Absagen und nur noch gefrustet...

Wie geht es weiter nach Absagen? Was kann daraus gelernt werden? Lass andere an deinen Erfahrungen teilhaben. Berichte über gute und schlechte Erfahrungen bei der Stellensuche.
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Glücksstern
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Absagen und nur noch gefrustet...

Beitrag von Glücksstern » 19.02.2014, 18:49

Hallo ihr,

vielleicht habt ihr ein paar Denkanstöße und Möglichkeiten, damit ich irgendwie "vorwärts" komme. Da ich, weibl. (47) mit kaufm. Ausbildung und Berufserfahrung in den verschiedensten Firmen aufweisen kann und leider eine 10-jährige Lücke im Lebenslauf (Kindererziehung, Pflege Angehöriger) habe, denke ich, dass das genau der Grund meiner Absagen sein muss :(

Im Jobcenter bin ich gemeldet, beziehe aber keine Leistung, weil ich verheiratet bin. Dennoch ist bei uns die finanzielle Lage "angespannt" und mein 400 Euro Job hilft da nicht viel weiter. Es ist also mehr als notwendig, dass ein "neuer Job" her muss. Mein Berater von der Arge hatte mir ein sog. Auffrischungskurs versprochen, damit die Chancen auf dem Arbeitsmarkt bei mir steigen...

Ich musste zu einem "Psychologentest", den ich dann auch wahrgenommen und bestanden habe. Anscheinend soll das wohl üblich sein, wenn man länger nicht in einem festen Arbeitsverhältnis gestanden hat. Jedenfalls wollte sich, lt. Psychologe, mein Berater bei mir melden....
Nach ca. 8 Wochen bekam ich dann auch Bescheid, dass er die Auswertung erhalten hat und ich nun endlich den verprochenen "Kurs" bekomme....

Auf diesen Kurs warte ich heute noch! Bei meiner Recherche im Netz, las ich über diese sog. "Auffrischungskurse" nicht wirklich positives, so dass meine Motivation dahingehend etwas gesunken ist, so einen Kurs zu absolvieren. Was meine eigentliche Bewerbungsmotivation aber keinesfalls schmälert und geschmälert hat. Ich dachte mir, dass muss doch auch ohne Kurs zu machen sein und hab viele Hunderte Bewerbungen geschrieben und bekomme nur wenige Vorstellungsgespräche aber umso mehr Absagen.

Habe früher nie Probleme gehabt einen neuen Job zu finden. Ich bekam schnell Anworten, immer Vorstellungsgespräche und konnte mir die Stellen aussuchen :D
Aber das ist alles Schnee von gestern und ich frage mich, bzw. euch was ich machen kann?

Es grüßt euch der Glücksstern

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TheGuide
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Re: Absagen und nur noch gefrustet...

Beitrag von TheGuide » 19.02.2014, 20:19

Glücksstern hat geschrieben:...und leider eine 10-jährige Lücke im Lebenslauf (Kindererziehung, Pflege Angehöriger) habe
Hast du das auch als Lücke im LL aufgeführt oder erwähnst du due Kindererziehung respektive die Pflegezeiten?!
Nach ca. 8 Wochen bekam ich dann auch Bescheid, dass er die Auswertung erhalten hat und ich nun endlich den verprochenen "Kurs" bekomme....

Auf diesen Kurs warte ich heute noch!
Man muss die Leute auch manchmal nerven.

Was die Bewerbung angeht, so stell doch mal eine ein, dass wir auf etwaige Mängel schauen können.

schattenmann
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Beitrag von schattenmann » 20.02.2014, 13:56

Bezüglich Amt kann ich dir sagen:
da musst du denen Druck machen.

Kein schlechtes Gewissen haben weil die ja so viel zu tun haben. Wenn du einer Verpflichtung nachkommen sollst, machen's ja auch sofort Druck...

Die Lücke würde ich knallhart als solche im Lebenslauf aufführen. Mit Daten.

Denn es ist streng genommen gar keine Lücke:
(Kindererziehung, Pflege Angehöriger)
... wie es auf Neusprech heisst, warst du Familienmanagerin verantwortlich für Nachwuchsförderung und Budgetverwaltung, sowie als Fachkraft in der Reinigung und Pflege tätig ;)

Aber das mit den Absagen usw... Ja, das hat in den letzten 10 Jahren massiv gelitten. Weist ja: wir haben Fachkräftemangel, und komeptentes Personal in den HR-Abteilungen ist absolute Mangelware ;)

(versuch dich nicht all zu sehr runterziehen zu lassen, und betrachte gewisse Dinge ruhig etwas mit Galgenhumor... Und versuch ne Art Ausgleich zu finden, bsp. spazieren gehen, etc... Sonst zerfrisst dich der ganze Bewerbungsprozess irgendwann...)

Glücksstern
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Beitrag von Glücksstern » 25.02.2014, 12:36

Hallo ihr,

vielen lieben Dank für eure Antworten :D

@schattenmann

"wie es auf Neusprech heisst, warst du Familienmanagerin verantwortlich für Nachwuchsförderung und Budgetverwaltung, sowie als Fachkraft in der Reinigung und Pflege tätig"

Haha, ja da hast du recht :D aber erzähl das mal den Firmen :roll:

@theguide

"Was die Bewerbung angeht, so stell doch mal eine ein, dass wir auf etwaige Mängel schauen können."

Kann ich gerne machen, aber dann lieber als Privat Nachricht, als öffentlich im Forum :wink:


So verstanden zu werden, fühlt man sich doch gleich wieder etwas besser und motivierter :D

Ich möchte mich ganz aktuell auf eine freie Stelle bewerben, die sozusagen als Bürokraft/Empfangskraft in einer Arztpraxis ausgeschrieben ist. Nun ist es so, dass ich durchaus medizinische "Erfahrungen" habe (ich weiss sehr viele Fachbegriffe, kenne die jeweiligen medizinischen Bezeichnungen der einzelnen Fachrichtungen und würde sehr gerne im medizinischen Bereich (z.B. als Empfangskraft) arbeiten.

Einen Nachweis darüber gibt es insofern nicht, da ich eben medizinisch sehr interessiert bin und eben keine medizinische Fachausbildung habe.

Wie formuliere ich das dann in einer Bewerbung? :?

"medizinisch sehr interessiert" kann ja auch dann gerne falsch ausgelegt werden, weil man eben diesen Job einfach möchte - wisst ihr was ich meine?

Vielleicht habt ihr da ja ein paar Tipps auf Lager :D

Grüße vom Glücksstern

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 25.02.2014, 12:47

Glücksstern hat geschrieben:@schattenmann

"wie es auf Neusprech heisst, warst du Familienmanagerin verantwortlich für Nachwuchsförderung und Budgetverwaltung, sowie als Fachkraft in der Reinigung und Pflege tätig"

Haha, ja da hast du recht :D aber erzähl das mal den Firmen :roll:
Schattenmann wollte damit sagen, dass du das ähnlich in deinen Bewerbungen formulieren sollst.

Einen Nachweis darüber gibt es insofern nicht, da ich eben medizinisch sehr interessiert bin und eben keine medizinische Fachausbildung habe.

Wie formuliere ich das dann in einer Bewerbung? :?
Du hast doch in der Pflege von Angehörigen gearbeitet. Bring das ein:
"Sehr geehrte/r X,

aufgrund der Pflege {meiner Eltern} konnte ich mir in den letzten X Jahren einiges an Know-how in diesem Bereich aneignen, welches ich, ausgebildete Y, nun gerne als Büro- und Empfangskraft in Ihrer Praxis einsetzen möchte.
"

schattenmann
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Beitrag von schattenmann » 26.02.2014, 19:07

Wollte schattenmann das?
Ja, wollte er ;)

Ungelogen Glücksstern:
schreib rein (die Erklärung nat. etwas angepasst):

0x bis 1x Familienmanagerin.
Verantwortlich für Budget- und Haushaltsplanung, Kindererziehung, Pflege Angehöriger, usw.

Wenn du's auf die Spitze treiben willst (um den Personalern mal ihre eigene Medizin zu verabreichen), lass dir von Opa/Oma (oder wen du gepflegt hast) dies bestätigen (so möglich), und deinen Mann ein Arbeitszeugnis ausstellen.

(jene Bestätigungen dann aber nur im Vorstellungsgespräch einreichen, wenn einer fragt was man als Familienmanagerin so macht)

Das ist NICHS wofür man sich schämen braucht!
Steh dazu - und du trittst selbstbewusster auf, was dir nur nützen wird :)

Glücksstern
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Beitrag von Glücksstern » 12.03.2014, 11:19

Hallo ihr Lieben,

wollte mich einmal zurückmelden :D

erstmal nochmal vielen Dank für eure Antworten und den tollen Tipps :)

Gestern hatte ich ein Vorstellungsgespräch, welches nicht hätte besser laufen können :D

Ein tolles Stellenangebot in meinem "Ursprungsberuf" und ein sehr kleines, aber feines Familienunternehmen. Ein sehr netter Chef und ich denke, auf beiden Seiten Sympathien :D

Es wurde über den Arbeitsablauf gesprochen, die Arbeitszeiten die individuell gestaltet werden können und welche Gehaltsvorstellungen ich habe. Alles in allem super angenehm und wenn alles klappt, wäre die Stelle schon zum 1.4. zu besetzen :D

Das war dann auch gleich die Anschlußfrage seitens der Firma, ob ich denn auch schon zum 1.4. beginnen könnte...ich habe gesagt, dass es sicherlich keine Probleme geben sollte, da es ja letztendlich "nur ein Nebenjob" ist, den ich derzeit noch habe und ich mit meinem jetzigen Chef reden werde, dass ich dort zum 31.3. aus dem Vertrag rauskomme.

Die Firma wollte sich jetzt am Freitag, spätestens Anfang nächster Woche bei mir melden...ich bin schon soo gespannt und kann es natürlich kaum abwarten...

Wie ist es dann mit meinem jetzigen Nebenjob?! ...normalerweise habe ich lt. Vertrag 4 Wochen Kündigungsfrist, allerdings sind schon andere Nebenjobber bei uns auch frühzeitig aus dem Vertrag gekommen...

Ich hoffe ja nicht, dass meine jetzige Firma sich da quer stellt :roll:

Nun muss ich erstmal abwarten, denn vorher wollte ich mit meinem jetzigen Chef nicht reden...

hibbelige Grüße vom Glücksstern :lol:

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Beitrag von Kroschka » 12.03.2014, 20:43

allerdings sind schon andere Nebenjobber bei uns auch frühzeitig aus dem Vertrag gekommen...
Hallo Glücksstern.
die haben bestimmt ein Aufhebungsvertrag abgeschlossen, frag doch einfach dein Chef ob es möglich wäre. Ich denke schon das er nichts dagegen haben wird. :wink:

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Beitrag von Glücksstern » 17.03.2014, 11:35

Hallo ihr,

ein kurzes Feedback... :D

die Firma hatte ja gesagt, dass sie sich am Fr. (letzer Woche) melden wollten und ich bekam schon am Do. (letzte Woche) einen Anruf, ob ich spontan am Nachmittag Zeit hätte, da der andere Chef von seinem Termin vorzeitig zurück sei und mich gerne kennenlernen würde :)

Somit war ich also am Do. Nachmittag dort und es war ein sehr angenehmes Gespräch, wo auch nochmal detailiert auf das Gehalt und die Arbeitszeiten eingegangen wurde - nun wurde ein Probearbeitstag für morgen vereinbart und ich bin schon ein wenig angespannt und aufgeregt - da ich bestimmt nicht nochmal so eine Chance bekommen werde...

Ich hoffe, ich kann morgen alles gut meistern, denn dann wäre mir die Stelle bestimmt sicher (so hab ich das im Gefühl :D )

Ich wurde auch nochmals gefragt, ob der 1.4. möglich sei und werde das, sobald ich das "Ok" von der Firma bekomme, auch schnellstmöglich mit meinem derzeitigen Chef besprechen...

Ein ungutes Gefühl für morgen habe ich deshalb, weil ich halt fast 30 J. aus diesem Beruf raus bin und eben vieles gar nicht mehr weiss :?

Bin doch sehr aufgeregt, weil eben viel auch von diesem Job abhängt...

@ Kroschka

ja stimmt, ein Aufhebungsvertrag wäre doch sicher machbar - manchmal kommt man einfach auf das naheliegendste nicht :D

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Kroschka
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Beitrag von Kroschka » 18.03.2014, 19:48

N'abend Glücksstern,
na, erzähl wie war dein Probearbeitstag. Ich hoffe so sehr das alles gut gelaufen ist und du schon bald ein neue Vertrag unterschreiben kannst.

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