Absagen wegen früheren Burnouts

Wie geht es weiter nach Absagen? Was kann daraus gelernt werden? Lass andere an deinen Erfahrungen teilhaben. Berichte über gute und schlechte Erfahrungen bei der Stellensuche.
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Motschekiepchen
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Absagen wegen früheren Burnouts

Beitrag von Motschekiepchen » 02.05.2011, 13:07

Hallo,

bei mir ist leider im November 2009 eine riesen Lücke entstanden.
Ich erlitt ein Burnout bis hin zu Depressionen. Ich ließ mich erfolgreich therapieren und nun bin ich wieder auf dem Dampfer. Ich bin Fachkrankenschwester für Intensiv und Anästhesiemedizin.
Ich durfte nun erfahren das mich Ehrlichkeit nicht weiterbringt. Ich muss dazu sagen das ich keine Schichtarbeit und Pflege mehr leisten kann.
Also habe ich nach Alternativen gesucht, wie telemedizinische Betreuung usw. Aber nein Absage! ich würde ja angeblich die Schulung nicht verkraften? Eine Frechheit und Unterstellung wie ich finde.
Die Leute wollen angelogen werden. Was soll ich blos machen? Eine Umschulung möchte ich weitest gehend umgehen.
Ich will doch einfach nur arbeiten und ich weiss das ich ein guter Mitarbeiter bin. Was soll ich blos machen, ich bin schier am verzweifeln!

Romanum
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Beitrag von Romanum » 02.05.2011, 17:26

Ich muss dazu sagen das ich keine Schichtarbeit und Pflege mehr leisten kann.
Was bedeutet das für den Arbeitsalltag?

Motschekiepchen
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Beitrag von Motschekiepchen » 02.05.2011, 17:34

Für meinen Arbeitsalltag? Ich verstehe die Frage nicht ganz? Das ich geregelte Arbeitszeiten bevorzuge und eher eine Verwaltungstätigkeit. Aber das beantwortet nicht meine Frage.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 02.05.2011, 18:06

Deine Frage "Was soll ich blos machen?" ist leider nicht sehr zielführend, weil dich hier niemand kennt und du so auch keine problemlösenden Antworten bekommen wirst, auf die du nicht alleine gekommen wärst. Oder meinst du diese Frage "ich würde ja angeblich die Schulung nicht verkraften?"

Dass du jetzt eine Verwaltungstätigkeit ausüben möchtest, war mir durch den 1. Beitrag nicht klar. Die Verwaltungstätigkeit soll im Krankenhaus sein?

Motschekiepchen
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Beitrag von Motschekiepchen » 02.05.2011, 18:14

Es geht mir darum was ich in meinen Lebenslauf reinschreiben soll? Da ich da seit Dez.2009 eine Lücke habe.
Ich war in Behandlung, in der KLinik und nun bin ich arbeitslos.
:oops: :(
Ich habe nun berufliche Umorientierung geschrieben und es immer vor Ort mit dem Arbeitnehmer.
Sage ich die Wahrheit und spreche offen darüber was gewesen ist, bekomme ich ständig absagen.
Als würde auf meiner Stirn ein Stempel sein. "Nicht belastbar!" :cry:

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 02.05.2011, 23:19

Du könntest es ja auch mal in größeren Arztpraxen versuchen. Dort bräuchte man wenigstens nicht nachts arbeiten. Es gibt ja durchaus Arztpraxen, wo ambulante Operationen oder Eingriffe vorgenommen werden, wo dir Kenntnisse der Anästhesiemedizin helfen könnten und du auch in der Verwaltung bzw. Praxisorganisation tätig sein könntest. Ein Einstieg in Teilzeit ist in Arztpraxen bestimmt auch leichter möglich.

So lange du nicht reinschreibst, was für eine berufliche Umorientierung und welche Maßnahmen du dafür ergriffen hast, wird ein Leser immer stutzig bleiben, dass du etwas verschweigen möchtest.

Motschekiepchen
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Beitrag von Motschekiepchen » 03.05.2011, 06:57

Hallo Knightley,

vielen Dank für deine Antwort.
Auch das hatte ich versucht und es kam die Aussage das ich nicht nötige Ausbildung dazu hätte.
Jaa, sowas bekam ich zu hören. Dazu wäre zu sagen das ich in München wohne und für meine kleine 48qm Wohnung 668 Euro zahle.
Bei einem Verdienst von ca. 1200 Euro als Arzthelferin in VZ, kann ich gerade so knapp leben.
Wie gesagt es geht mir hier nicht darum was ich machen könnte, sondern darum was ich am besten in meinen Lebenlauf schreiben kann.
Da war dein Rat schon einmal sehr hilfreich!!!
Ich würde mich sehr über weitere Vorschläge oder Erfahrungsberichte freuen!

Liebe Grüße Cori :wink:

schattenmann
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Beitrag von schattenmann » 03.05.2011, 13:58

an deiner stelle würde ich eine weiterbildung zu diesen ... wie heissen die "kaufleute für den medizintechnischen bereich die bei arztpraxen die administration machen" korrekt?? machen...

DENN:
es kann zwar sein, das du deine arbeit wieder machen kannst; allerdings wirst du bald merken das es nicht mehr so ist wie vorher; du wirst schneller müde und erschöpft - im negativen sinne... und ehe du dich versiehst gehts von vorne los... sowas hat ein burnout leider an sich... glaub mir. hab diese erfahrung auch machen dürfen...

also - so du noch nicht hast: die umschulung beginnen, auf dem neuen bereich suchen...
burnout allerdings würde ich nicht schreiben. sowas wird nur im management toleriert, mitarbeiter die sowas haben sind - wie du treffend feststelltest - "einfach nicht belastbar"... eine lösung hab ich allerdings auch nicht - bei mir prangern zwei lücken im CV; in meinem fall das kleinere übel...

schöne faire welt, nich?

Sailanis
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Beitrag von Sailanis » 18.07.2011, 17:05

Ist zwar schon ein paar Wochen her, aber: Schattenmann hat recht, dass du einen Burnout hattest gehört nicht in deine Bewerbungsunterlagen rein. Du kannst schreiben, dass du in dieser Zeit arbeitssuchend / arbeitslos warst. Im VG wirst du dann wahrscheinlich gefragt, wie es dazu kam. Das gibt dir die Möglichkeit, die Situation zu erklären und darauf hinzuweisen, inwiefern das von Bedeutung für deine zukünftige Tätigkeit ist.

Lisboa
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Beitrag von Lisboa » 21.07.2011, 15:14

Niemals Burn-Out reinschreiben.
Kannst Du nicht reinschreiben, dass Du in dieser Zeit ein Familienmitglied gepflegt hast? Das würde ja dann auch thematisch passen.

LG
Lisboa

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