1. Bewerbung nach Elternzeit - brauche Hilfe und Rat

Wenn ihr Berufsanfänger oder Berufspraktiker seid, dann könnt ihr eure Bewerbungsbeispiele in dieser Rubrik zur Diskussion stellen und die Musterbewerbungen anderer Bewerber bewerten. Auch für Bewerbungen um eine Neben- oder Teilzeitbeschäftigung.
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deni87991
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1. Bewerbung nach Elternzeit - brauche Hilfe und Rat

Beitrag von deni87991 » 18.08.2010, 14:22

Hallo zusammen,

Ich bin 25 und befinde mich derzeit noch in Elternzeit. Ich war zuvor bis zu Beginn des Mutterschutzes bei abc Service angestellt und an den Mutterkonzern abc entliehen. Mein Problem ist, das mein Ex-Chef dort erzählt hat, ich wäre zuvor schon bei ihm eingestellt gewesen - was ich aber nicht war. Er hatte mich damals eingestellt um mich dorthin zu vermitteln und ich war ihm dankbar dafür. Um mich dort unterzubringen, hat er halt gelogen und sich was aus den fingern gesaugt-und da es geklappt hat, war ich ihm dankbar dafür. Nun möchte ich mich selbst beim Mutterkonzern bewerben und hatte auch bereits ein Gespräch mit meinen alten "Vorgesetzten" dort. Neben der Tatsache, das bemängelt wurde, das ich nichts über die Zeit, die ich ja angeblich bei meinem Chef angestellt war, geschrieben hab, wurde auch kritisiert, das die Bewerbung etwas farblos wäre und doch aufgehübscht werden müsste. Mit letzterem tu ich mich ziemlich schwer...hier die Bewerbung, ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
Und zu dem anderen Problem...wie würdet ihr das im Lebenslauf lösen? Ich kann doch nicht einfach eine Zeit erfinden, in der ich eigentlich arbeitslos war aber die ich einfach mal so deklariere, als hätte ich dort bereits bei abc Service gearbeitet, nur, damit ich nicht auffliege. Aber die Wahrheit sagen kann ich doch jetzt auch nicht mehr...blöde Situation...



Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

ich bewerbe mich bei Ihnen, da ich nach Ablauf meiner Elternzeit im Dezember 2010 eine neue berufliche Herausforderung suche. Das Unternehmen abc zählt zu einem der größten Konzerne der Welt und ist führend in der Branche. Sicherheit ist ein wichtiger Faktor bei meiner Wahl eines neuen Arbeitsplatzes und ich denke, dass in Ihrem Betrieb eine langfristige Anstellung und gesicherte Zukunft möglich ist.

Wie Sie meinem Lebenslauf entnehmen können, bin ich seit Januar 2010 Mutter eines Sohnes. Dieser wird während meiner Arbeitszeit - auch im Krankheitsfall - entsprechend versorgt und untergebracht. Während der Betreuung meines Sohnes habe ich gelernt, auch in Stresssituationen sehr flexibel und ruhig zu handeln und auch mein Zeitmanagement zu optimieren. Um Familie und Beruf bestmöglich zu vereinbaren strebe ich eine Halbtagsstelle an.

Ich bin gelernte Informatikkauffrau und war zuletzt als Sachbearbeiterin tätig. Vor Beginn des Mutterschutzes war ich 1,5 Jahre über den abc Service angestellt und an das abc Verkaufshaus Nord entliehen. Dort arbeitete ich in der Logistikabteilung und war für das Tagesgeschäft und etwaige anfallende Sonderaufgaben (Erstellung von Auswertungen, Urlaubsvertretung, Unterstützung der Kollegen) zuständig.

Ich verfüge über einen soliden Wissenshorizont im kaufmännischen Bereich und würde mich freuen, diesen noch weiter auszubauen. Ich bin an korrektes und schnelles Arbeiten gewöhnt. In mir derzeit noch fremde Arbeitsgebiete werde ich mich rasch einarbeiten. Da mir sowohl die abc-Welt mit seinem speziellen Terminus und den verschiedenen Standorten, als auch die Kollegen am Standort bekannt sind, denke ich, das ich mich schnell in meinen neuen Aufgabenbereich einfinden werde.

Sollte momentan keine meinen Fähigkeiten entsprechende Position vakant sein, wäre ich auch zu einem späteren Zeitpunkt an einem Gespräch interessiert. Die Bewerbungsunterlagen sind daher zum Verbleib gedacht.

Mit freundlichen Grüßen

Larilari
Beiträge: 16
Registriert: 27.07.2010, 14:24

Beitrag von Larilari » 18.08.2010, 15:05

Das so etwas geht *kopfschüttel*. Ich würde auf keinen Fall im Lebenslauf etwas dazu erfinden! Spätestens bei der Nachfrage nach dem Aufgabengebiet, den Kollegen oder deinem Zeugnis fliegt das Ganze ja auf. Wenn es ein Konzern mit verschiedenen Bereichen ist kann es durchaus passieren, dass die eine Personalabteilung bei der Anderen anfragt... sehr gewagt!

Grüße

wt15309
Beiträge: 34
Registriert: 20.07.2010, 10:27

Beitrag von wt15309 » 19.08.2010, 11:02

Hallo deni87991,

eigentlich antworte ich auf soll Emails nicht, aber....

Anscheinend bin ich nicht der Einzige der dein Problem nicht versteht.

Nochmal:
1. Du warst vorher arbeitslos.
2. Du hast für eine Zeitarbeitsfirma gearbeitet
3. Dann kam die Lüge
4. Nun bist an Konzern ausgeliehen worden.
5. Jetzt Elternzeit.
6. Du möchtest nun beim Kozern anfangen.
7. Der Konzern möchte Wissen was du vor den Leihgeschäft gemacht hast (Problem Lüge)
Hab ich das richtig verstanden bis hierher?

Warum willst du nicht die Wahrheit schreiben?
Wegen der Notlüge eines anderen, der dir egal sein kann? Ich verstehs einfach nicht.

Übrigens diese Lügen sind ein fristloser Kündigungsgrund - du sitzt also bei Einstellung auf eine Pulverfass, was jederzeit losgehen kann, genaugenommen verzichtest du auf jeden Kündigungschutz. Also überlege es dir 3-mal bevor du einen solchen Schwindel verursachst. :x

Im übrigen würde ich das Anschreiben überarbeiten, Tips gibt es genug im Forum.


Gruß
wt15309

deni87991
Beiträge: 7
Registriert: 18.08.2010, 12:19

Beitrag von deni87991 » 19.08.2010, 12:15

wt15309 hat geschrieben:Hallo deni87991,

eigentlich antworte ich auf soll Emails nicht, aber....

Anscheinend bin ich nicht der Einzige der dein Problem nicht versteht.

Nochmal:
1. Du warst vorher arbeitslos.
2. Du hast für eine Zeitarbeitsfirma gearbeitet
3. Dann kam die Lüge
4. Nun bist an Konzern ausgeliehen worden.
5. Jetzt Elternzeit.
6. Du möchtest nun beim Kozern anfangen.
7. Der Konzern möchte Wissen was du vor den Leihgeschäft gemacht hast (Problem Lüge)
Hab ich das richtig verstanden bis hierher?

Warum willst du nicht die Wahrheit schreiben?
Wegen der Notlüge eines anderen, der dir egal sein kann? Ich verstehs einfach nicht.

wt15309
Huhu,

ja das hast du richtig verstanden. Ich war arbeitslos, mein Ex-Chef hat mich eingestellt um mich an den Konzern zu entleihen und hat bei Einstellung dem Konzern gegenüber gelogen. Ich habe dann 1,5 Jahre beim Konzern gearbeitet, dann folgte der Mutterschutz, wo mein Vertrag mit meinem Ex-Chef auslief. Jetzt hat der Konzern Interesse an mir bekundet und beim Gespräch letzte Woche natürlich nochmal nachgeharkt, was mit der Angeblichen Anstellung bei meinem Ex-Chef war. Mein Problem...klar kann er mir egal sein aber auch bei ihm läuft derzeit noch etwas bewerbungstechnisch, weil er mir trotz Kündigung zu einem weiteren Job, diesmal (hoffentlich) mit "legaleren" Mittel verhelfen will. Aber du hast recht, ich fühl mich auch wirklich nicht wohl mit diesem ganzen Kram.Ich denke, wenn ich jetzt die Wahrheit sage, hat sich das ganze erledigt, sowohl beim Konzern als auch bei meinem Ex-Chef.

Anschreibentechnisch hab ich mich eigentlich hier vom Forum "inspirieren" lassen...

Danke dir trotzdem

wt15309
Beiträge: 34
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Beitrag von wt15309 » 19.08.2010, 12:34

Hallo deni87991,

ich kann dir nur sagen bei einer Zeitarbeitsfirmen sind solche Notlügen an der Tagesordnung, also bleib bei der Wahrheit gegenüber des Konzerns.
Aber vorsicht auch eine gewisse Loyalität wird vorausgesetzt!!
Anscheinend hast du Konzern für den Konzern gute Arbeit geleistet, ansonsten würde dieser ja kein Interesse bekunden. Ich denke wenn du die Unstimmigkeit wahrheitsgemäß aus den Weg räumst wird's schon etwas mit dem Job. Beim VG musst du diesem Umstand so gut wie möglich verkeufen.
Gegenüber deines Ex-Chefs würde ich allerdings bedeckt halten, wer weiss, wie das Leben so spielt.

Zum Anschreiben:
Die Basis ist das Stellenangebot, ohne dieses kann dir hier nur schwer gehoffen werden - man kennt ja das Ziel nicht.


Gruß
wt15309

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 19.08.2010, 14:00

Was hast Du dem Mutterkonzern denn bisher zu Deinem Vorleben erzählt, Deni? Wenn Du noch nichts anderes gesagt hast: Ich würde mich einfach dumm stellen. Woher solltest Du als klitzekleine Angestellte denn wissen, was Dein Arbeitgeber mit seinen Firmenkunden bespricht? Geht Dich doch gar nichts an... ;-)

Ich würde einfach sagen, dass ich seit dem (realen) Datum dort arbeite... und aus allen Wolken fallen, wenn mich jemand mit anderslautenden Aussagen Dritter konfrontiert: "Da muss ein Missverständnis sein. Wie kommt der denn darauf?"

Was mich aber ernsthaft nachdenklich stimmt, ist dies:

Neben der Tatsache, das bemängelt wurde, das ich nichts über die Zeit, die ich ja angeblich bei meinem Chef angestellt war, geschrieben hab, wurde auch kritisiert, das die Bewerbung etwas farblos wäre und doch aufgehübscht werden müsste.

Ich habe noch NIE gehört, dass einem Bewerber geraten wird, seine Bewerbung nachträglich "aufzuhübschen"... und frage mich, was der Hintergrund dieser eigenartigen Aufforderung ist. Dein Anschreiben ist zwar ganz bestimmt kein Meisterwerk... aber m. E. auch nicht so weit unter dem Durchschnitt, dass sich ein Personaler mit Deiner Anstellung rückwirkend intern angreifbar machen würde... schon gar nicht, wenn man Dich und Deine Arbeit bereits kennt...

Möglicherweise hat Dein ehemaliger AG Deinen jetztigen Wunsch-Chef in wesentlich grösseren Dimensionen beschissen, als Du ahnst. Denkbar, dass der einen Prozess vorbereitet und dafür Beweisstücke zu organisieren versucht. Ich würde da unter gar keinen Umständen aktiv Stellung beziehen - schon gar nicht für die Seite, die höchstwahrscheinlich im Unrecht ist! Wenn ich Du wäre, würde ich mich in allem, was ich sage und (vor allem) schreibe, ausschliesslich auf meine Arbeit für und in der Wunschfirma beziehen.

deni87991
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Beitrag von deni87991 » 19.08.2010, 20:13

FRAGEN hat geschrieben:Was hast Du dem Mutterkonzern denn bisher zu Deinem Vorleben erzählt, Deni? Wenn Du noch nichts anderes gesagt hast: Ich würde mich einfach dumm stellen. Woher solltest Du als klitzekleine Angestellte denn wissen, was Dein Arbeitgeber mit seinen Firmenkunden bespricht? Geht Dich doch gar nichts an... ;-)
Zu meinem Vorleben hab ich nicht mehr erzählt, als meinem Lebenslauf eh zu entnehmen ist. Den musste ich ja schließlich für die Bewerbung vorlegen. Dumm stellen geht nicht- "Damals" bei dem Einstellungsgespräch im Konzern war die Bereichsleiterin, 2 Abteilungsleiter, mein Ex-Chef und ich anwesend. Dort hat er seine Geschichte erzählt.Ich war also dabei :-(
FRAGEN hat geschrieben: Möglicherweise hat Dein ehemaliger AG Deinen jetztigen Wunsch-Chef in wesentlich grösseren Dimensionen beschissen, als Du ahnst.
Mein Ex-Chef hat auf die gleiche Art und Weise vor und nach meiner Einstellung mehrere Leute dort untergebracht. Wenn ich jetzt die Wahrheit sage, steht auch dort einiges im Argen.

Werde versuchen noch ein bisschen an der Bewerbung zu pfeilen und dann halt auf gut Glück.Ich werde nicht lügen, wenn ich nochmal gefragt werde. Wäre so froh wenn ich wo anders einen Job finden würde, wo ich einfach sagen kann, wie es wirklich war - ohne Unwahrheiten und alles!

Danke dir!

deni87991
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Nochmal ...

Beitrag von deni87991 » 19.08.2010, 20:36

Hier das Stellenprofil:

Ihre Aufgaben:

Klärung, Nachbearbeitung und Dokumentation von
Zahlungsdifferenzen, einschl. Mahnung fälliger
Rechnungen
Abstimmung mit den betroffenen Fachabteilungen,
Regionalgesellschaften und Kunden
Abgleich der Fakturierung zwischen den unterschiedlichen
Fakturierungssystemen und Abstimmung mit dem
Berichtswesen
Pflege der Stammdaten in einem Fachabteilungs-Tool.
Aufbereitung der erforderlichen Daten zur Erstellung des
Monatsabschlusses
Erstellung von Auswertungen und Berichten für das interne
Berichtswesen und Forderungscontrolling.
Selbstständiges Erstellen von Abfragen auf vorhandenen
Datenbanken gem. Anforderungen der Fachabteilungen
Schnittstelle zu CI bei Anfragen zu Fakturierungs-Themen
(z. B. EDI-Schnittstellen, GAV-Übertragung).

Ihr Profil:
Selbständiges Arbeiten
Hohe Flexibilität
Ausgeprägte Teamfähigkeit
Gute MS-Office Kenntnisse; SAP- und EVA-Kenntnisse
von Vorteil
Erfahrung im Umgang mit Datenbanken (Access, Oracle)
und der Erstellung von Abfragen (SQL)
Gute Englischkenntnisse
________________________________________________________
Mein Anschreiben (es ist zu lang-ich weiß, ich weiß nur nicht, wie ich es besser zusammen fassen soll :-( )

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

ich bewerbe mich bei Ihnen, da ich nach Ablauf meiner Elternzeit im Dezember 2010 eine neue berufliche Herausforderung suche. Mit großem Interesse habe ich daher Ihre Stellenausschreibung auf der abc Homepage gelesen und bewerbe mich um die Stelle als Finanz- und Debitorenbuchhalterin. Aufgrund meiner Ausbildung als Informatikkauffrau und meiner Tätigkeit als Bürokauffrau in Ihrem Hause kann ich mich gut mit dem gesuchten Anforderungsprofil identifizieren.

Das Unternehmen abc zählt zu einem der größten Konzerne der Welt und ist führend in der Branche. Sicherheit ist ein wichtiger Faktor bei meiner Wahl eines neuen Arbeitsplatzes und ich denke, dass in Ihrem Betrieb eine langfristige Anstellung und gesicherte Zukunft möglich ist.

Vor Beginn des Mutterschutzes war ich 1,5 Jahre über den abc Service angestellt und an das abc Verkaufshaus Nord entliehen. Dort arbeitete ich in der Logistikabteilung; meine Hauptaufgaben bestanden in der Datenaufbereitung und Erstellung von Auswertungen, der Stammdatenpflege, der Reklamationsbearbeitung sowie der Abstimmung zwischen Kunden und Bosch Werken.

Wie Sie meinem Lebenslauf entnehmen können, bin ich seit Januar 2010 Mutter eines Sohnes. Dieser wird während meiner Arbeitszeit - auch im Krankheitsfall - entsprechend versorgt und untergebracht. Während der Betreuung meines Sohnes habe ich gelernt, auch in Stresssituationen sehr flexibel und ruhig zu handeln. und mein Zeitmanagement zu optimieren. Um Familie und Beruf bestmöglich zu vereinbaren strebe ich eine Halbtagsstelle an.

Ich verfüge über einen soliden Wissenshorizont sowohl kaufmännischen als auch im Informatik Bereich und würde mich freuen, diesen noch weiter auszubauen. Ich bin an korrektes, schnelles und selbstständiges Arbeiten gewöhnt. Da mir sowohl die abc-Welt mit seinem speziellen Terminus und den verschiedenen Standorten als auch die Kollegen am Standort Braunschweig bekannt sind, denke ich, das ich mich schnell in meinen neuen Aufgabenbereich einfinden werde.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Ihr Team entsprechend ergänzend könnte und stehe Ihnen jederzeit für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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drusilla
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Beitrag von drusilla » 19.08.2010, 20:44

kam denn jemals zur sprache, wie lang du angeblich bei deinem ex-chef angestellt gewesen sein sollst, bevor du ausgeliehen wurdest? sonst würd ich halt von ein paar tagen reden, in denen du nichts wirklich gemacht hast. aber riskant ist es halt schon. ggf. wäre die optimale lösung, sich einen komplett neuen arbeitgeber zu suchen, den man nicht anlügen muss. denn anscheinend kommst du sonst aus der geschichte nicht mehr richtig raus...

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 20.08.2010, 08:41

Also, rein anschreibentechnisch, Deni (wenn es den unschönen Teil der Geschichte nicht gäbe):

Zunächst einmal würde ich die Eingangsabsätze komplett umformulieren. Die hören sich nämlich fast so an, als würdest Du Dich als vollkommen Unbekannte von "außen" bewerben... auch wenn da irgendwo ganz versteckt in einem Halbsatz etws von "Tätigkeit in Ihrem Hause" steht. Der Gesamteindruck ist der einer Fremden.

Ich würde direkt damit beginnen, dass Du vor Deinem Mutterschutz bereits dort gearbeitet hast (in Deinem speziellen Fall jetzt in einer Formulierung, die das Thema "Zeitarbeit" komplett umgeht), was Du dort alles getan hast und warum Du darin Deine Zukunft siehst... und das alles sehr umfassend... aufgehübscht, quasi... ;-)

Dann die Erläuterung eventueller Qualifikationen, die Du dort bislang noch nicht zeigen konntest... und ganz zum Schluss das Thema Kinderbetreuung...

Zeiträume und Stationen im Lebenslauf würde ich unter keinen Umständen verändern... und den Leuten auch in keiner Form hinterherlaufen. Die wissen, was sie an Dir haben... und sie wissen auch, dass sie das, was sie von Dir verlangen, für Deine Anstellung NICHT benötigen. Sie können zwar versuchen, Dich mit der Aussicht auf eine Festanstellung ein bisschen unter Druck zu setzen (warum auch immer)... stehen aber unabhängig von diesem Thema vor der Alternative, eine Kauffrau einzustellen, von der sie wissen, dass sie sich auf sie verlassen können... oder halt irgendeine unbekannte Katze im Sack... von der sie erst recht nichts erfahren... ;-)

Ganz andere Frage: Was war das denn eigentlich für ein Gespräch, was Du mit Deinem ehemaligen Vorgesetzten hattest? War das bereits ein "richtiges" Vorstellungsgespräch auf eine "richtige" (und versendete) Bewerbung hin? Oder hast Du quasi inoffiziell Deine Einstellungschancen anhand eines (noch nicht versendeten) Bewerbungs-Entwurfs besprochen? Wenn Letzteres der Fall wäre: Vielleicht wollte er Dir wirklich nur helfen? Vielleicht fand er tatsächlich nur (wie ich auch, s. o.), dass Du die Bewerbung dank Deines Insider-Wissens zur Firma geschickter hättest aufbauen können?

deni87991
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Registriert: 18.08.2010, 12:19

Beitrag von deni87991 » 21.08.2010, 14:03

FRAGEN hat geschrieben:Also, rein anschreibentechnisch, Deni (wenn es den unschönen Teil der Geschichte nicht gäbe):

Zunächst einmal würde ich die Eingangsabsätze komplett umformulieren. Die hören sich nämlich fast so an, als würdest Du Dich als vollkommen Unbekannte von "außen" bewerben... auch wenn da irgendwo ganz versteckt in einem Halbsatz etws von "Tätigkeit in Ihrem Hause" steht. Der Gesamteindruck ist der einer Fremden.

Ich würde direkt damit beginnen, dass Du vor Deinem Mutterschutz bereits dort gearbeitet hast (in Deinem speziellen Fall jetzt in einer Formulierung, die das Thema "Zeitarbeit" komplett umgeht), was Du dort alles getan hast und warum Du darin Deine Zukunft siehst... und das alles sehr umfassend... aufgehübscht, quasi... ;-)
Danke sehr- du bist der erste, der mir wirklich beim Thema Anschreiben hilft und mir da Verbesserungsvorschläge gibt :-) Werde versuchen daran zu arbeiten!

Dann die Erläuterung eventueller Qualifikationen, die Du dort bislang noch nicht zeigen konntest... und ganz zum Schluss das Thema Kinderbetreuung...

Zeiträume und Stationen im Lebenslauf würde ich unter keinen Umständen verändern... und den Leuten auch in keiner Form hinterherlaufen. Die wissen, was sie an Dir haben... und sie wissen auch, dass sie das, was sie von Dir verlangen, für Deine Anstellung NICHT benötigen. Sie können zwar versuchen, Dich mit der Aussicht auf eine Festanstellung ein bisschen unter Druck zu setzen (warum auch immer)... stehen aber unabhängig von diesem Thema vor der Alternative, eine Kauffrau einzustellen, von der sie wissen, dass sie sich auf sie verlassen können... oder halt irgendeine unbekannte Katze im Sack... von der sie erst recht nichts erfahren... ;-)
FRAGEN hat geschrieben: Ganz andere Frage: Was war das denn eigentlich für ein Gespräch, was Du mit Deinem ehemaligen Vorgesetzten hattest? War das bereits ein "richtiges" Vorstellungsgespräch auf eine "richtige" (und versendete) Bewerbung hin? Oder hast Du quasi inoffiziell Deine Einstellungschancen anhand eines (noch nicht versendeten) Bewerbungs-Entwurfs besprochen? Wenn Letzteres der Fall wäre: Vielleicht wollte er Dir wirklich nur helfen? Vielleicht fand er tatsächlich nur (wie ich auch, s. o.), dass Du die Bewerbung dank Deines Insider-Wissens zur Firma geschickter hättest aufbauen können?
Also ich hatte bei meinem Ex-Vorgesetzten gefragt, ob derzeit ein Job in seiner Abteilung im Konzern frei wäre. Er sagte nein und ich schickte trotzdem eine Bewerbung zu zum Verbleib. Dann meldete er sich ein paar Tage später und lud mich zum Gespräch ein, worin er mir dann erst Fragen zur Bewerbung und zum Lebenslauf stellte und mir dann eine Stelle anbot. Ich denke schon, das es ein richtiges Angebot war und er sagte auch, das er mich gerne wieder hätte und sich das gut vorstellen könnte. Ja ich denke, es war wirklich ein gut gemeinter Rat mit dem aufhübschen des Anschreiben- leider war es vorher wirklich mies- da geht das jetztige schon echt gegen aber ich würds natürlich trotzdem gern noch weiter verbessern.

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