Abbruch von Studium - Nun Bewerbung für Ausbildung

Hier besteht die Möglichkeit, über Anschreiben für die Ausbildung, für Praktika und für das Studium (Duales Studium, Universität, BA) mit anderen Mitgliedern zu diskutieren.
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Seneca
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Abbruch von Studium - Nun Bewerbung für Ausbildung

Beitrag von Seneca » 08.02.2012, 19:39

Hallo,

bin neu hier und auch komplett unerfahren im gesamten Gebiet: "Bewerbung", seht mir also den einen oder anderen Fehler nach :wink:

Zu meinem Problem:

Bin im Moment im Studiengang "Wirtschaftsmathematik" eingeschrieben. Ist leider nicht das, was ich mir vorgestellt habe, vor allem im mathematischen Bereich, bzw. war es schon letztes Jahr zum Wintersemester nicht mein Wunschstudium, nur leider war es die einzige Option, da meine Abiturnote (allgemeines Gymnasium) sehr mäßig ausgefallen ist (3,x).

Nun möchte ich das Studium abbrechen und mich für eine Ausbildung bewerben, die fangen ja grundsätzlich alle im August an?

In die Richtung "Wirschaftsbereich" würde ich mich weiterhin gerne orientieren (Bank, Versicherung, ...), nun stehe ich aber vor dem Problem der schlechten Noten.

Kurz zu meiner Person:
Ich bin 19 Jahre alt, war auf einem normalen Gymnasium und leider schon mein Leben lang sehr faul gewesen. Dementsprechend waren dann auch die Noten, anfangs war man einfach froh, es überhaupt geschafft zu haben, nur jetzt hat man sich einige Wege selbst verbaut ;)

Auch Praktikas oder soziales Engagement kann ich nicht vorweisen, außer ein 4 wöchiges "Projekt" in einer Förderschule innerhalb der Schulzeit. Habe dort auch den Unterricht geleitet.

Nun wollte ich euch fragen, wie ich meine Schwächen in Stärken umwandeln kann. Hilft da die Wahrheit?

Beispielsweise: Schlechte Noten, aufgrund Faulheit. Nun aber Einsicht, dass Wege verbaut wurden -> Stärkeres Engagement. Abbgebrochenes Studium aufgrund fehlender Praxis -> deshalb nun Ausbildung.

Funktioniert das? Oder landet man dann direkt im Papierkorb?

Hoffe, jemand kann mir helfen, weiß im Moment nicht so Recht weiter. :)

Romanum
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Beitrag von Romanum » 08.02.2012, 20:32

Meine persönliche Meinung: Gehe mal deiner Faulheit auf dem Grund. Wo liegen die Ursachen dafür? Es bringt nicht viel, sich von einem Abenteuer ins nächste zu stürzen. Erst mal solltest du dir klar werden, was du überhaupt willst. Vielleicht hilft dir eine Auszeit in Form eines FSJ, um reifer zu werden. Vielleicht liegen dir auch mehr praktische Tätigkeiten, wo es etwas weniger auf Theorie ankommt, aber man auch etwas mit den Händen machen kann.

Seneca
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Beitrag von Seneca » 08.02.2012, 20:39

Romanum hat geschrieben:Meine persönliche Meinung: Gehe mal deiner Faulheit auf dem Grund. Wo liegen die Ursachen dafür? Es bringt nicht viel, sich von einem Abenteuer ins nächste zu stürzen. Erst mal solltest du dir klar werden, was du überhaupt willst. Vielleicht hilft dir eine Auszeit in Form eines FSJ, um reifer zu werden. Vielleicht liegen dir auch mehr praktische Tätigkeiten, wo es etwas weniger auf Theorie ankommt, aber man auch etwas mit den Händen machen kann.
Danke für die erste Antwort.


Tja, wo liegen die Gründe meiner Faulheit? Schwierig, ist vielleicht auch mein Wesen. Allerdings kann ich mich motivieren, dann aber auch nur für Themen, die mich interessieren. Meine soziale Kompetenz zu steigern hatte ich auch schon überlegt, aber ist für mich auch nicht halbes und nichts ganzes. Ich hasse mich selbst für meine Unentschlossenheit.

Seneca
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Beitrag von Seneca » 09.02.2012, 19:56

Brauche dringend Hilfe beim Anschreiben.

Bin durch mein schlechts Abschneiden beim Abitur und durch meinen Studiumabbruch nicht in der besten Position.

Hilft da die >Wahrheit<?

Im Sinne von:

Meine bisherige Laufbahn spricht nicht unbedingt für eine motivierte Leistung, jedoch spüre ich nun, dass der Zeitpunkt gekommen ist, an dem ich mich ändern möchte.


Oder landet man direkt auf dem Müll dann?

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 09.02.2012, 22:15

Hmmmmmmmm... ich glaube, ich an Deiner Stelle würde zunächst einmal versuchen, möglichst treffende Worte für mein wirtschaftliches Interesse zu finden... und vielleicht auch für das, was ich zu diesem Thema schon weiss. Einfach platt geradeaus "Schwächen" zu "Stärken" zu erklären, halte für einen massiv überbewerteten Ansatz. Deine Noten sind erst einmal eine Tatsache. Die Frage wäre m. E., was es DANEBEN noch alles gibt!

Seneca
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Beitrag von Seneca » 09.02.2012, 23:06

Bewerbung um eine Ausbildungsstelle als x

Sehr geehrte …,

mit großem Interesse las ich Ihre Stellenausschreibung im …

Bereits während meiner Schullaufbahn, erarbeitete ich mir im Zuge des Informatikunterrichts umfassende EDV-Kenntnisse, in den Bereichen Word, Powerpoint und Excel. Durch zahlreiche, private Auslandsreisen vertiefte ich meine Sprachkenntnisse im Englischen.

Nach dem Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife am Gymnasium in x, entschied ich mich, meinen Interessen entsprechend, für ein Studium der Wirtschaftsmathematik an der Universität zu x.
Im ersten Semester meines Studiums behandelte ich bereits grundlegende Themenbereiche der allgemeinen Wirtschaft und Mathematik (hier müssen noch konkrete Themen hin).

Leider entsprach die rein theoretische Herangehensweise der Thematik nicht meinen Vorstellungen, da mir die praktische Umsetzung der erlernten Fähigkeiten fehlte.
Durch mein Engagement an einer Förderschule für soziale und emotionale Entwicklung (Schule x), wo ich den Unterricht projektorientiert begleitete, erlernte ich soziale Kompe-tenz (Formulierung?).

Ihre Stelle verbindet diese beiden essentiellen Bereiche „Theorie und Praxis“ optimal. Aus diesem Grunde möchte ich bei Ihnen für … bewerben. (Schlussatz muss noch geändert werden)


Kurz zu meiner Person: Sehr schwaches Abitur erworben (3,x), dann Studium, praktisch nur zum Zeitvertreib und jetzt wird eine Ausbildung gesucht. In aller Härte kann man es so ausdrücken.

Danke bereits im voraus!

Romanum
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Beitrag von Romanum » 10.02.2012, 15:52

Das ist eine Bewerbung für Bankkaufmann und Kaufmann für Versicherungen und Finanzen? Du musst aber daran denken, dass diese Berufe sehr vertriebsorientiert sind; jedem liegt es auch nicht, anderen Menschen etwas aufzuschwatzen, was sie nicht unbedingt benötigen. :wink:

Seneca
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Beitrag von Seneca » 10.02.2012, 18:11

Das ist eine Bewerbung für eine ... Ausbildung. In welche Richtung, die dann geht, dessen bin mir noch nicht ganz sicher :wink:


Ja, die 2-3 Sätze zur Motivation, warum man gerade in diesem Unternehmen arbeiten will, fehlen noch.

Seneca
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Beitrag von Seneca » 21.02.2012, 18:37

Okay, da ich jetzt hoffentlich die Zeit der Faulheit überwunden habe, stürze ich mich noch mit vollem Eifer in die Bewerbungen ;)


Was konkret kann oben verbessert werden? Will gerne meine ganze Lebensgeschichte da rein bringen, denn wenn es nur nach Noten geht, wird mich leider keiner nehmen.

Sollten solche Sätze noch voran gestellt werden (werde mich in mehreren Bereichen bewerben):

da ich meine Ausbildung gerne in einem innovativen und erfolgreichen Unternehmen absolvieren möchte, bewerbe ich mich bei Ihnen um einen Ausbildungsplatz zum Industriekaufmann. Für eine Ausbildung im Industriewesen habe ich mich entschieden, da mir der Umgang mit mathe-matischen und wirtschaftlichen Zusammenhängen viel Freude bereitet.



Würde mich sehr, sehr, sehr über Hilfe freuen :)

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 21.02.2012, 21:44

Die ganze Lebensgeschichte kommt nicht ins Anschreiben, dafür ist auch kaum ausreichend Platz. Es geht ja darum, sich interessant zu machen und die Eignung darzustellen, was man eventuell besser als andere Bewerber kann. Außerdem wollen auch nicht alle Bewerber, die eine bessere Note als du haben, auch diese Ausbildung. Es gibt wahrscheinlich Bewerber mit einer schlechteren Note.

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Beitrag von Seneca » 21.02.2012, 23:20

Knightley hat geschrieben:Die ganze Lebensgeschichte kommt nicht ins Anschreiben, dafür ist auch kaum ausreichend Platz. Es geht ja darum, sich interessant zu machen und die Eignung darzustellen, was man eventuell besser als andere Bewerber kann. Außerdem wollen auch nicht alle Bewerber, die eine bessere Note als du haben, auch diese Ausbildung. Es gibt wahrscheinlich Bewerber mit einer schlechteren Note.
Mag sein, kann dieser Argumentation trotzdem nicht ganz folgen.

Das mag vielleicht für Noten im 1er und 2er Bereich gelten, aber bei 3,x ist man sehr wahrscheinlich im letzten Notendrittel der Bewerbungen und dann muss man mit anderen Dingen punkten, sieht es auch da eher mau aus, was machen? ;)

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 21.02.2012, 23:23

Du SOLLST ja Deine "Lebensgeschichte" bringen... nur halt nicht im Anschreiben. Der Ort dafür nennt sich "Lebenslauf"... ;-)

Seneca
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Beitrag von Seneca » 22.02.2012, 13:29

FRAGEN hat geschrieben:Du SOLLST ja Deine "Lebensgeschichte" bringen... nur halt nicht im Anschreiben. Der Ort dafür nennt sich "Lebenslauf"... ;-)


Okay, dazu habe ich auch einen Thread auf zum Lebenslauf.


Nochmal zum Anschreiben: Was sollte man konkret weglassen? Direkt die ersten beiden Abschnitte?

Wie gesagt, vielleicht sehe ich das als einziger so, aber wird dann nicht jedes Anschreiben austauschbar? Das geheuchelte Interesse, die angeblich vorhandene "Motivation" und "Pünktlichkeit" und was weiß ich nicht noch alles ... Scheint ja auf Gottes Erden nur Mustermenschen zu geben ;)

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