15 Jahre - keine Nachweise, Püttjer Schnierda empfehlen

Fragen zu Zeugnissen und Nachweisen: Müssen alle bisherigen Zeugnisse mitgeschickt werden? Welche Nachweise sind wichtig? Wie müssen die Zeugnisse geordnet werden?
Bernie
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15 Jahre - keine Nachweise, Püttjer Schnierda empfehlen

Beitrag von Bernie » 06.03.2016, 13:29

Hallo zusammen,

ich hab Riesenproblem, dass ich hier im Forum bereits geschildert habe, aber nun geht es mir um ein zweites, nämlich dass ich die letzten 15 Jahre kein Arbeitszeugnis habe, da ich im elterlichen Unternehmen mitgeholfen habe und man mich dabei wie einen Selbständigen hantieren ließ.

Ich hab heute mal kurz ein Muster aufgesetzt, dass ich später extra meinen Bewerbungsunterlagen zufügen werde - frei nach dem Tipp von der Homepage http://www.karriereakademie.de/karriere ... ng-und-nun , den ich heute Vormittag erst gefunden habe, weil mir die Sache keine Ruhe ließ:

"[...]Campingplatz xxx, xxxstraße, xxxstadt

Allrounder/Bürokraft für Campingplatzverwaltung

(werde ich den jeweiligen Bewerbungen anpassen - Hab mir auch schon überlegt "mithelfendes Familienmitglied" zu schreiben, da dies die letzten 15 Jahre so war = Gut so? Oder schlechte Idee?)

Von 2001 – 2016


Ein Arbeitszeugnis über diese lange Zeit fehlt, da meine damaligen Arbeitgeber, mein Vater, xxxx, und meine Mutter, xxxx, nicht wussten, wie man ein qualifiziertes Arbeitszeugnis ausstellt.
Meiner Bitte um nachträgliche Ausstellung eines Zeugnisses kann nicht entsprochen werden, da meine Mutter, als alleinige Geschäftsführerin, schwer pflegebedürftig geworden ist, mit der ärztlichen Diagnose Parkinson in Verbindung von Demenz. Eine Zeugnisausstellung allein schon aus diesem Grund eine Überforderung für meine Mutter, als Geschäftsführerin des Campingplatzes, darstellt.

xxxstadt, den xxxx


xxxxName[...]"

!!!: Kann man es so stehen lassen? Was meint ihr dazu? Habt ihr bessere Textvorschläge?

Vielen Dank im Voraus dafür und viele Grüße noch
Bernie

PS: Falls sich jemand fragt warum ich weder ein Stellengesuch noch ein Bewerbungsanschreiben hier analysieren lasse - ich hab da einen gutes Bewerbungshandbuch - wie im Betreff erwähnt - und betrachte es daher nicht als notwendig derartige Dinge (Anschreiben, Stellengesuch betreffend) hier besprechen zu lassen. Mein Problem ist das fehlende Arbeitszeugnis für die letzten 15 Jahre, aber dank Püttjer Schnierdas "Bewerbungshandbuch" bin ich da auch ein kleines bißchen weiter.

PS2: Falls sich jemand fragt warum keine Referenzen? Mir fällt niemand ein, der mir eine Referenz geben könnte - man kann allesamt hier getrost eintüten.
Zuletzt geändert von Bernie am 06.03.2016, 19:02, insgesamt 1-mal geändert.

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 06.03.2016, 17:32

Dann mal viel Erfolg damit, Bernie!

Bernie
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@katerfreitag

Beitrag von Bernie » 06.03.2016, 19:01

katerfreitag hat geschrieben:Dann mal viel Erfolg damit, Bernie!
Sarkasmus? :?

Dem Link-Hinweis auch gefolgt? :?:

Soll ich diesen Text - von der oben erwähnten Homepage, anpassen: :?:
Dieses Arbeitszeugnis fehlt, da es mein damaliger Arbeitgeber leider versäumt hat, mir ein Zeugnis auszustellen, und meiner Bitte um nachträgliche Ausstellung aufgrund von Änderungen in der Unternehmensorganisation nicht entsprochen werden konnte.
Wollte den zunächst 1:1 übernehmen, aber das ist doch wohl auch doof? Oder?

Frägt sich
Bernie

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 06.03.2016, 20:32

Du bist doch ganz zuversichtlich, dass Dich die Ratschläge aus dem Buch weiterbringen. Und da Du Deine eigenen Ergebnisse auch nicht mit uns teilen willst, bleibt ja nicht viel mehr, als Dir Erfolg zu wünschen.

Meine eigene Taktik ist einfach eine andere: die Rückmeldung anderer nehme ich gerne zum Anlass mich selbst kritisch zu hinterfragen und bisher bin ich damit für mein Gefühl ein ganz glücklicher Mensch. Kommt das Feedback nicht von allein, dann frage ich danach.

Ich finde Deinen Versuch, das fehlende Zeugnis wegzuargumentieren einfach zu lang, Du setzt so Deinen bisherigen AG auch nicht in das beste Licht... Du schreibst da nach meinem Ermessen ganz ganz ganz nah an der Unsachlichkeit. Zuviel Information.

Es ist übrigens nicht ungewöhnlich, vom aktuellen AG kein Zeugnis zu haben. Das wird es erst ein paar Wochen NACH Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Aber noch mal: viel Glück und Erfolg!

Bernie
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Beitrag von Bernie » 06.03.2016, 22:24

Du bist doch ganz zuversichtlich, dass Dich die Ratschläge aus dem Buch weiterbringen. Und da Du Deine eigenen Ergebnisse auch nicht mit uns teilen willst, bleibt ja nicht viel mehr, als Dir Erfolg zu wünschen.
Was dagegen? Vielleicht stelle ich ja mal was rein? Bin mal auf die Rückmeldungen hier gespannt, die dann evtl. kommen ;-)
Meine eigene Taktik ist einfach eine andere: die Rückmeldung anderer nehme ich gerne zum Anlass mich selbst kritisch zu hinterfragen und bisher bin ich damit für mein Gefühl ein ganz glücklicher Mensch. Kommt das Feedback nicht von allein, dann frage ich danach.
Dito
Ich finde Deinen Versuch, das fehlende Zeugnis wegzuargumentieren einfach zu lang, Du setzt so Deinen bisherigen AG auch nicht in das beste Licht... Du schreibst da nach meinem Ermessen ganz ganz ganz nah an der Unsachlichkeit. Zuviel Information.
Hab's bereits abgeändert (ähnlich wie oben), aber so ist bei uns in der Realität tatsächlich die Lage, die ich keinem wünsche - meine Mutter ist die Geschäftsführerin, Sie ist in der mittleren Phase der Demenz bzw. wird immer verwirrter (Warum hat die wohl sonst Pflegestufe II und eine kaum deutsch sprechende polnische Pflegefachkraft, die sie täglich, neben der Caritas, beaufsichtigen soll, und alle 3 Monate wechselt? :roll: ) , und wir alle haben eine Vorsorgevollmacht (falls das Dir, oder jemandem anderen hier im Forum etwas sagt), da die nichts mehr selbst unterschreiben geschweige denn selbst Geschäften nachgehen kann.
Es ist übrigens nicht ungewöhnlich, vom aktuellen AG kein Zeugnis zu haben. Das wird es erst ein paar Wochen NACH Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
Scherzkeks! :roll:

Mir auch bekannt, aber der aktuelle AG ist tatsächlich nicht in der Lage mir ein Zeugnis auszustellen, weder jetzt noch später, da wirklich schwer demenzkrank, und unfähig dazu! Ein anderer ist nicht vorhanden, der dies tun könnte!

Ja? Was sagt man denn dazu außer Dumm gelaufen!
Aber noch mal: viel Glück und Erfolg!
Kann ich brauchen, nehm ich gerne an, auch von Menschen die keine Ahnung von der Lebenskrise haben, in der ich mittlerweile seit 1 1/2 Jahren feststecke, und denen ich so einen Schicksalsschlag, den ich hier erlebe nie wünsche!

Bleib weiter im Tal der Ahnungslosen, die nie so etwas erleben dürfen, und deswegen kein Verständnis für Menschen wie mich, und meinesgleichen, haben dürften! :twisted:

Dennoch lieber Gruß
Bernie

Romanum
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Beitrag von Romanum » 07.03.2016, 12:31

"mithelfendes Familienmitglied" würde sich zu sehr danach lesen, als wenn die Eltern dich aus dem Bett klingeln mussten, wenn du mal den Rasen mähen oder den Computer hochfahren solltest.

Von einem Selbstständigen in einem Familienbetrieb erwarten die AG nun auch nicht unbedingt ein Arbeitszeugnis; allerdings selbstverständlich eine Auflistung der Tätigkeiten/Projekte, was du sicherlich an anderer Stelle getan hast.

Die Problematik deines Werdeganges ergibt sich nicht aus fehlenden Zeugnissen, sondern dass du deinen Arbeitsbeitrag nur als mithelfend ansiehst bzw. du tatsächlich über einen längeren Zeitraum nur mithelfend gewesen bist. Diese Erklärung verstärkt den Eindruck dann eher noch.

Bernie
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@Romanum

Beitrag von Bernie » 07.03.2016, 17:51

"mithelfendes Familienmitglied" würde sich zu sehr danach lesen, als wenn die Eltern dich aus dem Bett klingeln mussten, wenn du mal den Rasen mähen oder den Computer hochfahren solltest.
Was durchaus nicht so war ;-)
Von einem Selbstständigen in einem Familienbetrieb erwarten die AG nun auch nicht unbedingt ein Arbeitszeugnis; allerdings selbstverständlich eine Auflistung der Tätigkeiten/Projekte, was du sicherlich an anderer Stelle getan hast.
Hab ich, und zwar im Lebenslauf und im Bewerbungsanschreiben - Passe ich übrigens auch immer an die jeweilige Stelle an auf die ich mich bewerbe.
Die Problematik deines Werdeganges ergibt sich nicht aus fehlenden Zeugnissen, sondern dass du deinen Arbeitsbeitrag nur als mithelfend ansiehst bzw. du tatsächlich über einen längeren Zeitraum nur mithelfend gewesen bist. Diese Erklärung verstärkt den Eindruck dann eher noch.
Tja, du hast recht, was soll ich noch dazu sagen - Ich seh mich als "mithelfendes Familienmitglied" an, dass 15 Jahre mithalf ein familiäres Unternehmen am Leben zu halten... - Ich weiß mein Fehler, und ich würde den gerne rückgängig machen, aber nun ist der Hase schon in den Brunnen gefallen, wie es sprichwörtlich so schön heißt.... ;-)

Die erste Erklärung lass ich also weg, aber die zweite kann ich durchaus - in leicht abgeänderter Form - so übernehmen?

Da neutraler in der Form.

Gruß
Bernie

PS: Die Erklärung muss ich wohl demnächst öfters anwenden, da ich wegen meiner "lieben" Miterben, und Geschwister in einer sogenannten Erbengemeinschaft, dann wieder zum Volke der Arbeitslosen in Deutschland gehöre....Ich weiß, dass es besser ist sich aus einem Job heraus zu bewerben, aber meinen Geschwistern ist das piepegal...Hauptsache ich bin draussen....aus dem Familienunternehmen....

Charlie Schmidt
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Beitrag von Charlie Schmidt » 07.03.2016, 20:56

"Mithelfendes Familienmitglied" ist doch Deine eigene Formulierung. :?
Hab mir auch schon überlegt "mithelfendes Familienmitglied" zu schreiben, da dies die letzten 15 Jahre so war

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FRAGEN
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Re: @Romanum

Beitrag von FRAGEN » 08.03.2016, 00:06

Bernie hat geschrieben:
Von einem Selbstständigen in einem Familienbetrieb erwarten die AG nun auch nicht unbedingt ein Arbeitszeugnis; allerdings selbstverständlich eine Auflistung der Tätigkeiten/Projekte, was du sicherlich an anderer Stelle getan hast.
Hab ich, und zwar im Lebenslauf und im Bewerbungsanschreiben - Passe ich übrigens auch immer an die jeweilige Stelle an auf die ich mich bewerbe.
Dann würde ich es dabei auch belassen. Die ganze Idee dieses zusätzlichen Schriftstücks besteht für mich quasi aus Haken und Fallstricken... teils offensichtlich, teils verdeckt. Du richtest damit ohne Not einen riesigen Scheinwerfer auf eine Situation, die nach den Maßstäben des üblichen Arbeitslebens eigentlich nicht erklärbar ist. Aus meiner Sicht solltest Du genau das Gegenteil tun - Dich so weit wie möglich auf Deine realen Fähigkeiten fokussieren und die Umstände ihrer Entstehung und bisherigen Anwendung so diskret und beiläufig wie möglich zu behandeln...

Bernie
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Re: @Bewerbungshelfer

Beitrag von Bernie » 08.03.2016, 16:11

Dann würde ich es dabei auch belassen.
Geb dir recht.
Die ganze Idee dieses zusätzlichen Schriftstücks besteht für mich quasi aus Haken und Fallstricken... teils offensichtlich, teils verdeckt.
Du richtest damit ohne Not einen riesigen Scheinwerfer auf eine Situation, die nach den Maßstäben des üblichen Arbeitslebens eigentlich nicht erklärbar ist.


Was soll daran nicht erklärbar sein?

Ich denke, dass ähnliche Lagen öfter vorkommen - daher wohl auch der Tipp von Püttjer/Schnierda....dennoch denke ich, dass ich dir recht gebe - siehe oben...
Aus meiner Sicht solltest Du genau das Gegenteil tun - Dich so weit wie möglich auf Deine realen Fähigkeiten fokussieren und die Umstände ihrer Entstehung und bisherigen Anwendung so diskret und beiläufig wie möglich zu behandeln...
Aha? Na ja, werd's denn wohl so handhaben.

Übrigens heute Vormittag hatte ich einen Termin bei der BA weil ich - wieder "arbeitsuchend" gemeldet bin - noch nicht arbeitslos, aber arbeitsuchend...

Die Frau war wirklich hilfsbereit und händigte mir ein Schriftstück aus auf dem folgendes steht - für den Fall, dass ich mich aus der Arbeitslosigkeit heraus bewerbe - was in meiner Lage bald nicht mehr so abwegig sein dürfte - Es handelt sich um eine sogenannte Mitteilung, dass AG einen "Eingliederungszuschuß" für mich erhalten, bei Einstellung oder "Probearbeit gefördert" wird.

:!: Meine Frage:

Wie geb ich das beim Bewerben an? Soll ich das wortlos meinen Bewerbungsunterlagen zufügen, es im Telefonat erwähnen und nachreichen....oder was sonst....

Da das Bewerbungsverfahren ja stark ritualisiert abläuft befürchte ich das Schlimmste, auch wenn die Frau von der Arbeitsagentur es gut meint, wenn ich auf einen Eingliederungszuschuß hinweise....

Was ratet ihr hier?

Würde mich mal interessieren.

Übrigens nach Auskunft der Frau von der Arbeitsagentur wäre ich ja jahrelang, bzw. lange genug, nicht mehr auf meinem Beruf tätig gewesen - bin ausgebil. "Staatsdiener", und das würde mich automatisch dazu qualifizieren eine halbjährige Fortbildung der IHK für "Nachholen des Berufsabschlusses" zu besuchen...Vielleicht ist dies ja auch ein Ausweg aus meiner verfahrenen Lebenssituation?...was meint ihr?....Ein Beruf der mich interessieren würde, und der vergleichbar mit meinem einstigen Lehrberuf ist, dem des Verwaltungsfachangestellten, nämlich den Kaufmann für's Büromanagement, gibt es auch....in diesem Kurs.....Anrufen? Fortbilden? Oder abwarten und weiter bewerben - incl. Angabe des oben erwähnten Eingliederungszuschusses, und der Möglichkeit eines kostenlosen Probearbeitens (Wie?) im einstellungswilligen Unternehmen...

Gruß
Bernie

PS: Ich hätte übrigens auch einen alten Arbeitgeber der evtl. Interessen an einer Wiedereinstellung hätte, da der immer Personal sucht, in manchen Behördenabteilungen....Soll ich da einfach mal anrufen, mich auf meine Initiativbewerbung berufen, und oben erwähnten Eingliederungszuschuß als Futter zuwerfen incl. der Probearbeit. Gute Idee - oder ganz schlechte Idee?

Laptoptasche
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Beitrag von Laptoptasche » 08.03.2016, 20:08

Mein erster Gedanke wäre: Steht mir der Arbeitnehmer zur Verfügung, oder ist er mit der Betreuung der Mutter bereits ausgelastet.

Kannst du nicht einfach im Anschreiben/Lebenslauf sagen, dass du im elterlichen Betrieb angestellt warst? Dann fragt auch keiner nach einem Arbeitszeugnis, da das wegen der Familienzugehörigkeit sowieso nicht Aussagekräftig wäre.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 09.03.2016, 14:26

Es handelt sich um eine sogenannte Mitteilung, dass AG einen "Eingliederungszuschuß" für mich erhalten, bei Einstellung oder "Probearbeit gefördert" wird.

:!: Meine Frage:

Wie geb ich das beim Bewerben an? Soll ich das wortlos meinen Bewerbungsunterlagen zufügen, es im Telefonat erwähnen und nachreichen....oder was sonst....

Du brauchst diese Mitteilung nicht als Anhang deiner Bewerbung beifügen.

Wenn du diesen Hinweis weitergeben möchtest, dann am besten am Ende des Anschreibens, sofern die Angabe nicht dem sonstigen Inhalt widerspricht.

Außerdem ist die Angabe wahrscheinlich von der Art des AG abhängig: Großkonzerne und staatliche Institutionen sind darauf weniger angewiesen. Kleine Unternehmen stellen vielleicht gerade solche Mitarbeiter mit Eingliederungszuschuss ein, weil sie finanziell darauf angewiesen sind.
Übrigens nach Auskunft der Frau von der Arbeitsagentur wäre ich ja jahrelang, bzw. lange genug, nicht mehr auf meinem Beruf tätig gewesen - bin ausgebil. "Staatsdiener", und das würde mich automatisch dazu qualifizieren eine halbjährige Fortbildung der IHK für "Nachholen des Berufsabschlusses" zu besuchen...

Welche Berufsabschluss könntest du dann erwerben?

Bernie
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@Laptoptasche

Beitrag von Bernie » 09.03.2016, 19:09

Mein erster Gedanke wäre: Steht mir der Arbeitnehmer zur Verfügung, oder ist er mit der Betreuung der Mutter bereits ausgelastet.
Hast recht, aber die Mutter hat ja Betreuung, wenn auch m.E. zwar gut gemeint, aber schlecht ausgeführt - Gehört zwar gerade nicht hier her, aber was denkt ihr darüber, dass meine Geschwister sparen können, beim Geld für eine polnische Pflegerin wenn die kaum dt. spricht? Ist das nicht eine Form der modernen Sklaverei? Frei nach dem Motto, wie einst, gute Zähne schöne Muskeln toller Sklave -Nur heute moderner: Spricht gut deutsch, viel wert, spricht wenig dt. nix wert? Würde mich mal interessieren, da dies mir auch zu schaffen macht = schlechtes Gewissen, und dies schreibe ich obwohl meine Geschwister hier alles organisieren was die Pflege meiner Mutter angeht, denn die polnischen Pflegerin sind wirklich engagiert bzw. ich finde es nicht gut wenn die so behandelt werden.
Kannst du nicht einfach im Anschreiben/Lebenslauf sagen, dass du im elterlichen Betrieb angestellt warst? Dann fragt auch keiner nach einem Arbeitszeugnis, da das wegen der Familienzugehörigkeit sowieso nicht Aussagekräftig wäre.
Hab ich mir auch schon überlegt? Jedoch, klingt das nicht zu sehr nach Muttersöhnchen immer schon Glück, und bei Papa und Mamma untergekrochen, statt im realen Leben zu arbeiten?

Ich weiß ja nicht wie Personaler ticken, aber es gibt doch bestimmt solche, die so denken, oder?

Frägt sich
Bernie

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@Romanum

Beitrag von Bernie » 09.03.2016, 19:24

Du brauchst diese Mitteilung nicht als Anhang deiner Bewerbung beifügen.

Wenn du diesen Hinweis weitergeben möchtest, dann am besten am Ende des Anschreibens, sofern die Angabe nicht dem sonstigen Inhalt widerspricht.

Außerdem ist die Angabe wahrscheinlich von der Art des AG abhängig: Großkonzerne und staatliche Institutionen sind darauf weniger angewiesen. Kleine Unternehmen stellen vielleicht gerade solche Mitarbeiter mit Eingliederungszuschuss ein, weil sie finanziell darauf angewiesen sind.
Danke für den Hinweis, was verstehst du unter "staatliche Institutionen"? Etwa den Öffentlichen Dienst aus dem ich ursprünglich stamme? Na denn, gute Nacht, da brauch ich also gar nicht erst davon anzufangen - Eingliederungszuschuss und so. Übrigens, der Ö.D. sucht ja derzeit wie verrückt Personal, aber beim Bewerben habe ich schon festgestellt, dass es sich, zumindest hier bei mir, um höher dotierte Stellen (meist mit Uni- oder FH-Abschluß) handeln dürfte....soviel zum "Märchen" der Ö.D. "sucht wie verrückt Personal".....
Welche Berufsabschluss könntest du dann erwerben?
Mich würde der moderne Beruf des Kaufmannes für Büromanagement interessieren zumal ich hier beim Campingplatz ja als Bürokraft tätig war, die Einrichtung ist übrigens bundesweit tätig und heißt Deutsche Angestellten-Akademie - so wie ich es angelesen habe durchaus nicht schlecht. Mein einziges Problem, ich bin ein schwerfälliger Lernmensch, und ein halbes Jahr kommt mir relativ kurz vor für einen Berufsabschluß.

Ich weiß ich hab die Fachhochschulreife, aber die hab ich auch nur mit viel Nachhilfe, und Lernfleiß, geschafft - Ob ich das, mit bald 46 Jahren noch einmal schaffe? Ich weiß es nicht, aber ich würde es gerne, da ich diese Chance gerne ergreifen würde.

Ich bin halt ein ängstlicher, und skeptischer, Mensch, da ich im Leben schon mehr als einmal vera... worden bin.....manchmal aus Gutmütigkeit manchmal, und dies weniger, durch eigene Schuld.....und Naivität...

Ich will halt nicht wieder reinfallen, daher meine Skepsis....

Sorry für, aber das versteht wirklich auch nur jemand, dem es so ergangen ist wie mir, die letzten 46 Jahre - auch privat - nur Pech....

Manchmal glaub ich, obwohl ich nicht abergläubisch bin, dass es etwas mit meinem Geburtsdatum zu tun hat...Kleiner Tipp, es ist ein Freitag, der....

Gruß
Bernie

Romanum
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Beitrag von Romanum » 10.03.2016, 20:09

Bernie hat geschrieben:Danke für den Hinweis, was verstehst du unter "staatliche Institutionen"? Etwa den Öffentlichen Dienst aus dem ich ursprünglich stamme? Na denn, gute Nacht, da brauch ich also gar nicht erst davon anzufangen - Eingliederungszuschuss und so.

Am besten mal die Ansprechpartnerin bei der Bundesagentur für Arbeit fragen, ob dieser Eingliederungszuschuss auch für den Öffentlichen Dienst gilt.
Mich würde der moderne Beruf des Kaufmannes für Büromanagement interessieren zumal ich hier beim Campingplatz ja als Bürokraft tätig war, die Einrichtung ist übrigens bundesweit tätig und heißt Deutsche Angestellten-Akademie - so wie ich es angelesen habe durchaus nicht schlecht. Mein einziges Problem, ich bin ein schwerfälliger Lernmensch, und ein halbes Jahr kommt mir relativ kurz vor für einen Berufsabschluß.

Die erste Ausbildung und die Berufserfahrung werden eben "angerechnet". Man hätte dann schon etwas vorzuweisen, aber leichter bei der Jobsuche wird es dadurch auch nicht unbedingt.

Bernie
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@Romanum

Beitrag von Bernie » 12.03.2016, 16:17

Am besten mal die Ansprechpartnerin bei der Bundesagentur für Arbeit fragen, ob dieser Eingliederungszuschuss auch für den Öffentlichen Dienst gilt.
So wie sich die für mich zuständige Arbeitsvermittlerin angehört hat ist das kein Problem - ich soll es ruhig erwähnen.

Übrigens, mich plagt gerade die Frage was tue ich wenn ich bereits Bewerbungen am Laufen habe? Die Info mit der Eingliederungsvereinbarung telefonisch nachträglich durchgeben? Oder nach einem Zwischenbescheid - oder keinem - eine kurze Mail mit der Nachfrage wie es aussieht mit meiner Bewerbung, und dem Hinweis, dass jetzt ein Eingliederungszuschuss - oder Probearbeit - bei mir möglich wäre? Schlechte Idee? Was meinst du?
Die erste Ausbildung und die Berufserfahrung werden eben "angerechnet". Man hätte dann schon etwas vorzuweisen, aber leichter bei der Jobsuche wird es dadurch auch nicht unbedingt
Glaube ich auch, und was das mit der Jobsuche angeht, da bin ich auch mit dir einer Meinung - mit meinem Hintergrund (auch mein Alter, dass ja angeblich beim Bewerben keinen Grund spielt) wird es zwar nicht unmöglich, aber sauschwer....einen Job zu erhalten...aber leider gibt es bei mir nur diese Chance....oder Exitus, und da hab ich ehrlich gesagt, als Atheist keinen Bock drauf (Übrigens der wirklich einzige Grund, neben netten, hilfsbereiten Menschen (auch hier im Forum vertreten - Vielen Dank noch für eure Existenz und Hilfsbereitschaft) keinen Selbstmord zu begehen ;-) 8)

Gruß
Bernie

PS: Ich halte die Aussage von Personalleitern, dass ich in meinem Alter noch eine Chance hätte, auf dem Arbeitsmarkt eine neue Stelle zu finden, für eine Übervorsichtigkeit dieser Personaleinstellungszuständigen aufgrund des Antidiskriminierungsgesetzes. Liege wohl gar nicht so falsch damit? Oder? :?: :idea:

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 12.03.2016, 17:09

Hallo Bernie!

Ich glaube, dass Du Dir selbst einen unglaublichen Gefallen tun würdest, wenn Du nicht ständig neue Nebenkriegsschauplätze eröffnen würdest, die m. E. schon lange niemand hier mehr in ihrer Gesamtheit überblickt. Ist es jetzt so, dass Deine Mitwirkung bei dem Campingplatz endgültig vorbei, die Betreung Deiner Mutter gesichert ist... und Du selbst Dich nun frei wie ein Vogel auf die Bewerbungen konzentrierst?

Dann solltest Du genau das nun auch wirklich tun! Im Grunde ist die (für die Arbeitgeber relevante) Story ja gar nicht so kompliziert. Du bist gelernter Verwaltungsfachangestellter und warst 15 Jahre lang als Verwalter auf die Campingplatz Deiner Eltern tätig, der jetzt aus Altersgründen geschlossen wird. Damit stellst Du Dich nun für eine - ebenfalls verwaltende - Tätigkeit bei einem möglichst artverwandten Betrieb vor und schilderst dabei jeweils individuell das diesbezüglich erworbene Wissen während der Camping-Jahre. Nichts von "Selbständigkeit", nichts von "Orientierung", nichts von "Wiedereingliederung", nichts von "Demenz", nichts von "Familie"... Du bist und bleibst "Verwalter"... und mittlerweile einer mit ganz schön viel Erfahrung...

Und über diese Bewerbungen können wir uns dann detailliert unterhalten. Dafür ist das Forum nämlich da... ;-)

PS: Wenn bzgl. des Campingplatzes noch Fragen offen sind, wäre der GROSSE Tip vor allem anderen (incl. jeglicher Bewerbung!) immer noch der Gang zum Anwalt...

Bernie
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@Bewerbungshelfer

Beitrag von Bernie » 12.03.2016, 19:48

Hallo Bernie!

Ich glaube, dass Du Dir selbst einen unglaublichen Gefallen tun würdest, wenn Du nicht ständig neue Nebenkriegsschauplätze eröffnen würdest, die m. E. schon lange niemand hier mehr in ihrer Gesamtheit überblickt.


Aha? Wie soll ich den vorgehen? Mach mal einen sinnvollen Vorschlag ;-)
Ist es jetzt so, dass Deine Mitwirkung bei dem Campingplatz endgültig vorbei, die Betreung Deiner Mutter gesichert ist... und Du selbst Dich nun frei wie ein Vogel auf die Bewerbungen konzentrierst?
1. Ja, die Mitwirkung beim Campingplatz ist endgültig vorbei (ich soll noch beim "Aufräumen" helfen, aber Sch... drauf).

2. Ja, die Betreuung meiner Mutter ist - vorerst - gesichert

3. Ja, ich konzentriere mich quasi "frei wie ein Vogel auf die Bewerbungen" ("quasi" weil mir ja das Jobcenter bzw. die Arbeitsagentur im Nacken sitzt - mit Bewerbungsvorschlägen, die ich nicht selbst auswählen kann, es wäre mir persönlich lieber gewesen mich aus sicherem Job heraus zu bewerben, aber es geht einfach nicht mehr - es macht mich krank hier als Bürokraft beim Campingplatz mit dementer Mutter!)
Dann solltest Du genau das nun auch wirklich tun! Im Grunde ist die (für die Arbeitgeber relevante) Story ja gar nicht so kompliziert. Du bist gelernter Verwaltungsfachangestellter und warst 15 Jahre lang als Verwalter auf die Campingplatz Deiner Eltern tätig, der jetzt aus Altersgründen geschlossen wird.
Aus Krankheitsgründen und Altersgründen wohl eher - Demenz und Parkinson....
Damit stellst Du Dich nun für eine - ebenfalls verwaltende - Tätigkeit bei einem möglichst artverwandten Betrieb vor und schilderst dabei jeweils individuell das diesbezüglich erworbene Wissen während der Camping-Jahre. Nichts von "Selbständigkeit", nichts von "Orientierung", nichts von "Wiedereingliederung", nichts von "Demenz", nichts von "Familie"... Du bist und bleibst "Verwalter"... und mittlerweile einer mit ganz schön viel Erfahrung...
Und was ist wenn ich vom Campinggewerbe endgültig die Schnauze gestrichen voll habe? Es ist einfach so.
Und über diese Bewerbungen können wir uns dann detailliert unterhalten. Dafür ist das Forum nämlich da... ;-)
Yep, da geb ich dir recht, aber ich bleib dabei mich beruflich anders zu orientieren, denn Camping....hat auch was mit "blöden" und uneinsichtigen Dauercampern, die beruflich im Sozialbereich tätig sind, zu tun...ist für mich ab heute sowas von passe' - Verständnis für unsere Situation = 0, und sowas arbeitet im Sozialbereich (da sind mir echte Kapitalisten tausend mal lieber, die sind zumindest ehrlich, wenn es um Geld geht - nicht vorgeheuchelt sozial, und wenn es ums Money geht knallhart kapitalistisch (="Heuchler vor dem Herrn" altkatholisch ausgedrückt!)
PS: Wenn bzgl. des Campingplatzes noch Fragen offen sind, wäre der GROSSE Tip vor allem anderen (incl. jeglicher Bewerbung!) immer noch der Gang zum Anwalt...
[/quote]

Da geb ich dir wieder recht, die Beratungshilfe und den Anwalt nehme ich dann gerne in Anspruch, und zwar spätestens wenn mein Antrag auf ALG 1, und - wie die Arbeitsvermittlerin meinte, wegen dem geringen Verdienst von 500,--- Euro/brutto (eigentlich hätten mir, nach Auskunft eines anderen Campingplatzes mindestens 8,50 €/h nur als Bürokraft zugestanden - ich weiß, selber schuld, weil ich mich auf den Deal mit meinen Eltern eingelassen habe!), hier beim ehemals väterlichen Unternehmen, ALG II (als Aufstocker)....steht!....

...zunächst, so die Arbeitsvermittlerin, sollte ich aber meinen Anspruch auf ALG I anmelden - auch wegen der oben erwähnten "Umschulung" auf einen neuen Beruf.....den des Kaufmannes für Büromanagement.....

Gruß
Bernie

PS: :idea: Was für "Verwalter"-Jobs gibt es denn noch - außer im Campinggewerbe? Wäre für jeden Tipp dankbar.

PS: :!: Eine Eigenkündigung ist nur aus wichtigem Grund möglich, und ich hatte einen solchen - nämlich eine "Anpassungsstörung", die mir ein Psychiater attestiert hat (so schnell konnte ich gar nicht gucken wie der die mir ausgestellt hat - via ärtzliches Attest und mit dem Hinweis "Kündigung auf ärztlichen Rat empfohlen") nachdem ich ihm die Zustände beim Camping hier geschildert habe. Eine Sperrzeit vom Arbeitsamt ist damit zunächst abgewendet, da man eben keine erhält wenn man einen wichtigen Grund für eine Eigenkündigung vorweisen kann.

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Re: @Bewerbungshelfer

Beitrag von FRAGEN » 13.03.2016, 15:36

Bernie hat geschrieben:
Ich glaube, dass Du Dir selbst einen unglaublichen Gefallen tun würdest, wenn Du nicht ständig neue Nebenkriegsschauplätze eröffnen würdest, die m. E. schon lange niemand hier mehr in ihrer Gesamtheit überblickt.


Aha? Wie soll ich den vorgehen? Mach mal einen sinnvollen Vorschlag ;-)


Mein Vorschlag lautet: Thread-Konsolidierung... ;-)

Das hiesse, von nun an alle Informationen schön systematisch sortiert an einer Stelle zu lagern... und sämtliche Detailfragen nur noch von dort aus zu stellen. Die Basis könnte entweder der bislang gehaltvollste Thread sein (keine Ahnung, welcher das ist)... oder ein ganz neuer, der dann als Eingangsposting die GESAMTE Vorgeschichte in möglichst geordneter Form enthält. Ich würde diese Vorgeschichte unter allen Umständen ausserhalb des Forums vorschreiben, in Word oder sonst einem Programm, damit es schön übersichtlich wird. Das darf ruhig ein paar Tage dauern... und es würde mich fast wundern, wenn es schneller geht. Die Zeit ist es aber 100%ig wert, weil Du sämtlichen hilfswilligen Menschen damit ganz erheblich unter die Arme greifst... und nicht zuletzt auch selbst Deine Gedanken zum ein oder anderen Punkt klärst...

Vom inhaltlichen Standpunkt würde ich mich vor allem auf die Dinge konzentrieren, bei denen man Dir *hier* helfen kann... d. h. in erster Linie die Bewerbungen selbst. Für alles, was in die Sparten "Lebenshilfe" und/oder "Rechtsberatung" fällt, gibt es weitaus bessere Spezialisten. Auch dürfte hier ein "echter" Dialog von Angesicht zu Angesicht sehr viel hilfreicher sein als Dein momentanes Auftauchen im annähernden Wochentakt hier... ;-)
Bernie hat geschrieben:Ja, die Mitwirkung beim Campingplatz ist endgültig vorbei (ich soll noch beim "Aufräumen" helfen, aber Sch... drauf).


Ist das auch juristisch wasserfest oder genauso "auf Zuruf" wie die "Einstellung"? Bist Du Dir sicher, dass Du auf Eure Abschluss-Vereinbarungen so einfach sch... kannst? Wie gesagt, das ist nichts, was hier jemand für Dich klären könnte... aber für Dein Gespräch mit dem Anwalt definitiv ein wichtiger Punkt... nur so für den Hinterkopf...
Bernie hat geschrieben:Ja, ich konzentriere mich quasi "frei wie ein Vogel auf die Bewerbungen" ("quasi" weil mir ja das Jobcenter bzw. die Arbeitsagentur im Nacken sitzt - mit Bewerbungsvorschlägen, die ich nicht selbst auswählen kann


Das hat natürlich insofern sein Gutes, dass Dir die "Qual der Wahl" ein bisschen abgenommen wird... und so, wie es sich bisher anhört, scheinen die Vorschläge sich tendenziell schon in Deine (Büro)Wunschrichtung zu bewegen?!?
Bernie hat geschrieben:Und was ist wenn ich vom Campinggewerbe endgültig die Schnauze gestrichen voll habe? Es ist einfach so.


Du musst Dir nur darüber im Klaren sein, dass es vermutlich Deine beste Chance ist. Für alles andere dürfte die Argumentation deutlich schwieriger sein. Aber wie gesagt: Derzeit scheint die Agentur Dir ihre Angebote ja relativ wunschgerecht zu servieren... und noch nicht einmal campingaffin... ;-)
Bernie hat geschrieben:Da geb ich dir wieder recht, die Beratungshilfe und den Anwalt nehme ich dann gerne in Anspruch, und zwar spätestens wenn mein Antrag auf ALG 1, und - wie die Arbeitsvermittlerin meinte, wegen dem geringen Verdienst von 500,--- Euro/brutto (eigentlich hätten mir, nach Auskunft eines anderen Campingplatzes mindestens 8,50 €/h nur als Bürokraft zugestanden


Auch das solltest Du mit Deinem Anwalt dann ansprechen. Ich weiss nicht, ob es möglich wäre, eine rückwirkende Erhöhung eines Verdienstes, der den gesetzlichen Mindestlohn unterschreitet, durchzusetzen. Ich habe absolut keine Ahnung, ob so etwas geht... aber fragen würde ich einmal. In solch einem Fall wäre es allerdings wieder sicher günstig, wenn Du nicht auf Deine Zusagen im Zusammenhang mit der Platzabwicklung sch... würdest (s. o.). Korrektheit von anderen kann immer der am besten verlangen, der sich selbst korrekt verhält.
Bernie hat geschrieben:Was für "Verwalter"-Jobs gibt es denn noch - außer im Campinggewerbe? Wäre für jeden Tipp dankbar.


Keine Ahnung... Häuser, Grundstücke... Wer ist denn der gelernte Verwalter hier im Thread? ;-)

P.Raab
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Beitrag von P.Raab » 07.06.2016, 13:22

Na hier gehts ja drunter und drüber, aber zurück zum Thema.
Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis das seitens der Eltern ausgestellt wurde ist von kaum erwähnenswerter Aussagekraft, die von von Püttjer/Schnierda angeregte Vorgehensweise halte ich für Unsinn.

Führe die Tätigkeit im Lebenslauf so auf dass daraus hervorgeht dass du diese im Familienbetieb ausgeübt hast, benenne deine Aufgaben.

z.B.:

Von - Bis ................. Verwalter des Campingplatzes Sowieso, elterlicher Betrieb
  • ......................Tätigkeit a
    ......................Tätigkeit b
    ......................Tätigkeit c
    ......................Tätigkeit d
    ......................Tätigkeit e
    ......................Tätigkeit f

Bernie
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@P. Raab

Beitrag von Bernie » 07.06.2016, 22:24

Na hier gehts ja drunter und drüber, aber zurück zum Thema.
Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis das seitens der Eltern ausgestellt wurde ist von kaum erwähnenswerter Aussagekraft, die von von Püttjer/Schnierda angeregte Vorgehensweise halte ich für Unsinn.
Seh ich mittlerweile genauso ;-)
Führe die Tätigkeit im Lebenslauf so auf dass daraus hervorgeht dass du diese im Familienbetieb ausgeübt hast, benenne deine Aufgaben.

z.B.:

Von - Bis ................. Verwalter des Campingplatzes Sowieso, elterlicher Betrieb
  • ......................Tätigkeit a
    ......................Tätigkeit b
    ......................Tätigkeit c
    ......................Tätigkeit d
    ......................Tätigkeit e
    ......................Tätigkeit f
Danke für den Tipp, werd' ihn wohl so übernehmen bzw. abgeändert in den Lebenslauf einbauen.

Übrigens, wie's der Zufall so will im Leben mache ich gerade ein arbeitsamtsfinanziertes Bewerbungstraining mit. Hab deine Antwort schon heute morgen gelesen, im Kurs, und antworte jetzt erst drauf, und gleich auch mit einer Frage.

Die Dozentin hat mir bestätigt, dass ich richtig liege, und ihr auch, die lange Zeitdauer bzw. der fehlende Nachweis über diese lange Zeitspanne ist das zentrale Problem warum ich immer wieder Absagen erhalte.

Sie meinte dann ich solle doch eine meiner Geschwister (=zerstrittene Erbengemeinschaft, aber das wußte die nicht) ein Zeugnis ausstellen, und für mich unterschreiben lassen - Als ich ihr mitteilte, dass mir meine Geschwister einen "Husten" würden was Arbeitszeugnis angeht, da hat die einen anderen Vorschlag gebracht, da man ja Lebensläufe auch kaschieren kann.

Ich soll einfach im Anschreiben erwähnen, dass man "als Selbständiger naturgemäß kein Zeugnis bzw. Nachweise vorweisen kann" - so hab ich die auf jeden Fall verstanden.

:!: Gute Idee? Was hälst du/ihr davon?

Ich kann mich ja wirklich als Selbständiger verkaufen, da man mir ja hier völlig freie Hand beim Führen des Campingplatzes ließ, und die letzten 2 Jahre war ich ja wirklich Einzelunternehmer in der Campingbranche da meine Mutter krankheitsbedingt völlig ausfiel, und ich, als "guter" Sohn, das Geschäft eben ganz alleine geführt habe - bis auf eine Nachbarin bzw. Schwester die ab und an putzen kam - Die einzige Tätigkeit, die ich nicht ausübte auf dem Platz....das Putzen der Ferienwohnungen und Sanitärräume....

Gruß
und Danke noch für den Tipp
Bernie

PS: Wie sieht es eigentlich bei tatsächlich Selbständigen aus? Mal rein interessehalber gesehen - Doch genauso wie meine Dozentin es meint. Im Kurs. Oder? Man kann sich z.B. als selbständiger Kleinunternehmer doch schlecht ein Arbeitszeugnis vom Chef abholen wenn man selbst der besagte Chef ist? Oder? Was macht den so jemand wenn die eigene Firma Konkurs anmeldet? Die Frage interessiert mich wirklich, da ich ja auch einen befreundeten Fitness-Studioeigentümer kenne, der sich auch frägt was wäre wenn....er ist ja der Chef...er hat keinen Chef....

P.Raab
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Re: @P. Raab

Beitrag von P.Raab » 08.06.2016, 11:45

Bernie hat geschrieben: Die Dozentin hat mir bestätigt, dass ich richtig liege, und ihr auch, die lange Zeitdauer bzw. der fehlende Nachweis über diese lange Zeitspanne ist das zentrale Problem warum ich immer wieder Absagen erhalte.

Sie meinte dann ich solle doch eine meiner Geschwister (=zerstrittene Erbengemeinschaft, aber das wußte die nicht) ein Zeugnis ausstellen, und für mich unterschreiben lassen - Als ich ihr mitteilte, dass mir meine Geschwister einen "Husten" würden was Arbeitszeugnis angeht, da hat die einen anderen Vorschlag gebracht, da man ja Lebensläufe auch kaschieren kann.
Das wäre dann eine Möglichkeit wenn derjenige, aufgrund seiner Position im Familienbetrieb, dazu befugt war.
Allerdings würde auch dies schnell zur Lachnummer wenn z.B. durch Namensgleichheit oder den Zeugnisinhalt herauskäme, dass hier familienintern geklüngelt wurde.

Bernie hat geschrieben: Ich soll einfach im Anschreiben erwähnen, dass man "als Selbständiger naturgemäß kein Zeugnis bzw. Nachweise vorweisen kann" - so hab ich die auf jeden Fall verstanden.

:!: Gute Idee? Was hälst du/ihr davon?

Ich kann mich ja wirklich als Selbständiger verkaufen, da man mir ja hier völlig freie Hand beim Führen des Campingplatzes ließ, und die letzten 2 Jahre war ich ja wirklich Einzelunternehmer in der Campingbranche da meine Mutter krankheitsbedingt völlig ausfiel, und ich, als "guter" Sohn, das Geschäft eben ganz alleine geführt habe - bis auf eine Nachbarin bzw. Schwester die ab und an putzen kam - Die einzige Tätigkeit, die ich nicht ausübte auf dem Platz....das Putzen der Ferienwohnungen und Sanitärräume....
Du warst nicht selbstständig, hier zu lügen wäre so ziemlich das dümmste was du tun könntest. Diese Dozentin hat keine Ahnung wovon sie spricht und in welche Schwierigkeiten sie dich mit solchen Ratschlägen bringen kann.
Bernie hat geschrieben: Wie sieht es eigentlich bei tatsächlich Selbständigen aus? Mal rein interessehalber gesehen - Doch genauso wie meine Dozentin es meint. Im Kurs. Oder? Man kann sich z.B. als selbständiger Kleinunternehmer doch schlecht ein Arbeitszeugnis vom Chef abholen wenn man selbst der besagte Chef ist? Oder? Was macht den so jemand wenn die eigene Firma Konkurs anmeldet? Die Frage interessiert mich wirklich, da ich ja auch einen befreundeten Fitness-Studioeigentümer kenne, der sich auch frägt was wäre wenn....er ist ja der Chef...er hat keinen Chef....
Ein Selbständiger erhält natürlich kein Arbeitszeugnis, dementsprechend wird man bei Bewerbungen auch keines erwarten. Selbstständige und Freiberufler, wie möglicherweise deine Dozentin, können aber ihren Auftraggeber um Erstellung eines Referenzschreibens bitten.

Bernie
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Re: @P. Raab

Beitrag von Bernie » 08.06.2016, 22:21

Das wäre dann eine Möglichkeit wenn derjenige, aufgrund seiner Position im Familienbetrieb, dazu befugt war.
Allerdings würde auch dies schnell zur Lachnummer wenn z.B. durch Namensgleichheit oder den Zeugnisinhalt herauskäme, dass hier familienintern geklüngelt wurde.
Tja, ich geb dir recht, denn die Idee halte ich selber für schlecht ;-)
Du warst nicht selbstständig, hier zu lügen wäre so ziemlich das dümmste was du tun könntest.
Natürlich bin ich selbständig gewesen, denn man ließ mich hier tatsächlich völlig frei handeln - Die Geschäftsführerin, meine Mutter, ist an Demenz-Parkinson erkrankt bzw. fiel krankheitsbedingt aus, und daher führte ich das Geschäft tatsächlich als "Boss" alleine (einziger Haken, ich hab's nicht in Papierform, aber ich schwör's dir beim Heiligsten bzw. ohne zu lügen, dass es so war)
Diese Dozentin hat keine Ahnung wovon sie spricht und in welche Schwierigkeiten sie dich mit solchen Ratschlägen bringen kann.
Was für "Schwierigkeiten" denn?

Würde mich wirklich mal interessieren warum die Betriebswirtin, die hier eben mal kurz Dozentin für Kurzzeitarbeitslose ist so daneben liegen soll??? :roll: ;-) :-)
Ein Selbständiger erhält natürlich kein Arbeitszeugnis, dementsprechend wird man bei Bewerbungen auch keines erwarten. Selbstständige und Freiberufler, wie möglicherweise deine Dozentin, können aber ihren Auftraggeber um Erstellung eines Referenzschreibens bitten.
Danke für den Hinweis ;-)

Gruß
Bernie

P.Raab
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Re: @P. Raab

Beitrag von P.Raab » 09.06.2016, 12:19

Bernie hat geschrieben:Natürlich bin ich selbständig gewesen, denn man ließ mich hier tatsächlich völlig frei handeln - Die Geschäftsführerin, meine Mutter, ist an Demenz-Parkinson erkrankt bzw. fiel krankheitsbedingt aus, und daher führte ich das Geschäft tatsächlich als "Boss" alleine (einziger Haken, ich hab's nicht in Papierform, aber ich schwör's dir beim Heiligsten bzw. ohne zu lügen, dass es so war)
Unter beruflicher Selbständigkeit versteht man eine wirtschaftliche Tätigkeit, die allein auf Rechnung des Erwerbstätigen, nicht auf Rechnung eines Arbeitgebers erfolgt. Beruflich selbständig ist auch, wer eine eigene Firma ohne Arbeitnehmer führt (Wikipedia).
War das bei dir der Fall, handelt es sich zumindest teilweise um dein Unternehmen? Bislang hast du geschriebene dass es das Unternehmen deiner Eltern sei.
Eine berufliche Selbständigkeit hat mit einer selbstständigen Arbeitsweise nichts zu tun.

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 09.06.2016, 16:39

Ich finde es auch daher gefährlich mit der 'Selbstständigkeit' zu argumentieren, weil es Zweifel daran aufkommen lässt, dass Du ein guter Geschäftsmann bist und erfolgreich agiert hast - denn:
wenn Führungsqualitäten, solides Geschäftsgebaren und wirtschaftliche Rentabilität sichergestellt sind, dann muss der gute Selbständige seine Selbstständigkeit ja nicht aufgeben, n'est-ce pas? Außer, eventuell, aus gesundheitlichen Gründen.
Und in Deiner Situation kannst Du Dir nicht erlauben, bei den Empfängern Deiner Bewerbungen auch noch Vorbehalte gegenüber Deinen Fähigkeiten zu säen...

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