Absage: Überqualifiziert

Wie geht es weiter nach Absagen? Was kann daraus gelernt werden? Lass andere an deinen Erfahrungen teilhaben. Berichte über gute und schlechte Erfahrungen bei der Stellensuche.
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plitschplatsch
Beiträge: 1
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Absage: Überqualifiziert

Beitrag von plitschplatsch » 18.02.2009, 16:34

Hallo

Heute habe ich eine schriftliche Absage (Mail) erhalten mit der Begründung: "leicht" überqualifiziert.
Die Stelle interessiert mich nach wie vor und ich würde gerne nachfassen.

Wer hat mir Tipps, wie ich schlagfertig aber höflich kommuniziere, dass ich trotz höheren Weiterbildungen an GENAU dieser Arbeit interessiert bin. Zu Lohngesprächen ist es noch nicht gekommen und ich bin da sehr flexibel. Es handelt sich um einen Teilzeit-Job.
Beispiele??? Danke!

Stella.2802
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Registriert: 11.08.2008, 14:08

Beitrag von Stella.2802 » 18.02.2009, 18:39

Hi!

Aus meiner Erfahrung würde ich Dir sagen, dass Deine Chancen schlecht stehen - wenn Du überqualifiziert bist bleibst Du das auch dann, wenn Du Sturheit zeigst. Sorry.

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dannchen
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Registriert: 12.02.2009, 20:54

Beitrag von dannchen » 09.03.2009, 18:49

Das ist schwierig.
mein onkel hat biologier studiert und mit magma cum laude abgeschlossen, aber indem berufszweig keine arbeit gefunden und musste sich umbilden.... leider ist seine fima pleite und er hat seinen job verloren. jetzt sucht er seit 0 (!) jahren ine arbeit, und hat sich bei ferrero als saisonarbeiter bewoben, einfach, weil er wieder arbeiten will und geld verdienen möchte.

er wurde abgelehnt, aufgrund überqualifiziertheit!

da frage ich mich: ist das gerecht? wenn jemand arbeiten möchte, auch wenns arbeit ist, die evt unter seiner würde ist, sollt er daran doch nich gehindert werden,oder...?

ich habe auch schon eine absage erhalten inder stand ih wäre überqualifiziert.. sie üwürden nur einen sehr guten realabschluss erwarte, und ich würde ja ein durchschnittliches abi machen.... überualifiziert! der unterschied zwischen einem sehr gutem realabschluss und einem durchschnittlichen abi ist ja auch sooo gravierend....

aber nagut ich hab mich damit abgefunden, was die leute wollen, das wollen sie halt.. aber ungerecht ist es doch.

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ice_and_fire
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Beitrag von ice_and_fire » 04.04.2009, 08:39

Eigentlich lasse ich ja von alten Threads die Finger weg; da dieser hier aber noch keine 4 Wochen alt ist und mir in dem Thread selbst was fehlt mach ich mal ne Ausnahme.

Ich versuche gerne immer auch auf die Sichtweise der Unternehmer hinzuweisen. Es sieht doch so aus.
Die Anforderungen hat man sich nicht einfach in einem Brainstorming einfallen lassen. Da sind sicherlich einige Experten einige Zeit lang zusammengesessen und haben beratschlagt warum man hier jemanden mit Realschulabschluss will und nicht jemanden mit Abi.

Jetzt kommen von beiden Personengruppe Bewerbungen. Beide sind eigentlich gut qualifiziert. Nur muss ich doch jetzt die Angst haben, dass ich mit meiner Stelle den Realschüler fordern kann, den Gymnasiast aber nicht. Und wir alle wissen ja was passiert, wenn man im Arbeitsleben nicht gefordert wird ... :-(

Im "Beamtentum" ist das sogar noch schlimmer. Da wird z.B. auf die ein oder andere Stelle ein Akademiker (FH) gesucht. Einen Uni-Absolventen MÜSSEN die zurückweisen, selbst wenn sie ihn selbst gern hätten.

Ich finde das auch gar nicht so schlimm und von einem Unternehmen sogar gut wenn man zu den Kritierien steht die man zuvor vereinbart hat. Würde man -was es auch gibt- immer die Abiturienten nehmen (obwohl überqualifiziert) würde man sich wie gesagt selbst ins Bein schießen ... unangenehmer Nebeneffekt könnte nun allerdings werden, dass die Qualität der Schulabschlüsse abnimmt weil in Zukunft jeder Depp (sorry) versucht Abi zu machen und auch noch irgendwie durchgewunken wird (sonst hat der ne statistische Wahrscheinlichkeit von X% Arbeitslos zu werden)
Kann sich eigentlich noch jemand an die Zeit erinnern, da man bei gerechter Berufswahl und sehr gutem Quali ziemlich schnell ne Ausbildungsstelle gefunden hat? :wink:

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