Startseite
          Artikelübersicht
          Forum
          Anschreiben
          Lebenslauf
          Bewerbungsfoto
          Arbeitszeugnis
          Einstellungstest
          Vorstellungsgespräch
          Weiterbildung
          Musterbewerbungen
          Bewerbungslexikon
          Ausbildungsberufe
          Stellenangebote
          Links
          Impressum
 
 

Ausbildung Tiermedizinische Fachangestellte & Tiermedizinischer Fachangestellter

Die Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten bzw. zum Tiermedizinischen Fachangestellten steht bei vielen tierliebenden Schulabgängern ganz oben auf der Liste der begehrten Berufe. Insbesondere junge Mädchen entscheiden sich letztendlich aus dem Wunsch heraus, Tieren in Not beizustehen, für eine Ausbildung zur Tierarzthelferin, wie der Beruf umgangssprachlich auch genannt wird. Doch zur Ausübung des anspruchsvollen Berufes reicht Tierliebe alleine nicht aus. Denn mit ein bisschen streicheln, verbinden, bürsten und gut zusprechen, ist es in der Regel nicht getan. Nicht selten endet der einstige Traum mit einer herben Enttäuschung, da falsche Vorstellungen vom Beruf vorherrschen und die Eignung nicht gegeben ist. Die Ausbildung dauert drei Jahre; typische Arbeitgeber sind Tierarztpraxen, Tierkliniken und alle weiteren Einrichtungen, in denen mit Tieren gearbeitet wird.

Schwerpunkte bei der Arbeit als Tiermedizinische Fachangestellte bzw. Tiermedizinischer Fachangestellter

Für den Beruf ist ein ausgeprägtes Hygienebewusstsein unabdingbar, denn Tiermedizinische Fachangestellte sind in der Regel für die Desinfektion und Sterilisation der medizinischen Instrumente und für die Operationsvorbereitung und Operationsnachbereitung sowie das Verbinden und die Medikation der zumeist vierbeinigen Patienten zuständig. Je nach Betätigungsfeld werden einfache Laborarbeiten, wie zum Beispiel Kot-, Blut- und Urinuntersuchungen ausgeführt und Röntgenaufnahmen angefertigt.

Dass der Umgang mit Körpersekreten, wie Blut, Urin, Kot und auch Erbrochenem, nicht stören sollte, versteht sich dabei von selbst. Das gehört zur beruflichen Routine, denn die Tiere speicheln, urinieren oder erbrechen häufig aus Angst und Nervosität auch außerhalb ihrer Käfige und Behausungen, und dabei nicht selten auf denjenigen, der sie festhält: in den meisten Fällen sind dies die Tiermedizinischen Fachangestellten. Häufig gestaltet sich die Aufgabe des Fixierens ohnehin sehr kräftezehrend, denn in beängstigenden Situationen entwickeln viele Tiere ungeahnte Energien, und eine Behandlung kann mitunter sehr lange dauern, insbesondere dann, wenn der vierbeinige Patient partout nicht stillhalten will und die notwendige medizinische Prozedur dadurch erst verspätet zu Ende gebracht werden kann.

Auch während des Assistierens bei chirurgischen Eingriffen und komplizierten Operationen lange Zeit in gebückter Haltung zu verharren, kann vielen Menschen zu anstrengend sein. Des Weiteren ist damit zu rechnen, dass die Tiere aggressiv reagieren, denn kranke und verletzte Tiere verhalten sich oftmals nicht so, wie wir sie vom gewohnten Umfeld her kennen. Es ist daher ebenso selbstverständlich, dass Menschen, die mit Tieren arbeiten, absolut angstfrei sein sollten. Denn Tiere haben ein sehr feines Gespür für die emotionale Lage der sie umgebenden Menschen. Eine Unsicherheit seitens des Mitarbeiters würde sich auf das zu behandelnde Tier übertragen. Daher ist ein selbstsicheres Auftreten wichtig, und unter Umständen ist es auch angebracht, sich energisch zu zeigen.

Doch nicht nur im Umgang mit den Tieren gilt es, in brenzligen Situationen die Ruhe zu bewahren; den Tiermedizinischen Fachangestellten obliegt oft auch die erste tiermedizinische Aufklärung der Tierhalter: zum weiteren Heilungsverlauf, zur Wundversorgung oder zur veränderten Tiernahrung bei einer Erkrankung. Manchmal muss sich auch um die Tierhalter einfühlsam gekümmert werden, und nicht selten ergeben sich Umstände, in denen ein paar tröstende Worte helfen können.

In Tierkliniken gehört auch die tägliche Versorgung der Tiere zu den wichtigen Aufgaben, wozu neben der Futterzusammenstellung auch die Reinigung der Gehege, die Verbandswechsel, die Medikamentengabe, die Beschäftigung mit den Tieren und vor allem die Verhaltensbeobachtung zählen. So kann vom Verhalten auf den Zustand der Tiere geschlossen werden; Veränderungen und auftretende Probleme werden täglich dokumentiert. Daneben assistieren Tiermedizinische Fachangestellte bei den notwendigen Nachuntersuchungen.

Darüber hinaus gehören auch Büroarbeiten und Telefondienste zu den vielfältigen Aufgaben, wie beispielsweise das Erstellen von Rechnungen und Abrechnungen, die Überprüfung der Zahlungseingänge und die Absprache und die Koordination der Termine für die Sprechstunde. Tiermedizinische Fachangestellte verfügen außerdem über ein umfassendes medizinisches Basiswissen bezüglich der Anatomie, der Physiologie und der Pathologie bei Tieren. Ihr Fachwissen hilft den Tiermedizinischen Angestellten bei der Anfertigung der Patientenakten und bei dokumentarischen Aufgaben.

Allgemeines Anforderungsprofil als Tiermedizinische Fachangestellte

Tiermedizinische Fachangestellte müssen physisch und psychisch sehr belastbar sein. Sie müssen gerne im Team arbeiten und dürfen weder auf Latex noch auf Tierhaare allergisch reagieren. Im Hinblick auf die spätere Ausübung des Berufes gilt es außerdem zu bedenken, dass Tiere keine zeitgesteuerten Maschinen sind und auch an Wochenenden, Feiertagen und in der Nacht erkranken und dringend ärztliche Hilfe benötigen können. Daher sollte die Bereitschaft zur Erbringung von Überstunden generell vorliegen. Um sich mit den speziellen Arbeitsbedingungen besser vertraut machen zu können, empfiehlt es sich, vor Beginn der Ausbildung ein Praktikum zu absolvieren. Daneben sind im Praxisalltag auch gute Kommunikationsfähigkeiten und die Fähigkeit zu Verwaltungsaufgaben gefragt.

Weiterbildung als Tiermedizinische Fachangestellte

Auch nach einer Ausbildung zur Tiermedizinischen bzw. zum Tiermedizinischen Fachangestellten geht die Lernzeit weiter; mit Weiterbildungskursen hält man sein Wissen über Erkrankungen, den Umgang mit Tieren und die Praxisorganisation auf dem neuesten Stand. Wenn man starkes Interesse daran hat, spezifischeres Wissen zu erwerben, bietet sich ein Studium, beispielsweise in den Studienfächern Biologie oder Veterinärmedizin, an.

Weitere Informationen


 
Viele Hunderte Beispiele für Anschreiben und Lebenslauf im großen Bewerbungsforum – so schreiben Sie eine individuelle und überzeugende Bewerbung.