Anerkennungsjahr Arbeitszeugnis bewerten

Fragen zu Zeugnissen und Nachweisen: Müssen alle bisherigen Zeugnisse mitgeschickt werden? Welche Nachweise sind wichtig? Wie müssen die Zeugnisse geordnet werden?
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Adrenalon
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Anerkennungsjahr Arbeitszeugnis bewerten

Beitrag von Adrenalon » 13.03.2008, 00:27

Abend allerseits,

ich arbeite atm als Praktikant im Anerkennungsjahr, für Heilerziehungspflege, in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung.

Jetzt habe ich ein Zwischenzeugnis erhalten, damit ich mich für eine Stelle nach dem Anereknnungsjahr bewerben kann.
Meine Chefin hat mir gesagt, dass sie den auch mir bekannten Problembereich der freizeitpädagogischen Gestaltung (Eigeninitiative) zwar erwähnen muss, ich aber keine Sorge haben muss, mich mit diesem Zeugnis nicht bewerben zu können. Es wäre zwar "nicht sehr gut, aber gut."
Nach Sichtung einiger Informationen über das Schreibverfahren solcher Zeugnisse bin ich etwas skeptisch geworden und weiss ehrlicherweise absolut nicht mehr, was ich von diesem Zeugnis halten soll. Es wäre wirklich sehr nett, wenn sich a jemand zu Äußer könnte :/


Hier also das Zeugnis:


Herr *** ***, geboren am ** ** ****, ist seit dem 1.08.2007 im Anerkennungsjahr für Heilerziehungspfleger im ****-****-Haus beschäftigt.

Das ****-****-Haus bietet 42 erwachsenen Menschen mit geistigen und / oder mehrfachen Behinderungen ein Zuhause. Die Einrichtung ist in 4 Gruppen und 2 Wohntrainigsbereiche unterteilt.

Herr **** ist in Wohngruppe II eingesetzt, einer heterogenen Gruppe, in der 7 Männer und 4 Frauen mit unterschiedlichen geistigen und zum Teil zusätzlichen körperlichen Behinderungen wohnen. Er arbeitet im Schicht- und Wechseldienst in einer 38,5-Tage-Woche. Seine Aufgaben ergeben sich aus dem pädagogischen, pflegerischen und hauswirtschaftlichen Bereich, dazu gehörten vor allem:

- Erstellen von Förderplänen
- Führung der Dokumentation
- Teilnahme an Teamgesprächen und Hausmeetings
- Hilfestellung und Durchführung bei der individuellen Basisversorgung
- Begleitung von Freizeitangeboten, auch Gruppenübergreifend
- Gestaltung sozialer Beziehungen und des Wohnumfeldes
- Anleitung und Begleitung der BwohnerInnen im lebenspraktischen Bereich
- Planung und Begleitung bei Arztterminen, ach außerhalb der Einrichtung
- Erledigung aller anfallenden hauswirtschaftlichen Arbeiten in der Wohngruppe


Herr **** verfügt über ein solides Grundwissen in seinem Arbeitsbereich. Nach einer ausreichenden Einarbeitungszeit konnte er sein Wissen gut in der Gruppe umsetzen und auch eigenverantwortlich die Gruppe leiten. Er ist in der Lage sich in neuen Situationen zurechtzufinden und kann komplizierte Zusammenhänge erfassen, nachvollziehen und entsprechend adäquat handeln.

Besonders hervorzuheben ist sein stets freundlicher und empathischer Umgang mit den Bewohnern.

Herr **** versteht es, die Bwohner mit ihren unterschiedlichen Behinderungsarten anzunehmen. Er zeigt sich im Umgang sehr geduldig und ist stets um das Wohl der einzelnen Bewohner bemüht. Er kann Nähe zulassen, gleichzeitig aber auch eine nötige Distanz einhalten.

Seine Leistungsbereitschaft und Eigeninitiative entspricht im Wesentlichen den Anforderungen. Dabei zeigt er sich im Grupenalltag als zuverlässiger und kompetenter Mitarbeiter, der auch schwierigen Sitautionen gewachsen ist.

Das persönliche Verhalten gegenüber Kollegen und Leitung ist stets einwandfrei. Er arbeitet zuverlässig und gewissenhaft und ist bereit, Hilfestellung und Kritik anzunehmen. Auch im Umgang mit Dritten ist sich Herr **** seiner Aufgaben bewusst und bedenkt dabei die Richtlinien der Institution. Gegenüber Eltern und Angehörigen ist sein Verhalten stets freundlich und korrekt.

Insgesamt verhält Herr **** sich stets kooperativ und hat bislang sein Anerkennungsjahr erfolgreich gemeistert.

Das Zwischenzeugnis wird auf Wunsch von Herrn **** erstellt, damit er sich entsprechend bewerben kann.

Wir danken ihm für die gute Zusammenarbeit und wünschen ihm persönlich und beruflich für die Zukunft alles Gute.




Danke!!!

derWolf
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Re: Anerkennungsjahr Arbeitszeugnis bewerten

Beitrag von derWolf » 13.03.2008, 10:14

Hallo Adrenalon,

....dein Zeugnis steht im ganzen für eine nochnichteinmal durchschnittliche Beurteilung... und das konsequent vom ersten bis zum letzten Satz!

Wolf

Adrenalon
Beiträge: 10
Registriert: 12.03.2008, 23:53

Beitrag von Adrenalon » 13.03.2008, 12:38

Das dachte ich mir fast... :evil:

Das ist jetzt ziemlich mies, gerade wenn meine Chefin mir glaubhaft versichtert, das wäre ein gutes Zeugnis.

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