Aktenbote und Mitarbeiter für das Archiv Bewerbung

Wenn ihr Berufsanfänger oder Berufspraktiker seid, dann könnt ihr eure Bewerbungsbeispiele in dieser Rubrik zur Diskussion stellen und die Musterbewerbungen anderer Bewerber bewerten. Auch für Bewerbungen um eine Neben- oder Teilzeitbeschäftigung.
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BerndStk
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Aktenbote und Mitarbeiter für das Archiv Bewerbung

Beitrag von BerndStk » 22.03.2012, 23:26

Hallo Leute,

ein Familienmitglied arbeitet bei der Deutschen Rentenversicherung und die haben im Moment 2 freie Stellen auf die ich mich bewerben möchte (Aktenbote und Mitarbeiter für das Archiv)
Nun fällt mir einfach nichts vernünftiges außer dem Standart Satz ein.
("Hiermit möchte ich mich bei ihnen bewerben")

Der Einleitungssatz für meine letzte Arbeitstelle sah ungefähr so aus:

"...als eines der erfolgreichsten Unternehmen der Gebäudetechnik Deutschlands beweisen sie,dass Innovation und Leistungsbereitschaft
auch heute noch hohe Maßstäbe setzt.
Mit diesem Erfolg begeistern sie mich, daher sende ich ihnen gerne meine Bewerbungsunterlagen zu um von ihnen zu lernen
und meine Fähigkeiten in ihrem Unternehmen einzusetzen."

Ich weiß nicht wie ich den hier auf die oben genannten Stellen sinnvoll anpassen kann.

Hat den jemand eine Idee für eine passende Alternative?
Und wie bringe ich denn das Familienmitglied am besten in den Einleitungsssatz?


Ich bin für jeden Tipp dankbar.

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 23.03.2012, 07:51

Hallo BerndStk,

was möchte wohl ein Personalverantwortlicher in einer Bewerbung lieber lesen:
A) Sie sind ein supertolles Unternehmen, deshalb will ich bei Ihnen arbeiten!
B) Die in der Stellenanzeige beschriebenen Aufgaben möchte ich gerne übernehmen, weil es mir Spaß macht, genau das zu tun!

Dass das Unternehmen toll ist, weiss der ersonalverantwortliche bereits. denn er arbeitet dort ja.

Deshalb empfehle ich eher in der Einleitung zum Ausdruck zu bringen, dass Du den Job gerne machen möchtest. Anstelle der Standardeinleitung
"... habe ich mit großer Begeisterung gelesen. Gerne bin ich der Neue ...."
kann man auch beginnen
"... zu übenehmen ....... zu machen, wird mir eine große Freude sein."

Viele Grüße aus Duisburg

Romanum
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Beitrag von Romanum » 23.03.2012, 14:20

ein Familienmitglied arbeitet bei der Deutschen Rentenversicherung und die haben im Moment 2 freie Stellen auf die ich mich bewerben möchte (Aktenbote und Mitarbeiter für das Archiv) Dann gehe doch auf die Familienmitglieder ein, dass sie dir diesen AG empfohlen haben. Das würden sie ja nicht machen, wenn sie nicht vom AG überzeugt wären. Und integriere wennmöglich auch gleich deine wichtigste Qualifikation für diese Jobs.

BerndStk
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Beitrag von BerndStk » 24.03.2012, 17:41

Vielen Dank an euch beide.

Ich setze hier mal 2 versionen von der Einleitung rein mit der bitte um Verbesserungsvorschläge und Tipps.


1)
Die Stelle des Aktenboten/Mitarbeiter des Archivs zu übernehmen wird mir eine große Freude sein.
Da mein Bruder "Name" schon viele Jahre bei ihnen arbeitet und ich so zahlreiche Eindrücke von ihren Dienstleistungen und ihrem Arbeitsklima erhalten habe,möchte ich mich hiermit bei ihnen bewerben.

2)
Durch die Empfehlung meines Bruders "Name",der schon viele Jahre bei ihrem Dienstleistungsunternehmen arbeitet,habe ich erfahren dass sie einen Arbeitsplatz als Aktenboten/Mitarbeiter des Archivs anbieten.


Ich hab echt Schwierigkeiten das ganze halbwegs gescheit zu formulieren.
Ich habe auch das Gefühl dass der Vitamin B Teil so nicht in Ordnung ist.
Danke im voraus.

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KillrAngel
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Beitrag von KillrAngel » 24.03.2012, 18:50

Ich würde die 2. Variante bevorzugen und dann direkt auf deine Eignung eingehen. Wenn dich dein Bruder direkt empfehlen würde, wäre das natürlich noch besser. Viel wichtiger bleibt aber dennoch deine Argumentation zur Eignung im Rest der Bewerbung.
Ich bin sowieso der Meinung, dass wenn man nichts ernsthaft wichtiges zu verkünden hat, dann darf die Einleitung unter den Tisch fallen und dort bleiben. Niemand wird sie da vermissen. Stell dir vor du müsstest jeden Tag die gleichen Beteuerung zu irgendeiner Stellenanzeige lesen? Da schaltet man doch beim ersten Satz schon ab.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 25.03.2012, 11:26

Für mich ist die zweite Variante auch mit Riesenabstand das Beste von allem bisher genannten - weil es einfach die erste und einzige ist, die sich nach "Wahrheit" anhört. Man hat als Leser ja (mehr oder minder bewusst) so seine Vorstellungen von dem Menschenschlag, der sich auf eine bestimmte Position bewirbt... und letztendlich auch von der Motivation dieses Menschenschlags. "Begeisterung" für die "Innovationskraft" eines Unternehmens ist einfach nicht die Art von Antrieb, den man von einem Aktenboten erwartet... genausowenig wie ein inneres Brennen für diese Tätigkeit. Da geht es einfach um einen nüchternen Deal, der auf einer gewissen Bodenständigkeit und wechselseitiger Verlässlichkeit basiert. "Familienverbundenheit" (hier am Beispiel des Bruders) passt da gut ins Bild... und die Tatsache, dass ebendieser Bruder (mit vermutlich grossen Parallelen im Erbgut) etwas Ähnliches seit Langem zuverlässig durchzieht, macht das Bild noch runder... ;-)

Ich wundere mich selbst immer wieder, um wieviel überzeugender die Bewerbungen klingen, die ganz geradeaus und ohne Faxen auf der Wahrheit basieren... auch wenn die für sich betrachtet gar nicht so "positiv" zu sein scheint...

BerndStk
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Beitrag von BerndStk » 25.03.2012, 12:45

Ich danke euch für die Tipps.
Ich stell mal das komplette Anschreiben hier rein.




Bewerbung als Aktenbote/Mitarbeiter des Archivs


Sehr geehrter Herr "Name"


Durch die Empfehlung meines Bruders "Name",der schon viele Jahre bei ihrem Dienstleistungsunternehmen arbeitet,habe ich erfahren dass Sie einen Arbeitsplatz als Aktenboten/Mitarbeiter des Archivs anbieten.
Da ihr Anforderungsprofil und das beschriebene Tätigkeitsfeld
meinem jetzigen Beruf ähnlich ist,bin ich mir sicher der richtige für sie zu sein.

Wie Sie aus den beigefügten Bewerbungsunterlagen entnehmen können arbeite ich zur Zeit im "Name" Paketzentrum in "Ort" in einem ungekündigtem Arbeitsverhältnis.
Mein Aufgabengebiet umfasst sowohl die Beladung und Entladung von LKW und Kleintransportern als auch das Bearbeiten,Sortieren und Auflegen von diversen Paketsendungen auf ein Förderband bzw. in einen Rollbehälter.

Den üblichen Anforderungen an einen Aktenboten/Mitarbeiter des Archivs bin ich gewachsen
und durch meine momentane Arbeitsstelle sind Anpassungsvermögen und Belastbarkeit selbstverständlich.

Zu einem Vorstellungsgespräch stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen:




Wie hört sich das denn an?

Nebenbei noch eine Frage.
Ich habe davor als Mechatroniker gearbeitet und da ich keine wirklichen Parallen zwischen meinem alten Job und dem hoffentlich neuen ziehen kann habe ich das ganze einfach weg gelassen.
Ist das gut oder schlecht?

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KillrAngel
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Beitrag von KillrAngel » 25.03.2012, 16:51

Durch diese Musterbewerbungsformulierung bekommt deine Bewerbung leider keine Aussagekraft.
Du musst argumentieren, warum du und nur du jetzt der Beste für den Job bist. Bitte weise nicht auf Unterlagen hin, sondern sage das, was notwendig ist um den Leser zu überzeugen. Niemand wird hin und her blättern.

Wichtige Stärken für diese Tätigkeit sollte wohl ein guter Orientierungs- sowie Ordnungssinn sein und natürlich Sorgfalt. Und ebenso müssen die allgemeinen sozialen Kompetenzen erwähnt werden. Dabei kannst du beispielsweise deinen alten Job erwähnen. Ansonsten ist dieser relativ unrelevant.

Die große Frage lautet immer: Warum sollest du diesen Job bekommen?

Alternative Formulierung: Als ... bei ... bin ich das Bearbeiten und Sortieren von diversen Paketsendungen bereits gewohnt. Hierbei bin ich besonders sorgfältig und verantwortungsbewusst. usw.

BerndStk
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Beitrag von BerndStk » 25.03.2012, 19:16

Danken für die Tipps und Ratschläge KillrAngel.

Hier mal eine überarbeitete Version.


Sehr geehrte Herr ____


Durch die Empfehlung meines Bruders _____,der schon viele Jahre bei ihrem Dienstleistungsunternehmen arbeitet,habe ich erfahren dass sie einen Arbeitsplatz als Aktenboten/Mitarbeiter des Archivs anbieten.
Da ihr Anforderungsprofil und das beschriebene Tätigkeitsfeld
meinem jetzigen Beruf ähnlich ist,bin ich mir sicher der richtige für sie zu sein.

Als Lagerkraft bei der ____ bin ich das Sortieren und Bearbeiten von diversen Paketsendungen
gewohnt.Hierbei bin ich besonders sorgfältig und verantwortungsbewusst.
Ebenso bin ich für die Beladung und Entladung von LKW und Kleintransportern zuständig bei der vor allem ein guter Ordnungssinn sowie eine hohe körperliche Belastung maßgebend ist.

Sie können von mir eine zuverlässige und teamorientierte Arbeitsweise erwarten.
So war es auch kein Problem für mich während meiner Zeit als Mechatroniker für Kälte - und Klimaanlagen einem Arbeitskollegen bei seinem Kundenauftrag abends freiwillig unter die Arme zu greifen oder auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten Störungen bei besorgten Kunden zu beseitigen.


Zu einem Vorstellungsgespräch stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen




Wie hört sich das an?
Was kann ich noch verbessern?

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KillrAngel
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Beitrag von KillrAngel » 25.03.2012, 21:26

Hinter jedem Punkt und Komma immer eine Leertaste setzen!
Das Grüne wurde alles korrigiert. Bitte auch die Zeilenabstände beachten.
BerndStk hat geschrieben:Bewerbungs als ...


Sehr geehrte Herr ____,

durch
die Empfehlung meines Bruders _____, der schon viele Jahre bei Ihrem Dienstleistungsunternehmen arbeitet, habe ich erfahren, dass Sie einen Arbeitsplatz als Aktenboten/Mitarbeiter des Archivs anbieten.

Als Lagerkraft bei der ____ bin ich das Sortieren und Bearbeiten von diversen Paketsendungen gewohnt. Hierbei bin ich besonders sorgfältig und verantwortungsbewusst. Ebenso bin ich für die Beladung und Entladung von LKW und Kleintransportern zuständig bei der vor allem ein guter Ordnungssinn sowie eine hohe körperliche Belastbarkeit maßgebend ist.

Sie können von mir eine zuverlässige und teamorientierte Arbeitsweise erwarten. Während meiner Zeit als Mechatroniker für Kälte- und Klimaanlagen war es für mich zum Beispiel selbstverständlich einem Arbeitskollegen bei seinem Kundenauftrag abends freiwillig unter die Arme zu greifen oder auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten Störungen bei besorgten Kunden zu beseitigen.

Zu einem Vorstellungsgespräch stehe ich gerne zur Verfügung. Ich freue mich auf Ihre Anwort.

Mit freundlichen Grüßen


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