ALDI Bewerbung Fillialleitung als Verkaufsstellenverwalterin

Wenn ihr Berufsanfänger oder Berufspraktiker seid, dann könnt ihr eure Bewerbungsbeispiele in dieser Rubrik zur Diskussion stellen und die Musterbewerbungen anderer Bewerber bewerten. Auch für Bewerbungen um eine Neben- oder Teilzeitbeschäftigung.
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Aurian
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ALDI Bewerbung Fillialleitung als Verkaufsstellenverwalterin

Beitrag von Aurian » 04.07.2012, 22:43

Guten Abend!

Wie Ihr seht, bin ich neu und recht unerfahren hier. Kann allerdings mit Kritik umgehen.

Kurz zu mir. Ich gehöre zu denen, die seit einiger Zeit in der Presse als "Schleckerfrauen" bezeichnet werden. War dort 20 Jahre als Leitung beschäftigt und muss mich nun wieder auf Jobsuche begeben.
Habe demnach ewige Zeiten keine Bewerbungen mehr geschrieben und die, welche bei uns in der Verkaufsstelle abgegeben wurden, waren nur so Wischiwaschi.
Sprich so, wie ich sie vor 20 Jahren auch geschrieben hätte, nur halt damals noch per Hand.
Nun habe ich mich rangesetzt und versucht viele Hinweise von hier umzusetzen. Bin mir sicher, dass da doch noch viel Schief ging und hoffe auf Anregungen und bin der Kritik gegenüber nicht Taub auch wenn es weh tun wird. Weil wie gesagt es ist lange her mit meinem letzten Anschreiben und was damals galt gilt heute nicht mehr so unbedingt.

Hier ist mein Werk. Ich habe mich an DIN 5008 orientiert und es ist nicht länger als eine Seite




Bewerbung als Verkaufsstellenverwalter
Ihre Ausschreibung bei der Arbeitsagentur

Sehr geehrter Herr ABC,

mit Interesse habe ich bei meinem Erstbesuch in der Agentur für Arbeit erfahren, dass
die Stelle eines Verkaufsstellenverwalters in Ihrem Unternehmen ausgeschrieben ist.

Im Internet habe ich mich mehr über Unternehmen informiert und bin positiv beeindruckt.
Mit der konsequenten Umsetzung des Prinzips „Qualität ganz oben – Preis ganz unten“,
äußert sich XXX als attraktiver Arbeitgeber, der den Mitarbeitern Zukunftssicherheit generiert.

Verantwortung übernehmen, sich in ein Team zu integrieren und dieses zu motivieren, Abläufe organisieren und den direkten Kontakt zum Kunden zu haben. All das sind Dinge die ich bereits
kenne und in einem weiteren Job verfeinern und ausbauen möchte.

Seit 24 Jahren arbeite ich im Einzelhandel als Verkaufsstellenverwaltung, einige Zeit habe ich auch Erfahrungen im unteren Managementbereich sammeln können.
Mein Arbeitgeber schätze an mir mein Talent, das Personal stets so zukoordinieren, dass die optimale Lösung für die jeweilige Verkaufsstelle gefunden wurde. Auch fiel es mir nicht schwer die Mitarbeiter in anstrengenden und schweren Zeiten zu motivieren. Selbstverständlich gehörte zu meiner Arbeit auch eine der Verkaufsstelle angepasste Warendisposition durchzuführen, dies stellte für mein kein Problem dar, da es mir leicht fällt mich auf Gegebenheiten einzustellen und schnell zu reagieren.

Gern vervollständige ich Ihre ersten Eindrücke aus meinen Bewerbungsunterlagen in einem persönlichen Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen




XYZ

Anlagen




Bemerkungen über kostenorientiertes Arbeiten und Weitblick oder ähnliche Sachen, wurden bewußt nicht eingerbeitet. Erschien mir bei Pleite des Unternehmens nicht wirklich richtig.

lg Aurian

Aurian
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Beitrag von Aurian » 05.07.2012, 10:34

Hat niemand Verbesserungsvorschläge? :?

Romanum
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Beitrag von Romanum » 05.07.2012, 14:30

Verkaufsstellenverwalter Was macht so einer? Ist das so etwas wie ein Bezirksleiter, der mehrere Filialen organisatorisch leitet? Du solltest bei der Berufsbezeichnung aber die weibliche Form nehmen.
Sehr geehrter Herr ABC,

mit Interesse habe ich bei meinem Erstbesuch in der Agentur für Arbeit erfahren, dass
die Stelle eines Verkaufsstellenverwalters in Ihrem Unternehmen ausgeschrieben ist. Willst du mit dem "Erstbesuch" etwas Bestimmtes ausdrücken? Dass du lange Zeit nicht arbeitslos warst, geht ja schnell aus dem Lebenslauf hervor. Preise besser gleich deine Erfahrung an: du weißt wie eine Filiale funktioniert und worauf es ankommt, dass sie nach den Wünschen des Managements funktioniert und wo man dabei ansetzen muss, dass die Zahlen stimmen.
Mit der konsequenten Umsetzung des Prinzips „Qualität ganz oben – Preis ganz unten“,
äußert sich XXX als attraktiver Arbeitgeber, der den Mitarbeitern Zukunftssicherheit generiert. Aber wenn die Preise ganz unten sind, dann verdienen vielleicht die Mitarbeiter nicht ganz so viel, denn irgendwo muss ja gespart werden. Sowas geht auf Dauer selten gut, wie man ja bei Schlecker oder Praktiker sieht. :(

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 05.07.2012, 15:46

Hallo Aurian,

zunächst einmal gilt die DIN 5008 im Geschäftsverkehr; für Bewerbungen gibt es, wo wie auch für die Werbung insgesamt, keine DIN.

Davon abgesehen, dürfte es ratsamer sein, immer zuerst sein berufliches Können zu präsentieren und erst dann die Stärken / Kompetenzen.

Aprospros "Wischiwaschi". Ich denke die Einleitung fällt auch darunter. Fang' doch besser mit dem zweiten Absatz an; allerdings sollte dann noch eine Brücke zu Dir gebaut werden, die signalisiert, dass Du gene dort arbeuiten möchtest. Vielleicht sinngemäß: und deshalb möchte ich als neue Verkauf.... die Kunden in den Filialen herzlich willkommen heissen.

In diesem Zusammenhang: der Verkaufstsellenverwalter hat doch bestimmt nicht nur mit dem Personal zu tun, sondern auch mit den Kunden; falls ja, sollte da natürlich noch entsprechend ergänzt werden.

Viele Grüße aus Duisburg

Aurian
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Beitrag von Aurian » 05.07.2012, 18:04

Vielen Dank, für die Anregungen. :D

Werde mich gleich heran setzen und bearbeiten.

Die Firma sucht direkt nach einem Verkaufsstellenverwalter, sollte ich dies dann trotzdem noch näher erklären?

Die Sache mit den Preisen ganz unten kann schief gehen, weiß ich. Ich habe dies aus der Internetvorstellung des Unternehmens entnommen. Dort wird damit geworben, dass eben für wenig Geld seit vielen Jahren gute Qualität zu haben ist und somit eine enge Kundenbindung erreicht wird.
Werde es herausnehmen, immerhin bin ich ein gebranntes Kind und noch eine Insolvenz mag ich nicht mit machen.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 05.07.2012, 18:17

Aurian hat geschrieben:Werde es herausnehmen, immerhin bin ich ein gebranntes Kind und noch eine Insolvenz mag ich nicht mit machen.

Du könntest daran ja nichts ändern. Die Frage ist ja, ob du dich damit identifizieren kannst. Wenn du dich dort bewirbst, machst du das ja. Es muss ja auch nicht schlecht sein. Bei Schlecker waren es ja nicht die Preise, sondern dass die um jeden Preis wachsen wollten und dabei letztendlich den Kunden mit seinen Bedürfnissen aus den Augen verloren haben. :?


Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 06.07.2012, 13:19

Hallo Aurian,

ich denke, das war im Falle von Schlecker alles vorauszusehen. Nicht unbedingt attraktive, freundliche Geschäfte; ein überschaubares Angebot; ein resprktloser Umgang mit den Mitarbeitern, was sich oft unbewusst dann auf den Kunden ausgewirkt hat - wenn icvh mich mal in eine Filiale "verlaufen" habe, bin ich meist wieder schnell geflüchtet.

Bei Lidl und anderen dürfte die Wahrscheinlichkeit eher gering sein. Insofern hat die Übernahme eines solchen Slogans den Vorteil eines individuellen bezuges, d-h- der Personalverantwortliche sieht, dass Du Dich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hast, dass es eine exklusive Bewerbung ist und damit die Botschaft "Ich will für Sie arbeiten! deutlich ankommt.

Viele Grüße aus Duisburg

Aurian
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Beitrag von Aurian » 06.07.2012, 13:56

Hat etwas gedauert, bei dem Gewitter gestern wollte ich mit dem Laptop nicht mehr an Strom und Akku war schon gut runter.

Hier nun der zweite Versuch, mal schauen ob der besser gelungen ist.


Bewerbung als Verkaufsstellenverwalter
Ihre Ausschreibung bei der Arbeitsagentur

Sehr geehrter Herr XYZ,

seit vielen Jahren steht Ihr Unternehmen an der Spitze der Lebensmitteldiscounter.
Mit der Konzentration auf das Wesentliche findet das Discounter Prinzip bei Ihnen volle Anwendung und beweißt, es ist Möglich wirtschaftlichen Erfolg auf dieser Basis zu haben.
Irgendwie bekomme ich den Bezug zum Unternehmen nicht hin, bräuchte wenn möglich einige Tipps
Verantwortung übernehmen, sich in ein Team zu integrieren und dieses zu motivieren, Abläufe organisieren und den direkten Kontakt zum Kunden zu haben. All das sind Dinge die ich bereits
viele Jahre unter Beweis gestellt habe und jetzt bei Ihnen weiter vertiefen möchte.

Seit 24 Jahren arbeite ich im Einzelhandel als Verkaufsstellenverwaltung.
In dieser Position war ich für die Führung der Verkaufsstelle zuständig, so dass die betriebswirtschaftlichen Zahlen ständig optimiert wurdenkann ich das trotz der Insolvenz so schreiben? :?. Dazu gehörte unteranderemda fehlte mir ein anderes Wort die niveauvolle Beratung und Bedienung der Kunden, Kontrolle der Waren auf Verkaufsfähigkeit, Entgegennahme von Reklamationen.
Einige Zeit habe ich auch Erfahrungen im unteren Managementbereich sammeln können.

Mein Arbeitgeber schätzte an mir mein Talent, das Personal stets so zu koordinieren, dass die optimale Lösung für die jeweilige Verkaufsstelle gefunden wurde. Auch fiel es mir nicht schwer die Mitarbeiter in anstrengenden und schweren Zeiten zu motivieren.
Selbstverständlich gehörte zu meiner Arbeit auch eine der Verkaufsstelle angepasste Warendisposition durchzuführen, dies stellt für mich kein Problem dar, da es mir leicht fällt mich auf Gegebenheiten einzustellen und schnell zu reagieren.

Gern vervollständige ich Ihre ersten Eindrücke aus meinen Bewerbungsunterlagen in einem persönlichen Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen




Aurian

Anlagen




Ich gebe es zu, es fällt mir gerade nicht leicht ordentliche Formulierungen zu finden. Bin da völlig raus, ich hoffe Ihr tragt mir das nicht nach.

lg Aurian

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 06.07.2012, 14:27

Hallo Aurian,

ich fand ja die alte einleitung besser, hatte mehr Pfiff; das klingt jetzt so "normal". Und ich dachte immer .... "Berliner Schnauze" ....

Was ich übrigens aus dem anschreiben rausnehmen würde ist die Jahreszahl. denn 24 Jahre, da kann man leicht als personalverantwortlicher auf das Alter hochrechnen. Und bei dem einen oder anderen bedeutet das ein Minuspunkt. Hat man ein ansprechendes anschreiben und sieht der Pefrsonalverantwortliche erst dann im lebenslauf das alter, ist er eher geneigt, dem Bewerber trotzdem einzuladen.

Viele Grüße aus Duisburg

Aurian
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Beitrag von Aurian » 06.07.2012, 15:59

Bin ja nur zugezogener Bärliner. :D

Also die alte Einleitung mit irgendwie Bezug, warum ich dort arbeiten will.

Und der Rest war soweit ok, oder auch nochmal überarbeiten. :!: :?:
Achja den altersbezug entferne ich gleich


lg Aurian

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Beitrag von Aurian » 06.07.2012, 17:12

Habe jetzt nochmal verändert. Aber wirklich viel Neues ist mir nicht eingefallen. :(


Sehr geehrter Herr XYZ,

im Internet habe ich mich mehr über Ihr Unternehmen informiert und bin positiv beeindruckt.
Mit der konsequenten Umsetzung des Prinzips „Qualität ganz oben – Preis ganz unten“,
äußert sich XXX als attraktiver Arbeitgeber, der den Mitarbeitern Zukunftssicherheit generiert.

Verantwortung übernehmen, sich in ein Team zu integrieren und dieses zu motivieren, Abläufe organisieren und den direkten Kontakt zum Kunden zu haben. All das sind Dinge die ich bereits
viele Jahre unter Beweis gestellt habe und jetzt bei Ihnen weiter vertiefen möchte.

Seit meiner Ausbildung arbeite ich im Einzelhandel als Verkaufsstellenverwaltung.
In dieser Position war ich für die Führung der Verkaufsstelle zuständig, so dass die betriebswirtschaftlichen Zahlen ständig optimiert wurden. Dazu gehörte unteranderem die niveauvolle Beratung und Bedienung der Kunden, Kontrolle der Waren auf Verkaufsfähigkeit, Entgegennahme von Reklamationen.
Einige Zeit habe ich auch Erfahrungen im unteren Managementbereich sammeln können.

Mein Arbeitgeber schätzte an mir mein Talent, das Personal stets so zu koordinieren, dass die optimale Lösung für die jeweilige Verkaufsstelle gefunden wurde. Auch fiel es mir nicht schwer die Mitarbeiter in anstrengenden und schweren Zeiten zu motivieren.
Selbstverständlich gehörte zu meiner Arbeit auch eine der Verkaufsstelle angepasste Warendisposition durchzuführen, dies stellt für mich kein Problem dar, da es mir leicht fällt mich auf Gegebenheiten einzustellen und schnell zu reagieren.

Gern vervollständige ich Ihre ersten Eindrücke aus meinen Bewerbungsunterlagen in einem persönlichen Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen




Suche immer noch ein anderes Wort für "unteranderem". Ich finde es ja selber blöd, nur fällt mir nix anderes ein
:oops:

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 07.07.2012, 13:14

Hallo Aurian,

was hälst du denn von der Einleitung:

"als "echte Kauffrau" werde ich gerne die Verantwortung in einem xxxx Markt übernehmen und dafür Sorge tragen, dass das Prinzip „Qualität ganz oben – Preis ganz unten“ jeden tag auf Neue mit Leben ausgefüllt wird." deshalb freue ich mich schon sehr darauf, als stellvertretende Verkaufsstellenverwalterin für eines der führenden Einzelhandelsunternehmen im europäischen Markt zu arbeiten."

Viele Grüße aus Duisburg

Aurian
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Beitrag von Aurian » 07.07.2012, 21:18

Die hört sich gut an, würde ich so übernehmen, wenn ich darf, allerdings ohne das "stellvertretende", möchte schon gern wieder Chef sein.

Diese Slbstanpreissung liegt mir einfach nicht. Hoffentlich muss ich nicht soviele schreiben und habe bald wieder was festes.

lg Aurian

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 08.07.2012, 15:03

Hallo Aurian,

sicherlich darfst Du die Formulierung übernehmen. Wüsste nicht, was dagegen spricht.

Und notfalls darfst du mich auch direkt um Unterstützung kontaktieren.

Viele Grüße aus Duisburg

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