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Persönliche Stärken und Schwächen – Beispiele finden

Wenn Sie vorgefertigte Antworten auf die Frage nach den persönlichen Stärken und Schwächen übernehmen, dann werden Sie vielleicht Zeit in der Vorbereitung sparen, aber Sie werden in einem Vorstellungsgespräch kaum authentisch auftreten können und verspielen somit die Chance, die Bandbreite Ihrer gesamten Persönlichkeit darzustellen.


Außerdem werden sich gute Personaler nicht mit vorgefertigten Antworten, die sie fast jeden Tag hören, zufriedengeben, sondern Nachfragen stellen und in die Tiefe gehen. Wenn Sie darauf nicht vorbereitet sind, dann kommen Sie unnötig ins Schleudern. Verzichten Sie deshalb darauf, wahllos ein paar Begriffe aneinanderzureihen, sondern denken Sie über sich und Ihre Stärken und Schwächen intensiv nach: Was unterscheidet Sie von anderen Menschen, was schätzen Sie an Ihrer Persönlichkeit besonders, welche Rückmeldung haben Sie durch Dritte?


Checkliste Vorstellungsgespräch

Mit dieser Checkliste behalten Sie den Überblick über alle wichtigen Punkte zum Vorstellungsgespräch:

  • Organisatorische Vorbereitung
    • Bestätigung der Einladung
    • Optische Erscheinung
    • Anreise
    • Unterlagen
  • Inhaltliche Vorbereitung
  • Im Gespräch
  • Nachbereitung


Download der Checkliste für das Vorstellungsgespräch als PDF-Dokument.


Schritt für Schritt zum überzeugenden Selbstbild

Die besten Antworten stecken in Ihnen; dafür brauchen Sie keine vorgefertigten Antworten aus Bewerbungsratgebern. Wenn Sie sich in der Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch mit Ihrer Persönlichkeit auseinandersetzen, dann erhalten Sie nicht nur ein realistisches Selbstbild, sondern haben auch Ansatzpunkte für zukünftige Verbesserungen, vor allem bei Ihren Schwächen. In den folgenden Schritten denken Sie intensiv über sich nach und schaffen ganz individuelle Antworten und Beispiele für Ihre Stärken und Schwächen. Alles, was Sie dafür benötigen, sind - ganz altmodisch - Stift und Zettel.

Eigenschaften finden

Eigenschaften ordnen

Eigenschaften beschreiben

Beispiele finden

Fremdeinschätzungen integrieren

Eigenschaften bewerten

Beantwortung üben


Eigenschaften finden: Jeder Mensch hat bestimmte Eigenschaften, in den unterschiedlichsten Ausprägungen, die ihn charakterisieren und die ihn in ihrer Gesamtheit von den Mitmenschen unterscheiden. Führen Sie ein Brainstorming durch, in dem Sie überlegen, was Sie als Mensch ausmacht: was schätzen Sie an sich und was weniger? Wie es in einem Brainstorming üblich ist, sollten Sie Ihren Gedanken freien Lauf lassen und alles aufschreiben, was Ihnen in den Sinn kommt. Eine Beschreibung und Bewertung der gefundenen Eigenschaften erfolgen erst später.

Eigenschaften ordnen: Welche Eigenschaften machen Sie am ehesten aus und welche Eigenschaften haben im Arbeitsalltag einen faktischen Einfluss? Ordnen Sie die Eigenschaften daher nach Relevanz. Mit den wichtigsten acht bis zehn positiven Eigenschaften arbeiten Sie nun weiter; bei den aus Ihrer Sicht negativen Eigenschaften dürfen es deutlich weniger sein, zum Beispiel drei Schwächen.

Eigenschaften beschreiben: In einem nächsten Schritt setzen Sie sich weiter intensiv mit Ihren Eigenschaften auseinander, indem Sie sie näher beschreiben. Erklären Sie schriftlich, was Ihnen eine bestimmte Eigenschaft bedeutet und wie Sie sie definieren würden. Auch in diesem Schritt sollten Sie Ihren Gedanken freien Lauf lassen, um möglichst individuelle Beschreibungen zu erhalten. Die jeweilige Beschreibung sollte zwar nicht zu umgangssprachlich sein, aber zu kompliziert müssen die Sätze auch nicht formuliert werden.

Beispiele finden: Damit die Antworten zu Stärken und Schwächen auch wirklich individuell sind, sollten Sie für Ihre Eigenschaften konkrete Beispiele aus Ihrem Arbeitsalltag finden, wo sich die Eigenschaft positiv oder negativ bemerkbar gemacht hat. Je mehr fundierte Beispiele Sie für eine Eigenschaft finden, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Eigenschaft auch wirklich zu Ihnen gehört. Bei Ihren persönlichen Schwächen ist es zusätzlich noch wichtig, darüber nachzudenken und festzuhalten, wie Sie an diesen Schwächen arbeiten und wie Sie im Arbeitsalltag lösungsorientiert mit ihnen umgehen.

Fremdeinschätzungen integrieren: Oftmals ist es ratsam, sich selbst von außen zu betrachten, weil man sonst den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Diese Betrachtung ist natürlich nur durch Dritte möglich: das können Lebenspartner, Verwandte, Freunde oder Kollegen sein. Bitte Sie sie gegebenenfalls um eine Einschätzung Ihrer Person, was Sie auszeichnet, wo Ihre Stärken und Schwächen liegen. Im Groben sollten Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzungen übereinstimmen. Falls es dennoch genannte Eigenschaften von Dritten gibt, die Ihnen bisher nicht so bewusst waren, dann fragen Sie noch einmal näher nach und durchdenken Sie das Gesagte. Wenn Ihnen die Argumentation plausibel erscheint, dann ergänzen Sie Ihre Liste mit den Eigenschaften.

Eigenschaften bewerten: Denken Sie noch einmal darüber nach, welche Eigenschaften für die Aufgaben der zu besetzenden Stelle besonders wichtig sind; führen Sie eine Bewertung durch und ordnen Sie die Eigenschaften der Wichtigkeit nach.

Beantwortung üben: Abschließend hat es sich als sehr erfolgsversprechend herausgestellt, wenn Sie die Ergebnisse nach der gedanklichen und schriftlichen Bearbeitung auch verbalisieren. So gewinnen Sie Sicherheit und decken unter Umständen Widersprüche auf. Dabei ist es besonders hilfreich, vor Dritten zu üben. Aber denken Sie daran: auch wenn Sie jetzt ganz individuelle Antworten ausgearbeitet haben, geht es nicht darum, die Antworten auswendig zu lernen.

Richtiger Umgang mit Schwächen

Kein Bewerber ist perfekt, daher dient die Frage nach den Stärken und Schwächen dazu, den Bewerber so gut wie möglich kennenzulernen, um das Bewerberprofil mit dem Anforderungsprofil abgleichen zu können. Erst die Kombination aus persönlichen und fachlichen Stärken sowie Schwächen ergibt das ganz individuelle Bild der Persönlichkeit des Bewerbers. Und mit dieser Persönlichkeit wollen Sie überzeugen. Daher ist es auch ganz entscheidend, wie Sie mit den Schwächen im Vorstellungsgespräch umgehen. Wenn Sie nur vorformulierte Schwächen übernehmen, dann kann man Ihnen unterstellen, nicht strukturiert über Ihre Persönlichkeit nachdenken zu können. Wenn Sie besonders "witzig" bei der Beantwortung sein wollen, dann spricht man Ihnen vielleicht die Ernsthaftigkeit ab.

Erkannte Schwächen sind besser als unerkannte Schwächen

Stattdessen sollten Sie tatsächliche Schwächen nennen und dabei deutlich machen, wie Sie an dieser Schwäche arbeiten bzw. wie Sie sie im Arbeitsalltag umgehen, zum Beispiel durch den Einsatz bestimmter Stärken. So zeigen Sie einen reflektierten Umgang mit Ihrer Persönlichkeit und können auch mit Ihren Schwächen überzeugen. Denn wenn der Bewerber um seine Schwächen und die Auswirkungen weiß, dann kann er als späterer Mitarbeiter bestimmte Maßnahmen ergreifen, damit Sie nicht so zum Tragen kommt. Dementsprechend ist eine erkannte Schwäche besser als eine unerkannte Schwäche - das sollten Sie in einem Vorstellungsgespräch auch Ihren Gesprächspartnern verdeutlichen. Denn eine gute Selbsterkenntnis und permanente Analyse der Arbeitsergebnisse sind in vielen Berufen gefragt.

Weitere Informationen zum Vorstellungsgespräch


 
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