99% der Bewerbungen gehören ungelesen in den Müll!

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Vux
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99% der Bewerbungen gehören ungelesen in den Müll!

Beitrag von Vux » 22.01.2007, 14:17

Da ich grade mal wieder so ein Glanzstück in der Hand habe, dachte ich mir ich hol mir mal Rat in einem Bewerbungsforum....

Ich sitze in einer kleinen Firma im Büro und "darf" die Bewerbungen annehmen und absagen. Was anderes ist hier auch nicht möglich.

Wenn man so die Beiträge ließt, hat man das Gefühl das Ihr der Ansicht seid, dass die ganzen Firmen euch nur aus Bosheit ablehnen. Es mag sein das es 1-2% gibt die tatsächlich nur eben Pech haben. Diese Leute brauchen sich hier nicht angesprochen fühlen...
Aber hat sich mal jemand Gedanken gemacht wie so eine Firma funktioniert?

Könnte es sein das sich der Arbeitgeber vielleicht lieber den Menschen aussucht von dem er der Ansicht ist das er der beste ist?
Weil witziger Weise soll er euch ja nicht bezahlen und nicht jeden Tag auf Knien dafür danken das ihr die Güte besitzt bei ihm zu arbeiten.

Er ist nicht gezwungen euch anzunehmen nur weil es die 150. Bewerbung ist und ihr schließlich irgendwann mal arbeiten wollt.

Ich krieg ständig Bewerbungen wo ich mich nicht entscheiden kann ob ich lachen oder weinen soll.

Ich bin seit 3 Jahren in diesem Betrieb und hab erst EINE richtige Bewerbung erhalten. Alles andere war Müll!
Bewerbungsmappen werden anscheinend nicht mehr hergestellt, zumindest bekommen wir keine.
Gramatik und Rechtschreibung werden wohl nicht erteilt in der Schule. Einen ausländischen Mitbürger kann man solche Fehler noch verzeihen, aber das sind größtenteils Deutsche. Sätze in den Wörter einfach fehlen sind Standart. Manchmal denken sich die Bewerber die Berufsbezeichnung einfach aus ("Sanitärtechniker") anstatt sich auch nur ein klein wenig zu informieren.
Lichtbilder werden durch schlechte Ausdrucke der Webcam ersetzt.
Will so ein Mensch ernsthaft eine Ausbildung oder hat der zu viel Zeit?
Kann nicht wenigstens Mami einmal drüber lesen?

Letztens hatten wir einen Praktikanten dem die Arbeit an manchen Tagen halt zu dreckig war und dann einfach nicht mit gemacht hat und solche Scherzchen. Nach dem Praktikum wollte er eine Ausbilung in diesem Beruf bei uns machen. Wir haben ihm abgesagt weil wir bereits für jeden Monteur einen Azubi hatten. Darauf hin rief seine Mama an und fragte ob wir Ihren Sohn nicht ausbilden könnten, worauf wir ihr sagten das wir dieses Jahr niemanden ausbilden könnten, weil wir für jeden Monteur einen Azubi haben und keine weiteren beschäftigen könnten. Was dazu führte das seine Mutter mit seinen Bewerbungsunterlagen persönlich zu uns kam und es noch mal versuchte. Wie schwer sind die Leute denn von Begriff?
Ich finde es irgendwie trifftig genug jemanden NICHT auszubilden wenn man einfach keinen Platz für weitere Azubis hat. Oder muss man ihr dann noch sagen "Tut mir ja leid, aber selbst wenn wir einen Platz zu vergeben hätten würden wir uns lieber für einen Bewerber entscheiden, der reden, denken und arbeiten kann, oder es zumindest ansatzweise versucht statt schweigend in der Ecke zu stehen und keine Lust hat zu helfen."

Soviel zu den Absagen, es ist lachhaft was manche als absurde Absage beurteilen. Wenn ein Betrieb 100 Bewerbungen bekommt, wie viel Zeit soll er denn aufwenden um jeden eine persönliche Absage zu schreiben? Schreibt ihr denn jede Bewerbung komplett neu oder ändert ihr eure Bewerbungsvorlage nur für jeden Betrieb etwas ab? Ich bitte euch!

Wenn jemand nicht weiß wie eine Bewerbung ausehen sollte oder eine Frage hat, ich helfe da jedem gerne. Es ist schließlich nicht so das ich immer Glück hatte. Ich war auch arbeitssuchend, weiß wie schwer es ist einen Job zu bekommen.
Zuletzt geändert von Vux am 22.01.2007, 15:44, insgesamt 1-mal geändert.

Vux
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Was mir noch eingefallen ist...

Beitrag von Vux » 22.01.2007, 15:38

Um das noch mal zu sagen, die die normale Bewerbungen schreiben, brauchen sich hier wirklich nicht angesprochen fühlen!!!

Hier noch ein schönes Beispiel für die „Überqualifizierten“

Eine Bekannte war in ihrer Schulzeit immer reichlich am schwänzen und hat deswegen eine etwas längere Schullaufbahn als der „normale“ Bürger. Auf der Berufsschule hat sie sich dann soweit am Riemen gerissen das sie bald Klassenbeste wurde, was auch nicht sonderlich schwer war da ihrer Aussage nach die anderen größten Teils strohdoof waren. So á la „wenn die Schulbücher nicht in mein Handtäschen passen, dann nehm ich eben keine mit.“.

Sie lernte soviel, dass sie sich das schwänzen erlauben konnte und trotzdem oft Einsen schrieb. Heraus kam am Ende ein sehr gutes Zeugnis, größten Teils Zweier, einige Einser und das „schlechteste“ war eine Drei. Klingt doch wie ein großartiges Bewerbungszeugnis oder?

Jetzt mal für die, die sich nicht denken können was einem Arbeitgeber bei dem Zeugnis in den Kopf kommt.
„Aha, über 30 Fehltage. Die wird also ständig fehlen. Auf die kann ich mich nicht verlassen.“

Was? Das ist unfair, er kann nicht nur wegen den Fehltagen davon ausgehen, dass ihr in der Ausbildung wieder blaumacht? Schließlich wollt ihr euch ja jetzt wirklich anstrengen und die Kurve kriegen!
Wem gebt ihr denn euren Hamster in Pflege, dem der einen guten Eindruck macht, oder dem der euren letzten schon verhungern lassen hat?

Wenn es ganz hart kommt, hatte derjenige schon andere Bewerber aus dieser Klasse vor sich und konnte sich ein Bild machen wie leicht der Unterricht an diesem Schule sein muss, womit jede gute Note gleich an Gewicht verliert.

Wenn man wirklich einen guten Eindruck hinterlassen will, dann geht man persönlich zum Arbeitgeber und bittet um ein Praktikum und beweißt da wie gut er tatsächlich ist. Also ich mein Einsatz zeigen und nicht „Äh ich bin ja nur Praktikant, ich geh ma nach Hause…“ Wenn grade viel zu tun ist und alle Überstunden machen müssen.

Lieber 100% in eine Berwerbung stecken als 1% in 100 Bewerbungen!

Wenn jemand irgendeine Frage dazu hat, am besten eine Nachricht auf ICQ unter 237772470 hinterlassen...

Lelle
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Es hapert bei Rechtschreibung & Grammatik

Beitrag von Lelle » 31.01.2007, 14:01

...wer von den Arbeitssuchenden anständige Rechtschreibung & Grammatik erwartet, sollte diese aber auch selber beherrschen - sonst ist so ein Posting nur peinlich!!!

Bollmann
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Beitrag von Bollmann » 01.02.2007, 09:16

Es trifft bestimmt zu, dass es einige ungeeignete Bewerber gibt (geht mir auch so, obwohl nur für Azubis und Praktikanten zuständig). Das heißt jedoch nicht, dass diese grundsätzlich überhaupt nicht für irgendwas geeignet sind. Überdies sind Bewerbungen an sich i. d. R. sowieso nur BlaBla. Im Grunde versucht der Bewerber nur darzustellen, dass er der Beste, Tollste usw. ist. Wenn der Text am Ziel vorbeiführt, so kann dies mehrere Gründe haben (falsche Vorstellungen, falsche Schwerpunkte aus Sicht des Lesers etc.). Ist er einigermaßen in Ordnung, so heißt das auch nichts - der Bewerber könnte einen Ghostwriter haben. Aber einige Einsteller geben sich halt irgendwelchen Illusionen hin. Ich behaupte mal, dass innerhalb von ein paar Sekunden die Wahl für oder gegen einen getroffen wird. Dabei spielt das Bewerbungsfoto eine nicht unerhebliche Rolle, dann vielleicht der Lebenslauf (als Rechtfertigung) und Zeugnisse.

Es ist ganz normal, dass die Unternehmen von Bewerbungen geflutet werden. Aber das passiert auch anders herum (Unternehmen wollen ihre Produkte verkaufen). Wie viele Firmen senden denn die abgelehnten Bewerbungen mit einem vernünftigen Text zurück? Ja, schon klar, 1,45 EUR Porto + Material und Arbeitszeit kostet Geld, aber das ist eine Frage des Respektes.

Ein Praktikum um sich von der Eignung zu überzeugen? Da hat man ja eine schöne billige Arbeitskraft. Aber dann ist die Probezeit entbehrlich. Was soll man beweisen in dem Praktikum, fachmännisches Kopiererbedienen, Kaffee kochen? Eignungspraktikum, Probearbeiten klingt alles sehr nach Erpressung.



Bollmann

ublindert
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Beitrag von ublindert » 01.02.2007, 11:54

Hallo an alle,

ich finde es sehr gut, dass hier einmal die "andere" Seite postet. Und dass die Rechtschreibung nicht ganz so korrekt ist, wie sie es in einer Bewerbung sein sollte, geschenkt.

Ich habe es ja in der Regel mit den Bewerbungsmappen von Hochschulabsolventen zu tun, die sehen natürlich schon anders aus als die von dir vorgestellten, vux. Insofern kann ich deine Erfahrung nicht teilen.
Was da eher mal vorkommt, sind viele Floskeln, wenn sich der Schreiber, die Schreiberin zu sehr auf Vorlagen verlässt und das ist für den Personaler auch nicht schön, auf jeden Fall bringt es ihm nix.

Erschreckend finde ich das aber schon, was du schreibst. Und der Praktikant hat wohl einiges an Erziehung verpasst bzw. seine Eltern...;-(((
Zuletzt geändert von ublindert am 22.09.2015, 11:34, insgesamt 1-mal geändert.

mountisa
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Beitrag von mountisa » 01.02.2007, 17:11

Das ist eine Feststellung. Von der Erziehung, Kindergarten, Schule, Ausbildung, Arbeit was daraus macht. Ist doch klar, wenn man 16 Jahre alt ist interessieren, die jungen Leute sich nicht für Bewerbungen schreiben.

In den Schulen wird es auch nicht so sehr gefordert. Bei uns in der BS zeigte uns eine 64 Jährige Frau wie, dass mit den Bewerbungen gehen soll und die sind längst out!

Viele Betriebe fordern von den Bewerbern so viele Eigenschaften und bieten so wenig. Ich kann ganz verstehen warum viele dann für einen läppischen Mindestlohn nicht arbeiten wollen.

Auszubildende sind in vielen Betrieben nur die billigen Hilfskräfte. Der ganze Aufbau ist einfach schlecht.

Schule und Betriebe sollten besser ausbilden!

mountisa
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Beitrag von mountisa » 01.02.2007, 17:12

Sowie die Löhne anheben!

Shanewave
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Beitrag von Shanewave » 02.02.2007, 08:28

Viva la Revolution.....
ganz ehrlich , sich jetz über 1 Beispiel auszukotzen ist net gerade der bringer....und Vorurteile spielen immer eine Rolle!

Wenn ein Arbeitgeber geeigenete Leute haben möchte , dann soll er ein Acessment Center machen , oder wie das heisst , ein mehrtägiges Prüfungschema.

Zeit intensiv? Kosten intensiv ...ja , aber dann kann man sich sicher sein , Er/Sie ist der richtige!

Man könnte noch Argumente bringen ...zum beipsiel zu dem Rücksenden von Bewerbungen an dem Ersteller .... Es sind Kosten für den Ersteller, der gerne seine Sachen weider haben möchte , aber das ist ja egal , von der Agentur für Arbeit gibt es 5€ pro Bewerbung das ist zu verkraften , was am schlimmsten ist , die Motivation!!!!.....man bekommt keine Antwort , kein Feedback , was war gut was war schlecht .....wie soll man sich da verbessern....klar Abeitgeber haben besseres zu tun , müssen Konkurrenzfähig bleiben udn haben keine zeit einem Bewerber zu sagen was er faösch gemacht hat , da sie ihn/sie eh nicht nehmen würden....von daher soll man sich net beschweren...das die leute keine tollen Bewerbungen schrieben ..................Es gibt auch andere Möglichkeiten....die Agentur für Arbeit hilft bei der Erstellung der Unterlagen , nur leider nehmen das die meisten Bewerber nicht war.

Es ist ein Teufelskreis....und um auf den Text von ganz oben nochmal .....du beschwerst dich das zu wenig Bewerbungen bei dir ankommen , auf der anderen Seite stellt ihr keine mehr ein ....hmmm....ich bin satt nehm aber noch 2 Stück Torte ????

Die einfachste variante ist es umzudenken , wie würde ich als AG reagieren , wie würde ich als AN reagieren..... .

Zu dem Lichtbild ...ab 01.01.07 muss keins mehr dabei sein. "....Diskriminierung der ethnischen Rasse ...."§36 (2) SGB III

Was vllt. auch ein nicht ganz logisch ist , du hast dich ausgekotzt , aber in einem Forum , worum es geht , gute Bewerbungen zu verfassen etc.
Deine meinung betrifft sicher diejenigen die sich nichtmal im Internet informieren wie iene Bewerbungen aussehen soll.......alle die sich hier angemeldet haben , wollen eine gute Bewerbung hinzaubern ...udn allein der versuch sollte geehrt werden.

gegefrage zum Schluß : Was möchtest du mit diesem Beitrag aussagen?
Das es eine komische Mutter und 2 Komische Praktikanten von 82 Millionen Menschen in Deutschland gibt??? Erzähl mir was neues!

ublindert
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Beitrag von ublindert » 02.02.2007, 11:24

Hey,

nimm das doch nicht so persönlich. Es wäre doch eigentlich gut, wenn mehr Personaler mal hier schreiben würden. Dann hättet ihr doch einfach mal den O-Ton von der anderen Seite! Das wäre doch gut!

Aber noch einmal: Wie soll sich derjenige, der es nicht schafft, eine ordentliche Bewerbung zu schreiben, sich ordentlich zu informieren und höflich aufzutreten, denn gut für eine Firma sein?

Es geht doch um das eigene Leben und dazu gehört es doch auch, Verantwortung zu übernehmen und aktiv zu werden oder sich wenigstens Hilfe zu suchen: schließlich gibt es das tolle Forum hier, es gibt die AA (die viele Schwächen hat, aber auch gute und engagierte Leute in ihren Reihen), es gibt andere Anlaufstellen für Tipps zum Bewerben...

Shanewave
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Beitrag von Shanewave » 02.02.2007, 11:50

Was verlangt ihr eigentlich in einer zeit in der Tokio Hotel Deutschland erfolgreichste band ist?
schiebt es auf die Medien , die sind schuld oder so :-p
und persönlich nimm ich gar nix , wollt eigentlich nur sagen , wie man es in den wald hineinruft so schallt eswieder heraus , aggressiv schrieben ....hat auch nachteile , zudem man liest immer nur das was man lesen will.....

wenn vati udn mutti , den kindern mit 20 noch den hintern putzen , würde ich mir auch gedanken machen ...aber bei manchnen ist das völlig normal

und kurz und knapp gesagt : woltle ich sagen das der thread der erstellt wurde , hier falsch liegt , weil die zielpersonen die es ansprechen soll , hier nicht zu finden sind , hier bemühen udn sich alle und wissen das wenn man 2 andere thredas liest , wei eine gute bewerbung aussehen soll...... also Zielgruppe finde ich ist mit dem thread nicht angesprochen udn eindeutig verfehlt

ublindert
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Beitrag von ublindert » 02.02.2007, 17:46

Hallo Shanewave,

vielleicht hast du sogar recht, wenn du sagst, dass sich hier ja alle bemühen und versuchen, was gutes zu schicken und insofern wäre der Beitrag wirklich im falschen Forum.

Was ich aber finde, ist, dass es gut wäre, wenn hier mal mehr Leute von der anderen Seite des Schreibtischs schreiben würden. das würde allen doch auch weiterhelfen. Und dafür muss man aber schon auch gut mit ihnen umgehen und sie eher ermutigen, mehr zu schreiben.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 04.02.2007, 16:14

ublindert hat geschrieben:Und dafür muss man aber schon auch gut mit ihnen umgehen und sie eher ermutigen, mehr zu schreiben.
ASSOLUTAMENTE SI! Und notfalls auch nach Kräften helfen... ;-)

Ich meine: Eine Ausfallquote von 99% (bzw. ein Treffer in drei Jahren) ist mit den berühmten 150 Bewerbungen ohne Antwort ja durchaus vergleichbar... wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass die Gründe auf beiden Seiten des Schreibtischs sehr verwandt sind - und die Kämpfe um die wenigen Superjobs mit denen um die wenigen Supercracks ebenfalls viel gemeinsam haben... bis hin zu der Tatsache, dass die jeweilige Einschätzung ("brauchbar/unbrauchbar" bzw. "Vorzeigebetrieb/Saftladen") in wenigen Sekunden und zu einem hohen Anteil intuitiv fällt!

Vuxens Rechtschreibung als "Privatmensch" hier im Forum ist sicherlich nicht das Thema... das unvoreingenommene Checken seiner Inserate durch Außenstehende in Wortlaut und Erscheinung könnte dagegen schon von Interesse sein. Gleiches gilt für eine eventuelle Homepage, Geschäftsausstattung (angefangen mit dem professionell gestalteten Logo), Gestaltung und Zustand von Firmengebäuden und -fahrzeugen etc. Soweit die Äusserlichkeiten, analog dem Wert, den die Bewerber Ihren Fotos, Mappen etc beimessen... ;-)

Königsweg sind in beiden Fällen natürlich die "inneren Werte"; im Falle seines Betriebs eine derart wohlorganisierte Ausbildung, dass die Lehrlinge in der Disco damit angeben, bzw. Eindruck schinden können... ;-)

WAS? Der Vux hat Dich genommen? DER VUX? Kein Scheiss? Wen haste bestochen, Alda? ;-)

So etwas spricht sich herum - und zwar exakt an der richtigen Stelle!

Shanewave
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Beitrag von Shanewave » 05.02.2007, 09:28

sry aber nur weil jmd "auf der anderen seite des tisches " sitzt , muss ich niemanden Puderzucker in den hintern pusten damit er sich auskotzen kann........ aber das ist nicht mein bier , daher klink ich mich hier aus ...ich lebe nachdem motto , wenn man keine ahnung hat , einfach mal die Fr..... also tue ich das und viel spaß beim diskutieren noch in diesem thread !

Mfg
Shane

Kerstin27
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Beitrag von Kerstin27 » 07.02.2007, 10:27

Ich habe mir dies hier alles mal durchgelesen und ich finde es auch gut, daß mal von der "anderen Seite" gepostet wird.

Interessant fände ich es wirklich, was so an Bewerbungen in einer Firma flattern die einen zum Weinen oder zum Lachen bringen.

Die richtige Formulierungen und die richtigen Sätze in einer Bewerbung zu bringen ist gar nicht so einfach und da kann man sich noch so sehr anstrengen, ich habe das Gefühl, die Firmen wollen Leute einstellen, die 20 Jahre alt sind aber 30 Jahre Berufserfahrun haben...

Ich weiß ja nicht, aber bei mir ist es so: Ich bin leider kein Theoretiker sondern eher ein Praktiker, dh. Theorie ist für mich einfach ein Greul.

Meine damalige Chefin lud mich zu einem Vorstellungsgespräch ein, sie war sehr nett :-).. sie schaute in meine Unterlagen und ich gebe zu, meine Zeugnisse sind kein Brüller...

Sie schaute mich seltsam an und fragte mich, wieso ich in Rechnungswesen eine 5 hätte und ob sie mich überhaupt an die Kasse stellen könnte und lächelte plötzlich.

Ich antworte darauf nur: Weil ich kein Theoretiker bin, sondern ein Praktischer Mensch. Wenn man mir einmal richtig was erklärt kann ich es auch!:D

Promt musste ich einen Tag Probearbeiten und man stellte mich an die Kasse mit einem kompliziertem MHS MöbelhausProgramm, die Kasse funktionierte eher über PC...

Somit wurde ich genommen und wäre ich von Frankfurt nicht weggegangen würde ich heute noch dort arbeiten, da ich recht gut war. Ich wurde in Wiesbanden an der KASSE eingesetzt sowie auch in Frankfurt habe ich dort alles geleiset was verlangt wurde, manchmal sogar mehr!

DANN frage ich mich, wieso gibt es nicht mehr Chefs die einem eine Chande geben, wie meine letzte Chefin ????

mush0r
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Registriert: 01.10.2007, 02:31

Beitrag von mush0r » 01.10.2007, 03:15

Wieso dir deine Chefin keine 2. Chance gibt?

Ich möchte es dir sehr gerne erläutern.
Unser sogenanntes Wirtschaftssystem läuft dermaßen aus dem Ruder,dass einige Parteien bzw. größtere Konzerne Lücken entdeckt haben und dies für sich ausnutzen.
Berufe als Kaufmann/frau im Einzelhandel gehören hier besonders zu.

Vom Arbeitsamt werden diesbezüglich immer sogenannte "Maßnahmen" angeboten die dazu führen,mal ebend ne lockere Arbeitskraft zu schnappen.
Wieso sich einen Azubi für 650€~ Brutto holen wenn man nen billigen EQJ(Einstiegsqualifkationsjahr) Teilnehmer für 192€ Netto schnappen kann?

Dies sind nur so kleine Lücken des Systems,aber dennoch muss ic dem erstposter recht geben.
Ich für meinen stand bin 19,und war nie der große Partygänger oder ähnliches,ich habe gerne mitverfolgt was sich auf der Welt abspielt und verfolge bereits seit mehreren Jahren den Discovery Channel,und allein das sorgt bei einigen für lachkrämpfe.
Ich kann nicht sagen ob meine Generation es sich einfach leicht machen will,oder einfach mit der Situation nicht umgehen können.
Viele wollen mittlerweile auch keine Ausbildung antreten,da Sie einfach der Meinung sind,waaas für 500 Netto arbeiten? Nee,wieso wenn mir bei Hartz IV mehr bei rauskommt.
Oder die nächste alternative wäre,hey schatz ich liebe dich...ja ich liebe dich auch .. und schwups 9 Monate später ist es geschehen.
Ich will damit meine Generation nicht angreifen,eventuell liegt es einfach daran dass ich zu schnell gealtert bin,kann ich nicht beurteilen.
Aber wenn ich mir bei meinem Freundeskries so manche bewerbungen anschaue,sieht man direkt auf dem ersten Blick > kein interesse <,einfach ne Absage abkassieren und ab zum Amt,dann lassen die mich schon in ruh ..

Die einen merkens früher die anderen später,ich für meinen Teil bin nun 19,und habe auch dummerweise einige Zeit gebraucht um festzustellen,dass es einfach ist irgendwann mal anzufangen und sich prioritäten zu setzen.
Man bedenke bei jedem Jahr den man zb. nicht Arbeitet gehen 12x500€ verloren somit 6000€!Und das sind immerhin schon nen Führerschein+Kleinwagen...

Aber wie gesagt ich find es durchaus nett mal die Ansichten des Betriebs zu erfahren,und muss sagen dass es nunmal leider so ist,dass die meisten Betriebe als "Böse" abgestempelt werden,wobei allerdings viele nicht darüber nachdenken dass die Betriebe eine Stelle Ausschreiben,damit man den Betrieb entlastet.
Schließlich will man was vom Betrieb,nicht der Betrieb was von einem.
Und da wir im 21. Jahrhundert leben und die möglichkeiten zur Generation meiner Eltern durchaus gestiegen sind und es wirklich keine große mühe ist seine Beschreibung in Foren oder irgendwelchen anderen Plattformen einzustellen,und beurteilen zu lassen gebe ich dem Post ebenfalls recht.


Gruß Simon

Reisemaus
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Auch Firmen sollten sich an eine gewisse Form halten

Beitrag von Reisemaus » 25.10.2007, 01:55

...und zwar finde ich es unverschämt wenn man auf seine Bewerbung noch nicht einmal eine Resonanz bekommt. Und selbst wenn es nur eine Standartantwort ist. Immerhin wurde eine Position ausgeschrieben und von daher muss dann gerechnet werden dass man x Bewerbungen erhält. Diese dann zurück zuschicken mit einer Absage ist doch das Mindeste was man als Bewerber erwarten kann oder etwa nicht?
Leider hat Vux kein Beispiel gegeben wie er sich die perfekte Bewerbung vorstellt. Daraus hätte man eventuell was lernen können oder einen Lachanfall bekommen...Ganz individuell. Grundsätzlich finde ich es ja schön auch mal die andere Seite der Medaille lesen zu können, aber dann bitte schön mit sachlicher Kritik. Und das nicht jeder eine perfekte Rechtschreibung besitzt...Nun, das sieht man teilweise in den Absagen, wenn denn mal welche kommen. Von daher sollte also nicht nur auf den Bewerbern rumgehackt werden "lieber" Vux"
Eine Bewerbung ist Werbung für einen selbst....Was soll man denn sonst schreiben? Ich kann nichts, bin nichts...aber gib mir´n Job? Totaler Schwachsinn.
Ich denke viel eher dass viele Chefs sich den IDEALKANDIATEN vorstellen. Jmd., der gar nicht mehr eingearbeitet werden muss und der sofort alles kann. Hierbei wird aber leider vergessen dass nicht auf jeder Arbeitsstelle gleich und mit den gleichen Programmen (in meinem Fall) gearbeitet wird/wurde. Viel mehr bin ich der Meinung dass Betriebe, mögen sie noch so klein sein, auch mal ein wenig Zeit und ggf. Geld in Schulungen investieren sollte....Ansonsten bleiben die Arbeitslosen für immer arbeitslos und in zehn Jahren gibt es kaum noch jmd. der überhaupt qualifiziert ist. Hat sich schon mal darüber jmd. Gedanken gemacht von der Personalchefs und dergleichen???

SandraZ
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Beitrag von SandraZ » 11.11.2007, 18:13

Noch sitze ich auf der anderen Seite des Schreibtisches. Ob jetzt 99% in den Müll gehören, nein, aber doch schon sehr viele.
Meine Firma baut ein Werk in einem anderen Bundesland, so dass ich in einige Wochen selbst wieder, wenn ich bis dahin nichts gefunden habe, arbeitssuchend sein werde.

Ich finde allerdings auch, dass Firmen, insbesondere dann, wenn sie Stellen ausschreiben, die Bewerbungsmappen zurücksenden sollten. Denn wie sonst soll man auf sich aufmerksam machen. Wer etwas ausschreibt muss auch die Folgekosten tragen. Aber auch bei Initiativebewerbungen, die wir momentan zu Hauf bekommen, da dies ein Werk in den neuen Bundesländern ist, werden von mir an den Bewerber zurück geschickt.

Was mich oft in ein wildes Gefühlchaos stürzt, was sicher auch die Ausgangsposterin meinte, sind solche Bewerbungen, bei denen ich verzweifelt auf dem Anschreiben und mit einem kleinen bischen Hoffnung verbunden die Anschrift des Bewerbers suche. Oft genug mußte ich den Umschlag wieder aus der Rundablage fischen, um die Bewerbung zurück schicken zu können.

Ja, Fotos müssen nicht mehr mitgeschickt werden, aber wenn, dann sollte sich der Bewerber doch Mühe gehen, diese in einer entsprechenden Qualität zu versenden. Mich interessiert nicht, welche Badehose er im letzten Urlaub an hatte, oder ob er seinen Urlaub in den Bergen verbracht hat. Wenn der Drucker mißt ist, gibt es entsprechende Fotografen, die auch in guter Qualität Bilder nachmachen. Wer das Geld nicht investieren möchte, soll es besser ganz sein lassen.

Neulich hat sich ein Ehepaar initiativ beworben. Ums für mich einfacher zu machen, habe sie sich gleich beide auf ein Anschreiben geschrieben. Geht gar nicht.

Und ja, wir, bzw. mein Chef macht auch Unterschiede bei den Bewerbungen. Wer sich auf eine Stelle in der Produktion bewirbt, an den wird einfach eine andere Messlatte angelegt, wie an jemanden, der sich als Leiter der Produktion bewirbt. Da zählen Zeugnisse mehr, die Aufmachung, die Rechtschreibung noch viel mehr,....

Und aus meiner Erfahrung heraus, bevor ich diese STelle bekam, leider schicken wirklich nur noch sehr wenige Firmen die Unterlagen zurück. Man bekommt selten Absagen. Aber wir bemühen uns.

cepheus
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Beitrag von cepheus » 12.11.2007, 23:52

Hallo,

woran liegt es, dass die Bewerbungen so "mies" sind? Immer am Bewerber? Ist dem Bewerber eventuell gar nicht klar wie das auszusehen hat? Weil`s ihm keiner "richtig" gezeigt hat?
Meines Erachtens liegt es an der Kommunikation. Die Schnittstelle zwischen Schule und Beruf ist einfach zu schwach besetzt, bzw. gar nicht vorhanden.

Eine nicht zu verachtende Rolle spielt wohl auch die Region in der man lebt. (Hier: knapp über 3% Arbeitslosigkeit)

Nicht jeder der sich bewirbt ist auch arbeitslos.

Stichwort Initiative ergreifen: warum ruft mann denn nach ein paar Wochen nicht einfach mal an, und frägt nach wie der Stand der Dinge ist? Ich bin der Meinung wenn man höflich nachfrägt erhält man auch seine Unterlagen zurück. Jemand eine andere Erfahrung gemacht?

SandraZ
Bewerbungshelfer
Beiträge: 384
Registriert: 11.04.2007, 19:48

Beitrag von SandraZ » 13.11.2007, 20:15

Es ist immer so einfach immer alles auf die Schule zu schieben. Menschen die sich bewerben sind erwachsen. Sie wollen so behandelt werden und handeln auch so, nur bei Bewerbungen, scheint es oft nicht bis zu dem Status zu reichen.
Anders kann ich es mir nicht erklären, warum manche ihre Adressen nicht mit aufs Anschreiben schreiben, sondern nur auf den Briefumschlag. Um mal ein Beispiel zu nennen. Oder schreiben diejenigen Briefe an Behördern etc auch ohne Adresse????
Warum ist es so schwierig, Dinge sauber und ordentlich zu verschicken, ohne Knicke und den anderen davon in Kenntniss setzten, das man zu Mittag Nudeln mit Tomatensoße gegessen hat, weil sich rote Flecken auf dem Papier befinden.
Woran liegt es, dass viele nicht wissen, wie ein Brief aufgebaut ist, ....

Die Menschen müssen auch selbstständig sein, sich auch mal selbst ohne dass sie jemand an die Hand nimmt informieren. Über Bücher, andere Menschen, das Internet, ...

susanne0603
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Registriert: 24.09.2007, 11:05

Beitrag von susanne0603 » 03.12.2007, 14:18

Hallo,

ich finde es auch sehr gut, dass sich hier mal die "andere Seite" zu Wort meldet und würde sehr gerne mehr erfahren.

Zum Glück hat mein Lebensgefährte mittlerweile eine Stelle. Trotzdem waren wir wirklich kurz vorm Verzweifeln (was man wohl nach schlappen 350 Bewerbungen auch sein darf): :shock:

- die Unterlagen waren ORDENTLICH, ohne Knicke, Flecken etc. in dafür vorgesehene Bewerbungsmappen eingelegt
- ein Passfoto vom Fotograf war in Fotoecken auf dem Lebenslauf drauf, später dann eingescannt auf einem Art Vorblatt
- die Briefe waren ausreichend frankiert
- formuliert haben wir die Schreiben zu zweit nach allen Regeln der Kunst. Sprich: sämtliche Internetplattformen, Bewerbungsbücher, etc. haben wir zu Rate gezogen.

Also meiner Meinung nach liegt da nicht das Manko für über 300 Absagen, oder doch?

Ich glaube, ganz ehrlich, dass es auch genug Personaler gibt, die sich die Unterlagen gar nicht richtig ansehen! Wäre das auch eine Möglichkeit? Mein Freund war z. B. neben seinem Schulgang zum Abitur noch als Aushilfe in einem Baumarkt tätig. Deswegen sind auch die Schulnoten nicht so der Reißer, er hätte sicherlich das Abi besser bauen können. :evil: Allerdings: was tut man nicht wenn man Geld braucht? Ich glaube NICHT EINER der Personaler hat gesehen, dass er in die Schule UND arbeiten gegangen ist. Hat so etwas nicht auch Berücksichtigung verdient? Schließlich ist so jemand doch sehr belastbar, engagiert, vielseitig einsetzbar, etc., oder etwa nicht?
Oder schauen die Personaler etwa nur aufs Bild und dann gibt es schon die Absage?
So ein Pech, mein Freund ist schwerbehindert und das sieht man ihm an.... Hat er aus diesem Grund schon verloren?

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich auf diesen Beitrag ein paar (ehrliche) Antworten bekäme. Ich hoffe sehr, dass wir NIE wieder in diese Bewerbungs-Situation kommen werden. Allerdings könnten sich hier sicherlich noch ein paar Leute, die genauso verzweifelt sind wie wir es waren, noch gute Anregungen holen.

Gruß
Susanne

maverick0625
Beiträge: 4
Registriert: 18.12.2007, 16:05

Beitrag von maverick0625 » 18.12.2007, 17:07

mir is es auch immer am meisten auf die nerven gegangen, wenn überhaupt keine antwort gekommen ist. oder wenn man extrem lange (6-8 wochen) gewartet hat, bis überhaupt mal etwas zurückkam, und dann meistens absagen.

teilweise versteh ich schon, dass man sich als personaler nicht alle bewerbungen genau ansieht. ich hab sowas auch schon mal kurz gemacht, sozusagen eine art vorauswahl für die chefin getroffen. da kommen einem schon bewerbungen unter, die man sich nicht vorstellen kann. ich hätt mich die eine oder andere anstelle des bewerbers nicht mal wegschicken getraut - von der form her, mein ich. ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber wenn das foto völlig verschwommen ist, oder das anschreiben von rechtschreib- und grammatikfehlern strotzt, dann hab ich solche bewerbungen schnell beiseite gelegt, weil man damit zeigt, dass man sich nicht bemüht. ich persönlich hab immer zuerst auf form und aufbau der bewerbung geschaut, danach erst auf den inhalt.

allerdings gehört immer auch ein bißchen glück dazu. personaler sind auch nur menschen. natürlich bleibt man bei einem sympathischen foto oder einer originellen aufmachung von lebenslauf und anschreiben eher hängen als bei einer standard-bewerbung, die sämtliche floskeln aus bewerbungsratgebern beinhaltet.

mein tipp wäre, das anschreiben so zu gestalten:

ein kurzer einleitungssatz, der sich darauf bezieht, wo man das inserat gesehen hat, also ca. so: "Mit großem Interesse habe ich Ihr Inserat blabla da und dort gelesen" (kann natürlich variiert werden)

danach gleich in medias res. "Kurz zu meiner Person:" und dann unbedingt zuerst die berufserfahrungen auflisten, die wichtig sind für diese stelle, und gleichzeitig hervorkehren, was im inserat gefordert wird. z.b. "zeitliche flexibilität" - unbedingt schreiben, dass man z.b. schon im schicht- und/oder wechseldienst gearbeitet hat, dass das auch an feiertagen und sonntagen selbstverständlich war. praxis und erfahrung in den bereichen, die für diese stelle notwendig sind, sind ein riesengroßes plus und damit ist man fast automatisch in der engeren auswahl!

ausbildung würde ich erst nach dieser "auflistung" erwähnen, eher kurz und bündig, wo und wann, und was man daraus auch für menschliche qualitäten gewonnen hat.

als schlusssatz eine verknüpfung, dass man immer gerne im bereich blablabla gearbeitet hat/arbeiten wollte und sich deshalb über eine einladung zu einem vorstellungsgespräch sehr freuen würde.

mögliches eintrittsdatum und gehaltsvorstellung würd ich erst mal beiseite lassen (außer explizit im inserat gewünscht), falls die bewerbung interessant ist, meldet man sich sowieso. und vom lebenslauf ist der gehaltswunsch ja meistens auch in ungefährer größenordnung abzulesen.

*Diana*
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Beitrag von *Diana* » 30.12.2007, 00:38

Hallo Leute.
Ich muss mal sagen, ich finde es sehr lobenswert, dass die 'andere' Seite auch mal sagt wie es läuft.
Und sie haben völlig Recht. Ich bin jetzt 19 Jahre alt und erlebe viele Jugendliche in meinem Alter die es einfach zu nichts mehr bringen. Sie können viel, aber irgend wie auch gar nichts. Ich finde das so schade. Und wenn man sich fragt woran dass liegt, kann ich nichts genaues sagen, außer in der Schule fängt es schon an...
Es liegt meines Erachtens schon bei den Umgangsformen usw. kein Respekt mehr vor Erwachsenen, vor Freunden oder Geschwister... Das läuft so lange bis es zu den gewissen Punkten zB: Bewerbungsschreiben kommt, wenn sie dann genau überlegen, stellen sie fest: Ach du Himmlische! Ich kann ja gar nichts...hätt ich doch nur mal aufgepasst.

Es ist erschreckend was aus den jungen Menschen heute geworden ist.

SandraZ
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Beitrag von SandraZ » 06.01.2008, 18:27

susanne0603 hat geschrieben:Hallo,

ich finde es auch sehr gut, dass sich hier mal die "andere Seite" zu Wort meldet und würde sehr gerne mehr erfahren.

Zum Glück hat mein Lebensgefährte mittlerweile eine Stelle. Trotzdem waren wir wirklich kurz vorm Verzweifeln (was man wohl nach schlappen 350 Bewerbungen auch sein darf): :shock:

- die Unterlagen waren ORDENTLICH, ohne Knicke, Flecken etc. in dafür vorgesehene Bewerbungsmappen eingelegt
- ein Passfoto vom Fotograf war in Fotoecken auf dem Lebenslauf drauf, später dann eingescannt auf einem Art Vorblatt
- die Briefe waren ausreichend frankiert
- formuliert haben wir die Schreiben zu zweit nach allen Regeln der Kunst. Sprich: sämtliche Internetplattformen, Bewerbungsbücher, etc. haben wir zu Rate gezogen.

Also meiner Meinung nach liegt da nicht das Manko für über 300 Absagen, oder doch?

Ich glaube, ganz ehrlich, dass es auch genug Personaler gibt, die sich die Unterlagen gar nicht richtig ansehen! Wäre das auch eine Möglichkeit? Mein Freund war z. B. neben seinem Schulgang zum Abitur noch als Aushilfe in einem Baumarkt tätig. Deswegen sind auch die Schulnoten nicht so der Reißer, er hätte sicherlich das Abi besser bauen können. :evil: Allerdings: was tut man nicht wenn man Geld braucht? Ich glaube NICHT EINER der Personaler hat gesehen, dass er in die Schule UND arbeiten gegangen ist. Hat so etwas nicht auch Berücksichtigung verdient? Schließlich ist so jemand doch sehr belastbar, engagiert, vielseitig einsetzbar, etc., oder etwa nicht?
Oder schauen die Personaler etwa nur aufs Bild und dann gibt es schon die Absage?
So ein Pech, mein Freund ist schwerbehindert und das sieht man ihm an.... Hat er aus diesem Grund schon verloren?

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich auf diesen Beitrag ein paar (ehrliche) Antworten bekäme. Ich hoffe sehr, dass wir NIE wieder in diese Bewerbungs-Situation kommen werden. Allerdings könnten sich hier sicherlich noch ein paar Leute, die genauso verzweifelt sind wie wir es waren, noch gute Anregungen holen.

Gruß
Susanne

Wenn dein Freund schwerbehindert ist, wird sicher das mit ein Grund sein, weshalb Firmen ihn nicht einstellen möchten. Denn für Schwerbehinderte gelten andere Bestimmungen, das fängt beim Urlaub an und hört bei der Kündigung auf.
So traurig das ist. Man möchte die Behinderten schützen und erschwert es ihnen im Grunde genommen. Meinem Mann sieht man seine Schwerbehinderung nicht an und er hat sie auch nicht angegeben. Aus gutem Grund.

So wie du es schilderst stimmen seine Unterlagen, aber viele die über meinen Tisch wandern, würd ich am liebsten gleich wieder zurückschicken. Habs glaub schon weiter oben geschrieben.

Vor WEihnachten hatte ich Bewerbungsmappen erhalten, von jungen Menschen, die sich für eine Position als Geschäfstführungsekretärin bewerben. Deckblatt ist geschmackssache, aber wenn der Ausschnitt des T-Shirts so tief ist, das man fast auf den Bauchnabel schaun kann, das ganze auf einem Blatt geklebt ist mit einer von gelb anfangenden ins dunkelrote überlaufende Schrift mit dem Wort BEWERBUNG, wirkt das auf mich eher wie ein WErbeblatt , aber nicht wie eine BeWERBUNG für eine entsprechende STelle.

Nach dem AGG kann man Bewerbungsfotos auch weglassen.
Was ich ganz schlimm finde, wenn im Lebenslauf neben dem Wort Staatsangehörigkeit: BRD steht.
Staatsangehörigkeit ist deutsch und nichts anderes.
Oder wenn die Eltern mit aufgeführt werden und deren Berufe incl. der GEschwister und ob die auch noch Kinder haben.

_-Marc-_
Beiträge: 18
Registriert: 04.12.2007, 19:35

Beitrag von _-Marc-_ » 27.01.2008, 10:25

Hallo !!!

Ich finde es auch super, dass sich mal jemand der andere Seite zu Wort meldet. Das ist echt informativ und gibt zumindest einen kleinen Einblick.

Ich persönlich finde, dass man als Firma erwarten kann, dass der Bewerber selbst anruft und sich nach dem Stand der dinge erkundigt. Ich möchte etwas, ich habe etwas dafür getan es auch zu bekommen und dann will ich logischerweise auch wissen ob ich es bekomme.

Und den Großteil der Bewerbung werfe ich eh weg wenn er zurück gekommen ist. Oder verschickt jemand ein Anschreiben mit der Addresse von VW gleich weiter an Mercedes ?? Kopien kosten (meistens) kein Geld weil man fast immer irgendwo jemanden kennt, der Kopien in der Firma oder was ich wo anfertigen kann. Und wenn`s über 1000 Ecken passiert.
Oft werde die Kopie auch in unbrauchbarem Zustand (zerknittert, befleckt) zurückgeschickt.

Bewerbungen sind überwiegend Glückssache. Man braucht zum einen das Glück, dass die Stelle wirklich frei ist und nicht bereits illegal intern besetzt wurde und man braucht das Glück, dass die Firma genau meine Bewerbungsstil mag. Es gibt verschiedene Mothoden eine Bewerbung zu beurteilen. Manche achten nur auf`s Foto, andere gucken nur auf den Lebenslauf und wieder andere achten nur auf`s Anschreiben. Auch da gibt es verschiedene Methoden das zu lesen.

Was ich damit sagen will : Meine Bewerbung kann fehlerfrei sein, passt denen mein Foto nicht, habe ich verloren.

Also, nicht frustrieren lassen.

Servaz
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Registriert: 19.02.2008, 10:45

Die andere Seite......

Beitrag von Servaz » 13.03.2008, 08:32

auch ich finde es gut wenn sich die andere Seite zu Wort meldet. Ich wäre wirklich froh darüber, wenn z.B. die Schule Bewerbungen durchgenommen oder mit einem eingeladenen Personaler mal ein Bewerbungsgespräch durchgespielt hätte.
Aber nichts von alledem.
Dann versucht man sich schlau zu machen. So hab ich auch Eure Seite entdeckt. Bücher, die ich gesehen habe, fand ich zum großen Teil nicht besonders hilfreich. Viele Beispiele darin waren für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zu überfliegermäßig.
Ich kann Dir nicht sagen wie lange es gedauert hat aus meinem Sohn (17) erst mal herauszukitzeln was er denkt was er für Stärken hat.
Irgendwann waren wir dann fertig und haben alle Bewerbungen weggeschickt.
So unterschiedlich wie die Bewerber sind auch die Reaktionen der Firmen.
Das reicht von keine Antwort über "wir haben deine Bewerbung registriert, wenn Du möchtest kannst Du noch ergänzende Daten online hinzufügen und bei weiteren Fragen stehen wir gerne zur Verfügung" bis zu einem Telefonanruf "Wie sieht´s aus, möchtest Du bei uns in den Ferien probearbeiten, damit wir uns mal kennenlernen. Bring feste Schuhe mit".
Auch über Einstellungstests haben wir uns informiert: die gehen von "abstraktem Denken" bis zu "technisches Verständnis mit Deutschkenntnissen"
Sein Klassenkamerad war bei mehreren Vorstellungsgesprächen: Die wiederum reichten von psychologischen Fragen bis zum netten Gespräch: der Personaler hatte damals schon die gleichen Lehrer.

Was ich damit sagen will: Irgendwo hat die ganze Bewerberei was mit Glück zu tun: entweder es passt oder nicht.

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