Absolvent - Einstieg in die Unternehmensberatung

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hooomer
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Absolvent - Einstieg in die Unternehmensberatung

Beitrag von hooomer » 02.03.2009, 16:33

Hi, ich brauche hilfe: und zwar bin ich gerade mit dem BWL Studium fertig, und möchte in die Unternehmensberatung. Ich tue mich allerdings schwer mit dem Anschreiben, denn so richtig abheben kann ich mich nicht von anderen. Ich hab zwar mein Uni Diplom mit 23 gemacht und ein Praktikum in einer aufstrebenden Beratungsfirma, aber letztendendes ist mein Abschluss auch nur durchschnitt (2,1) und im ausland war ich auch nicht. ich weis nicht wie ich anfangen soll das Anschreiben überzeugend einzuleiten. Erste Einblicke hatte ich in die Unternehmensberatung durch die UB-Firma meines Dads...

Habt ihr vlt. nen Tipp?

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drusilla
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Beitrag von drusilla » 02.03.2009, 16:38

hinsetzen und ohne gross nachzudenken anfangen zu schreiben. als bwl-absolvent wirst du doch wohl ein anschreiben zustandebringen! wir geben dann auch tipps, wenn du mal einen ersten draft gemacht hast

hooomer
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Beitrag von hooomer » 02.03.2009, 17:43

hey =) so schnelle eine AW, vielen Dank...

also ich hatte natürlich schon etwas fertig, aber irgendwie halte ich selber nicht allzuviel davon. Ist für mich das erste mal, dass ich mich bewerben muss, hehe, also in der Stellenanzeige wurde explizit nach einem "Berater mit Biss" gefordert.
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Sehr geehrte Damen und Herren,
sie suchen einen jungen Unternehmensberater mit Biss? Wir sollten uns kennen lernen:
Nachdem ich bereits in frühester Kindheit durch die Unternehmensberatung meines Vaters mit dem Beraterjob konfrontiert wurde, stand auch für mich schnell fest in welche Richtung meine Karriereplanung gehen soll. Mein Studium der Betriebswirtschaftslehre (Schwerpunkte Control-ling/Rechnungswesen und Rechtswissenschaften) habe ich im Februar 2009 im Alter von 23 Jahren beendet. Komplexe Sachverhalte zu analysieren und mitsamt seinen Chancen und Risiken auszuwerten bereitet mir große Freude. Einsetzen konnte ich dies u.a. während meiner Diplomarbeit im Controlling eines großen deutschen Medienunternehmens zum Thema "Unternehmensführung durch Kennzahlen“, in deren Rahmen ich damit beauftragt wurde selbstständig ein Kennzahlensystem - zur Einführung eines Umweltmanagementsystems - zu ent-wickeln.
Während meiner außeruniversitären Tätigkeit in einer aufstrebenden Beratungsfirma habe ich zu-dem in selbstständiger Arbeit und innerhalb fester Teams, zielorientiert an Projekten mitgearbeitet, bei denen mir meine Leistungs- und Lernbereitschaft, Flexibilität, Kreativität sehr behilflich waren. Die fachliche sowie räumliche Vielfältigkeit eines Unternehmensberaters, als auch die Möglichkeit, Fachwissen und Branchenkenntnisse zu vertiefen sowie persönliche Kompetenzen entwickeln zu können, stellen eine Herausforderung und zugleich eine große Motivation für mich dar. Uneingeschränkte Mobilität und der gekonnte Umgang mit MS Office Produkten sowie SAP Grundkenntnisse sind für mich selbstverständlich. Für alle weiteren Auskünfte stehe ich Ihnen gerne per email oder Telefon zur Verfügung.
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Ich selber sehe Mängel, da dem Anschreiben das gewisse etwas fehlt und ich nicht weis, ob man z.B. den ersten Satz so stehen lassen kann?! Was meint ihr...

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drusilla
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Beitrag von drusilla » 02.03.2009, 19:10

hooomer hat geschrieben: _____
Sehr geehrte Damen und Herren,
sie suchen einen jungen Unternehmensberater mit Biss? Wir sollten uns kennen lernen: naja, der einstieg ist an und für sich schon nicht schlecht, allerdings sehe ich danach nicht wirklich viel "biss". berater geworden weils der papi schon ist... naja... ist für mich ein widerspruch
Nachdem ich bereits in frühester Kindheit durch die Unternehmensberatung meines Vaters mit dem Beraterjob konfrontiert wurde, stand auch für mich schnell fest in welche Richtung meine Karriereplanung gehen soll. ist das für den ag entscheidend? anfangen sollte man ja immer mit dem stärksten argument... Mein Studium der Betriebswirtschaftslehre (Schwerpunkte Control-ling/Rechnungswesen und Rechtswissenschaften) habe ich im Februar 2009 im Alter von 23 Jahren erfolgreich beendet. Komplexe Sachverhalte zu analysieren und mitsamt seinen Chancen und Risiken auszuwerten bereitet mir große Freude. Einsetzen konnte ich dies u.a. kein u.a. entweder du erzählst alles oder lässt es weg während meiner Diplomarbeit im Controlling eines großen deutschen Medienunternehmens zum Thema "Unternehmensführung durch Kennzahlen“, in deren Rahmen ich damit beauftragt wurde selbstständig ein Kennzahlensystem - zur Einführung eines Umweltmanagementsystems - zu ent-wickeln. ein etwas langer abschnitt, sollte man in zwei unterteilen
Während meiner außeruniversitären Tätigkeit was meinst du mit "ausseruniversitären tätigkeit"? wars ein job oder wars keiner? in einer aufstrebenden Beratungsfirma habe ich zu-dem in selbstständiger Arbeit und innerhalb fester Teams, zielorientiert an Projekten mitgearbeitet, bei denen mir meine Leistungs- und Lernbereitschaft, Flexibilität, Kreativität sehr behilflich waren. Die fachliche sowie räumliche Vielfältigkeit was ist das? eines Unternehmensberaters, als auch die Möglichkeit, Fachwissen und Branchenkenntnisse zu vertiefen sowie persönliche Kompetenzen was denn für welche? entwickeln zu können, stellen eine Herausforderung und zugleich eine große Motivation für mich dar. Uneingeschränkte Mobilität und der gekonnte Umgang mit MS Office Produkten sowie SAP Grundkenntnisse sind für mich selbstverständlich. das sind aber zwei ganz verschiedene sachen, mobilität und office... Für alle weiteren Auskünfte stehe ich Ihnen gerne per email oder Telefon zur Verfügung.
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Ich selber sehe Mängel, da dem Anschreiben das gewisse etwas fehlt und ich nicht weis, ob man z.B. den ersten Satz so stehen lassen kann?! Was meint ihr...
also, allzu viel "biss" hat das noch nicht. ausserdem für einen berater viel zu wenig "arroganz", in dem sinne, dass das für z.b. sozialarbeiter sehr gut wär, weil psychologisch und mit kindheit erwähnt und viel mit interessen und freude... aber unter einem berater stell ich mir einen knallharten typen vor, der die fakten auf den tisch legt und sagt, nehmt mich oder ihr seid selber schuld! jede zeile deines anschreibens sollte schreien "ich kann das!!!". momentan flüsterts nur "och, ich würd doch so gerne". weisst du, was ich meine?

hooomer
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Beitrag von hooomer » 02.03.2009, 19:59

Sehr geehrte Damen und Herren,

sie suchen einen jungen Unternehmensberater mit Biss? Wir sollten uns kennen lernen:

Nach der zügigen und erfolgreichen Beendigung meines BWL Studiums, mit den Schwerpunkten Controlling/Rechnungswesen und Rechtswissenschaften, möchte ich nun hochmotiviert die Theorie mit der Praxis verbinden. Meine Stärken komplexe Sachverhalte zu analysieren und mitsamt seinen Chancen und Risiken auszuwerten konnte während meiner Diplomarbeit im Controlling eines großen deutschen Medienunternehmens zum Thema "Unternehmensführung durch Kennzahlen“ unter Beweis stellen. In deren Rahmen wurde ich damit beauftragt selbstständig ein Kennzahlensystem - zur Einführung eines Umweltmanagementsystems - zu entwickeln.

Während eines Praktikums in einer aufstrebenden Beratungsfirma konnte ich durch Flexibilität und Kreativität innerhalb kürzester Zeit hochwertige Ergebnisse präsentieren und meine Teamfähigkeit unter Beweis stellen. Die Vielfältigkeit eines Unternehmensberaters, durch Fachwissen und Branchenkenntnisse qualifizierte Lösungen zu finden, stellt für mich eine Herausforderung und zugleich eine große Motivation dar. Uneingeschränkte Mobilität und unbedingter Leistungswille sind für mich selbstverständlich. Gerne würde ich sie in einem persönlichen Gespräch von meinen Fähigkeiten überzeugen. Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit per email oder Telefon zur Verfügung.

Mit herzlichen Grüßen

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Ich verstehe was du meinst, problematisch sehe ich, dass wenn ich über meine Stärken schreibe oder warum ich das denn will etc. ich relativ wenig belegen kann. Will heißen ich habe erst ein Praktikum gemacht und sonst keine Berufswerfahrung...

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drusilla
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Beitrag von drusilla » 02.03.2009, 20:24

insgesamt schon viel besser!

na, berufserfahrung hat doch praktisch kein absolvent. so ist das nunmal.

was ist mit vereinstätigkeit? irgendwas in die richtung gemacht? deiner bewerbung fehlt einfach noch was, was dich von den andern positiv abhebt.

warum nennst du den namen der firmen nicht (also in der bewerbung, nicht uns)? namedropping ist immer gut!

wie stehts mit fremdsprachenkenntnisse? find ich lustig, dass die das tatsächlich noch als unternehmensberater und nicht consultant bezeichnen... ist das denn kein internationales unternehmen? dann hast du evtl. sogar eine chance ohne brilliante noten und auslandaufenthalt.

Dural
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Beitrag von Dural » 02.03.2009, 20:52

Mich spricht die erste Version deines Anschreibens viel mehr an. Weil sie irgendwie persönlicher und ausführlicher wirkt. Ob du Biss hast, stellen die doch während des weiteren Auswahlprozesses fest und nicht indem sich sich von einem gekünstelten Stil im Anschreiben beeindrucken lassen.

Ich finde ein Diplom mit 2,1 überdurchschnittlich gut. Alles, was unter 2,6 ist bei BWL, gilt als Prädikatsabschluss.

Außerdem denke ich, dass Fremdsprachenkenntnisse nicht in jedem Beratungsbereich von Bedeutung sind. Wenn bestimmte Kenntnisse wirklich wichtig sind, wird das in der Stellenbeschreibung auch erwähnt! Man muss sie nicht extra betonen, wenn man im Grunde keine bemerkenswerten Kenntnisse hat. Das ist so, wie der Spruch "ich arbeite gerne im Team, bin aber auch fähig, selbständig zu arbeiten". Gähn ..... das schreiben 9 von 10 Bewerbern und es ist total sinnlos.

hooomer
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Beitrag von hooomer » 02.03.2009, 21:24

ihr seid ja toll, so schnell eine antwort, ich bin euch sehr dankbar ;) ernsthaft!

Also bei dem ersten Satz mit bin ich mir auch nicht sicher, aber ich habe in einem Magazin in der Hochschule gelesen, das man sowas machen kann um die aufmerksamkeit auf sich zu lenken, als Bsp. war angegeben, dass in der Stellenausschreibung ein "extratoller blablabla" gesucht wird, daraufhin hatten die den Satz formuliert: "Sie suchen einen extratollen blablabla, hiermit haben sie ihn gefunden" und das unter die Kategorie mutig und nicht immer angebracht, aber teilw. passend gepackt. Ich fande bei der Stellenausschreibung (http://www.kemper-schlomski.de/content/ ... rt_m-w.pdf) passt das irgendwie, da die auch irgendwas unkonventionelles hat....

Naja ein Diplom in BWL mit 2,1 genügt wohl ehr dem Schnitt und ist keinesfalls überdurchschnittlich, so lag der Schnitt für D im Jahr 2005 bei 2,15 und an meiner Uni sogar 1,94 (Oldenburg)

Fremdsprachenkentnisse habe ich nur Englisch, das zwar recht gut, aber ich denke das ist in der Branche eine Mindestanforderung, die nicht ins Anschreiben gehört (korrigiert mich wenn ich falsch liege) Habs im Lebenslauf erwähnt...

Ja, Vereinstätigkeit ist ein guter Punkt, den ich total vergessen hab euch danach zu fragen: bin seit 17. Jahren aktives Mitglied im Schwimmverein, seit 10 Jahren auch als Trainer... allerdings bin ich mir nicht sicher unter welchem Punkt ich das im Anschreiben mit aufnehmen könnte... Teamfähigkeit? oder einfach so erwähnen ohne es zu kommentieren?

Letzte Frage: packe ich lieber 5 pdf Dokumente in den Anhang oder mache ich davon eins, mit Deckblatt in der richtigen Reihenfolge, quasi wie so einen kleinen "Reader"?!

Bis hierher schonmal tausend dank, ich denke ich nehme das 2. Anschreiben, vlt. ein wenig abgeändert...

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drusilla
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Beitrag von drusilla » 02.03.2009, 23:17

na, ich meinte dann schon eine extra sprache, mit der du brillieren könntest. englisch normale schulkenntnisse, das kannste im lebenslauf belassen.

trainer im schwimmverein ist doch super, da lernste verantwortung übernehmen. nee, teamfähigkeit ist zu abgedroschen, da findest du sicher was besseres.

ein anhang, der wird dann eh ausgedruckt, tut sich ja keiner aufm bildschirm an.

hooomer
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Beitrag von hooomer » 03.03.2009, 10:31

ich danke dir/euch =)

Gruß!!!

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