Aggressives Anschreiben? Frauen könnten schwanger werden...

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Ninety
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Aggressives Anschreiben? Frauen könnten schwanger werden...

Beitrag von Ninety » 30.05.2010, 12:07

Hallöchen. Ich stehe derzeit kurz vor meinem Abschluss zur Diplomkauffrau und suche einen Job. Ich habe schon diverse Bewerbungen geschrieben, aber nur wenige haben sich "getraut" mich einzuladen.
Ich will jetzt nicht behaupten, dass mein Anschreiben nicht die einen oder anderen "ungeschickten" Formulierungen beinhalten könnte, dennoch fiel mir auf, dass oft, sehr indirekt, nach Kinderwünschen gefragt wurde.

Ich bin halt 29 und verheiratet und im "besten Alter".

Nun habe ich schon überlegt mal etwas aggressiver an die Sache ranzugehen. In etwas So:

XXXBetreffXXX

BWL-Absolventin, 29, verheiratet sucht: Keinen Geldgeber für „andere Umstände“. Gesucht wird ein Arbeitgeber, der Möglichkeiten zur Entwicklung bietet und dabei auf zielorientierte, teamfähige und engagierte Mitarbeiter nicht verzichten will. So Einen haben Sie noch nicht gefunden? Perfekt! Dann möchte ich Sie heute von mir überzeugen.

Sehr geehrte Frau XXX,

derzeit studiere ich... u.s.w.


Was haltet ihr von so einer Vorgehensweise? Noch ein paar Eckpunkte:

Ich suche einen Job im Personalwesen. Am liebsten natürlich in einem Unternehmen und dort in der Entwicklung, Marketing oder Bewerbermanagement. Leider sind diese Jobs ja recht schwierig zu bekommen, wenn man noch nicht 10 Jahre Berufserfahrung hat. Aus diesem Grund bewerbe ich mich auch intern bei Personaldienstleisten, bei denen mich insbesondere die Rekrutierung oder Mitarbeiterbetreuung interessiert.

Vielleicht hat ja schon mal jemand ähnlich aggressiv eine Bewerbung geschrieben und damit Erfolg gehabt?

Ich freu mich auf eure Antworten... :D

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 30.05.2010, 13:01

Hallo Ninety!

Stiere bei Hörnen zu packen, finde ich grundsätzlich ja gut... man sollte allerdings darauf achten, dass dabei die Inhalte im Ganzen sowohl von der Gewichtung, als auch von der Formulierung der verschiedenen Teile in einer insgesamt sinnvollen Balance bleiben. Manche (meinem Eindruck nach die meisten) Hörnerpacker schiessen weit über's Ziel hinaus... indem sie derart penetrant auf ihrem Problem herumreiten, dass die eigentlichen Themen des Anschreibens (insbesondere die Punkte, die FÜR sie sprechen) beinahe in den Hintergrund geraten. Diese Gefahr sehe ich bei Dir auch... obwohl Du gerade einmal drei Wörter Deines "eigentlichen" Anschreibens preisgibst. Doch schon diese drei Wörter ("derzeit studiere ich") scheinen deutlich weniger "Impact" zu haben als das argumentative Sorgenkind... ;-)

Vielleicht wäre es ein Gedanke, den "unerlaubten" Teil mit einem leisen Augenzwinkern in einem dezent angehängten (und trotzdem unübersehbaren) "PS" anzuhängen? Freundlich verständnisvoll so nach dem Motto: "Man hat es ja nicht leicht mit den verheirateten Frauen im besten Alter. Das, was man wissen will, darf man eigentlich nicht fragen... und dann eiert man ganz unglücklich herum. Um das uns beiden zu ersparen, klare Worte hier vorab: Ich habe ganz bestimmt nicht xxx Jahre lang studiert, um mir jetzt "andere Umstände" finanzieren zu lassen..."... nur mal so von der Richtung her... ;-)

Ich muss dazu sagen, dass ich das in dieser Form noch nie gesehen habe... und auch nicht wirklich weiss, ob das so gut ist. Aber eine leise Besonderheit (vor allem in einem Thema, das dem Leser definitiv auf den Nägeln brennen wird) muss ja nicht schaden. Die grösste Gefahr sähe ich halt in besagtem Ungleichgewicht: Dass Du an dieser einen Stelle ein rhetorisches Feuerwerk abbrennst, dass an keiner der WIRKLICH wichtigen Punkte eine Entsprechung hat. Konstistenz ím Ganzen ist das A&O!

Ninety
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Beitrag von Ninety » 30.05.2010, 22:15

Meine Güte! Du solltest ins Marketing gehen, wenn du da nicht schon bist! :wink:

Aber den Vorschlag das Ganze etwas zu verpacken finde ich auch gut. Da mache ich mir gleich mal Gedanken drüber und dann stell ich mal meinen ganzen Text ein. Vielen Dank. Denke auch, dass die "Verpackungsmethode" für den Personalbereich etwas geschickter wäre.

Und by the way- Die drei kleinen Wörter waren nur Lückenfüller. :D

Trotz alle dem würde mich mal interessieren, ob es hier welche gibt, die sowas in der Art schon mal versucht haben. Fände ich mal spannend. :)

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Beitrag von FRAGEN » 31.05.2010, 11:17

Bin schon sehr gespannt... und da Du gerade den Personalbereich erwähnst: Ich könnte mir gut vorstellen, dass Kinder da ein deutlich kleineres "Manko" als in vielen anderen betriebswirtschaftlichen Bereichen wären... möglicherweise sogar ein gewisses Plus?!?

Nicht, dass ich Dir jetzt gewaltsam welche einreden wollte... ;-)

Ninety
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Beitrag von Ninety » 01.06.2010, 09:39

Naja, betriebswirtschaftlich gesehen, würde ich mich auch nicht einstellen. :lol: Und da ist es (fast) egal in welchem Bereich man (frau) sich bewirbt. Und da ich mich überwiegend in kleineren Unternehmen bewerbe, wäre der "Ausfall" ja auch noch dramatischer, als wenn ich bei LH, Beiersdorf o.ä. angestellt wäre.

Aber zum Thema. Ich bekomme gerade einen Rappel. Ich bin ja ganz groß darin anderen Tips zu geben, aber bei mir selbst.... :? Mein Kopf ist eine Matschkugel.

Aus diesem Grund stell ich mein Anschreiben einfach mal ein. Vielleicht ist es dann einfacher. Hier und da gefallen mir einige Formulierungen selbst noch nicht und insgesamt finde ich es eigentlich auch etwas lang. Aber seht selbst:

RESEARCH CONSULTANT / RECRUITER (m/w) für den Bereich IT / DIGITALE MEDIEN

Sehr geehrte Frau XXX,

Sie suchen eine engagierte und praxisorientierte Hochschulabsolventin mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Studium und einer starken Affinität zum Personalwesen, die Sie in dem Bereich Rekrutierung unterstützt? Dann bin ich die Richtige für Sie und Ihr Unternehmen.

Derzeit absolviere ich mein Studium der technischen Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule XXX mit den Schwerpunkten Marketing und Personalwesen. Meine Abschlussprüfungen habe ich bereits erfolgreich bestanden. Meine Diplomarbeit zum Thema „XXX" befindet sich derzeit in der Korrektur.

Während meines Hauptpraktikums bei der XXX Personaldienstleistung GmbH in dem Bereich Engineering, konnte ich vertiefende Einblicke in die Rekrutierung erlangen. Insbesondere die Bewerberkommunikation, einschließlich Telefoninterviews, die Sichtung von Bewerbungsunterlagen und die Wettbewerbsbeobachtung gehörten zu meinen Aufgaben, die mir viel Freude bereitet haben. Intern konnte ich an verschiedenen Prozessverbesserungen mitwirken. Die Erfahrungen, die ich während meines Praktikums gemacht habe, bestärkten mich darin meine Zukunft im Personalwesen zu suchen.

Ich bin lösungsorientiert und selbständig, arbeite aber auch gerne im Team und gehe aufgeschlossen mit verschiedenen Menschen um. Dies konnte ich während meines Praktikums und in verschiedenen Nebentätigkeiten beweisen und wurde mir während meines Studiums in diversen Gruppenarbeiten bestätigt. Mit mir gewinnen Sie eine wirtschaftsorientierte Praktikerin, die aber dabei die menschlichen Aspekte nicht aus den Augen verliert.

XXX Personalberatung GmbH ist der ideale Arbeitgeber für mich, da sowohl mein Studium der Betriebswirtschaftslehre als auch die Erfahrung in der Rekrutierung sich mit Ihren Ansprüchen kombinieren lassen. Durch mein Studium sind mir Digitale Medien nicht unbekannt. Ihr großer Erfolg verspricht mir abwechslungsreiche und spannende Tätigkeiten, in denen ich mich und meine bisher erworbenen Kenntnisse einbringen und neue hinzulernen kann.

Sie haben noch weitere Fragen? Dann freue ich mich auf Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen

Ninety
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Beitrag von Ninety » 01.06.2010, 09:40

Hier noch mal die Ausschreibung:

RESEARCH CONSULTANT / RECRUITER (m/w)
für den Bereich IT / DIGITALE MEDIEN
Ihre Aufgabe:
• Betreuung der laufenden Projekte in den Bereichen IT und digitale Medien zusammen mit dem jeweiligen leitenden Personalberater
• Projektbezogene Analyse von Märkten und Unternehmen
• Eigenverantwortliche Suche, Direktansprache und Vorauswahl von Führungskräften und Spezialisten
• Erstellen von projektbezogenen Dokumenten
• Bewerbermanagement
• Mitarbeit bei projektübergreifenden Sonderthemen
Unsere Anforderungen:
• Erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium und /oder eine kaufmännische Ausbildung
• Wünschenswert sind praktische Erfahrungen in einer Personalberatung oder im Executive Search - vorzugsweise erworben in der IT- und Medienbranche
• Interesse an personalwirtschaftlichen Themen
• Starke kommunikative Fähigkeiten, ausgeprägte Lösungs- und Prozessorientierung
• Sicherer Umgang mit Microsoft Office
• Engagiertes und zielorientiertes Arbeiten
• Spaß, an Herausforderungen zu wachsen

Wo ich dann noch einen unterschwelligen Satz einbringen soll, dass ich arbeiten will und keinen Geldgeber für meine potenziellen Kinder haben will, weiß ich auch nicht. So ein klassisches P.S. gehört doch eigentlich nicht in ein Anschreiben, oder?

Wo ich mir selbst unsicher bin ist, dass sie mich "gewinnen" können. Solche Wörter sollte man ja eigentlich vermeiden.
Außerdem finde ich den letzten Absatz (idealer AG...) noch etwas holprig.

Um es etwas kürzer zu machen habe ich überlegt, dass ich das Thema der Diplomarbeit raus nehme. Das steht ja auch im CV und macht ca. 4 Zeilen aus.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 01.06.2010, 13:51

Hallo Ninety!
Ninety hat geschrieben:Wo ich dann noch einen unterschwelligen Satz einbringen soll, dass ich arbeiten will und keinen Geldgeber für meine potenziellen Kinder haben will, weiß ich auch nicht. So ein klassisches P.S. gehört doch eigentlich nicht in ein Anschreiben, oder?
Ein "klassisches PS" wäre für mich kein Problem. Mein Problem wäre eher (was ich auch vorher schon geahnt habe), dass zumindest jede Form der Aussage, die wir hier bisher hatten, ein vollkommener stilistischer Fremdkörper wären. Dein Schreiben ist gut aufgebaut + sauber und professionell formuliert (zu Schwachpunkten im Detail komme ich noch)... und irgendwie will mir da kein Augenzwinkern (geschweige denn: offene Aggression) im Abgang zu passen.

Vielleicht ist das aber auch gar nicht nötig. Mir fiel es letztens erst nach dem Posten ein... aber der beste Weg, ein Statement anzubringen, ist ja oft ein VOLLKOMMEN indirekter. In Deinem speziellen Fall: Wenn Dein berufliches Interesse so deutlich strahlt, dass man sich kaum vorstellen kann, dass Du solch eine Chance für einen kleinen Schreihals auf's Spiel setzt (absichtlich überdrastisch formuliert), hättest Du ja bereits alles erreicht. Und m. E. bist Du auf einem recht guten Weg in diese Richtung... ;-)
Ninety hat geschrieben:Wo ich mir selbst unsicher bin ist, dass sie mich "gewinnen" können. Solche Wörter sollte man ja eigentlich vermeiden.
Welcher Wörter meinst Du jetzt? Was ist das Prinzip hinter dieser Aussage?
Ninety hat geschrieben:Außerdem finde ich den letzten Absatz (idealer AG...) noch etwas holprig.
Das kannst Du laut sagen... ;-)
Ninety hat geschrieben:Um es etwas kürzer zu machen habe ich überlegt, dass ich das Thema der Diplomarbeit raus nehme. Das steht ja auch im CV und macht ca. 4 Zeilen aus.
Ich würde es davon abhängig machen, ob sich ein direkter Zusammenhang zwischen Thema und Stellenwunsch herstellen lässt. Wenn Du mit einem expliziten "Recruiting"-Thema abgeschlossen hättest, würde ich es im Sinne des o. g. Statements drinlassen. Alles, was Deine (möglichst langfristige) Beschäftigung mit dem Personal-Thema unterstreicht, wirkt dem "Andere-Umstände"-Verdacht entgegen. Wenn es allerdings nur "irgendein" Thema wäre, fände ich die Verlegung in den LL sinnvoll.
Ninety hat geschrieben:• Betreuung der laufenden Projekte in den Bereichen IT und digitale Medien zusammen mit dem jeweiligen leitenden Personalberater
Weisst Du, was damit gemeint ist? Ich frage das deshalb, weil ich Deine Aussage zum Thema "IT" im Anschreiben etwas schwachbrüstig finde. Wenn es sich hierbei nicht um ein Kernthema handelt, würde ich das vielleicht komplett aussen vor lassen - und mich auf die "Personal"-Schiene konzentrieren... zu der Du ja offensichtlich deutlich mehr vorzutragen hast...

Zum Anschreiben selbst:
Ninety hat geschrieben:Sie suchen eine engagierte und praxisorientierte Hochschulabsolventin mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Studium und einer starken Affinität zum Personalwesen, die Sie in dem Bereich Rekrutierung unterstützt? Dann bin ich die Richtige für Sie und Ihr Unternehmen.
Diesen Abschnitt finde ich in dieser Form komplett verzichtbar: Was die suchen, wissen sie selbst - und ohne jegliche Begründung wirkt Deine Behauptung ("Dann bin ich...") nicht gerade... hmmm... akademisch... ;-)

Das heisst nicht, dass es eine schlechte Idee wäre, im Einstieg Anforderungen des Arbeitgebers mit Deiner Person zu verbinden... aber es müsste halt a) argumentativ sauber und b) von potentiellen Konkurrenten unterscheidbar sein.
Ninety hat geschrieben:Derzeit absolviere ich mein Studium der technischen Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule XXX mit den Schwerpunkten Marketing und Personalwesen. Meine Abschlussprüfungen habe ich bereits erfolgreich bestanden. Meine Diplomarbeit zum Thema „XXX" befindet sich derzeit in der Korrektur.
Grundsätzlich sauber. Solange Dir kein schlagkräftigerer Einstieg (s. o.) einfällt, könntest Du m. E. auch durchaus mit diesem Absatz beginnen.
Ninety hat geschrieben:Während meines Hauptpraktikums bei der XXX Personaldienstleistung GmbH in dem Bereich Engineering, konnte ich vertiefende Einblicke in die Rekrutierung erlangen. Insbesondere die Bewerberkommunikation, einschließlich Telefoninterviews, die Sichtung von Bewerbungsunterlagen und die Wettbewerbsbeobachtung gehörten zu meinen Aufgaben, die mir viel Freude bereitet haben. Intern konnte ich an verschiedenen Prozessverbesserungen mitwirken. Die Erfahrungen, die ich während meines Praktikums gemacht habe, bestärkten mich darin meine Zukunft im Personalwesen zu suchen.
Grundsätzlich ebenfalls gut... wobei ein Hauch mehr Präzision sowohl den "Prozessverbesserungen", als auch den "Erfahrungen" gut täten. Vor allem bei letzteren finde ich die Lücke deutlich: Deine "Zukunft" ist ein gewaltiges Thema... und als greifbaren Grund für deren Ausrichtung bringst Du eigenlich nur "Freude". Die ist zwar nichts Schlechtes... klingt so ganz alleine aber eher nach einem kleinen Mädchen als einer grossen Hochschulabsolventin... ;-)
Ninety hat geschrieben:XXX Personalberatung GmbH ist der ideale Arbeitgeber für mich, da sowohl mein Studium der Betriebswirtschaftslehre als auch die Erfahrung in der Rekrutierung sich mit Ihren Ansprüchen kombinieren lassen.
Wirklich holprig. Mir fällt zuerst das kaum fassbare Intensitätsgefälle zwischen "ideal" und "mit Ansprüchen kombinierbar" auf. Der zweite interessante Punkt wären natürlich besagte "Ansprüche"... selbst, wenn Du eigentlich nicht viel mit ihnen am Hut haben solltest... wie zumindest Deine Formulierung suggeriert... ;-)
Ninety hat geschrieben:Durch mein Studium sind mir Digitale Medien nicht unbekannt.
Das klingt derart defensiv, dass man das "nicht" fast unwillkürlich überliest. Wie gesagt: Entweder mehr oder weniger zum Thema. Wenn mehr nicht geht, dann eben weniger... d. h. in diesem Falle: nichts... ;-)
Ninety hat geschrieben:Ihr großer Erfolg verspricht mir abwechslungsreiche und spannende Tätigkeiten
Streng genommen gibt es da keinen Kausalbezug. Erfolg des Arbeitgebers und Abwechslungsreichtum seiner Mitarbeiterin haben grundsätzlich nichts miteinander zu tun. Extremer Erfolg des Unternehmers kann durchaus mit extrem monotonen Arbeitsumständen seiner Angestellten einher gehen. Die Chefs der chinesichen Wanderarbeiter verdienen sich dumm und dämlich... ;-)
Ninety hat geschrieben:Sie haben noch weitere Fragen? Dann freue ich mich auf Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch.
Gemessen am Rest wirkt die rhetorische Frage auf mich etwas überdreht...

Ninety
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Beitrag von Ninety » 03.06.2010, 11:11

Puh, ich weiß jetzt nicht, wie man die Zitate nicht im Ganzen, sondern so einzelnd hier darstellen kann. Ich hoffe, es wird jetzt nicht zu unübersichtlich. :D

Zu "gewinnen". Man sollte sowas ja eigentlich vermeiden, da es so nach Glücksspiel oder so klingt. Auf der anderen Seite finde ich es in dem Zusammenhang nicht so schlecht, da es ja nicht darum geht, dass ich Erfahrungen gewonnen habe. Dann würde man nämlich sagen, dass es Zufall war, dass ich diese gemacht habe. Der Sinn hinter dieser Aussage ist, dass ich ein wenig von mir preisgeben will. Außerdem sind meine Noten eher Durchschnitt und ich will damit ausdrücken, dass ich nicht so der Theoretiker bin, was auch so ist. 6 in Theorie, 1 in Praxis, überspitzt ausgedrückt. :wink:

Mein DA Thema hat schon was mit Personal zu tun. Es geht um Möglichkeiten und Grenzen von Verhaltensänderungen bei einem bestimmten Führungskräftetraining. Also lasse ich es lieber drin.

Worum es bei IT und den Medien genau geht, weiß ich nur im groben. Bei IT geht es wohl überwiegend um die Optimierung von IT-Services um den Wert zu steigern und bei den digitalen Medien um alles was damit zusammenhängt. Marktentwicklung, Risiken, Chancen, Kanäle... Im Allgemeinen ja Marketing, was ja mein Studienschwerpunkt ist. Wobei es hier ja darum geht, dass man einen gewissen Überblick hat, damit man die geeigneten Leute für die Jobs finden kann.

Den ersten Abschnitt habe ich jetzt erst mal gestrichen. :wink:

Eine Präzision zum Thema Erfahrungen sehe ich jetzt nicht als notwendig, da ich in diesem Abschnitt ja auf einige eigehe. Für Mehr, ist in so einem Anschreiben ja nun auch kein Platz. :? Bei den Prozessverbesserungen könnte mal wohl noch was sagen. Für mich war es in diesem Augenblick irgendwie klar, dass es um DIE Prozesse geht, mit denen ich auch zu tun hatte. Weiß nur nicht, wie ich das in einem kurzen Satz erklären soll. Es ging halt überwiegend darum, dass einige Arbeitsschritte gemacht wurden, die ich für nicht notwendig gehalten habe. Quasi doppelt gemoppelt. Und da hatte ich die Möglichkeit dies anzusprechen, woraufhin es geändert wurde. Aber ich kann ja schlecht sagen (überspitzt), dass die Firma völlig unrentabel gearbeitet hat und dann kam ICH, als kleine Praktikantin, und hab denen erst mal gezeigt, wie der Hase läuft.. :lol:
Zum Wort "Freude": Aber ich bin doch ein kleines Mädchen! :P Ha, ne. Scherz. Hast Recht-ist gestrichen.
Meine "Zukunft" könnte ich vielleicht mit solchen Sachen begründen, dass ich gerne mit Menschen arbeite (was man allerdings auch in vielen anderen Jobs machen kann) und dass ich mich freu, wenn andere mit meiner Hilfe beruflichen Erfolg erlangen. Aber das ist alles so abgedroschen... Da fällt mir nichts zu ein. :(

Über meinen Schlusssatz muss ich mir noch Gedanken machen.

Ninety hat Folgendes geschrieben:
Durch mein Studium sind mir Digitale Medien nicht unbekannt.

Ist gestrichen.

Ninety hat Folgendes geschrieben:
Ihr großer Erfolg verspricht mir abwechslungsreiche und spannende Tätigkeiten
Aber irgendwo muss ich doch mal schleimen... :shock:

Ninety hat Folgendes geschrieben:
Sie haben noch weitere Fragen? Dann freue ich mich auf Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch.

Gemessen am Rest wirkt die rhetorische Frage auf mich etwas überdreht...


Die Frage ist aber nicht rhetorisch gemeint. Das bleibt drin. :P

Ninety
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Beitrag von Ninety » 03.06.2010, 11:30

Zum Thema Prozesse noch mal. Vielleicht so oder ähnlich?

Intern konnte ich meine Ideen zur Optimierung verschiedener Arbeitsschritte einbringen, die überwiegend auch umgesetzt wurden.

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Beitrag von FRAGEN » 04.06.2010, 10:28

Ninety hat geschrieben:Zu "gewinnen". Man sollte sowas ja eigentlich vermeiden, da es so nach Glücksspiel oder so klingt.
Diesen Einwand kannst Du m. E. vergessen. Der kommt vermutlich von jemandem, der nicht so richtig sicher in unser beider Muttersprache ist... ;-)

Zum Thema "Erfahrungen und Zukunft" habe ich mich wohl ungenau ausgedrückt. Ich meinte nicht unbedingt, dass Du zu BEIDEM Zusätzliches schreiben solltest, sondern, dass es einer inhaltlichen Verbindung zwischen diesen Begriffen bedarf. Du schreibst (unter "Erfahrung") dass Du dieses und jenes gemacht hast... und liegst ganz richtig in der Annahme, dass der Umfang dieser Dinge für eine Anschreiben genau richtig ist. Danach schreibst Du allerdings sinngemäss, dass Du aufgrund dieser Erfahrungen Deine Zukunft in diesem Thema siehst. Und da frage ich: Warum? Ich habe schon 1000 Dinge gemacht, in denen ich NIEMALS meine Zukunft sähe... ganz im Gegenteil! Verstehst Du, was ich meine? Es fehlt das, was Deine (berufliche und/oder private) Person mit diesen Themen zu tun hat, um aus den "Erfahrungen" eine "Zukunft" abzuleiten!

Ninety hat geschrieben:Ihr großer Erfolg verspricht mir abwechslungsreiche und spannende Tätigkeiten [/i]Aber irgendwo muss ich doch mal schleimen... :shock:
Ob Du das musst, sei mal dahin gestellt... aber wenn Du es tust, sollte es logisch sein! Der Punkt war nicht, dass Du "schleimst" (was ich im übrigen auch gar nicht behauptet habe)... sondern dass Du mit "Erfolg" und "Abwechslung" zwei Begriffe verbunden hast, die a priori nichts miteinander zu tun haben... was wiederum nicht heisst, dass solch eine Verbindung sich nicht über einen Zwischenschritt herstellen liesse. Im Grunde ein ähnliches Thema wie mit den "Erfahrungen" und der "Zukunft"... ;-)
Ninety hat geschrieben:Sie haben noch weitere Fragen? Dann freue ich mich auf Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch.
FRAGEN hat geschrieben:Gemessen am Rest wirkt die rhetorische Frage auf mich etwas überdreht...
Die Frage ist aber nicht rhetorisch gemeint. Das bleibt drin. :P
Grundsätzlich finde ich es gut, dass Du hier nicht alles für bare Münze nimmst und jede Rückmeldung Deinerseits wieder hinterfragst. Nur um in diesem Fall ganz sicher zu gehen: Ich wollte nicht sagen, dass ich Dir Deine Bereitschaft, Fragen zu beantworten, nicht abnehmen würde... sondern nur, dass dieser Satz stilistisch aus dem Rahmen fällt. Der hat quasi 20% mehr Schwung als jeder andere... obwohl er objektiv der mit dem geringsten Informationsgehalt ist. Wirkt auf mich ein wenig eigentümlich...

Ninety
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Beitrag von Ninety » 04.06.2010, 16:32

Huhu,

zuerst ein mal: Vielen Dank, dass du dir solche Mühe für mich gibst! :D Und wenn ich mal anderer Meinung bin, soll das auch kein Angriff sein oder dergleichen. Nicht, dass du das falsch verstehst. :wink:
Ich bin natürlich auch nicht böse, wenn du was etwas drastischer darstellst. Dafür bin ich hier. Aus einigen Sätzen klang mir durch, dass vielleicht das Eine oder Andere falsch aufgefasst wurde. Und wenn ich mich da irren sollte, hab ich es wenigsten mal gesagt. :)

Danach schreibst Du allerdings sinngemäss, dass Du aufgrund dieser Erfahrungen Deine Zukunft in diesem Thema siehst.
Aber so ist es doch eigentlich auch. Ich hatte vorher Punkte im Studium, die mich auf den Weg gebracht haben und durch mein Praktikum wusste ich, dass ich diesen Weg auch wirklich einschlagen möchte. Kommt das nicht raus? Hab den Satz noch mal etwas geändert. Vielleicht ist es so deutlicher:
"Meine Praktikumserfahrungen und die personalwirtschaftlichen Themen innerhalb meines Studiums, bestärkten mich darin meine Zukunft im Personalwesen zu suchen."

Der Punkt war nicht, dass Du "schleimst" (was ich im übrigen auch gar nicht behauptet habe)... sondern dass Du mit "Erfolg" und "Abwechslung" zwei Begriffe verbunden hast, die a priori nichts miteinander zu tun haben
(dat schleimen hab ja auch ICH behauptet :P ) Ich weiß schon was du meinst. Ich schließe quasi aus dem U-Erfolg, dass die Arbeit da abwechslungsreich sein MUSS, bzw. ich "verspreche" es mir daraus. Ich sehe den Job auch als abwechslungsreich, aber das kann auch bei einem U sein, welches keinen Erfolg hat. Höhö
Ich versuche einfach mal auf die eigentliche Aufgabe kurz einzugehen und daraus die Verbindung herzustellen. (ich denke das meinst du eher)

Der hat quasi 20% mehr Schwung als jeder andere
Ja, das mag sein. Ich perönlich finde es jetzt aber nicht so schlimm. Vielleicht ist das auch ein wenig persönlich Auslegungssache. Und ich denke DARAN soll es nun nicht scheitern, oder? 8)

Aber noch mal: Vieeellen, viieeelllen Dank für Anregungen und Kritik! Ich denke, ich kann nun noch mal was gescheites zusammenstellen. :D

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Beitrag von Ninety » 04.06.2010, 16:43

Mir ist gerade noch was eigefallen.

"Ihre ausgeschriebene Position als Recruiter verspricht mir abwechslungsreiche und spannende Tätigkeiten,..."

So hab ich den Bezug zum Erfolg weg. Die Position haben sie selbst ausgeschrieben und wissen was drin steht und was ich toll finde, fragen die eh immer in den persönlichen Gesprächen.
Und? :?: :)

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Beitrag von FRAGEN » 04.06.2010, 19:01

Ninety hat geschrieben:Aber so ist es doch eigentlich auch. Ich hatte vorher Punkte im Studium, die mich auf den Weg gebracht haben und durch mein Praktikum wusste ich, dass ich diesen Weg auch wirklich einschlagen möchte.
AaaaaaasooooOOO! Du wolltest also sagen, dass Dir der Verlauf des Praktikums Deine aus dem Studium begründete Annahme bestätigt hat?!? Könnte für meine Begriffe noch etwas klarer heraus kommen... ist aber schon auf einem ganz guten Weg... ;-)
Ninety hat geschrieben:Ich versuche einfach mal auf die eigentliche Aufgabe kurz einzugehen und daraus die Verbindung herzustellen. (ich denke das meinst du eher)
Assolutamente si... ;-)
Ninety hat geschrieben:Ihre ausgeschriebene Position als Recruiter verspricht mir abwechslungsreiche und spannende Tätigkeiten,...
Na siehste, Ninety... ;-)

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