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Ausbildung Zerspanungsmechaniker Zerspanungsmechanikerin

Die Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker bzw. zur Zerspanungsmechanikerin gehört zu den industriellen Metallberufen. Die hauptsächliche Aufgabe besteht darin, spanende Verfahren zur Bearbeitung von Materialien und schließlich zur Herstellung von spezialisierten Präzisionsteilen in Einzel- oder Serienfertigung einzusetzen; meistens mit Unterstützung von computergesteuerten Werkzeugmaschinen. Die Ausbildungsdauer beträgt dreieinhalb Jahre. Typische Arbeitgeber sind dabei vor allem Unternehmen aus der Metallbranche.

Schwerpunkte bei der Arbeit als Zerspanungsmechaniker bzw. Zerspanungsmechanikerin

Der Beruf vereint traditionelles Handwerk mit Hochtechnologie. Dementsprechend abwechslungsreich und vielfältig gestaltet sich der Arbeitsalltag eines Zerspanungsmechanikers. Ein typisches, sehr anschauliches Produkt, welches von Zerspanungsmechanikern bearbeitet wird, ist die Schiffsschraube. Man kann sich sicherlich sehr gut vorstellen, wie wichtig hier äußerste Präzision ist. Wenn diese nicht gegeben sein würde, dann würde auch kein Schiff geradeaus fahren können.

Leider ist dieser Ausbildungsberuf ein typischer Männerberuf; nur knapp über 2 % der Auszubildenden sind Frauen, obwohl sich auch gerade für sie im Bereich Zerspanungstechnik gute berufliche Perspektiven bieten. Die Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker ist nicht in Fachrichtungen untergliedert, dennoch kann eine Spezialisierung in den folgenden Bereichen stattfinden: Drehtechnik, Drehautomatentechnik, Frästechnik oder Schleiftechnik.

Zerspanungsmechaniker ist dabei eine neuere und umfassendere Bezeichnung für den Beruf Dreher. Wie der letzte Name schon beschreibt, dreht sich etwas. Das kann entweder das eingesetzte (computergesteuerte) Werkzeug oder das zu bearbeitende Werkstück sein. Der erste Name für den Beruf ergibt sich dann aus der Tatsache, dass spanabhebend gearbeitet wird, also im übertragenen und auch im eigentlichen Sinne Späne bei der Bearbeitung anfallen. Durch spanabhebende Verfahren werden besonders Metallteile in die entsprechende Form gebracht; die Zerspanungstechnik hält aber zunehmend auch Einzug bei anderen Werkstoffen, zum Beispiel solchen aus Kunststoff.

Drehen, Schleifen und Fräsen sind allgemein die häufigsten Tätigkeiten zur Herstellung von Maschinen- und Anlagenwerkstücken. Mit Hilfe von technischen Unterlagen sind Zerspanungsmechaniker in der Lage, die Planung der Fertigungsabläufe, die auftragsbezogene Auswahl von den jeweiligen Fertigungssystemen, das Einrichten der Werkzeugmaschinen und die Programmierung der eingesetzten Werkzeugmaschinen zu übernehmen.

Damit man an den ausgewählten Werkzeugmaschinen auch arbeiten kann, müssen diese entsprechend vorbereitet bzw. eingerichtet werden. Dafür übernehmen die Zerspanungsmechaniker die Programmierung der Steuerung. Außerdem richten sie die Bearbeitungsmechanik ein und weisen die Maschinenbediener in die vorher festgelegten Arbeitsgänge ein. Daneben erfolgen Tests der Funktionstätigkeit der Werkzeugmaschinen; nur bei einwandfreier Funktionalität kann der eigentliche Produktionsprozess begonnen werden.

Nach der Einrichtung überwachen die Zerspanungsmechaniker den Produktionsprozess, überprüfen ständig die erreichte Qualität und reagieren schnell sowie kompetent bei auftretenden Abweichungen. Auch nach der kompletten Herstellung der Produkte werden diese fachmännisch und genau auf ihre Qualitätsmerkmale überprüft.

Das Arbeitsgebiet der Zerspanungsmechaniker liegt - wie oben schon erwähnt - zu einem großen Teil im Bedienen von Werkzeugmaschinen, die sich in den Werkhallen von metallver- und -verarbeitenden Unternehmen befinden. Durch die Computersteuerung der Werkzeugmaschinen nehmen die mit der Arbeitsplanung zusammenhängenden Tätigkeiten einen wichtigen Raum ein. Um diese Aufgaben ausführen zu können, muss der Zerspanungsmechaniker über ein gutes technisches Verständnis und handwerkliche Grundfertigkeiten verfügen. Zu den manuellen Aufgaben gehören die Ausrichtung des jeweiligen Werkstücks und die Einsetzung von bestimmten Werkzeugen.

Für die Zerspanungsarbeit werden überwiegend moderne NC- oder CNC-gesteuerte Werkzeugmaschinen eingesetzt. Die Programme, die die computergesteuerten Werkzeugmaschinen ausführen, müssen unter Umständen von den Zerspanungsmechanikern angepasst werden. Die nachträgliche Optimierung von bereits existierenden Programmen ist besonders wichtig, um immer ein wirtschaftliches Arbeiten auf dem neuesten Stand garantieren zu können.

Allgemeines Anforderungsprofil

Als Zerspanungsmechaniker muss man zu konzentriertem und präzisem Arbeiten in der Lage sein. Zwar arbeiten Zerspanungsmechaniker häufig selbstständig an einer Werkzeugmaschine, aber dennoch müssen Sie teamfähig sein, um beispielsweise auftretende Probleme schnell gemeinsam lösen zu können.

Als Zerspanungsmechaniker muss man darüber hinaus über ein umfangreiches Materialwissen verfügen. Daneben sind handwerkliches Geschick, mathematisches Verständnis und ein hervorragendes räumliches Vorstellungsvermögen für diese Ausbildung unabdingbar, um Zeichnungen und Pläne auch räumlich im jeweiligen Werkstück umsetzen zu können.

Weiterbildung

Nach ein paar Jahren Berufserfahrung besteht die Möglichkeit zur Weiterbildung. So kann man sich als Zerspanungsmechaniker zum Industriemeister bzw. zur Industriemeisterin in der Fachrichtung Machinenbau/Metall, zum Zerspanungstechniker bzw. zur Zerspanungstechnikerin oder zur Technikerin bzw. zum Techniker in der Fachrichtung Maschinentechnik weiterqualifizieren. Außerdem sind entsprechende Weiterbildungen im Bereich CNC sehr zu empfehlen, um diesbezüglich auf dem neuesten Stand zu bleiben.

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