2. Ausbildung Tipps

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Cherno0
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2. Ausbildung Tipps

Beitrag von Cherno0 » 14.06.2015, 22:46

Hallo

Ich habe vor 4 Jahren meinen Realschulabschluss gemacht da der damals nicht so gut war habe ich nur mit Mühe und not eine Ausbildung gefunden (als Stuckateur).
Da meine Eltern nicht so Überzeugt sind etwas abzubrechen habe ich sie halt durchgezogen mit einem 1,6 Schnitt. Bin jetzt auch ein Jahr als Geselle tätig aber ich muss ehrlich sagen ich bin tot Unglück und habe sehr oft Rücken und Nackenschmerzen.
Ich würde gerne eine zweite Ausbildung anfangen aber da das Verhältniss zu meinen Eltern nicht das beste ist und es mit lieber wäre auszuziehen weiß ich nicht wie ich das alles anstellen soll ob ich im Beruf bleiben soll und ausziehen oder sich lieber eine 2.Ausbildung Beginnen soll.

Bin noch 21 Jahre junge :)

MFG cherno0

( falls im falschen Bereich bitte verschieben)

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 15.06.2015, 00:01

Zunächst einmal bist du deines Glückes eigener Schmied und mit 21 Jahren volljährig. Deine Eltern haben dir also im Grunde nicht in deine Berufswahl hineinzureden. Nun ist es offenbar so, dass du noch zuhause wohnst und deine Eltern wohl erwarten, dass du als Verdiener zum Haushalt beiträgst. Insofern ist es verständlich, dass sie einen Rückgang des Verdienstes - ich schätze mal um monatlich ca. 500 €? - empfindlich treffen würde. Als Mitglieder des Haushalts haben sie eben durchaus doch wieder ein Recht darauf, dass du deinen Teil zum Haushalt beiträgst. Insofern solltest du also mit deinen Eltern eine Einigung finden. Deine Rücken- und Nackenschmerzen sind ja durchaus auch für Menschen, die kein Verständnis dafür haben, dass jemand meint bei der Arbeit glücklich sein zu wollen* ein nachvollziehbarer Grund für einen Branchenwechsel. Insofern sprich mit deinen Eltern sachlich über deine körperlichen Probleme!
Hast du denn eigentlich schon eine Idee, was du stattdessen lernen möchtest?

*Natürlich ist es ein legitimer Wunsch, eine Tätigkeit, mit der man einen Großteil seiner Lebenszeit verbringt auch als zufriedenstellend zu empfinden, allerdings mag es Leute geben, die das für Luxus halten.

Cherno0
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Beitrag von Cherno0 » 15.06.2015, 20:18

ich habe mal eine längere Zeit (1 Jahr an Wochenenden und in den Ferien) in einer Kunststofffirma gejobbt und dadurch einen großen Einblick in die Berufe Verfahrensmechaniker und Werkzeugmechaniker (die die Formen hergestellt haben für die Verfahrensmechaniker). Fand beide tolle Berufe.

klar finden könnte man noch was jetzt kurzfristig aber dann müsste ich meinen jetzigen Chef um einen Auflösungsvertrag bitte.

Ich mein dass man nach Jahren in einem Beruf nicht mehr so glücklich ist wie am Anfang ist mir auch klar aber wenn man sich jeden Tag fast schon zwingen muss kann das über die Dauer auch nicht gut gehen.

@TheGuide: Sehr hilfreiche Antwort das wusste ich alles gar nicht vielen Dank

Romanum
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Beitrag von Romanum » 15.06.2015, 22:20

Die Entscheidung wird dir letztendlich niemand abnehmen können. Mir ist aber noch nicht so klar, warum die Entscheidung für oder gegen eine 2. Ausbildung jetzt davon abhängt, ob du weiter bei den Eltern wohnst oder nicht. Das sind doch zwei verschieden Sachlagen.

Die Ausbildungsfrage musst du systematisch angehen. Was sind jeweils die Vor- und Nachteile, wenn du weiter als Geselle arbeitest oder eine neue Ausbildung beginnst. Wenn du eine 2. Ausbildung anstrebst, dann musst du dir einen Plan mit Maßnahmen ausarbeiten, wie du vorgehen kannst.

Außerdem musst du dich fragen, ob die Nacken- und Rückenschmerzen in einem neuen Job nicht auftreten könnten, weil du dort andere Haltungen ausübst, oder ob du den Schmerzen nicht auch generell vorbeugen kannst (Kräftigung, Dehnung).

Wenn du schon als Verfahrensmechaniker und Werkzeugmechaniker gearbeitet hast, dann können die AG die ersten Ansprechpartner für eine Bewerbung deinerseits sein, oder? Schließlich kennen sie dich.

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