2. Ausbildung als Bürokauffrau, hier das Anschreiben

Hier besteht die Möglichkeit, über Anschreiben für die Ausbildung, für Praktika und für das Studium (Duales Studium, Universität, BA) mit anderen Mitgliedern zu diskutieren.
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Christina6
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2. Ausbildung als Bürokauffrau, hier das Anschreiben

Beitrag von Christina6 » 28.12.2012, 09:49

Hallo, so ich habe mal versucht mein erstes Anschreiben zu formulieren :D
Dabei denke ich es ist ein Roman geworden :lol:
Habe allerdings noch ein paar Fragen dazu, hier mein Hintergrund!
26 Jahre alt, abgeschloßene Ausbildung, nie in dem Beruf gearbeitet, habe jeden Job gemacht nur nix halbes und nix ganzes, bekomme jetzt von der Arbeitsagentur eine zweite Ausbildung finanziert. So ich hoffe das reicht von mir, zur Info die Fragen stehen in (()) unter den jeweilligen Absätzen.
Los gehts :D :



Sehr geehrte/r Frau/Herr XXX,


Die moderne und innovative Struktur Ihres Unternehmens hat mich davon überzeugt,
mich nun für den Ausbildungsplatz zur Bürokauffrau zu bewerben.
Meine Leidenschaft ist das Planen und Organisieren, dies hat sich immer wieder gezeigt während meines letztens Beschäftigungsverhältnisses und des vorangegangenen Praktika.

((Ist die Einleitung so ok, oder ist der erste Satz zu abgedroschen? Heisst es Praktikas?))

Bei meinem Praktika in der Rechtsanwaltskanzlei Bommes konnte ich praktisch mitarbeiten und habe Termine vereinbart sowie die tägliche Korrespondenz weitergeleitet und bearbeitet.
Auch konnte ich Einblicke in den Rechnungsverkehr und den Umgang mit Mahnverfahren erhalten.

((Sollte ich die Abschnitte tauschen??? Ist es interessant wenn ich mit meinem Praktikum anfange??))

Als Callcenter Agent war ich verantwortlich für das Reservieren, Stornieren und bearbeiten von Buchungen gemeinsam mit den Kunden, dies waren hauptsächlich Geschäftsreisende aber auch private Reisende. (( F1:Auch habe ich Aufträge der Geschäftsreisenden entgegen genommen und dann gemäß ihrem Budget bearbeitet.)) Während meinem Dienst am Empfang der Firma habe ich für anstehende Geschäftstermine die Konferenzräume vorbereitet, sowie den Kunden empfangen. Kunden wurden an die entsprechende Abteilung weitergeleitet.
Ich habe immer gerne an internen Weiterbildungen im Bereich „Kundenfreundlichkeit, Verkauf und Marketing“ in der Firma teilgenommen. Das bedienen von Faxgeräten und Kopierern ist mir sowohl aus meinem Praktikum als auch aus meiner Tätigkeit bei der Firma Hotel Reservation Service geläufig.
Ein gewisser Sinn für Ordnung war selbstverständlich bei meiner Arbeit, da ich mehrere Arbeitsabläufe parallel durchgeführt habe und dies durchstrukturiert sein musste, um den Überblick zu behalten.
Da mich Buchhaltung sehr interessiert und ich mich gerne selbst weiterbilde habe ich das Buch XXX erworben und bin dies am Durcharbeiten.

((Sollte ich den Satz siehe F1 überhaupt mit rein nehmen, wegen dem Wort Budget?? Sollte ich das mit dem Buch überhaupt erwähnen?? Ist das alles zu viel?? Muss ich überhaupt noch rein schreiben warum ich nicht in meiner ersten Ausbildung arbeiten möchte???))

Vielen Dank an alle die mir antworten,

Lg Christina

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FRAGEN
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Re: 2. Ausbildung als Bürokauffrau, hier das Anschreiben

Beitrag von FRAGEN » 28.12.2012, 10:24

Schade, dass die Hintergrund-Infos aus Deinem anderen Thread nicht hier stehen, Christina. Es hilft eigentlich immer sehr, wenn man alles Wissenswerte schön griffbereit an EINER Stelle hat... ;-)

Beginnen wir einfach: Es heisst "Praktikum", wenn es eins ist... und "Praktika", wenn Du von mehreren redest. "Praktikas" gibt es gar nicht... und "Praktiken" sind etwas anderes... ;-);-);-)

Die Einleitung ist zwar nicht "abgedroschen"... aber deshalb trotzdem noch nicht "ok". Was mich persönlich daran stört, ist die Vermischung zweier Themen: Die "moderne und innovative Struktur" (was meinst Du BTW damit?) dieses konkreten Betriebs ist ja nicht Dein Grund, eine Ausbildung als Bürokauffrau absolvieren zu wollen. Sie ist der Grund, sich für dieses bestimmte Unternehmen zu entscheiden, NACHDEM diese Entscheidung gefallen ist. Bei Dir kommt der zweite Schritt vor dem ersten, sozusagen...

Das Statement, dass das "Planen und Organisieren Deine Leidenschaft ist", fände ich für sich betrachtet zwar nicht schlecht als Einstieg. Man muss sich aber immer darüber im Klaren sein, dass der Leser alles, was man sagt, in Gedanken mit den sonstigen Infos abgleicht, die da vor ihm liegen. Und bei Deinem bunten Lebenslauf (in dem das "Planen und Organisieren" bislang offensichtlich kein grosses Thema war) kann man leicht denken, dass Du den Satz einfach geschrieben hast, weil er sich so schön anhört. Wesentlich glaubhafter fände ich es, wenn sich gerade in der Vielfalt Deiner bisherigen Beschäftigungen dieses Interesse herauskristallisiert hätte, durch den direkten Vergleich von sehr unterschiedlichen Tätigkeiten, die Dir halt besser oder schlechter lagen. War es so? Du darfst auch ruhig sagen, wenn Dein Grund ein anderer ist. Noch ist ja nichts passiert... ;-)
Christina6 hat geschrieben: Ist es interessant wenn ich mit meinem Praktikum anfange??
Das ist auf jeden Fall interessant... und wäre eine gute Alternative. Was hat es denn mit diesem "Budget" auf sich?

Das mit den Faxgeräten und Kopierern kannst Du m. E. weglassen. Neben den viel interessanteren Dingen, die Du vorher genannt hast, wirkt das doch ziemlich popelig...
Christina6 hat geschrieben: Sollte ich das mit dem Buch überhaupt erwähnen??
Ich finde, das ist ein schönes und ungewöhnliches Detail. Nicht jede Ungelernte würde mit solchen Büchern ihre Freizeit verbringen. Für mich zeigt das, dass Du die Sache ernst nimmst.
Christina6 hat geschrieben: Muss ich überhaupt noch rein schreiben warum ich nicht in meiner ersten Ausbildung arbeiten möchte???
Das wäre vielleicht bei Deinem ersten "artfremden" Job interessant gewesen. Vielleicht auch noch beim zweiten oder dritten... aber heute interessiert das ganz sicher keinen mehr. Heute wird man sich vielmehr fragen, ob Du wohl die Energie und Konstanz aufbringen kannst, noch einmal eine Sache über einen längeren Zeitraum durchzuziehen. Und gerade in diesem Zusammenhang gefällt mir das mit dem Buch und den sehr ausführlichen Beschreibungen Deiner Lieblings-Praktika sehr gut.

Und was den "Roman" angeht: Erstens ist der bislang immer noch nicht allzu lang... und zweitens ist Sicherheit in der Formulierung eine sehr wertvolle Eigenschaft für eine Bürokauffrau. Es ist bei Deinem Lebenslauf so einfach, Dir wenig zuzutrauen... da darfst Du ruhig auch ein bisschen schwelgen in dem, was Du kannst... ;-)

Christina6
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Beitrag von Christina6 » 28.12.2012, 12:40

Hallo,
danke für deine hilfreiche Antwort :D Na ja und sorry das ich noch ein Thread eröffnet habe, bleibe jetzt bei diesem hier :wink:
Ja ja das mit den Praktiken ist so ne Sache :wink: , irgendwie hat mir da jeder was anderes zu erzählt.
Ok, kommen wir zu der Einleitung, das heißt ich könnte diesen Satz mit "modern und innovativ" eher bei der Versendung meiner Bewerbung in das Textfeld setzten? So als Begründung warum ich mich überhaupt bei gerade dieser Firma bewerbe.
Das mit dem "Planen und Organisieren" im Bezug auf meinen Lebenslauf passt echt nicht zusammen.
Das sich der Wunsch erst durch meine zahlreichen Jobs gezeigt hat, stimmt, alles was mit Administrativen Dingen zu un hatte mag ich sehr gerne.
Danke das du meine Gedankengänge da besser verstehst als ich selber :wink: Darf ich deine letzte Formulierung klauen, ich wüsste nämlich nicht wie ich meine zahlreichen Jobs positiv verpacken sollte?
Ach so was meinst du mit BWT????
Was hat es denn mit diesem "Budget" auf sich?
Ich dachte das dieser Satz sich überheblich anhört. Ich wollte damit zum Ausdruck bringen das ich auch mit Vorgaben (wie jetzt das finanzielle Budget) arbeiten kann.
Ok ich lasse das weg mit den Fasxgeräten, ich denke das ist eh in der heutigen Zeit eine Selbsverständlichkeit damit umgehen zu können.
Es ist bei Deinem Lebenslauf so einfach, Dir wenig zuzutrauen... da darfst Du ruhig auch ein bisschen schwelgen in dem, was Du kannst
Ja ich habe versucht auch zu zeigen das ich diese Ausbildung WILL und deshalb MUSS die Bewerbung sehr gut werden. Ich weiß das sich viele Leute von meinem Lebenslauf abschrecken lassen und denken die Sache zieht die nie durch. Ich habe bis jetzt darauf gewartet eine Chance für eine 2 Ausbildung zu bekommen, leider konnte ich es mir nicht vorher leisten. Das ist die Chance und ich denke auch meine letzte, deswegen muss das klappen. Danke für deine liebe und hilfreiche Antwort.


Ach so sorry was vergessen :oops:
Ich habe während meinem FSJ das Taschengeld meiner zu betreuenden Person verwaltet (Einkaufen etc.) und einen selbstorganisierten Kiosk verwaltet, soll ich das mit rein nehmen???


Lg Christina

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 28.12.2012, 14:16

Christina6 hat geschrieben: Ok, kommen wir zu der Einleitung, das heißt ich könnte diesen Satz mit "modern und innovativ" eher bei der Versendung meiner Bewerbung in das Textfeld setzten? So als Begründung warum ich mich überhaupt bei gerade dieser Firma bewerbe.
Kannst Du im Prinzip machen... wobei ich persönlich nicht weiss, ob das für Dich letztendlich so die "richtigen" Argumente sind. Nicht böse gemeint... aber warum sollte gerade für DICH die Innovationskraft eines Unternehmens entscheidend sein? Für einen Entwicklungsingenieur z. B. wäre die natürlich das A&O... aber für Dich zählen doch eigentlich andere Dinge, oder? Wenn es anders ist (Du also tatsächlich Grund hast, Dich für Innovationen zu begeistern), kannst Du es natürlich schreiben... solltest dann aber wieder so präzise werden, dass man den Gedankengang für Dich persönlich nachvollziehen kann... ;-)
Christina6 hat geschrieben:Darf ich deine letzte Formulierung klauen, ich wüsste nämlich nicht wie ich meine zahlreichen Jobs positiv verpacken sollte?
Ach so was meinst du mit BWT????
Darst Du... und "BTW" heisst BTW "by the way"... so viel wie "übrigens" auf Englisch. Sagt man so im Internet, wie ich kürzlich erfahren habe... ;-)
Christina6 hat geschrieben:Ich wollte damit zum Ausdruck bringen das ich auch mit Vorgaben (wie jetzt das finanzielle Budget) arbeiten kann.
Dann wäre das schon ein gutes Argument - und liesse sich gut mit Deiner Kiosk-Verwaltung zusammenfassen. Die Taschengeld-Sache fiele im Prinzip zwar auch in diese Kategorie... könnte m. E. aber nach hinten losgehen: Da geht es ja um vergleichsweise kleine Summen - und wenn Du die in einem Atemzug mit Deinen "grossen" Budgets nennst, klingen die für den Leser (wenn Du Pech hast) plötzlich auch nach "Taschengeld"-Beträgen... ;-)

Ich glaube, das kann eine sehr schöne und persönliche Bewerbung werden, wenn Du darauf achtest, dass wirklich JEDES einzelne Detail genau Deiner persönlichen Sicht und Situation entspricht...

Christina6
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Beitrag von Christina6 » 02.01.2013, 11:43

So also ich habe jetzt nochmal alles umgemodelt und hier das Ergebnis.
Bitte nicht auf Rechtschreibung achten das kommt noch, wollte nur mal eure Meinung hören dazu.
Sind die Absätze ok so?????


Los gehts:

Sehr geehrte/r Frau/Herr XXX,


Gerade in der Vielfalt meiner bisherigen Beschäftigungen hat sich mein Interesse für den Beruf Bürokauffrau herauskristallisiert, durch den direkten Vergleich von sehr unterschiedlichen Tätigkeiten, die mir nun besser oder schlechter lagen. So habe es geliebt die administrativen Arbeiten sorgfältig und pflichtbewusst zu erledigen und möchte dies nun zu meinem Hauptberuf machen durch eine Ausbildung.

Bei meinem Praktikum in der Rechtsanwaltskanzlei Bommes konnte ich praktisch mitarbeiten und habe Termine vereinbart sowie die tägliche Korrespondenz weitergeleitet und durchgearbeitet.
Auch konnte ich Einblicke in den Rechnungsverkehr und den Umgang mit Mahnverfahren erhalten.

Als Callcenter Agent war ich verantwortlich für das Reservieren, Stornieren und bearbeiten von Buchungen gemeinsam mit den Kunden, dies waren hauptsächlich Geschäftsreisende aber auch private Reisende. Auch habe ich Aufträge der Geschäftsreisenden entgegen genommen und dann gemäß ihrem Budget ausgearbeitet. Dies war mir bereits bekannt da ich, in meinem FSJ die Kioskverwaltung übernommen habe. Hier habe ich ebenfalls Buch geführt über die Einnahmen und Ausgaben und habe die Einkäufe gemäß dem Budget geplant.

Während meinem Dienst am Empfang der Firma habe ich für anstehende Geschäftstermine die Konferenzräume vorbereitet, sowie den Kunden empfangen und betreut. Kunden wurden an die entsprechende Abteilung weitergeleitet oder an den jewilligen Ansprechpartner.
Ich habe immer gerne an internen Weiterbildungen im Bereich „Kundenfreundlichkeit, Verkauf und Marketing“ in der Firma teilgenommen.

Ein gewisser Sinn für Ordnung war selbstverständlich bei meiner Arbeit, da ich mehrere Arbeitsabläufe parallel durchgeführt habe und dies durchstrukturiert sein musste, um den Überblick zu behalten.
Da mich Buchhaltung sehr interessiert und ich mich gerne selbst weiterbilde habe ich das Buch XXX erworben und bin dies am Durcharbeiten.


Danke für eure Hilfreichen Antworten
:D :D
Lg Christina

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 02.01.2013, 22:47

Ich finde, das liest sich schon sehr angenehm, Christina... und rundum glaubwürdig und echt. Da Du nun explizit nach den Absätzen fragst: Ich glaube, ich würde mir da ein kleines bisschen Freiheit gönnen, was die Verteilung der Punkte auf die Absätze angeht. M. E. müssen die Erfahrungen nicht ganz chronologisch kongruent mit Deinen einzelnen Jobs sein. Ein bisschen mehr nach der Art der Aufgaben wirkt es auf mich noch sortierter:
Christina6 hat geschrieben:Sehr geehrte/r Frau/Herr XXX,

gerade in der Vielfalt meiner bisherigen Beschäftigungen hat sich mein Interesse für den Beruf Bürokauffrau herauskristallisiert, durch den direkten Vergleich von sehr unterschiedlichen Tätigkeiten, die mir nun besser oder schlechter lagen. So habe es geliebt die administrativen Arbeiten sorgfältig und pflichtbewusst zu erledigen und möchte dies nun zu meinem Hauptberuf machen durch eine Ausbildung.

Bei meinem Praktikum in der Rechtsanwaltskanzlei B konnte ich praktisch mitarbeiten und habe Termine vereinbart sowie die tägliche Korrespondenz weitergeleitet und durchgearbeitet. Auch konnte ich Einblicke in den Rechnungsverkehr und den Umgang mit Mahnverfahren erhalten. Am Empfang habe ich für anstehende Geschäftstermine die Konferenzräume vorbereitet, sowie den Kunden empfangen und betreut. Kunden wurden an die entsprechende Abteilung weitergeleitet oder an den jewilligen Ansprechpartner.

Als Callcenter Agent war ich verantwortlich für das Reservieren, Stornieren und bearbeiten von Buchungen gemeinsam mit den Kunden, dies waren hauptsächlich Geschäftsreisende aber auch private Reisende. Auch habe ich Aufträge der Geschäftsreisenden entgegen genommen und dann gemäß ihrem Budget ausgearbeitet. Dies war mir bereits bekannt da ich, in meinem FSJ die Kioskverwaltung übernommen habe. Hier habe ich ebenfalls Buch geführt über die Einnahmen und Ausgaben und habe die Einkäufe gemäß dem Budget geplant.

Ein gewisser Sinn für Ordnung war selbstverständlich bei meiner Arbeit, da ich mehrere Arbeitsabläufe parallel durchgeführt habe und dies durchstrukturiert sein musste, um den Überblick zu behalten.An internen Weiterbildungen im Bereich „Kundenfreundlichkeit, Verkauf und Marketing“ habe ich immer gerne teilgenommen. Da Buchhaltung mich sehr interessiert und ich mich gerne selbst weiterbilde, habe ich das Buch XXX erworben und bin dies am Durcharbeiten.
Wie war das nochmal mit Deinem Interesse am konkreten Unternehmen? Gab es da einen "richtigen" Grund? So klar und ehrlich wie all das, was jetzt schon so schön hier steht?

ka9de
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Beitrag von ka9de » 03.01.2013, 00:14

Christina6 hat geschrieben:So also ich habe jetzt nochmal alles umgemodelt und hier das Ergebnis.
Bitte nicht auf Rechtschreibung achten das kommt noch, wollte nur mal eure Meinung hören dazu.
Sind die Absätze ok so?????


Los gehts:

Sehr geehrte/r Frau/Herr XXX,


Gerade in der Vielfalt meiner bisherigen Beschäftigungen hat sich mein Interesse für den Beruf Bürokauffrau herauskristallisiert, durch den direkten Vergleich von sehr unterschiedlichen Tätigkeiten, die mir nun besser oder schlechter lagen.

Den Satz würde ich etwas vereinfachen, eher sogar umschreiben. Ich finde ihn zu kompliziert, aber man merkt dass du dir Gedanken drum gemacht hast.

So habe es geliebt die administrativen Arbeiten sorgfältig und pflichtbewusst zu erledigen und möchte dies nun zu meinem Hauptberuf machen durch eine Ausbildung.

".. nun durch eine Ausbildung zu meinen Hauptberuf zu machen" klingt besser und du hast ein "ich" vergessen.
Hab bisschen was eingefügt aber dann gestoppt. Von den Formulierungen her bist du meiner Meinung nach auf einem guten Weg zu einer guten Bewerbung. Ich finde aber dass deine Bewerbung eher eine Zusammenfassung ist von dem was du bisher gemacht und gelernt hast und weniger ein "ICH bin die BESTE aller Bewerberinnen für IHRE FIRMA und ich will in IHRE FIRMA weil A B und C".

Ich gucke morgen in aller Frische nochmal drüber.

Christina6
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Beitrag von Christina6 » 03.01.2013, 12:22

@FRAGEN, vielen Dank das du dich meiner so annimmst :D
Deine Tipps haben mich auf einen sehr guten Weg gebracht, wüßte gar nicht wie sonst mein Anschrfeiben aussehen würde! :?
Also die Aufteilung nach Art der Aufgaben wirkt wirklich sortierter. Ich werde es so beibehalten, danke :D
Wie war das nochmal mit Deinem Interesse am konkreten Unternehmen? Gab es da einen "richtigen" Grund?
Na ja wenn ich ehrlich bin hab ich da schon ein wackliges Gerüst in meinem Kopf. Ich wollte mich zum Beispiel bei Galeria Kaufhof bewerben (Kaufhof allein gibts ja nicht mehr), da ich eine Ausbildung im Bekleidungsbereich habe, könnte man ja das was schon da ist mit der Ausbildung verbinden.
Das heißt Ausbildung in einem Betrieb der (unter anderem) Bekleidung vertreibt und einige Grundkenntnisse in diesem Bereich.

Das mit dem "Innovativ" habe ich nur rein geschrieben weil es sich für mich gut angehört hat, leider habe ich es nicht hinterfragt, zu meiner Schande. :oops:

@k9de, danke dir auch für deine hilfreichen Tipps und Anmerkungen.
".. nun durch eine Ausbildung zu meinen Hauptberuf zu machen" klingt besser und du hast ein "ich" vergessen.
DAS klingt auf jedenfall besser :D Wie war das mit den Bäumen und dem Wald.....? Ich lese bei meinem Anschreiben mittlerweille immer nur das gleiche, deswegen bin ich froh das unabhängige Menschen da mal drüber gucken.
Den Satz würde ich etwas vereinfachen, eher sogar umschreiben. Ich finde ihn zu kompliziert, aber man merkt dass du dir Gedanken drum gemacht hast.
Ja er ist relativ kompliziert, allerdings ist mein Lebenslauf das auch :)
Ich habe immer dieses und jenes gemacht, nichts richtig und ich finde dieser Satz verpackt das in etwas positives. Mein Talent liegt darin meistens etwas negativ zu Formulieren, deshalb bin ich ganz glücklich mit diesem Satz.
Ich finde aber dass deine Bewerbung eher eine Zusammenfassung ist von dem was du bisher gemacht und gelernt hast und weniger ein "ICH bin die BESTE aller Bewerberinnen für IHRE FIRMA und ich will in IHRE FIRMA weil A B und C".
Ja es ist eine Zusammenfassung, allerdings werden andere Bewerber doch auch alle ihre Fähigkeiten aufzählen, denke ich. Wenn jemand studiert hat, wird er doch auch aufzählen was er dort alles gelernt hat.
Ich wollte damit ausdrücken, das ich trotz meiner zahlreichen Jobs, immer in diesem Bereich gekommen bin und mich dort sehr wohl gefühlt habe. Das meine Jobs keine Zeitverschwendung waren. Außerdem sieht so die Firma, das ich mich schon in diesem Bereich auskenne und nicht mit 26 Jahren auf dem Stand einer 16 Jährigen bin, die gerade aus der Schule kommt. Du siehst ich habe edle Motive :D :D
Wäre es eigentlich zu dreist oder könnte ich meine Bewerbung mit genau deinem Satz abschließen, denn DAS ist es was ich ja WILL. ?

Lg Christina

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Beitrag von FRAGEN » 03.01.2013, 21:19

Christina6 hat geschrieben:Ich wollte mich zum Beispiel bei Galeria Kaufhof bewerben (Kaufhof allein gibts ja nicht mehr), da ich eine Ausbildung im Bekleidungsbereich habe, könnte man ja das was schon da ist mit der Ausbildung verbinden. Das heißt Ausbildung in einem Betrieb der (unter anderem) Bekleidung vertreibt und einige Grundkenntnisse in diesem Bereich.
Wunderbar, Christina! Das ist SOVIEL besser als dieses blöde "innovativ"... das ist einfach eine richtige GESCHICHTE so! Dein zweites Argumentations-Standbein, sozusagen: Das eine sind die Lieblingstätigkeiten, die sich aus der Vielzahl der Zwischenjobs herauskristallisiert haben... und das andere ist halt Deine erste Liebe "Mode", zu der Du jetzt in einem schönen weiten Bogen wieder zurück kehrst... mit einem Wort:

:idea: :idea: :idea: Die Lieblingstätigkeit im Lieblingsthema! :idea: :idea: :idea:

Das ist so schön, dass Du Dich zunächst einmal ruhig ganz auf diese Schiene konzentrieren könntest!

Ich finde es in Deinem Fall BTW ganz gut, dass es sich weniger um ein "ICH bin die BESTE aller Bewerberinnen" handelt. M. E. wäre das für Dich extrem gefährlich, weil der Lebenslauf halt auf den ersten Blick das Gegenteil zu beweisen scheint. Man hat in der einen Hand den Brief, in der anderen den Lebenslauf... und fragt sich dann schnell, ob die Verfasserin noch alle Tassen im Schrank hat... ;-)

Mir kommt Dein vergleichsweise bescheidener Ansatz angesichts der Umstände viel erfolgversprechender vor... als superinteressante Kandidatin auf den zweiten Blick sozusagen... auf die man immer neugieriger wird, je länger man darüber nachdenkt... ;-)
Christina6 hat geschrieben:Ja es ist eine Zusammenfassung
Es ist mehr als das, Christina! Es ist eine Interpretation.... oder Akzentuierung des Lebenslaufs. Würdest Du ihn einfach nur wiedergeben, hätte das Anschreiben tatsächlich keinen Sinn. Der Witz besteht bei Dir darin, dass Du entgegen dem ersten Augenschein eine jahrelange Auseinandersetzung mit vielen wesentlichen Ausbildungsinhalten deutlich machst.

Christina6
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Beitrag von Christina6 » 07.01.2013, 10:53

Hallo Fragen,
danke dir nochmal für deine Hilfe :D
Habe jetzt alles final abgeändert und umgestellt (nach deinem Vorschlag) und verbessert. Nochmal zu meiner Mom geschickt damit sie die letzten Rechtschreibfehler verbessert und dann manch ich Fotos und ab geht meine Bewerbung.
Ich bin davon überzeugt das ich bei der Bewerbung gute Rückmeldungen bekomme. Dann ist meine Zukunft jetzt auch auf den Weg gebracht.... :)

Lg Christina

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