Absage, Grund herausfinden?

Wie geht es weiter nach Absagen? Was kann daraus gelernt werden? Lass andere an deinen Erfahrungen teilhaben. Berichte über gute und schlechte Erfahrungen bei der Stellensuche.
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Wahl-Hamburger
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Absage, Grund herausfinden?

Beitrag von Wahl-Hamburger » 13.07.2012, 23:04

Hallo zusammen,

ich bin wegen meiner letzten Absage ein bisschen gefrustet. Es war so, dass es am Anfang sehr gut lief. Die Firma hat mich schon vier Tage nach meiner Bewerbung eingeladen, war offenbar von meinen Unterlagen also einigermaßen überzeugt. Das Bewerbungsgespräch ist in meinen Augen auch recht gut gelaufen und ich habe fest damit gerechnet, in die zweite Runde zu kommen, sofern die Stelle nicht vorher besetzt ist. Stattdessen habe ich nur eine standartisierte Absage von einer Personalerin gekriegt, die zwar an dem Gespräch nicht teilgenommen hat, sich aber trotzdem für das "interessante Gespräch" bedankt.
Meine freundliche telefonische Nachfrage konnte man gar nicht schnell genug abwimmeln und Auskünfte gebe man grundsätzlich nicht. Dabei habe ich noch nichtmal konkret nach Gründen gefragt, weil mir bekannt ist, dass ein Arbeitgeber wegen der Gesetzgebung zur Antidiskriminierung sich schnell aufs Glatteis begeben kann, wenn er die Absage begründet. Ich finde das Ganze einigermaßen schäbig, nachdem sehr viel Zeit und Mühe draufgegangen ist für das Erstellen der Unterlagen, die Vorbereitung des Gesprächs und die Anreise und finde ein solches Verhalten auch als Reaktion auf die Gesetzgebung nicht gerechtfertigt. Mir fällt dazu nur das Unwort des Jahres 2004 ein: Humankapital.

laterne
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Re: Absage, Grund herausfinden?

Beitrag von laterne » 13.07.2012, 23:25

bekommst Du denn wenigstens die Fahrtkosten erstattet bzw. hast Du Dich überhaupt dannach erkundigt?

Wahl-Hamburger
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Beitrag von Wahl-Hamburger » 16.07.2012, 21:18

Ja, man hat mir schon vor dem Gespräch versichert, dass man mir die An- und Abreise in Form einer Bahnkarte zweiter Klasse bezahlt. Ich konnte gnädigerweise sogar noch die Personalerin kurz danach fragen, an wen ich den Brief mit den Zugtickets adressieren darf, obwohl sie mich schon abgewürgt und fast aufgelegt hatte.
So wie ich das bisher mitgekriegt habe, ist die Fahrtkostenerstattung ja auch gesetzlich vorgeschrieben und dementsprechend das mindeste. Trotzdem bin ich mit dieser Angelegenheit immer noch sehr unzufrieden und finde es wirklich unglaublich, dass es anscheinend bei den meisten Unternehmen üblich ist.

laterne
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Beitrag von laterne » 16.07.2012, 21:36

Wahl-Hamburger hat geschrieben:Ja, man hat mir schon vor dem Gespräch versichert, dass man mir die An- und Abreise in Form einer Bahnkarte zweiter Klasse bezahlt. Ich konnte gnädigerweise sogar noch die Personalerin kurz danach fragen, an wen ich den Brief mit den Zugtickets adressieren darf, obwohl sie mich schon abgewürgt und fast aufgelegt hatte.
So wie ich das bisher mitgekriegt habe, ist die Fahrtkostenerstattung ja auch gesetzlich vorgeschrieben und dementsprechend das mindeste. Trotzdem bin ich mit dieser Angelegenheit immer noch sehr unzufrieden und finde es wirklich unglaublich, dass es anscheinend bei den meisten Unternehmen üblich ist.

Richtig!Die Erstattung von Fahrtkosten ist im BGB geregelt.Es gibt hier eine Pauschale pro km, die erstattet werden muss!

Hierauf sollte man unbedingt bestehen aufgrund der vielen FAKEStellenanzeigen!
Sofern man sich bei einer solchen beworben hat, bekommt man wenigstens die entstandenen Anfahrtskosten erstattet bzw. kann man schon sicher sein, dass man als Bewerber auf eine solche FAKEStellenanzeige gestossen ist, wenn der Urheber der Stellenanzeige die Fahrtkosten nicht erstatten will!

Ich hoffe die Zusammenhänge und dahinterliegenden Betrügereien/Einschüchterungsversuche sind deutlich geworden!!!

:wink:

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