Alltagsbegleiterin Bewerbung um Stelle als Betreuungskraft

Wenn ihr Berufsanfänger oder Berufspraktiker seid, dann könnt ihr eure Bewerbungsbeispiele in dieser Rubrik zur Diskussion stellen und die Musterbewerbungen anderer Bewerber bewerten. Auch für Bewerbungen um eine Neben- oder Teilzeitbeschäftigung.
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Janni1988
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Alltagsbegleiterin Bewerbung um Stelle als Betreuungskraft

Beitrag von Janni1988 » 29.11.2016, 11:46

Guten Morgen ihr Lieben,

Sofern es erlaubt ist, würde ich mein Anschreiben hier posten, damit der ein oder andere mal drüberschauen kann, sofern er mag. Vielleicht gibt es ja gravierende Fehler in der Formulierung etc.

LG



Bewerbung um eine Stelle als Betreuungskraft nach § 87b XI


Sehr geehrter Herr W.,

über Ihre Internetseite „www.........e“ habe ich erfahren, dass Sie derzeit auf
der Suche nach einer Betreuungskraft/Alltagsbegleiterin sind.
Gern würde ich Ihnen deshalb einen Einblick in mein Bewerberpfrofil geben.


Im April diesen Jahres habe ich meine Ausbildung zur Alltagsbegleiterin nach § 87b XI
über das G***** L***** in Moers sehr erfolgreich abgeschlossen. Hier gewann
ich im Rahmen meines Praktikums einen spannenden Einblick in die Tätigkeiten
des sozialen Dienstes, ebenso konnte ich hier einen ersten Einblick in die Palliativpflege
bekommen.

Auch im familiären Umfeld habe ich bereits praktische Erfahrungen in der Arbeit mit
Demenziell veränderten Menschen sammeln können, da meine Großeltern ebenfalls
in Ihrem Pflegeheim betreut werden. Hierrüber konnte ich bereits persönliche Erfahrungen
mit der Anwendung der basalen Stimulation und der Biograhie-Arbeit machen.

Während meiner Ausbildung habe ich unter anderem folgende Kenntnisse erworben:


Grundkenntnisse in der Pflege und Betreuung betroffener Personen,
grundlegende Kenntnisse über Demenzerkrankungen, psychische Erkrankungen,
angemessene Kommunikation mit psychisch erkrankten und dementen Patienten,
Zusammenarbeit und Kommunikation mit Beteiligten (Familienangehörige, Freunde)
Betreuungskonzepte
Ernährung und Hauswirtschaft.
Integrative Validation nach Nicole Richard


Gern stehe ich Ihnen im Rahmen eines persönlichen Gesprächs zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Jeannette H.....

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TheGuide
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Re: Alltagsbegleiterin Bewerbung um Stelle als Betreuungskra

Beitrag von TheGuide » 29.11.2016, 15:36

Hallo Janni,

das Forum ist genau dazu da, hier über Bewerbungen zu diskutieren.
Janni1988 hat geschrieben: über Ihre Internetseite „www.........e“ habe ich erfahren, dass Sie derzeit auf
der Suche nach einer Betreuungskraft/Alltagsbegleiterin sind.
Gern würde ich Ihnen deshalb einen Einblick in mein Bewerberpfrofil geben.
Fundort mit in den Betreff, Absatz als überflüssig streichen.

Im April diesen Jahres habe ich meine Ausbildung zur Alltagsbegleiterin nach § 87b XI
über das G***** L***** in Moers sehr erfolgreich abgeschlossen. _Hier gewann
ich im Rahmen meines Praktikums einen spannenden Einblick in die Tätigkeiten
des sozialen Dienstes, ebenso konnte ich hier einen ersten Einblick in die Palliativpflege
bekommen.
2x Einblick
Streiche die Modalverben (sollen, müssen, können, dürfen) für den Bewebrungsprozess aus deinem Wortschatz!
Bekommen ist kein Verb, das Aktivität deinerseits voraussetzt.


Auch im familiären Umfeld habe ich bereits praktische Erfahrungen in der Arbeit mit
Demenziell veränderten Menschen sammeln können, da meine Großeltern ebenfalls
in Ihrem Pflegeheim betreut werden.
Das mit den dementiell veränderten Menschen klingt nach Political Correctness am falschen Ort. Also, nicht, dass ich etwas gegen Political Correctness und Gutmenschentum hätte, im Gegenteil, ich finde es eher im Negativen beachtenswert, dass beides mittlerweile als Schimpfwort verwendet wird, aber es wirkt so, als wolltest du die harte Realutät möglichst weich darstellen.

Dass deine Großeltern Demenz haben und im Pflegeheim betreut werden mag dem Leser zwar leid tun, ist aber kein Argument, dich einzustellen. Ja, es sagt nicht einmal etwas darüber aus, wie viel du damit tasächlich überhaupt zu tun hast.
Hierrüber konnte ich bereits persönliche Erfahrungen
mit der Anwendung der basalen Stimulation und der BiograPhie-Arbeit machen.
Während meiner Ausbildung habe ich unter anderem folgende Kenntnisse erworben:


Grundkenntnisse in der Pflege und Betreuung betroffener Personen,
grundlegende Kenntnisse über Demenzerkrankungen, psychische Erkrankungen,
angemessene Kommunikation mit psychisch erkrankten und dementen Patienten,
Zusammenarbeit und Kommunikation mit Beteiligten (Familienangehörige, Freunde)
Betreuungskonzepte
Ernährung und Hauswirtschaft.
Integrative Validation nach Nicole Richard
Bitte keine Listen; im Anschreiben immer Fließtext. Listen sind was für faule Leute, dein Anschreiben ist immer so etwas, wie eine erste Arbeitsprobe. Zudem führe nicht das auf, was klar ist sondern das, was dich von deinen Mitauszubildenden hervorhebt.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 02.12.2016, 15:40

Janni1988 hat geschrieben:Auch im familiären Umfeld habe ich bereits praktische Erfahrungen in der Arbeit mit
Demenziell veränderten Menschen sammeln können, da meine Großeltern ebenfalls
in Ihrem Pflegeheim betreut werden.

Wenn deine Großeltern im Pflegeheim betreut wurden, dann ist nicht klar, inwieweit du nun dabei praktische Erfahrungen sammeln konntest.

Hierrüber konnte ich bereits persönliche Erfahrungen
mit der Anwendung der basalen Stimulation und der Biograhie-Arbeit machen.

Hier ist gar nicht klar, im Rahmen von was und in welchem Umfang und welche Relevanz hat dies für die Stelle?


Janni1988
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Beitrag von Janni1988 » 04.12.2016, 11:25

@Romanum. Danke erst mal für die Antwort. Die Begriffe "Basale Stimulation" und "Biographie-Arbeit" sind in diesem Beruf sehr wohl relevant. Sie sind fester Bestandteil und ein MUSS einer jeden sozialen Betreuung und gehören in den festen "Pflegeplan" einer Einrichtung. Dass man beides schon mal praktisch ausprobiert hat, ist keine Selbstverständlichkeit . Das mit meinen Großeltern habe ich nicht aus "Mitleidgründen" erwähnt, sondern um zu zeigen, dass ich mich auch ausserhalb des Praktikums mit diesen Dingen beschäftige und sie praktisch anwende.

Was könnte man Deiner Meinung nach besser schreiben ?

Gruß

Janni1988
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Beitrag von Janni1988 » 04.12.2016, 11:31

@TheGuide , Danke für deine Antwort. Was ich mich allerdings frage: Was ist an "Biographie-Arbeit" falsch geschrieben? laut Duden Kann man es entweder mit "f" oder eben alternativ mit "ph" schreiben? bin verwirrt . Das mit der basalen Stimulation etc. finde ich eben doch erwähnenswert. Diese Dinge sind fester Bestandteil jeder Betreuung und ein MUSS im "Pflegeplan" ( hatte ich oben schon geschrieben) weiss ehrlich gesagt nicht mehr, wie ich es noch formulieren soll .

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 04.12.2016, 11:54

Janni1988 hat geschrieben:@TheGuide , Danke für deine Antwort. Was ich mich allerdings frage: Was ist an "Biographie-Arbeit" falsch geschrieben? laut Duden Kann man es entweder mit "f" oder eben alternativ mit "ph" schreiben? bin verwirrt .
Du hattest Biogra_hie geschrieben statt Biographie. Das p fehlte.
Janni1988 hat geschrieben: Das mit der basalen Stimulation etc. finde ich eben doch erwähnenswert.
Hatte das jemand kritisiert? Ich jedenfalls nicht und Romanum fragt nach, welchen Stellenwert das habe, kritisiert also nicht die Verwendung sondern eher, dass nicht klar wird, wieso du das einbringst. Das heißt nicht streichen sondern nachbessern.

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 04.12.2016, 12:12

Du könntest also schreiben:„... habe bereits Erfahrung in xyz gemacht und dabei festgestellt, wie wichtig diese für das Wohlbefinden und die Gesundheit der Bewohner sind.“

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 04.12.2016, 12:36

Ich würde fast eher in die Richtung gehen, mit welchen Methoden du basal stimulierst. So zeigst du, dass du nicht nur ein Schlagwort in dein Anschreiben einbringst sondern dieses auch mit Inhalt zu füllen weißt.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 05.12.2016, 11:06

Die Begriffe "Basale Stimulation" und "Biographie-Arbeit" sind in diesem Beruf sehr wohl relevant. Sie sind fester Bestandteil und ein MUSS einer jeden sozialen Betreuung und gehören in den festen "Pflegeplan" einer Einrichtung. Dass man beides schon mal praktisch ausprobiert hat, ist keine Selbstverständlichkeit .

Wie schon geschrieben: Es ist nicht klar, in welchem Umfang diese Erfahrungen vorliegen. Außerdem ist es eben besser, Kenntnisse nicht nur einfach zu nennen, sondern auch zu argumentieren, was man mit diesen Kenntnissen erreichen/besser machen kann.

Das mit meinen Großeltern habe ich nicht aus "Mitleidgründen" erwähnt, sondern um zu zeigen, dass ich mich auch ausserhalb des Praktikums mit diesen Dingen beschäftige und sie praktisch anwende.

Das habe ich auch nicht behauptet. Der Satz ist nur ziemlich unlogisch. Und das "Zeigen" kommt in diesem Satz gar nicht vor. Für dich mag dein Engagement völlig klar sein, aber nicht für einen Außenstehenden nicht, der dein Leben nicht konkret kennt.

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