1000 Sachen ... und was nehme ich jetzt?

Fragen zu Ausbildungs- und Studiengängen, Praktikumsmöglichkeiten, Lerninhalten, Lerntipps etc.
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Moehrchen
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1000 Sachen ... und was nehme ich jetzt?

Beitrag von Moehrchen » 30.10.2008, 17:30

Hallo ihr Lieben,
Folgendes Problem: Ich bin gerade in Irland und mache ein EVS, da ich wie so viele andere hier nicht weiß was ich in meiner Zukunft nach dem Abi machen soll!
Da ich im Moment eher dazu schwanke erst eine Ausbildung zu machen und danach vllt zu studieren, muss ich ja jetzt schon anfangen mich zu bewerben... bzw bin ich schon ziemlich spät dran mit Bewerben für nächstes Jahr.
Und nun endlich mein Problem:
Ich kann mich nicht entscheiden! Ich habe Bewerbungen geschrieben für: Biologielaborantin, Bankkauffrau, Fluglotsin, Immobilienkauffrau, duales Studium fürFitnessökonomie und Gesundheitsmanagement, Luftverkehrskauffrau, Kauffrau für Tourismus und Freizeit, Reiseverkehrskauffrau, Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistungen ....
naja und ich bin immer auf der Suche nach mehr.
Mein erstes Vorstellungsgespräch habe ich als Bankkauffrau ergattert, aber ich weiß nicht, obs wirklich DAS ist...
vllt könnte mir jmd Tips geben, wie ich mich entscheiden kann? Oder ein paar andere interessante Ausbildungsberufe kurz beschreiben?

Ach ist das Alles schwer!

Vielen Dank schonmal! :oops:

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ice_and_fire
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Beitrag von ice_and_fire » 30.10.2008, 18:31

leider kann dir keiner sagen, was du machen willst.
Denn das ist deine Frage. Nicht "was soll ich machen?", sondern "was will ich machen?"

Du könntest dir ja mal überlegen, was du dir für deine Zukunft vorstellst bzw. was dir schon immer gefallen hat
Oder du überlegst dir was deine Lieblingsfächer waren und warum sie es waren.
Oder was bei evtl. ganz alltäglichen Themen dich schon immer "nach mehr" interessiert hat.

Die breite Palette für die du dich momentan bewirbst ist schon auffällig breit :-) und das wiederum kann -was ich aber noch nicht einmal glaube- den Erfolg deiner Bewerbungen und wird Definitiv deine Zufriedenheit im Job beeinflussen

Moehrchen
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Beitrag von Moehrchen » 31.10.2008, 14:26

Ja... genau das ist ja das problem... mich interessiert das alles, wofür ich mich beworben habe... und in allen bereichen habe ich mich auch schon überdurchschnittlich motiviert.
Ich habe einfach Angst das falsche zu wählen, wenn ich denn dazu komme zu wählen.
Ich könnte mir eigentlich alles gut vorstellung. Vllt sollte ich dann einfach nach der Bezahlung gehen?
Ich bin verzweifelt :(

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Eauvive
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Beitrag von Eauvive » 31.10.2008, 14:58

Also mit 19 solltest du doch schon grob abschätzen können, dass zwischen einem "fänd ich im Moment irgendwie spannend" und dem Ausüben eines Berufes über Jahre hinweg Welten liegen..

Du wirkst auf mich - verzeih mir den Ausdruck - recht naiv in deiner "Wahlwillkür".

Beispiele:
Biologielaborantin - sehr chemie/bio-lastig über Schulniveau hinaus. Hast du eine Affinität zur Chemie? Zudem hat der Beruf praktisch kaum Kontakt zu anderen Menschen, von den Kollegen abgesehen, während alle anderen von dir genannten starken Kontakt aufweisen...

Bankkauffrau - vergleiche Einzelhandelskauffrau in Sachen Konten oder im späteren Verlauf Tendenz Buchhaltung in der Industrie. Ausgelernte Bankkaufleute verdienen schlecht. Aufstiegsmöglichkeiten sind sehr begrenzt. Kannst du dir vorstellen den Rest deinen Lebens Buchhaltung zu machen?

Fluglotsin - und darauf bist du wie genau gekommen?

Immobilienkauffrau - endet in 80% aller Fällt in einer Selbständigkeit als Immobilienmakler irgendwo in der Provinz (die Metropolen werden nämlich von großen Agenturen besetzt).

duales Studium fürFitnessökonomie und Gesundheitsmanagement - und dann was? Schichtleitung in einem Fitnessstudio?

Luftverkehrskauffrau - okay. Du kannst dir also vorstellen den Rest deines Lebens an ein und demselben Flughafen zu arbeiten? Die Dinger haben nämlich die Angewohnheit relativ weit auseinander zu liegen. Sprich: Solltest du je aus irgendwelchen Gründen an diesem Flughafen nicht mehr arbeiten wollen/können musst du wo hin, wo es einen andren Flughafen hat.

Kauffrau für Tourismus und Freizeit - Also möchtest du die nächsten 10 Jahre damit verbringen einem Hotelbesitzer in der Schweiz zu erklären, weshalb im Sommer die Buchungen rückläufig sind?

Reiseverkehrskauffrau - Du möchtest die nächsten 10 Jahre in einem Reisebüro Urlaube verkaufen?

Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistungen - Das ist eine absolut strenge Branche. Wenn du da mal drin bist kannst du dir größere Branchensprünge später abschminken.


Mein Eindruck ist:
Du hast bei keinem einzigen Beruf über "die Ausbildung klingt irgendwie lustig" hinausgedacht. Wohin die Reise geht mit der jeweiligen Ausbildung.. wie es die folgenden Jahre weitergehn soll...

Mach.
Nimm irgendeine Ausbildung an die du "lustig" findest. Wenn die Jahre rum sind und du die Prüfungen bestanden hast - sofern du nicht vorher hinwirfst - kannst du ja dann nochmal ne richtige Ausbildung mit Perspektive dahinter machen.

Moehrchen
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Beitrag von Moehrchen » 04.11.2008, 14:31

Also ich finde das alles ziemlich dreist was du mir da so vorwirfst... folgendes ich bin hier in Irland, weil ich mir eben genau darüber im klaren werden will, was ich mein Leben lang machen möchte.. und nciht nur über die ausbildungszei nachdenke.. iwie scheint für dich ja keine der ausbildungen eine gute sache zusein, da du nur die negativen aspekte jeder tätigkeit afgeführt hast. Welche Asublidung ist denn deiner Meinung nach perspektivreich?
Außerdem , wie schon geschrieben, habe ich vor danach in dem Fach zu studieren... es gibt zu Allem dieser fächer eine Möglichkeit in diejenige Fachrichtung etwas zu vertiefen.
Ich habe mir viele Gedanken über all diese Berufe gemacht und mih viel darüber informiert!
Ja ich bin ein naiver Mensch das hast du gut erkannt, aber soll ich dann lieber meine Jahre verschwenden und solnge nichts tun, bis ich weiß was ich will? Ich finde es da doch besser zu arbeiten und über 100 bewerbungen abzuschicken in der hoffnung in nächster zeit zu merken was ich möchte...
Meine Frage hier war nur ob jmd vllt eine Idee hätte WIE ich mich entscheiden kann.. oder ob es noch andere interessante Ausbildungen gibt, die ich ncoh nciht kenne, worüber ich dann informieren kann. Also beschränke dich doch bitte darauf und putz mich nciht so hinunter, obwohl du mcih garnicht kennst ;)

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Eauvive
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Beitrag von Eauvive » 04.11.2008, 15:22

Wie genau soll irgendein Mensch der dich - wie du erkannt hast - gar nicht kennt DIR erzählen können welche Ausbildung du machen sollst?

Du hast dir da einen Haufen Fachrichtungen rausgesucht, die allsammt festgefahren sind.

Wenn du da mal drin bist, bleibst du auch in diesem Bereich.

ArchiX
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Beitrag von ArchiX » 05.11.2008, 09:14

@ Moehrchen
Mach Dir nichts aus Eauvie, dass ist seine besondere Art, als "Bewerbungshelfer" mit schnittigem schwarzen Wagen dynamisch aggressiv dahergebrettert zu kommen. Als Bank- oder Immobilienkauffrau würden Dir solche Gestalten öfter über den Weg laufen.

Das mit der Sackgasse erscheint mir trotzdem ein ernst zu nehmender Gedanke. Ob das in den am Tourismus orientierten Berufen so schnell und endgültig ist?

Bei einer Berufsausbildung mit anschließendem Studium könnte es so sein, dass Dein Gedanke an eine spätere Spezialisierung auf den Kopf gestellt ist. Wenn es Dir hauptsächlich darum geht überhaupt erst den Bereich und den dort gepflegten Umgang mit Kunden und Kollegen kennen zu lernen erscheinen mir mehrere, aber kurze Praktika günstiger. Nach Deiner Auswahl zu schließen, scheint es Dich in die Ferne zu ziehen. Warum also nicht der Fremdenverkehr?

Moehrchen
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Beitrag von Moehrchen » 05.11.2008, 14:25

ok... also was siehst du denn als einen beruf mit zukunft an?

was genau meinst du mit fremdenverkehr?

Naja ich finde das ein "Bewerbungshelfer" nicht unfreundlich sein sollte..^^

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Eauvive
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Beitrag von Eauvive » 05.11.2008, 14:50

Punkt 1:

Mit dir, ArchiX, setze ich mich, wie du weisst, nicht mehr auseinander. Du bist Akademiker, zumindest nach eigenem Ermessen hochqualifiziert und - ich rate jetzt mal - immernoch arbeitssuchend?

Wenn es aussieht wie eine Ente, riecht wie eine Ente, schmeckt wie eine Ente und quakt, dann IST es in der Regel eine Ente.

Punkt 2:

"Bewerbungshelfer" ist ein Titel der vom System automatisch nach einer gewissen Beitragszahl vergeben wird. Sonst würden hier sicherlich manche nicht mit diesem "Prädikat" rumlaufen und ICH für meinen Teil wäre eine der ersten, die aktiv darum bitten, das los zu werden, weil es

Punkt 3:

Immer wieder diese Dienstleistungsmentalität provoziert, die hier nun schon wieder an den Tag bricht.

Ich bin voll berufstätig, in dieses Forum nicht weiter involviert als jeder andere User auch und "verschwende" meine Freizeit damit, Menschen bei ihren Bewerbungen zu helfen. Und das auch recht gut, wenn man sich das Gesamtfeedback ansieht. Grundsätzlich geht mir die Mentalität hier auf Userseite mitunter gegen den Strich. Hat irgendjemand hier eine grobe Ahnung, was ein professioneller Bewerbungscoach (also einer, der damit sein Geld verdient. Sei dahingestellt wie gut der dann ist...) in der Stunde nimmt?

Anbetracht dessen, dass ich und wir hier kostenlos helfen, weil wir es können, breche ich mir keinen Zacken aus der Krone, wenn ich einzelne, immer wieder auftauchende Kritiker einfach ignoriere, die in der Regel hauptsächlich durch mangelnde Kritikfähigkeit auffallen.

Viel Spaß ihr zwei :D

Ihr könnt euch ja gegenseitig helfen.

ArchiX
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@ Moehrchen

Beitrag von ArchiX » 05.11.2008, 16:33

Mit Fremdenverkehr meinte ich nichts anderes als was Du selbst schon aufgezählt hast :Kauffrau für Tourismus und Freizeit, Reiseverkehrskauffrau .... Leider kann weder ich (Architekt) oder sonst wer für Deine Person treffende Empfehlungen machen. Früher gab es mal allgemeine Tests und Empfehlungen auf dem Arbeitsamt. Mit Bekannten habe ich mich neulich darüber amüsiert, was die so in einem gesehen haben und empfohlen haben. Handschrift, Zeichnen alles nicht meine Stärken - in Studium und Beruf kein Problem, dank CAD. Lehramtsgeschichten waren zwischendurch der direkte Gang in die Sozialhilfe, heute sind einige Fachkombinationen sogar wieder stark gefragt. Informatik war schon in meiner Schulzeit ein Riesen Hit, dann kam der Crash auf dem neuen Markt. Soll nicht heißen, dass es es im Arbeitsamt keine Anregungen zu finden gibt.

Weder die Bewertung Deiner Wünsche noch eines Berufes solltest Du einem anderen überlassen. Wenn es um das Entscheiden geht, probier's doch mal mit einem Blatt Papier. Untereinander formulierst Du die wichtigsten drei maximal fünf Dinge, die Du von einem Beruf erwartest. Nebeneinander zählst Du die in Frage kommenden Berufe auf. Dann vergibst Du Punkte, je nach dem, was Du vermutest, wie ein Beruf Deine Wünsche erfüllt. Wenn Du es perfekt machen willst, gibst du Deinen Anforderungen noch unterschiedliche Gewichte und multiplizierst das mit den vergebenen Punkten. Im Idealfall ist der Sieger nach Punkten Dein Traumberuf.

Hoffe, das klang nicht alles zu altklug.

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