Absage nach Vorstellungsgespräch, weiterhin interessiert

Fragen zum Vorstellungsgespräch: Welche Kleidung ist am besten? Welche Vorbereitung ist nötig? Welche Fangfragen werden gestellt? Wie bekomme ich meine Aufregung in Griff?
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Marleen
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Absage nach Vorstellungsgespräch, weiterhin interessiert

Beitrag von Marleen » 29.06.2015, 20:15

Ich habe mich initiativ bei einem Unternehmen beworben, bei dem ich wirklich gern arbeiten würde. Meine Bewerbung wurde innerhalb von 10 Tagen mit der Einladung zu einem Vorstellungsgespräch beantwortet. Beim Gespräch ging es dann zu meiner Überraschung aber um eine konkrete und derzeit auch ausgeschriebene Stelle in einem ähnlichen Bereich, für den ich mich jedoch nicht als so qualifiziert empfinde. Meine Schwerpunkte sind einfach andere, ich hatte diese in der Bewerbung auch klar dargelegt.

Es kam 2 Tage nach dem Gespräch eine Absage. Das Gespräch war "trotz allem" wirklich toll verlaufen, und ich habe in vielerlei Hinsicht mich in dem Eindruck bestätigt gesehen, dass es einfach passen würde mit mir und der Firma.
Die Absage überraschte mich jetzt nicht wirklich, da es halt um eine konkrete Position ging, für die mir eifach bestimmte Qualifikationen fehlen. Es hieß in der Absage auch, dass ich eine Reihe von Fertigkeiten hätte blabla, jedoch hätten einige spezielle Anforderungen, die zusätzlich zu berücksichtigen waren, die Entscheidung bestimmt.
Weiterhin heiß es dann noch, und das ist mir jetzt vollkommen neu: Man sei weiterhin "sehr an meiner Person interessiert" und möchte meine Unterlagen behalten, um mich "möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt für eine entsprechende Position berücksichtigen zu können".
Sie würden sich dann wieder mit mir in Verbindung setzen und wünschen mir bis dahin alles Gute.
Das klingt erstmal ganz gut für mich und als wäre da vielleicht doch mal was möglich. Und wie gesagt, ich hatte selber ein gutes Gefühl nach dem Gespräch. (Aber Personaler sind bei ja auch Profis darin, einem genau dieses Gefühl zu vermitteln ;-))

Da ich mit dem Prozedere um Initiativbewerbungen noch nicht so viel Erfahrung habe, muss ich mal fragen: Sind das nur wieder leere Floskeln, die alle Initiativbewerber zu hören kriegen, und die man sich für notfalls ja mal warmhalten kann, oder kann ich davon ausgehen, dass da wirklich ein Interesse besteht und einfach nur derzeit/kurzfristig keine für mich passende Stelle frei ist?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 30.06.2015, 08:09

Sagen wir mal so: Es wäre jetzt das Falsche, dich auf die Aussagen zu verlassen und darauf zu warten, dass in dem Unternehmen eine Stelle frei wird, die man dir anbieten kann. Das kann nämlich 3 Wochen aber auch 3 Jahre dauern. Du kannst dich aber bei dem Unternehmen immer mal wieder in Erinnerung bringen. Bewerben solltest du dich auf jeden Fall aber auch anderswo.

Marleen
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Beitrag von Marleen » 30.06.2015, 09:19

TheGuide hat geschrieben:Bewerben solltest du dich auf jeden Fall aber auch anderswo.
Na das sowieso ;-)
Ich fragte mich nur, wie ernst generell die Aussage gemeint sein könnte, dass sie "sehr an meiner Person interessiert" seien. Das klingt ja erstmal besser als das ewige "nehmen Sie es nicht persönlich, sie sind nicht schlecht, aber andere sind besser", das man aus den geläufigen Absagefloskeln herauslesen kann.

Ich hoffe einfach, dass das nicht nur reine Höflichkeit und Warmhalten ist.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 30.06.2015, 10:22

Ich würde das "sehr" gedanklich einfach streichen, dann kommt es eher hin. Bei "sehr interessiert" würde der AG jetzt nämlich selbst aktiv werden, um mögliche Perspektiven auszuloten, denn der AG muss ja davon ausgehen, dass eine gute Fachkraft nicht ewig frei sein wird.

Ggf. kannst du dem AG eine Rückantwort mit deinen positiven Eindrücken schreiben, so dass du selbst positiv in Erinnerung bleibst. Zudem könntest du in drei bis sechs Monaten noch einmal selbst mit einer erneuten Kontaktaufnahme aktiv werden, falls du bis dahin nichts gefunden hast und der AG sich auch noch nicht gemeldet hat.

Hier findest du ein paar Tipps zum weiteren Vorgehen nach einer Absage: https://www.bewerbung-forum.de/vorstellu ... raech.html

Holger
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Beitrag von Holger » 30.06.2015, 19:36

Hi,
würde der AG jetzt nämlich selbst aktiv werden, um mögliche Perspektiven auszuloten, denn der AG muss ja davon ausgehen, dass eine gute Fachkraft nicht ewig frei sein wird.
genau so ist es

ob diese hoffnungschürende Antwort aufgrund einer Initiativbewerbung oder einer ganz normale Bewerbung kommt, ist dabei ziemlich egal.

freue dich ein wenig drüber und behalte es (vielleicht) im Hinterkopf :)
zum "Pokern" geeignet, ob du eine Stelle in diesem WunschUnternehmen bekommst oder eine andere Stelle bei der du schon weitere Fortschritte (engere Auswahl, VG) machtest, ist es nicht.

Wespe02
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Erneute Bewerbung nach Absage nach Vorstellungsgespräch

Beitrag von Wespe02 » 08.07.2016, 21:11

Hallo zusammen!

Ich brauche Eure Hilfe bei einem erneuten Anschreiben bei einer Firma, bei der ich Anfang letzten Jahres zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, ich aber schlussendlich den Job nicht erhalten habe...

Die Stelle ähnelt sich.

Kurz noch dazu: Ich hatte nach dem Vorstellungsgespräch nachgefragt, warum es nicht geklappt habe. Daraufhin habe ich eine sehr nette Mail erhalten, in der mir auch mitgeteilt wurde, dass ich einen guten Eindruck hinterlassen konnte, jedoch hatten andere Bewerber mehr Erkenntnisse.

Diese fehlenden Kenntnisse versuche ich mir aktuell durch ein Fernstudium anzueignen.

Hat jemand eine Idee oder einen Tipp, ob und wie ich das in ein Anschreiben verpacke?

VIelen Dank!

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 08.07.2016, 22:17

Stell doch mal Dein Anschreiben ein, so wie Du es gerade schreiben würdest. Und dann können wir darüber diskutieren.

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FRAGEN
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Re: Erneute Bewerbung nach Absage nach Vorstellungsgespräch

Beitrag von FRAGEN » 09.07.2016, 08:04

Wespe02 hat geschrieben:Diese fehlenden Kenntnisse versuche ich mir aktuell durch ein Fernstudium anzueignen.

Hat jemand eine Idee oder einen Tipp, ob und wie ich das in ein Anschreiben verpacke?
Grundsätzlich wäre das wohl der natürliche Aufhänger dieser Bewerbung: Euer damaliges Gespräch und dieses Fernstudium (und das, was Du dabei lernst) gewissermassen als Reaktion darauf. Für alle weitergehenden Überlegungen braucht es hier wohl wirklich den bisherigen Anschreibenstext...

YaminFFM
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Nach Absage einer Einladung doch Interesse - wie vorgehen?

Beitrag von YaminFFM » 25.07.2017, 18:45

Keine Ahnung warum der Titel nicht angezeigt wird, aber hier mal meine Frage:

Hallo,

ich hatte mich für 2 Stellen beworben. Für beide wurde ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen.

Das Ding ist: Ich hatte mich für eine Logistik-Werkstudenten vor 3 Monaten beworben. Vor 2 Wochen kam dann der Rückruf, ob ich den nicht Bock hätte, in der Rechnungsprüfung zu arbeiten. Ich habe natürlich zugsagt da ich sowieso in der Rechnungsprüfung arbeiten wollte aber ich erst mal Erfahrung in der Logistik-Abteilung sammeln wollte. Naja, dann kam die Email mit der Einladung und es war dann wieder ne Logistik-Stelle.
Das war mir dann nicht so koscher und ich habe das Vorstellungsgespräch abgesagt, da ich keinen guten Eindruck vom Unternehmen hatte.
Ich bereue das aber ein wenig... ich bin noch in der Klausurenphase(habe ziemlich viel Stress) und hab mir das nicht so gut durch den Kopf gehen lassen. Ich habe einfach auf mein Bauchgefühl gehört(manchmal ist es am besten mMn)

was soll ich nun tun bzw. wie soll ich Anfragen, ob sie denn noch interesse an mir haben?

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 25.07.2017, 20:12

Also:
- Du hast Dich beim gleichen Unternehmen auf zwei Stellen beworben,
- dann mündlich die Stelle angeboten bekommen, die Du favorisiert hattest,
- die Mail-Einladung war dann für die B-Wahl und darum hast Du die Stelle abgelehnt, seh' ich das richtig?

YaminFFM
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Beitrag von YaminFFM » 26.07.2017, 12:05

Ne:
Beworben in 2 unterschiedlichen Unternehmen

Unternehmen A war das Logistik-Unternehmen, in der ich mich vor 3 Monaten dort beworben hatte, vor 2 Wochen der Anruf kam, ob ich nicht Bock hätte in der Rechnungsprüfung zu arbeiten. Dann kam die Einladung zum Vorstellungsgespräch und es hieß plötzlich wieder Logisitik. Hier habe ich abgesagt

Unternehmen B ist eher ein Callcenter Job(was mit Marketing, Events-Organisieren und sowas). Hier habe ich ne Zusage, aber sage hier ab.

Unternehmen A hatte ich letzte Woche Mittwoch bereits abgesagt.. denkt ihr es ist besser per Mail oder per Telefon nochmal zu fragen ob die Stelle noch frei wäre?

Skydriver12
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Erneutes Gespraech mit Unternehmen nach Absage vor 1 Jahr

Beitrag von Skydriver12 » 01.08.2017, 16:23

Hallo zusammen,

ich habe morgen ein Vorstellungsgespräch in einem Unternehmen welchem ich vor ca. einem Jahr selbst absagte da zu dieser Zeit eine andere Zusage eintraf und diese Firma näher an meinem Wohnort war.

Nun ist diese Firma (wo ich momentan bin) eine einzigartige Katastrophe was Organisation, Betriebsklima und Gehalt angeht. Ich bereue meine Entscheidung von damals zutiefst und bewarb mich nochmal bei dem Unternehmen welchem ich damals absagte. Ich muss dazu sagen, dass ich damals bereits einen Termin zur Vertragsunterzeichnung hatte und in letzter Sekunde absprang. Da ich nun tatsächlich nochmal eine Einladung bekam sehe ich meine Chancen nicht ganz so schlecht oder sehe ich das falsch? :?
Nunja ich weiß nicht was morgen auf mich zukommt. Die Frage warum ich damals absagte und nun doch "angekrochen" komme wird zu hundertprozent kommen. Nach dem Motto: "Wissen Sie eigentlich was Sie wollen?" Was soll ich darauf antworten? Dem Gefühl nach die Wahrheit aber man soll sich ja auch nicht rechtfertigen und sich in etwas verstricken finde ich. Was meint ihr dazu?

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 01.08.2017, 16:37

Ich finde es nicht verkehrt zu sagen, dass Du gemerkt hast, wieviel Dir an guter Organisation liegt, damit Du Deine Arbeit gut machen kannst. Kontinuierliche Improvisation führt zu erheblichen Schwankungen in der Perfomance. Das lehrt die Erfahrung, aus Büchern lernt man das nicht...

Über das Betriebsklima und das Wörtchen Gehalt als solches würde ich nicht sprechen, das könnte man auch anders auslegen, als Du es meinst.

Aber Du könntest darüber sprechen, dass Du gerne mehr Verantwortung übernehmen möchtest, als das jetzt der Fall ist. Um das Unternehmen nach vorne zu bringen, oder so...

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 01.08.2017, 17:08

Du hast dich halt damals von der Wohnortnähe von Unternehmen A blenden lassen, aber gemerkt, dass du in Unternehmen B eigentlich viel lieber arbeiten möchtest. Dann nennst du Vorteile von B ohne A schlecht zu machen.

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