Absage fuer duales Studium nach sicherer Zusage

Wie geht es weiter nach Absagen? Was kann daraus gelernt werden? Lass andere an deinen Erfahrungen teilhaben. Berichte über gute und schlechte Erfahrungen bei der Stellensuche.
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Rotstift
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Absage fuer duales Studium nach sicherer Zusage

Beitrag von Rotstift » 10.11.2012, 08:33

Hallo,
Die ueberschrift hoert sich sehr konfus an. - ist es auch.
Zur Geschichte:
Ich habe dieses Jahr mein Abitur gemacht und wollte im naechsten Jahr ein duales Studium beginnen. Um die Zeit zu uenerbruecken und um zu schauen, ob bwl/wing/wirtschafts-informatik das richtige fuer mich ist, habe ich praktika gemacht. Eines auch bei dem Unternehmen, bei dem ich mich afuer das duale studium beworben habe. Drangekommen bin ich durch einen der Geschaeftsfuehrer, den ich gut kenne.
Im praktikum habe ih anspruchsvolle aufgaben aufertragen bekommen und war verantwortlich fuer 1200 Personen. Natuerlich nicht auf fuhrungsebene, sondern in dem Sinne, dass ich bestimmte Aederungen und prozessoptimierungen bei diesen leuten durchfuehten sollte. Weiteres dazu ginge zu sehr ins detail. Ich habe eine sehr sehr gute Praktikumsbescheinigung bekommen und wurde auch zum assessmentcenter (ac) eingeladen. Ich kannte alle personaler persoenlich.
Ich kann mit recht sagen, dass meine aufgabenloesung im ac besser als der meiner mitbewerber war.

In meinem praktikum habe ich auch einen kleinen abstecher machen muessen zur personalabteilung und habe dort sogar die bewerbungen meiner mitewerber anschauen duerfen. Von den noten her war ich besser oder die gleichwertig.

Trotzdem bekam ich eine absage. Trotz meines vitamin b's, meines praktikums mit sehr guter rezession und trotz meines sehr guten ac's und trotz, dass ich die personaler persoenlich kannte und die mit vorher gesagt haben dass es zu 90% eine zusage werden wird.

Ich verstehe die welt nicht mehr warum die mich ghen lassen.
Zumal weil ich auch dem verbesserungsvorschlagswesen des unternehmens ein vorschlag eingereicht habe, der ca 50.000€ an betrieblichen kosteneinsparungen einbringt. Ich weis einfach nicht warum mir abgesagt wurde. Alles war perfekt!!

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barracuda
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Beitrag von barracuda » 10.11.2012, 09:34

Alles war Perfekt!

Ich denke mal, das war viel zu viel des Guten für den Anfang.

Verbesserungsvorschlag, Ersparnis, besser als die anderen......

Wer holt sich schon die Konkurrenz ins Haus?

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FRAGEN
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Re: Absage fuer duales Studium nach sicherer Zusage

Beitrag von FRAGEN » 10.11.2012, 09:57

Insbesondere, wenn noch derartige Konzentrationen an Vitamin B im Spiel sind:
Rotstift hat geschrieben:Drangekommen bin ich durch einen der Geschaeftsfuehrer, den ich gut kenne. [...] Ich kannte alle personaler persoenlich.
Gesamtpakete dieser Art machen niemals nur beliebt. Irgendjemandem (möglicherweise einem oder mehreren der anderen Geschäftsführer) wird die Aussicht nicht gepasst haben, in kurzer Zeit einen Lehrling auf "seiner" Arbeitsebene ein und ausgehen zu sehen... womöglich mit noch besseren Drähten als er selbst...

Rotstift
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Beitrag von Rotstift » 10.11.2012, 18:17

Vor allem habe ICH als Praktikant einer gerade neu eingestellten Führungskraft in der Leadmanagementabteilung eine wichtige und komplexe gesetzliche Neuerung, die mit meinem Praktikumsprojekt zusammenhingen, erläutert und erklärt. Die Führungskraft hat mir dazu einen Termin in meinen Kalender gesetzt und darum gebeten ihn zu "schulen". Dazu möchte ich sagen: Ich bin 19, die Führungskraft ca. 45 Jahre alt.

Tatsächlich könnte ich mir vorstellen, dass die beteiligten Personaler durchaus eine Konkurrenz sahen. Von dem Blickwinkel habe ich es noch garnicht betrachtet.

Wobei: Das Unternehmen hat ca. 5000 Mitarbeiter in der Industriebranche und:
Warum sollte man gute Nachwuchskräft einfach so gehen lassen? Besser günstig ausbilden als teuer einkaufen ?!

PPS: entschuldigung für die schlechte Rechtschreibung, aber mit 'nem iPhone schreiben ist unglaublich schwierig. Hab gerade keine andere Möglichkeit

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 10.11.2012, 19:15

Rotstift hat geschrieben:Warum sollte man gute Nachwuchskräft einfach so gehen lassen? Besser günstig ausbilden als teuer einkaufen ?!
Das wäre jetzt aus Sicht des Unternehmens gedacht... und man sollte natürlich annehmen, dass hochrangige Vorgesetzte dies auch tun. Aber letztendlich ist da die Selbstlosigkeits-/Selbstsuchtsquote nicht anders als in jeder anderen Bevölkerungsgruppe. Auf neun Leute, die ausschliesslich ihren eigenen Hintern sehen, kommt bestenfalls einer, der das nicht tut...

Ich kann mir gut denken, dass das ein rein atmosphärisches Ding ist: Man hat als relativ "wichtiger" Mensch nicht gerne "Unwichtige" um sich herum, nur weil die die richtigen Leute kennen... womöglich noch besser als man selbst. Das wäre doch der Manager-Alptraum überhaupt: Der kleine Lehrling mit der grossen Klappe auf dicke mit dem Rest des Managements... und man selbst daneben... ;-)

Rotstift
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Beitrag von Rotstift » 13.11.2012, 17:58

Das verhaeltnis zu den geschaeftsfuehreern wuerde ich jetzt allerdings nicht als sehr vertraut bezeichnen. Eher ein fluechtiges Kennen eines gf. Ueber entscheidungen wer eingestellt wird, entscheidet auchnicht die personalabteilung, sondern der vorsitzende der geschaeftsfuehrung

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