Absagen wegen Privatleben erhalten?

Wie geht es weiter nach Absagen? Was kann daraus gelernt werden? Lass andere an deinen Erfahrungen teilhaben. Berichte über gute und schlechte Erfahrungen bei der Stellensuche.
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Habt ihr schonmal Absagen wegen eurem Privatleben erhalten?

Umfrage endete am 16.08.2015, 03:07

Ja
0
Keine Stimmen
Nein
3
60%
Verdacht auf jene Begründung
2
40%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 5

schattenmann
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Absagen wegen Privatleben erhalten?

Beitrag von schattenmann » 17.02.2015, 02:05

Hallo Leute

Ja, mich gibt es auch immer noch. Und immer häufiger frage ich mich ob ich im falschen Film bin:

...viele aus meinem Bekanntenkreis haben gebloggt, hatten eigene Homepages, waren in Social Networks aktiv. Zwei haben sogar auf youtube einen (gutbesuchten) Channel... War für ihre Berufe sogar zuweilen Voraussetzung.

Fast alle sind jetzt auf Stellensuche. Was ich vor Jahren schon erlebte, erleben die Bekannten jetzt:

Die Blogs werden ihnen angelastet
Die Homepages werden ihnen angelastet
...SocialNetwork-Seiten weis man ja nicht erst seit heute das die nichts privates enthalten sollten, weil sonst Personaler bissig werden...
Die YouTube-Channels werden angelastet.

Einer nach dem anderen schloss jene Präsenzen und/oder löschte die Channel. Sie fingen an ihr "nebenberufliches Leben" zu verstecken, weil sie deswegen Absagen bekamen.

Ein anderer war in einer Partei aktiv. Hatte sogar ein kommunales Amt inne. Wurde arbeitslos, und musste
a) sein Amt abgeben
b) die Mitgliedschaft in der Partei beenden
...trotz "gewählter Person" und "guter Führung" bei erwiesener Trennung von seinem politischen Engagement und seinem Berufsleben bekam er DESWEGEN (wegen dem Amt und weil er politisch aktiv war) Absagen... von 15 jener "politisch motivierten Absagen" ist bekannt, das jene von (ehem.) Parteikollegen kamen...

... das politisches Interesse negativ sein kann, genau so wie SocialNetwork-Seiten weis man.

Aber wird es jetzt für "einfache Arbeiter" (jenseits der Management-Abteilungen) ein Unding wenn sie ein Privatleben haben?

Wie weit geht das wirklich, ist das nur bei "uns" in der Schweiz so?

Was sind eure Erfahrungen?

(und nein, ich bin kein Betroffener; ich hab weder Homepages noch SocialNetwork-Seiten oder Ämter inne - ich frag mich nur wie weit das Ganze schon geht; ob Bewerber aus den "niederen Berufen" wirklich nur noch menschliche Rohstoffe sind)

Edit:
falls möglich eure Stimmabgaben begründen

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 17.02.2015, 07:21

Partei- und v.a. Gewerkschaftsangehörigkeit darf man in D beim VG verneinen, das ist eine der erlaubten Lügen bzw. der unerlaubten Fragen von Arbeitgeberseite. Ansonsten wird ehrenamtliches Engagement, wenn es nicht gerade zeitlich mit der Arbeit kollidiert, durchaus geschätzt.

schattenmann
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Beitrag von schattenmann » 29.03.2015, 23:42

*mal etwas push*

nordlaender
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Hatte bisher keine Probleme

Beitrag von nordlaender » 03.04.2015, 13:41

Ich kann das beschriebene, aus persönlicher Sicht, nicht bestätigen. Ich kenne zwar zwei Fälle bei dennen das sicherlich einen Einfluss gehaft hatte. Der eine ist ein recht aktiver Gewerkschafter und der andere Kreisvorsitzender der Linken und beide vertreten ihre Meinungen auch recht radikal. Hier kann ich die Arbeitgeberseite aber verstehen und hätte nicht anders gehandelt.

Persölich habe ich drei Ehrenämter, was auch allgemein bekannt ist und sich nicht verheimlichen läßt, da es hin und wieder Presseberichte gibt. Außerdem bin ich noch in der Freiw. Feuerwehr was manche auch als nachteilig ansehen würden. Meine Mitgleidschaft in zwei weiteren Verbänden kann sicherlich jeder auch ergooglen.
Auch meinen Facebook und Xing Account darf sich gern jeder Arbeitgeber anschauen. Aus Bewerbungsgründen würde ich da nichts ändern, stelle aber such nicht mein ganzes Leben durt ein. Es gibt eine Schwammige Grenze zwischen dem echten Privatleben und dem Privatleben in der Öffendlichkeit. Auf letzteres sollte man immer auch ein AUge haben und dsas nicht nur des Jobs wegen.

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