absage und ich bin total niedergeschlagen

Wie geht es weiter nach Absagen? Was kann daraus gelernt werden? Lass andere an deinen Erfahrungen teilhaben. Berichte über gute und schlechte Erfahrungen bei der Stellensuche.
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amoe
Beiträge: 1
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absage und ich bin total niedergeschlagen

Beitrag von amoe » 05.03.2008, 12:36

Hallo Forum,

Ich bin das erste Mal hier im Forum und sehe wievielen es so geht und irgendwie ist es tröstlich aber andererseits auch sehr traurig zu sehen.

Ich bin seit 4 Monaten ohne Arbeit und mache zur Zeit eine Weiterbildung welche bis Ende Juni diesen Jahres geht.
In diesen 4 Monaten habe ich aber auch viele Bewerbungen geschrieben und auch 1 Vorstellungsgespräch gehabt und 2 Probetage.

Leider muss ich noch ein wenig warten bis ich definitive Antworten erhalte weil die Bewerbungen noch bis Ende März in den Unternehmen laufen.

Doch letzte Woche hatte ich einen Probetag wo man sich eigentlich am Montag, also vorgestern, bei mir melden wollte.
Nun ja, das habe ich vorhin kurzerhand übernommen und war doch sehr erstaunt und auch traurig über das was man mir am Telefon sagte.

Es ist so das ich für die Stelle eine Fahrzeit von 1 1/2 Std./ eine Wegstrecke habe, welche ich aber gerne in Kauf nehme, weil ich flexibel bin und wenn es eine Stelle ist die mich interessiert und mir Spass macht dann mache ich das doch sowieso...
Zudem wollen die Firmen doch auch Flexibilität oder nicht? Wer hat denn schon die Arbeit direkt vor der Haustür heutzutage?

Man sagte mir das ich die Stelle wahrscheinlich nicht bekomme weil eine Mitbewerberin wohl aus der Nähe ist und ich ja solange fahren muss und wie es wohl aussieht wenn mal die Bahn streikt, dann würde es schon schlecht aussehen.

Aber ich habe doch letzte Woche auch gehört von der Vorgesetzen das ich gut bin sowohl im qualifizierten als auch im menschlichen Bereich, sprich ich kam auf anhieb mit den Leuten zurecht und der Nasenfaktor passte zumindest für mich.


Ich bin am Boden zerstört weil es für mich absolut kein Grund ist sich gegen jemanden zu entscheiden der sonst alle Kriterien erfüllt um erfolgreich am Erfolg für das Unternehmen beizutragen.
ich stehe kurz davor mich ernsthaft zu fragen ob ich doch nicht so gut bin wie ich es von meinen Mitmenschen höre und ich mir ernsthaft Gedanken machen muss was ich nicht richtig mache oder was ich machen muss um es richtig und erfolgreich endlich zu arbeit zu bringen... :(

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 05.03.2008, 19:42

Das mit der Bahn war wirklich nicht so ein guter Grund vom Unternehmen.

Aber du musst auch bedenken, dass sich auf eine Stelle immer sehr viele Bewerber bewerben, die grundsätzlich die Anforderungen erfüllen. Dann kommt es leider auf die Kleinigkeiten an...

Viel Erfolg wünsche ich dir, damit es bald mit einer neuen Stelle klappt und du nicht mehr so lange auf heißen Kohlen sitzen musst. :)

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Marlenchen
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Beitrag von Marlenchen » 06.03.2008, 03:02

Vielleicht könntest du auch noch anfragen, ob die weitere Stellen kurzfristig zu besetzen haben und dass du weiterhin an einer Mitarbeit interessiert bist.

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Tina_Barlow
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Beitrag von Tina_Barlow » 26.05.2008, 11:13

Ich kann dich nur zu gut verstehen. Ich selber suche seit 3 Jahren eine Ausbildungsstelle. Und ich habe schon 3 dicke Ordner mit Absagen. :cry:

Teilweise habe ich echt schon gedacht, dass ich damit aufhören sollte, Bewerbungen zu schreiben und richtig arbeiten zu gehen. Denn umso älter man wird, umso schwerer wird es eine Stelle zu bekommen.

Und das frustrierendste ist, dass ich meinem Bruder die Bewerbung geschrieben habe und was war? Er ist nun in der Ausbildung zum Industriekaufmann und das bald im 2. Lehrjahr. :x

Ohne Worte, echt! :(

Tina

Servaz
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@amoe

Beitrag von Servaz » 13.06.2008, 10:51

Diesbezüglich kann ich Dir nur einen Vorschlag machen.
Bei meinem Sohn war der Fahrtweg auch so lange. Kombi aus Zug und U-Bahn. Er hat die Woche Praktikum zwar durchgezogen, aber jeden Tag um 4:15 aufzustehen, da war er echt platt.
Aber es gibt die Möglichkeit des betreuten Jugendwohnens. Die Preise sind hoch, aber es gibt einen guten Zuschuss.
Diese Möglichkeit finde ich eigentlich echt gut, man ist zwar sein eigener Herr, aber es ist doch jemand für einen da wenn man jemanden braucht. Um so lästige Dinge wie Einkaufen und Kochen muss man sich auch nicht kümmern, da diese Mahlzeiten gemeinsam eingenommen werden.
Beim letzten Bewerbungsgespräch hat mein Sohn gesagt, er führe in der Probezeit mit dem Zug, danach, oder wenn es ihm zuviel wird, würde er in ein betreutes Jugendwohnen z.B. "Name eines Hauses in der Nähe" gehen.
Woraufhin die Personalreferentin meinte, dass er sich sehr gut informiert hätte, somit war das "Anfahrts-Thema" vom Tisch.

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Internetlady
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Beitrag von Internetlady » 22.07.2008, 15:12

Man muss sich ach klar sein das KAUM ein Arbeitgeber einem die wahren Gründe nennen wird, warum man nicht genommen wird.. der Bahn Grund ist jedenfalls Klagesicher.. man denke nur an das Gleichstellungsgesetzt.. danach kann man fast gegen jeden Grund klagen und manchmal ist es so das der andere Bewerber braune Haare hat und man selber Blonde aber der Chef braune lieber mag.. .. und DAS kommt nicht mal SO selten vor (ich hatte häufiger mit Leuten zu tun die Personalentscheidungen treffen da geht es selten nur Fachlich zu)

Und 1 – 2 Stunden Fahrzeit haben heutzutage so viele
(ich wohl auch in Zukunft…)
Den meisten Arbeitgebern ist DAS völlig egal weil man es als Arbeitnehmer selber entscheiden muss…

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