Aktuell Buchbinder - Branche Druckerzeugnisse, und nun?

Auch im Berufsleben steht man immer wieder vor Herausforderungen und Problemen. Die könnt ihr hier diskutieren.
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daawuud
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Aktuell Buchbinder - Branche Druckerzeugnisse, und nun?

Beitrag von daawuud » 07.10.2011, 22:41

Hallo meine sehr verehrten Leser,

kurz zu meinem Profil, bin 22 Jahre alt, wohnhaft in Unterfranken (liegt in Bayern) und aktuell Buchbinder ohne IHK-Ausbildung (eben eingearbeitet). Was ich mache ist verschiedene Papierformate aus DIN A1- oder A3-Bögen mit einer Schneidemaschine auszuschneiden.

Zuvor habe ich den IHK-Beruf des IT-Systemelektronikers in einem sehr großen Unternehmen anhand einer dreijähirgen Ausbildung mit meiner bereits erworbenen Mittlere Reife (2,6) in (Baden Württemberg) erlernt.

Entsprechend habe ich mich vom IT-Bereich durch Absagen vor/nach dem Vorstellungsgespräch getrennt und mich in die Druckerzeugnisse durch Zusage nach vorheriger Bewerbung als Maschinenbediener hineingewagt.

Lange Rede überhaupt kein Sinn, mache ich mir momentan Gedanken, was ich denn aktuell nebenbei machen kann um später mal erfolgreich(er) im Berufsleben zu werden.

Kurz zum Unternehmen, ein neues Unternehmen welches durch zwei größere Firmen gegründet wurde (so Art Zwischenlösung). Momentan Zwei-Schicht-Betrieb, bald Drei. Mein Verdienst liegt jährlich bei ungefähr 23.400 € mit Prämie. Inklusive Nachtzuschlag etc. könnte es natürlich bis auf 30 Riesen im Jahr kommen.

Die Frage welche sich mir stellt - soll ich mich auf meine aktuelle Tätigkeit gänzlich konzentrieren und meinen Meister oder Techniker auf Teilzeit fünf Jahre lang durchziehen oder lieber im IT-Bereich bleiben und bspw. Microsoft Zertifikate absolvieren?

Zu was ratet ihr mir?! Im Voraus bedanke ich mich für alle Tipps, Anregungen, Bemerkungen, Erfahrungen etc.

Grüße

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 08.10.2011, 00:42

Wie viele deiner ehemaligen Mitschüler oder Bekannten sag(t)en: Ich mache was mit IT (Computer), ich mache was mit Druck?

Das Verhältnis dürfte eindeutig sein, hat aber auch mit dem Bedarf zu tun. D.h. du musst Informationen einholen, wie sich die Druckbranche verändert, bspw. durch die Digitalisierung und den möglichen Rückgang der Druckerzeugnisse.

Generell musst du Informationen über Berufswege sammeln, wo es nur geht: in Zeitschriften von den Druck-Fachverbänden, Arbeitgeberverbänden, Unternehmensbroschüren oder Gewerkschaften der Druckbranche. Außerdem Infos über berufliche Wege der Kollegen und Chefs einholen - im normalen Gespräch und informell versteht sich. So kannst du dir ein gutes Bild darüber machen, was geplant und was Zufall im Berufsweg der älteren Mitarbeiter war.

Auf manche Berufswege kommt man einfach nicht, wenn man loyal und fleißig seinen Job macht. Ich habe mal einen TV-Bericht gesehen, in dem ein Arbeiter rund um die Welt geflitzt ist, um Druckmaschinen zu reparieren und zu warten. Aber es ist ja eigentlich klar, wenn die deutschen Ingenieure solche tollen Druckmaschinen herstellen, dann müssen fähige Fachkräfte diese warten und reparieren. Mit deinen Elektronikkenntnissen wärst du nicht so weit davon entfernt, Teile auszutauschen. Nur so als Beispiel. Oder so eine Druckmaschine läuft nicht ohne entsprechende Programmierung - das wäre auch ein Weg. Es gibt viele Möglichkeiten, aber ob sie den eigenen Wünschen entsprechen, hängt auch etwas von der Umwelt ab, deswegen ist Informationen sammeln so wichtig.

Ein paar nützliche Seiten:

http://www.bildung-bw.de/fortbildung/info.htm

http://www.zfamedien.de/weiterbildung.php

http://www.bvdm-online.de/Bildung/weite ... ildung.php

http://www.vdmbb.de/bestell/pointmg.htm

http://www.vdmn.de/fach_ueausbildung_informationen.php

http://druck-medien.net/aktuell/browseb ... danalysen/

http://offsetdrucker.net

http://www.medientechnologe.org

http://www.druckspiegel.de/search/all?s ... submit.y=0

http://www.vdmnrw.de/bildung/informatio ... iative.php

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 08.10.2011, 08:48

Das scheint mir ein exzellenter Gedanke zu sein: Reprotechnik als Spezialisierungsrichtung einer IT-Tätigkeit klingt auch für mich nach einer interessanten Nische, in der man sich zu einem gesuchten Spezialist entwickeln kann, wenn man immer up to date bleibt. Gefährlich fände ich es hingegen, es sich im ungelernten Status bequem zu machen... auch wenn die sofortigen Verdienstmöglichkeiten dafür recht gut sein mögen. Langfristig rächt sich das fast immer. Aber das hattest Du ja, glaube ich, ohnehin nicht vor... ;-)

daawuud
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Beitrag von daawuud » 09.10.2011, 13:34

Hi,

Erstmal bedanke ich mich für eure Tipps, die Seiten und eure Antworten.

Einige Sätze haben mich auch sehr zum Nachdenken gebracht, vorallem gleich der zweite Absatz von dir Knightley.

Jetzt muss ich mir eben sehr gut überlegen, wie ich weiter mache...

Grüße

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