Abbruch Abi/ Ausbildung OP- Assistent

Wie geht es weiter nach Absagen? Was kann daraus gelernt werden? Lass andere an deinen Erfahrungen teilhaben. Berichte über gute und schlechte Erfahrungen bei der Stellensuche.
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¡FrannyVa!
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Abbruch Abi/ Ausbildung OP- Assistent

Beitrag von ¡FrannyVa! » 28.11.2011, 09:10

Hallo an alle!

Ich bin in einer ziemlich verzweifelten Lage und wende mich jetzt an euch Bewerbungsexperten in der Hoffnung auf Rat.

Meine Lage: ich bin jetzt 19 jahre alt und in der 12. Klasse, heisst ich werde im Mai Abi machen. Vor ueber einem Jahr bin ich aus meinem Austauschjahr wiedergekommen und war absolut fertig mit der Welt(...). In der Schule fühl ich mit seitdem absolut fehl am Platz, ich habe Hemmungen, die psychisch begruendet sind. Vorm Beginn des 12. Schuljahres bin ich stationär in Behandlung gewesen, weil nichts mehr ging. Als ich raus war, dachte ich, das Abitur koenne jetzt gut kommen, ich fühl mich gut, nichts könne schiefgehen. Es ist aber nach einem Monat alles schiefgegangen. Jetzt habe ich mich quasi entschlossen, hinzuwerfen um eine Ausbildung im medizinischen Bereich zu machen. Ich will ersteinmal wieder klarkommen im Leben. Ausziehen aus dem Elternhaus, Stadtwechsel etc.

Allerdings fürchte ich, nicht genommen Zu werden als OP-Assistent an einem Uniklinikum, weil ich das Abi aus psychischen Schwierigkeiten abgebrochen habe. Zwar ist ein Abitur nicht notwendig, aber dennoch koennte an meiner Belastbarkeit oder an meiner Kontinuität gezweifelt werden.

2010 habe ich die 11. Jahrgangsstufe mit einem Durchschnitt von 1,5 beendet. Eine mittlere Reife habe ich auch vom Gymnasium. Soweit alles schick. Dann war ich ein halbes jahr auf Austausch und habe abgebrochen im Januar 2011. Darauf bin ich wieder zur schule gegangen, quasi das Semster wiederholt, das Zeugnis gilt aber nicht sondern das alte. Jetzt stehe ich vor ende des 3. Semsters/ HJ 12. Klasse und die Noten sind unterirdisch. In 4 Faechern unter 5 Punkten ( note 5). Ich koennte weitermachen, sehe aber jeden Tag, wie ich mehr kaputtgehe. Ich muss mich bewegen und zwar schnell.
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Die Frage: am 1.Dezember beginnt der Bewerbungszeitraum. Ich moechte mich auf keinen Fall mit diesem Semester als letztes Resultat bewerben sondern mit dem von 2010 oder hoechstens mit beiden. Meine Schulausbildung wirft unweigerlich Fragen auf, wie es so kommen konnte..ich will nichts kaschieren und verschweigen, aber auch nicht darauf herumreiten, weil es die Letzte Chance ist und ich diesen Beruf echt machen will. Wie soll ich mich bewerben? Im schreiben Klipp und Klar sagen, dass ich das Abi abgebrochen habe oder einfach darueber hinweggehen ?


Ich dank euch für eure Zeit und Aufmerksamkeit.

Franny aus dem Oderland :)

Romanum
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Beitrag von Romanum » 28.11.2011, 15:59

In der Schule fühl ich mit seitdem absolut fehl am Platz, ich habe Hemmungen, die psychisch begruendet sind. Vorm Beginn des 12. Schuljahres bin ich stationär in Behandlung gewesen, weil nichts mehr ging. Als ich raus war, dachte ich, das Abitur koenne jetzt gut kommen, ich fühl mich gut, nichts könne schiefgehen. Sind die Probleme so stark von deiner gegenwärtigen Schule abhängig? Die Ausbildung zum OP-Assistenten erfolgt ja auch in der Schule, wo es eventuell dieselben Probleme geben könnte, so lange diese nicht aufgearbeitet sind.

Im Anschreiben selbst müsstest du in erster Linie dein Interesse und deine Qualifikation für diesen Beruf aufzeigen. Die Bearbeiter der Bewerbung haben darüber hinaus bestimmt schon noch mehr verworrenere Schulkarrieren gesehen, daher solltest du dich nicht zu sehr darauf fokussieren, Formulierungen zur Umschreibung zu finden. Die gibt es nicht. Entweder man berücksichtigt solche Kandidaten wie dich (wovon ich stark ausgehe) oder nicht. Besondere Formulierungen ändern an der Grundhaltung der Bearbeiter nichts.

JobCoach79
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Beitrag von JobCoach79 » 30.11.2011, 08:08

Ich schließe mich meinem Vorschreiber an.
Du hast Deinen Realschulabschluss mit Quali und darauf beziehst Du Dich erst mal. Das heißt, Deine Taschen sind nicht leer.

Ich kenne selber jemanden, der am Abi gescheitert ist und heute die gleiche Ausbildung macht. Sie hat sich auch im Vorfeld verrückt gemacht, aber letztendlich hat es keinen interessiert.

Ich möchte aber unbedingt unterstreichen, was mein Vorschreiber geschrieben hat. Eine Ausbildung zur OP Assistentin ist überwiegend eine schulische. Es gibt zwar Schulen, die dann Blockunterricht anbieten, aber diesen Fakt musst Du unbedingt in Deine Entscheidungsfindung mit berücksichtigen.

Viel Erfolg.

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