Allgemeine Fragen. Bitte um Antworten

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Etninnix
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Registriert: 08.03.2006, 08:16

Allgemeine Fragen. Bitte um Antworten

Beitrag von Etninnix » 08.03.2006, 16:02

Hallo @ all,

toll, dass sich hier welche zusammen getan haben, um anderen zu helfen! Ich schreibe für meine bessere Hälfte die Bewerbungen, weil es seine derzeitigen Arbeitszeiten einfach nicht erlauben, sich selbst an die Arbeit zu machen…

Also, mein Liebster (übrigens fast 31) ist seit dem 10.10.2006 bei einer Catering Firma als Fahrer beschäftigt. Sein Halbjahresvertrag soll sich angeblich im Anschluss nochmals um ein halbes Jahr verlängern. Konkret Bescheid hat er aber noch nicht. Da seine Arbeitszeiten aber mehr als flexibel sind (ein 12-Stundentag ist die Regel und nach ca. 10 Tagen hat man vielleicht mal einen Tag frei, der dann aber mitten in der Woche ist), was man ihm im Vorstellungsgespräch gar nicht gesagt hat, möchte er sich weg bewerben. Denn wenn er nach Hause kommt, kann er fast schon wieder ins Bett, um fit für den nächsten Tag zu sein.

Als erstes sage ich mal ein bisschen was zu seinem „Lebenslauf“. Also, er hat seine Berufsausbildung zum Elektroinstallateur erfolgreich abgeschlossen und arbeitete nach der Ausbildung ein paar Wochen/Monate (leider weiß er das nicht mehr so genau und hat auch kein Zeugnis über diese Zeit) in einem Schwimmbad- und Saunatechnik-Betrieb als Aushilfe. Daran schloss sich seine Wehrdienstzeit an. Dort konnte er seinen Führerschein der Klasse 2 machen. Danach war er wieder für ca. 2 bis 3 Monate arbeitslos. Er bekam dann einen Job als LKW-Fahrer auf dem Großmarkt und war dort 7 Jahre beschäftigt. Der Fuhrpark wurde dann aber aufgelöst bzw. an billigere Arbeitskräfte vergeben. Er bekam dann eine Abfindung. Nach dieser Zeit fand er fast im Anschluss für 2,5 Monate Arbeit als Produktionshelfer. Leider bekam er auch hierüber keinen Nachweis/kein Zeugnis. Im neuen Jahr steckte man ihn in eine Maßnahme vom Arbeitsamt. Dort konnte er seine Fahrerlaubnis für Flurförderfahrzeuge (Gabelstapler) erwerben. Ziel dieser Maßnahme war es, sich eine Praktikumsstelle zu beschaffen. Diese erhielt er bei einer Brauerei für 2 Monate, an dem sich ein Halbjahresvertrag (saisonbedingt) anschloss. Nach wiederum kurzer Zeit der Arbeitslosigkeit fand er für ein Vierteljahr einen Job als LKW-Fahrer für einen Containerdienst über eine Zeitarbeiterfirma. Dort wurde er dann betriebsbedingt gekündigt… Danach war er für ca. 2 Monate wieder arbeitslos, bis er wieder saisonbedingt bei der Brauerei anfangen konnte… Und fast im Anschluss daran, ist er beim jetzigen Job gelandet…

Was er gerne machen möchte: LKW-Fahrer (aber nicht im Fernverkehr!) oder Gabelstaplerfahrer im Lager-/Logistikbereich. Als Elektroinstallateur sieht er keine Zukunftschancen, weil er keine Berufserfahrung besitzt und sich seit seiner Ausbildung auf diesem Gebiet so viel geändert hat. Ganz allgemein gesagt, würde er aber so gut wie alles machen bzw. neu erlernen, wenn die Betriebe Weiterbildungsmaßnahmen anbieten.

Das Arbeitsamt hat ihm gesagt, dass die Möglichkeit bestünde, sich bei einem Betrieb als Wiedereingliederungsmaßnahme zu bewerben… Das haben wir jedoch noch nicht versucht.

Gern würde er auch einen Busführerschein machen, aber das zahlt das Arbeitsamt nicht und alleine können wir uns das nicht leisten…

Also schreiben wir immer nur Initiativbewerbungen oder die Firmen an, die tatsächlich mal eine Anzeige in der Zeitung/im Internet haben und deren Anforderungsprofil so einigermaßen auf ihn zutrifft.

Anfangs, also kurz nach seiner ersten Entlassung als langjähriger Kraftfahrer, hatte er auch viele Vorstellungsgespräche. Leider haben sich die entsprechenden Firmen immer für einen Mitkandidaten entschieden…

Doch mittlerweile kommen nur Absagen oder Anschreiben zurück, in denen steht, dass man die Bewerbung auf Wiedervorlage gesetzt hat.

Daher setze ich Euch demnächst (in naher Zukunft :)) mal seine Bewerbungsunterlagen zur Durchsicht rein, damit Ihr uns besser helfen könnt. Am Wochenende will ich mich daran machen.

Für Tipps/Anregungen wären wir sehr dankbar! Sieht es im Anschreiben besser aus, wenn man seine persönlichen Daten in der Kopfzeile schön graphisch verpackt? Und, soll ich im Lebenslauf die Stelle beim Schwimmbad- und Saunabetrieb weglassen, weil er keine Unterlagen dazu hat? Die als Produktionshelfer finde ich hingegen aber ganz wichtig, weil es zeigt, dass er auch andere Sachen erlernen kann. Tja, und dann sähe es tatsächlich nicht schön aus, ständig nach der Zeitangabe und dem Doppelpunk „arbeitssuchend“ stehen zu haben… Und, wenn man von der einen Firma nur die Kündigung und nichts weiter hat, fügt man dann die in Kopie bei oder was? Bislang haben wir die jedenfalls weggelassen.

Vielen Dank und liebe Grüße

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Marlenchen
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Re: Allgemeine Fragen. Bitte um Antworten

Beitrag von Marlenchen » 09.03.2006, 16:30

Hallo,
Daher setze ich Euch demnächst (in naher Zukunft :)) mal seine Bewerbungsunterlagen zur Durchsicht rein, damit Ihr uns besser helfen könnt. Am Wochenende will ich mich daran machen.


Ja, mach das mal.
Sieht es im Anschreiben besser aus, wenn man seine persönlichen Daten in der Kopfzeile schön graphisch verpackt?


Schön sieht das bestimmt aus, aber ob man unbedingt im Anschreiben von der Norm abweichen sollte?

Beim Lebenslauf ist die Gestaltung schon etwas freier, so dass etwas an der Kopfzeile herumexperimentiert werden kann.
Und, soll ich im Lebenslauf die Stelle beim Schwimmbad- und Saunabetrieb weglassen, weil er keine Unterlagen dazu hat?


Nö, würde ich nicht weglassen.
Tja, und dann sähe es tatsächlich nicht schön aus, ständig nach der Zeitangabe und dem Doppelpunk „arbeitssuchend“ stehen zu haben…
Mittlerweile bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass die Zeiten der Arbeitslosigkeit in einem Lebenslauf nichts zu suchen haben, da es um Berufstätigkeiten geht. Andere werden dann sagen, ein Lebenslauf muss möglichst lückenlos sein, aber Arbeitslosigkeit ist heutzutage zur Normalität (gerade wegen der geforderten Flexibilität) geworden, dass der Personaler sich denken kann, dass jemand, der eine Lücke im Lebenslauf hat, in dieser Zeit arbeitslos war.

Man könnte dann auch einen Hinweis einfügen, wenn man das so macht: Während nicht angegebener Zeiträume Arbeitssuche.
Und, wenn man von der einen Firma nur die Kündigung und nichts weiter hat, fügt man dann die in Kopie bei oder was? Bislang haben wir die jedenfalls weggelassen.


Die Kündigung solltet ihr auf keinen Fall mitschicken. In Zukunft könnt ihr ja daran denken, euch immer ein Arbeitszeugnis aushändigen zu lassen, denn darauf hat der Arbeitnehmer einen Anspruch, genauso wie auf den Lohn.

Etninnix
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Beitrag von Etninnix » 27.03.2006, 12:18

Hallo,

das Einstellen seiner Bewerbung hat sich - Gott sei Dank - vorerst erledigt. Er hatte heute ein Vorstellungsgespräch und ist genommen worden!!! :lol:

Trotzdem vielen lieben Dank dafür, dass es dieses tolle Forum gibt! Hoffentlich bringt es anderen auch so viel Glück!

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