Abschlussarbeit der Technikerausbildung

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Der mächtige Hulk!
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Abschlussarbeit der Technikerausbildung

Beitrag von Der mächtige Hulk! » 13.08.2011, 16:11

Hallo liebe Liebende!

Ich stecke zur Zeit in einer Ausbildung zum Maschinentechniker. Da ich eine Abschlussarbeit anfertigen muss, muss ich mich also um einen Praktikumsplatz bei einer Firma bewerben. Ich bin mir nun nicht ganz sicher ob ich mein Anschreiben ordentlich formuliert habe, speziell die Bezüge zu meinen Fähigkeiten (3. Absatz) bereiten mir Kopfzerbrechen. Ich bin offen für diverse Verbesserungsvorschläge. Mit bestem Dank im Vorraus. ;-)

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Bewerbung um einen Praktikumsplatz im Rahmen einer Technikerarbeit
Thema: Konstruktion

Sehr geehrter Herr (hier Namen ausdenken),

durch die Internetpräsentation Ihrer Firma wurde ich darauf aufmerksam, dass sie auf der Suche nach Praktikanten sind. Da ich in absehbarer Zukunft eine Abschlussarbeit anfertigen werde und das Aufgabengebiet Ihres Unternehmens großes Interesse bei mir hervor ruft, möchte ich dies zum Anlass nehmen, mich bei Ihnen um einen Praktikumsplatz im Prototypenbereich zu bewerben.

Die Grundlagenausbildung zum staatlich geprüften Techniker mit der Fachrichtung Maschinentechnik schloss ich vor Kurzem ab und beginne noch diesen Monat die Schwerpunktausbildung in Konstruktion. Der Umgang mit Autodesk Inventor Professional 2011 und MS Office-Anwendungen ist dabei bereits jetzt Grundvoraussetzung.

Selbstständigkeit, Kommunikation und Teamfähigkeit sowie eigenverantwortliches Handeln gehören für mich zur Selbsverständlichkeit. Diese Fähigkeiten gilt es derzeit, im Rahmen eines freiwilligen Praktikums, erneut unter Beweis zu stellen da Gespräche mit anderen Abteilungen und Partnerfirmen an der Tagesordnung stehen und meine Tätigkeit in völliger Eigenregie verläuft.

Sollten Ihnen meine Bewerbungsunterlagen zusagen, stehe ich Ihnen zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch sehr gern zur Verfügung. Dort können wir weitere Details, wie z.B. den Zeitraum, besprechen.

Mit freundlichstem Gruß

Der mächtige Hulk!

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 13.08.2011, 16:25

Hmmmm... was genau hat denn Deine Abschlussarbeit mit dem Praktikum zu tun?

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Der mächtige Hulk!
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Beitrag von Der mächtige Hulk! » 14.08.2011, 13:12

Die Abschlussarbeit findet im Rahmen eines Praktikums statt. Man wird von der Schule freigestellt und kümmert sich in der Firma um sein Projekt. Ich würde das als Praktikum bezeichnen. Zumindest fällt mir kein anderer Begriff dafür ein.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 14.08.2011, 15:12

OK... so kommst DU zu dem Begriff. Die Frage ist allerdings, ob das Unternehmen mit seiner Praktikantensuche auf Dasselbe hinaus will. Anders gefragt: Wie sicher kannst Du sein, dass das Praktikum, was die anbieten sich gegenüber der Hochschule so ohne Weiteres als "Abschlussarbeit" deklarieren lässt? Ich würde an Deiner Stelle auf jeden Fall stärker auf die inhaltliche Seite eingehen... und auf die Funktion, die das "Praktikum" von Deiner Seite aus zu erfüllen hat...

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therese
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Beitrag von therese » 14.08.2011, 15:49

Selbstständigkeit, Kommunikation und Teamfähigkeit sowie eigenverantwortliches Handeln gehören für mich zur Selbsverständlichkeit.
Das bedeutet heutzutage nichts, denn jeder ist überzeugt diese Fähigkeiten auf die eigene Fahne schreiben zu können.
PS: Selbständigkeit mit nur einmal st in der Mitte.
Gespräche mit anderen Abteilungen und Partnerfirmen an der Tagesordnung stehen und meine Tätigkeit in völliger Eigenregie verläuft
Was für Gespräche sind das denn? Und wo kommt da die Teamfähigkeit? Denn so wie ich den Absatz verstehe willst du deine 4 Charaktereigenschaften dort unterbringen.

Was sagt denn die Stellenanzeige überhaupt zum Praktikum? Was erwartet dich dort und was wird gefordert?

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Der mächtige Hulk!
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Beitrag von Der mächtige Hulk! » 14.08.2011, 17:52

@FRAGEN

Ich gehe davon aus, weil die Ausschreibung lautet: "Praktikanten/Diplomanten". Beim Diplomant kann man davon ausgehen, dass er ebenfalls eine "Abschlussarbeit" (ein Diplom eben) schreibt und dementsprechend niveauvolle Aufgaben vorhanden zu sein scheinen.

@therese

Natürlich behauptet das jeder aber in meinem Arbeitszeugnis steht, dass ich aufgrund dessen von Vorgesetzten und Mitarbeitern geschätzt wurde.

Jawohl, die Eigenschaften sollten da untergebracht werden.
Da es sich um eine Dokumentation eines Projektes handelt dienen die Gespräche der Recherche und Erfassung von Daten.
Sollte ich deswegen lieber Kommunikation mit einbauen?

Eine genaue Forderung ist nicht vorhanden. Leidglich: "Wir suchen zur Verstärkung unseres Teams ständig Studenten/-innen aus dem Bereich Maschinenbau/Konstruktion".

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Beitrag von therese » 14.08.2011, 19:30

Der mächtige Hulk! hat geschrieben:@therese
Natürlich behauptet das jeder aber in meinem Arbeitszeugnis steht, dass ich aufgrund dessen von Vorgesetzten und Mitarbeitern geschätzt wurde.
Zum einen: Dafür gibts heutzutage Anwälte und mal ehrlich ... was sagt so ein Arbeitszeugnis schon aus? Es darf ja gar nicht negativ formuliert sein. Und alle anderen behaupten das von sich eben auch, weil sie sagen "Steht ja im Arbeitszeugnis, also is das so"
Dann kommt aber nun einer daher, der ganz genau belegt, wie er teamfähig und kommunikativ geworden ist und wo er seine großartige Flexibilität bereits bewiesen hat und in welchem Projekt er mit seiner selbständigen Arbeitsweise große Erfolge erzielen konnte. Was glaubst du, wem da der Vortritt gewährt wird?

Ok .. es geht hier "nur" um ein Praktikum, aber ganz allgemein nimm das doch einfach als Gedankenspiel, dass Charaktereigenschaften nicht über Arbeitszeugnisse, sondern über praktische Erfahrungen belegt werden.

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Beitrag von Der mächtige Hulk! » 14.08.2011, 19:52

Ich mein das wirklich nicht böse aber ich glaube da gibt es verschiedene Standpunkte... Ich habe das Arbeitszeugnis von einem Doktor dieses Gebietes prüfen lassen und es ist ein gutes Zeugnis. Wäre ich ein Arbeitgeber würde ich dem Zeugnis mehr Beachtung zukommen lassen da ich in so einem Anschreiben von der Sache her alles reinschreiben könnte ohne dass das wirklich jemals der Fall war. Ein ehemaliger Chef wird das wohl nicht so machen. Zwickmühle...

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Beitrag von therese » 14.08.2011, 20:04

Mag sein, aber das Arbeitszeugnis ist nicht das Erste was sich einer anschaut, sondern das Anschreiben. Und wenn da eben einfach nur paar Charaktereigenschaften hingeklatscht werden, denkt der Leser womöglich nicht als erstes daran im Arbeitszeugnis nachzusehen.
Andererseits: Was schadets dir zu reflektieren ob du wirklich diese Eigenschaften besitzt und wenn ja, wo du sie her hast? Ist doch immer gut sich selbst zu kennen und sich einschätzen zu können was man drauf hat und was nicht.

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Beitrag von FRAGEN » 14.08.2011, 21:43

Ich sehe BTW auch keinen Grund, sich nur mit EINER Komponente seiner Bewerbung Mühe zu geben... zumal man ja nicht wissen kann, welcher Ansprechpartner welche am stärksten gewichtet. Warum denn nicht prophylaktisch aus JEDER das Maximum rausholen, um verschiedenartige gute Eindrücke sich quasi wechselseitig bestätigen lassen? Irgendwie habe ich gerade das Bild eines Triathleten vor Augen, der während des Marathons Pilze sammelt, weil ihm sein Trainer gesagt hat, dass er beim Schwimmen eine gute Zeit holen kann... ;-)

Was ist, wenn sich die Konkurrenz beim Laufen, Schwimmen UND Radfahren anstrengt? ;-)

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Beitrag von Der mächtige Hulk! » 15.08.2011, 17:10

Mmmmh, Pilze... :D

So richtig gefällt es mir immer noch nicht aber ich würde nun den dritten Absatz so verfassen:

Im Rahmen eines freiwilligen Praktikums stelle ich derzeit Selbstständigkeit und eigenverantwortliches Handeln unter Beweis. Die eigenständige Dokumentation eines Projektes erfordert zu dem stets gute Kommunikationsfähigkeit da oftmals Rücksprachen mit Mitarbeitern und Partnerfirmen stattfinden.

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Beitrag von therese » 15.08.2011, 17:13

therese hat geschrieben:PS: Selbständigkeit mit nur einmal st in der Mitte.
Gehört Aufmerksamkeit und Lernfähigkeit auch zu deinen Stärken? ;)

Der Satz an sich gefällt mir auch nicht so wirklich. Das würdest du so doch nie "in echt" sagen.
Wenn dich einer fragt: Ey sag mal, wo hastn deine Selbständigkeit gelernt und dein eigenverantwortliches Handeln?

Wie sagst du das dann?

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Beitrag von Der mächtige Hulk! » 15.08.2011, 17:41

Laut neuer Rechtschreibung wird das so geschrieben...

Dann würde ich dieser Person freundlichst mitteilen dass ich das schon immer gewesen bin.

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Beitrag von therese » 15.08.2011, 18:08

Laut neuer Rechtschreibung wird das so geschrieben...
Iiiih pfui, da hast du recht. Da bin ich sehr dankbar, dass beide Schreibweisen genutzt werden dürfen. Danke für die Korrektur!
Dann würde ich dieser Person freundlichst mitteilen dass ich das schon immer gewesen bin.
Das ist unglaubwürdig. Du solltest dir etwas Mühe geben und mitdenken. Wo hast du diese Charaktereigenschaften erfolgreich angewendet?
Es ist völlig irrational zu sagen, dass man das schon immer hatte. Der Mensch kommt sabbernd auf die Welt und nicht superschlau und erst recht nicht teamfähig. Bis zum 5. Lebensjahr ist jedes Baby fest davon überzeugt, dass seine Sichtweise auf die Welt auch genau der Sichtweise aller anderen entspricht.
Babys sind absolut und in vollem Umfang egoistisch, solange bis die Welt ihnen etwas anderes beibringt.

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Beitrag von Der mächtige Hulk! » 15.08.2011, 19:17

Iiiih pfui, da hast du recht. Da bin ich sehr dankbar, dass beide Schreibweisen genutzt werden dürfen. Danke für die Korrektur!
Ich würde sagen: "So wie man spricht." :wink:
Wo hast du diese Charaktereigenschaften erfolgreich angewendet?
Da würde ich mich wohl eher auf die Zeit damals als Facharbeiter beziehen da ich die Dinge hier im Praktikum nicht wirklich sinnvoll sprachlich verpacken kann. Allerdings ist das auch schon wieder über ein Jahr her und damit schon wieder Vergangenheit und uninteressant, oder sehe ich das falsch?

Ich würde das dann ungefähr so schreiben (nach wie vor finde ich es nicht besonders toll):

"Im Rahmen eines freiwilligen Praktikums stelle ich derzeit meine Kommunikationsfähigkeit unter Beweis da meine Aufgabe, die eigenständige Dokumentation eines Projektes, häufig Rücksprachen mit Mitarbeitern und Partnerfirmen, zum Zweck der Recherche, erfordern. Aufgrund oftmals vorkommender Anlagenausfälle, während meiner ehemaligen Tätigkeit als Roboterbediener, verfüge ich darüber hinaus über eine lösungsorientierte und eigenverantwortliche Arbeitsweise."

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Beitrag von therese » 17.08.2011, 17:50

Der mächtige Hulk! hat geschrieben:
Wo hast du diese Charaktereigenschaften erfolgreich angewendet?
Da würde ich mich wohl eher auf die Zeit damals als Facharbeiter beziehen da ich die Dinge hier im Praktikum nicht wirklich sinnvoll sprachlich verpacken kann. Allerdings ist das auch schon wieder über ein Jahr her und damit schon wieder Vergangenheit und uninteressant, oder sehe ich das falsch?
Das kannst du so machen. Ein Jahr ist wirklich keine Zeit und Charaktereigenschaften sind ja Dinge, die man einmal lernt und dann intuitiv immer wieder so anwendet. Insofern ist das doch eine prima Möglichkeit sie zu erklären.
Der mächtige Hulk! hat geschrieben: Ich würde das dann ungefähr so schreiben (nach wie vor finde ich es nicht besonders toll):

"Im Rahmen eines freiwilligen Praktikums stelle ich derzeit meine Kommunikationsfähigkeit unter Beweis da meine Aufgabe, die eigenständige Dokumentation eines Projektes, häufig Rücksprachen mit Mitarbeitern und Partnerfirmen, zum Zweck der Recherche, erfordern. Aufgrund oftmals vorkommender Anlagenausfälle, während meiner ehemaligen Tätigkeit als Roboterbediener, verfüge ich darüber hinaus über eine lösungsorientierte und eigenverantwortliche Arbeitsweise."
Den zweiten Satz finde ich gut. Der erste hinkt noch irgendwie.
Versuch doch mal mit "Dank meiner Kommunikationsfähigkeit..." anzufangen. Also den Satz einfach umstellen, vielleicht gehts dann besser?

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Beitrag von Der mächtige Hulk! » 17.08.2011, 19:07

Also ich würde mich jetzt mal darauf festlegen wollen:

"Im Rahmen eines freiwilligen Praktikums ist mir derzeit meine Kommunikationsfähigkeit sehr hilfreich da meine Aufgabe, die eigenständige Dokumentation eines Projektes, häufig Rücksprachen mit Mitarbeitern und Partnerfirmen, zum Zweck der Recherche, erfordern."

Wobei ich "zum Zweck der Recherche" vielleicht sogar weglassen würde.

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Beitrag von therese » 17.08.2011, 19:15

Ja, ist ok würd ich sagen.

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Beitrag von Der mächtige Hulk! » 17.08.2011, 19:17

Na dann erstmal vielen Dank. Ich meld mich mal wieder ob´s geklappt hat.

Bis dahin. :-)

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