die mit der Seefahrt in Verbindung sind, deutlicher Beliebtheit bei den männlichen Bewerbern. Schifffahrtskaufleute sind für die Koordination der Ladung auf Schiffen verantwortlich. Die Ausbildung dauert drei Jahre und erfolgt in einer der folgenden Fachrichtungen: Linienfahrt und Trampfahrt. Arbeitgeber sind vor allem Reedereien.

Schwerpunkte bei der Arbeit als Schifffahrtskaufmann bzw. Schifffahrtskauffrau

Wenn man bedenkt, dass zwei Drittel des Welthandels über Wasserwege abgewickelt werden, kann man sich gut vorstellen, dass einer der bedeutendsten Verkehrsträger der Weltwirtschaft die Seeschifffahrt ist. Deutsche Reeder und Schiffsmakler haben einen sehr hohen Stellenwert auf der ganzen Welt, so dass sie dadurch auch ein hohes Ansehen genießen. Schifffahrtskaufleute arbeiten üblicherweise im Büro in der Nähe eines Hafens, in dem Schiffe ein- und auslaufen, die eine Fracht geladen haben. Dabei muss die Be- und Entladung der Schiffe gut geplant und kontrolliert werden, denn der Transport von Waren auf dem Seeweg ist teuer und rentiert sich nur dann, wenn die Schiffe optimal ausgelastet sind und die Be- und Entladung so schnell wie möglich erfolgt.

Eine sehr wichtige Rolle spielt die Beladung, nicht nur bezogen auf das Gewicht, sondern auch auf die Größe und Beschaffenheit. Ein Schiff kann eine große Menge an Ladung aufnehmen, diese muss jedoch aufeinander abgestimmt sein, so dass sie sicher aufgeladen werden kann und nicht zu schwer ist. Der Schifffahrtskaufmann bzw. die Schifffahrtskauffrau koordiniert all diese Vorgaben und sorgt dafür, dass die vorhandenen Aufträge auf die Kapazität der Schiffe optimal verteilt werden und diese eine hohe Auslastung haben.

Der Schifffahrtskaufmann bzw. die Schifffahrtskauffrau ist zudem für die Planung von Reiserouten zuständig. Schifffahrtskaufleute müssen den Überblick über die Häfen haben, welche die jeweiligen Schiffe anlaufen, und dafür sorgen, dass ein freier Umschlagsplatz im Heimathafen sowie im Zielhafen vorhanden ist. Hierbei arbeitet er eng mit den Kollegen der anderen Häfen zusammen.

Ein weiteres Aufgabenfeld für Schifffahrtskaufleute ist die Abfertigung der ankommenden und ablegenden Schiffe. In Abstimmung mit dem Hafenpersonal legen sie fest, wo das Schiff einlaufen soll und wie lange sein Aufenthalt im Hafen dauern wird. Auch hier muss der hohe Kostenfaktor berücksichtigt werden, den ein liegendes Schiff verursacht, ebenso jedoch die Erholung der Crew und eventuell anfallende Wartungsarbeiten in der Werft. Alles wird mit der Lagerung und dem Transport der Waren abgestimmt, welche den Kunden rechtzeitig erreichen müssen. Wenn diese verderblich sind, müssen weitere Vorschriften bezüglich der Lagerung und der Transportzeit eingehalten werden. Der Schifffahrtskaufmann bzw. die Schifffahrtskauffrau hat demnach innerhalb des Hafens ein sehr weites Betätigungsfeld, welches er sich in großen Häfen mit vielen Kollegen teilt.

Beide Ausbildungsschwerpunkte Linienfahrt und Trampfahrt unterscheiden sich in der Organisation der Auslastung des Schiffes, nicht aber in den Vorgaben für die Beladung und den Umschlag der Ware. Schifffahrtskaufleute für Linienfahrten sind für die Organisation der Beladung von Schiffen zuständig, die regelmäßig zwischen zwei Häfen pendeln. Oftmals haben sie Güter an Bord, die ständig an Nachschub verlangen. Aus diesem Grund sind die Linienfahrten auf Monate oder gar Jahre fest gebucht und verplant. Probleme, mit denen Schifffahrtskaufleute für Linienfahrten konfrontiert werden können, sind Lieferengpässe, die dazu führen, dass die Kapazität des Schiffes nicht ausgelastet wird.

Schifffahrtskaufleute für Trampfahrten müssen dagegen bezüglich der Organisation eine umfangreichere Arbeit ausführen, denn sie bekommen den Auftrag, für Ware, die in der Regel nur einmalig transportiert werden muss, ein Schiff zu chartern. Auch hier müssen die Vorgaben bezüglich der Auslastung, des Liegeplatzes im Heimat- und Zielhafens und der Beschaffenheit der Ware berücksichtigt werden. Dieses Aufgabengebiet ist demnach abwechslungsreicher und mit einem erhöhten Organisationsaufwand verbunden.

Allgemeines Anforderungsprofil als Schifffahrtskaufmann bzw. Schifffahrtskauffrau

Bereits während der Ausbildung bekommt man den Duft der großen weiten Welt zu schnuppern, denn der persönliche Kontakt mit Menschen in allen Kontinenten der Erde gehört zum Alltagsgeschäft. Wer sich als Schifffahrtskaufmann bzw. Schifffahrtskauffrau bewerben möchte, sollte in jedem Fall zumindest die englische Sprache in Wort und Schrift gut beherrschen, denn Englisch ist die internationale Sprache im Seeverkehr. Aus diesem Grund muss die Korrespondenz häufig auf Englisch geführt werden.

Allerdings sollte man nicht vergessen, dass oft auch ein sehr großer körperlicher Einsatz verlangt wird und zusätzlich gute Fähigkeiten zum kaufmännischen Denken vorhanden sein sollten. Außerdem muss ebenso eine Neigung zu Büro- und Verwaltungsarbeiten und Interesse für planende und organisatorische Aufgaben vorhanden sein.

Weiterbildung als Schifffahrtskaufmann bzw. Schifffahrtskauffrau

Als Schifffahrtskaufmann bzw. Schifffahrtskauffrau hat man die Möglichkeit, eine Weiterbildung zum Verkehrsfachwirt bzw. zur Verkehrsfachwirtin zu absolvieren, was man mit dem Meistertitel im Handwerk oder in der Industrie vergleichen kann. Glücklicherweise kann man diese Lehrgänge in der Teilzeit oder in Abendkursen machen, so dass man parallel dazu weiter arbeiten kann. Wer sich dann immer noch weiterbilden möchte, hat die Möglichkeit einen Abschluss als Betriebswirt bzw. Betriebswirtin anzustreben, wo wiederum eine Aufteilung in Fachrichtungen wie Verkehr, Außenhandel oder Logistik angeboten wird.

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