Alternativen zum Studium? Ausbildung mit Abi?

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floxxy
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Alternativen zum Studium? Ausbildung mit Abi?

Beitrag von floxxy » 29.11.2012, 19:57

Hallo Leute,

einige haben ja schon mitverfolgt, dass ich evtl. mit dem Studium aufhöre. Ich will es zwar noch weiter versuchen und die Klausuren abwarten, aber irgendwie denke ich, (Krankheit, Depression, Situation zu Hause..) dass eine Ausbildung vielleicht der bessere Weg für mich ist. Geregelte Verhältnisse, ein wenig Geld um auf eigene Füße zu kommen, weniger belastend für meine Psyche..

Stellt sich mir aber immer noch die Frage : Welche Ausbildung mit einem guten Abitur???
Ich würde zwar gerne mit Tieren arbeiten und werde mich auch wieder für TFA bewerben, aber da man davon ja nicht wirklich gut leben kann und die auch nicht wirklich händeringend gesucht werden..brauche ich wohl Alternativen.

Welche Ausbildungsberufe haben heute denn Zukunft, und wo werde ich meinen eigenen Ansprüchen gerecht? Ich möchte schon eine Familie damit ernähren können und nicht nach 10 Jahren Berufserfahrung noch unter 2000 Euro verdienen... das ist als "plan B" zum Studium echt mein größtes anliegen, denn aus finanzieller Sicht wäre es mir schon wichtig unabhängig von meinen Eltern zu werden, die mir leider sehr im Nacken liegen. Das bin ich zwar erst mal auch mit 1.200 Brutto, aber mit 40 wäre das dann nicht mehr so schön. Ihr versteht hoffentlich, was ich meine - bevor es heißt, es geht nur ums Geld. Mir geht es um die Existenz, ein "normales" bzw. "gutes" Leben..
Meine Deutsch/Mathekenntnisse sind gut, ich spreche sehr gut Englisch, darüber hinaus französisch. Biologie und ein wenig Naturwissenschaft interessiert mich auch, vielleicht wäre ich den Anforderungen auch auf Ausbildungsniveau gewachsen. Auf Studienniveau fand ich Physik und Chemie zwar teilweise interessant, aber auch verdammt hart..
Ich glaube gar keine richtigen Stärken zu haben, wenn es um Fächer geht. Ich bin immer mehr so der Allrounder gewesen in der Schule. :(

Romanum
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Beitrag von Romanum » 29.11.2012, 21:31

Ich nenne mal ein paar Berufe, die mir einfallen (vielleicht kennst du ein paar noch nicht so genau und kannst dich näher informieren):

Veterinärmedizinisch-technische Assistentin

Pferdewirtin

Ergotherapeutin

Physiotherapeutin

Logopädin

Augenoptikerin

Tierpflegerin im Fachbereich Forschung und Klinik

Einige Ausbildungen kosten allerdings Schulgeld, was dann nicht in Frage kommen dürfte. Du bist fleißig und das Lernen/ Arbeiten im luftleeren Raum dürfte dir nicht liegen (Ferndiagnose :wink: ), daher solltest du eine Ausbildung mit viel Kontakt zu Lebewesen, die du unterstützen kannst, anstreben.

floxxy
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Beitrag von floxxy » 01.12.2012, 11:54

Mit Physiotherpaie und Logopädie habe ich mich auch schon beschäftigt. Das geht "notfalls" ja auch (wie du schon sagtest unter der Voraussetzung von Schuldgeld) an privaten Schulen, sprich da drängt die Bewerbungszeit auch nicht so.
Pferde sind nicht so meins.

Was mir neu ist, ist die veterinärmed. tech. Assistentin.
Habe dazu mal im Berufenet der Arbeitsagentur gelesen.. bin ich dann nicht quasi einfach nur MTLA? In der Forschung oder Industrie könnte ich (so sehr ich Tiere eben mag) nicht arbeiten! Da kommt auch Tierpfleger nicht in Frage. Ich stelle mir dann immer vor, ich müsste irgendwelche Hunde, Katzen und Nager versorgen, welchen unter nicht ganz schonenden Bedingungen irgendwelche Substanzen verabreicht werden.. Stichwort Tierquälerei.
Ich weiß nicht, in wie weit das diese vet. tech. Assistenten betrifft bzw. ob man dann nur in Tierkliniken (in denen man dann ja tatsächlich Tieren helfen würde) wirklich Arbeit findet. Nicht, dass man am Ende im Pharmaunternehmen um die Ecke landet. :(

Romanum
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Beitrag von Romanum » 04.12.2012, 16:06

Was im Einzelnen gemacht wird, hängt dann auch vom AG ab. Du müsstest zuerst gucken, welche AG es in deiner Region gibt und dich dann noch besser informieren, indem du mit denen telefonierst, zum Tag der Offenen Tür gehst oder ein Praktikum absolvierst. Letztendlich hättest du damit einen Fuß im Tierbereich, von wo aus du dich auch in andere Richtungen weiterentwickeln könntest.

Bzgl. Pharmaunternehmen: auch Tiere brauchen Medikamente, um deren Leiden zu lindern. Aber um diese einsetzen zu können, muss die Wirksamkeit erst mal getestet werden. Wobei es auch Ansätze gibt, ohne Tierversuche auszukommen, man experimentiert dabei an Zellkulturen.

Oder du strebst eben gleich deine Wunschausbildung Tierheilpraktikerin/ Tierphysiotherapeutin an, was aber auch wieder Geld kostet. Außerdem müsstest du dich über die generellen Arbeitsmarktchancen und den Bedarf dafür informieren. Geld verdienen könnte man in den Wintermonaten auf einer Huskyfarm. Es gibt schon viel, was man mit Tieren arbeiten kann, aber die Informationen musst du zusammentragen, um entscheiden zu können, ob es sinnvoll ist.

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