anonym ausgeschriebene Stellenangebote Arbeitsagentur

Welches sind die besten Online-Jobbörsen? Was muss beachtet werden? Lohnen sich kostenpflichtige Einträge? Fragen zur staatlichen (Bundesagentur für Arbeit) und privaten Jobvermittlung.
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Erdbeere
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anonym ausgeschriebene Stellenangebote Arbeitsagentur

Beitrag von Erdbeere » 06.09.2006, 21:16

Hallo,

auf der Internetseite der Agentur für Arbeit gibt es Stellenangebot die anonym ausgeschrieben werden. Man schickt seine Bewerbung dann also an den angegebenen Sachbearbeiter der Arbeitsagentur und weiß im Grunde nicht, welcher Arbeitgeber dahintersteht.

Ich hab inzwischen schon ein ganzes Teil solcher Bewerbungen verschickt und nur Absagen von der Agentur bekommen. Der Text ist immer der gleiche. Mitunter legen sie auch das Anschreiben mit in die Mappe zurück. Normalerweise behält das ja der Arbeitgeber. Auf mich macht das den Eindruck, als würden die Bewerbungen überhaupt nicht gelesen und stoßen nur auf Desinteresse.

Als ich von einer meiner Bewerbungen sehr lange nichts hörte, wagte ich es der Sachbearbeiterin vom Arbeitsamt eine höfliche (wirklich höfliche) e-Mail zu schicken, mit der Frage wie der Stand der Bearbeitung wäre. Die Antwort fiel frech aus: ich sollte solche e-Mails in Zukunft unterlassen. Da frage ich mich, warum die e-Mail-Adresse des Sachbearbeiters mitangegeben war, wenn man ihnen nicht schreiben soll. Ruft man dort an, hängt man ewig in einer Warteschleife.

Ich würde einfach nur gerne hören, ob ich die einzige bin, die mit dieser Art von Stellenausschreibung kein Glück hat?

LG
Erdbeere

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 06.09.2006, 21:22

Hallo Erdbeere!

Teilweise ist es so, dass das Arbeitsamt von der Firma mit der Vorauswahl beauftragt ist... Frag mich nicht, wer darauf kommt + was er damit bezweckt... ;-)

Erdbeere
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Beitrag von Erdbeere » 07.09.2006, 10:40

Naja,

es geht wohl darum, dass der Arbeitgeber sich die Arbeit und die Kosten für die Rücksendung der Bewerbung ersparen will. Deswegen gibt er diese Anzeigen anonym auf, damit die Bewerbungen nur ans Arbeitsamt geschickt werden können. Die treffen dann eine Vorauswahl. Leider ist der Text der Absage immer gleich, so dass ich den Grund der Absage nie erfahre. Und wenn man nachfragt, wie ich ja schon oben geschrieben habe, bekommt man nur patzige Antworten. Klar haben die viel zutun, dass weiß ich auch, nur hilft mir das nicht weiter. Es ist ja auch nicht so, dass ich mich auf Stellen bewerbe, die überhaupt nicht meinem Profil entpsrechen, also wüßte ich schon gerne mal den Grund.

Wer hat denn noch Erfahrungen mit diesen Ausschreibungen gesammelt?

LG
Erdbeere

Caroline
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Beitrag von Caroline » 07.09.2006, 17:07

Ich finde das sehr suspekt. Welchen Grund sollte ein Unternehmen haben, Stellenangebote anonym aufzugeben? Mir fallen leider keine plausiblen ein, sondern nur "unseriöse": Zeitarbeit, Adress-Sammler, ominöse Weiterbildungsinstitute etc. Die Kosten für die Rücksendung der Bewerbung sollten für ein erfolgreiches und offenes Unternehmen kein Problem darstellen. Bewerbersuche kostet eben etwas und Unternehmen können ja schlecht von den Bewerbern ein professionelles Vorgehen verlangen, wenn sie selbst nicht mal dazu bereit sind, 1,50 Euro für die Rücksendung zu bezahlen.

Wenn du nicht unbedingt darauf angewiesen bist, dann verschwendest du mit weiteren Bewerbungen auf solche Stellenangebote nur deine Zeit bzw. handelst dir eventuell nur Ärger ein.

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Beitrag von Erdbeere » 09.09.2006, 13:03

Also, solche Stellenangebote finden sich dort öfter. Bei einem Beratungsgespräch, sagte mir eine Mitarbeiterin des Arbeitsamtes, dass die Betriebe diese Kosten sparen wollen. Man schickt die Bewerbung ans Amt z. Hd. des angegebenen Sachbearbeiters und unter Angabe einer Referenznummer.

Ich habe es schon erlebt, dass ein Unternehmen sowohl anonym beim Arbeitsamt als auch "offiziell" in der Zeitung eine Stelle ausschrieb. Weil die Tätigkeits-, Betriebsbeschreibung und Firmenstandort identisch waren, habe ich beim Arbeitsamt angerufen und gefragt ob es sich um die FA. XY handelt. Als Grund habe ich gesagt, dass ich nicht zwei Bewerbungen zur selben Stellen schicken will. Tatsächlich handelte es sich um die gleiche Firma.

Von Zeitarbeitsfirmen habe ich auch schon Ausschreibungen beim Arbeitsamt gesehen, die waren dann nicht anonym. Also irgendwie glaube ich nicht, dass diese anonymen Anzeigen nur Zeitarbeitsfirmen oder so sind.

Bei der schlechten bis gar keinen Resonanz die ich dabei erhalte, spare ich mir das in Zukunft wohl auch besser, obwohl ich wirklich einen Job brauche.

LG
Taurus

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 09.09.2006, 15:16

Bei näherem Nachdenken finde ich auch das "Kostensparen" als Argument extrem fragwürdig, da es sich bei der Personalauswahl normalerweise um a) wichtige und b) langfristige Investitionen handelt. Ob z. b. die "Chemie" (sowohl zwischen Geschäftsführung und MA, als auch unter den MA´s sowie zwischen Kunden und MA´s) stimmt, kann kein Amt der Welt "nach Aktenlage" entscheiden. Und die Kosten für die Rücksendung eines u. U. grösseren Bewerbungsstapels sind nichts im Vergleich zu denen, welche die "falschen" Leute im Betrieb verursachen! Wer das in Kauf nimmt, muss schon weit stärkere Gründe, als eine vergleichsweise bescheidene Ersparnis haben.

Variante 1 hat Caroline schon erwähnt:

Der Laden hat einen derart schlechten Ruf, dass sich normalerweise, d. h. ohne AA als "Interventionsmacht" keine guten Leute melden würden. Damit in Zusammenhang der Gedanke, dass solche Firmen als Konsequenz dann eine derart hohe Fluktuation haben, dass die o. g. Abwägung der langfristigen (falsche(r) MA) gegenüber den kurzfristigen Verfahrenskosten (Porto etc.) tatsächlich nicht mehr so deutlich ausfällt.

Ein anderer, vergleichsweise harmloser und m. E. nicht allzu seltener Fall: Der AG hat unter unwahren Behauptungen Aufträge an Land gezogen, die seine tatsächliche Leistungsfähigkeit bei Weitem übersteigen... und nun einen Höllenschiss, dass der Auftraggeber auf irgendwelchen Wegen erfährt, dass er die Voraussetzungen erst im Nachhinein zu schaffen versucht...

ksmith
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Beitrag von ksmith » 09.09.2006, 17:24

Naja, was die Anonymen Anzeigen mal etwas grundsätzliches.

Die ganzen privaten Stellenvermittlungen und Peronalberater, schreiben in ihren Anzeigen auch keine Kundendaten hinein.
Ich Denke mal nicht, daß es etwas mit den Kosten zu tun hat oder gar mit irgendwelchen dubiosen Geschäften.

Es geht wohl vielmehr darum, dass eine Vorfilterung der Bewerber durchgeführt wird.
Das Problem, daß viele Unternehmen heute haben ist, daß einfach zuviele Bewerbungen auf eine Stelle eingehen und somit indirekt die Kosten für die Bearbeitung steigen. Das hat in erster Linie wenig mit dem Porto zu tun, sondern eher mit der Zeit.
Die Firmen wollen nur Bewerbungen bekommen, die auch wirklich in Frage kommen.
Weshalb eine solche Firma aber ausgerechnet die BA verwendet, kann evtl. daran liegen, dass das Unternehmen noch recht jung ist und die Kosten wohl niedriger sind als bei den privaten.
Das wäre also ein Aspekt, bei dem man aufpassen sollte.

Früher war es ja auch oftmals der Fall, heute zum Teil auch noch, daß bei den Stellenanzeigen in den Printmedien, oftmals auch keine Anschriften vorhanden waren, sondern lediglich eine Chiffre Nummer. Die Bewerbungen wurden also dann an die Zeitung geschickt unter Angabe der Chiffre Nummer und an das entsprechende Unternehmen weiter geleitet.

Schlecht bei beiden Varianten ist aber, dass man sich nicht wirklich vorab über das Unternehmen informieren kann, da man ja erstmal nicht weis, um welches Unternehmen es geht.

Gruss
Ken

ublindert
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Anonyme Anzeigen bei der Arbeitsagentur

Beitrag von ublindert » 30.10.2006, 14:52

Hallo,

also das mit der frechen Antwort am Telefon finde ich nicht okay, schließlich sollte die Agentur vor allem Dienstleister sein! Für alle Kunden wohlgemerkt! Ich habe selbst aber die Erfahrung gemacht, dass die Mitarbeiter, die die Firmenkontakte betreuen und eine Vorauswahl treffen, fitter sind als andere MA der Agentur. Das war auf jeden Fall mein Eindruck.

Du könntest vielleicht noch mal folgendes versuchen. Recherchier noch mal solche Stellen, verfasse Bewerbungen und gehe damit zu deinem Bearbeiter und frag ob das passt und ob er/sie wüsste, was den Unternehmen wichtig sein könnte. Versuch vielleicht so, an die MA dranzukommen und mal mit denen zu sprechen. Bei 30 bis 50 Bewerbungen ist es eben schwer, zu den Auserwählten zu gehören.

Meine Erfahrung war aber, dass es keine unseriösen Unternehmen waren, auf die man sich anonym bewerben konnte. Vielleicht kannst du ja deine Bewerbungen ja auch noch mal checken lassen?

Viel Glück wünscht

Ublindert

Floyd
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Arbeitsagentur Vermittlungvorschläge Erfahrung

Beitrag von Floyd » 05.08.2009, 10:47

Ich habe jetzt 3 Vorschläge innerhalb kürzester Zeit gekriegt.Das Beste ist ja ,es ist ein VORSCHLAG und dann steht da BITTE UMGEHED SOFORT BEWERBEN...
Es handelt sich bei allen drei um Zeitarbeitsfirmen (Manpower,Persona Service usw).Welch ein Wunder, da ja ca. 95% der ausgeschriebenen Stellen bei der BA von Zeitarbeitsfirmen sind.

Bei der einen Zeitarbeitsfirma habe ich angerufen und mir wurde Sofort gesagt :Stelle ist weg,ich soll aber meine Unterlagen da hinschicken..
Bei der anderen war der nette Herr richtig frech und fragte mich direkt (originazitat) : wie lange wollen Sie noch zu Hause sitzen und haben Sie vor noch Arbeitslos sein? Das können Sie mir ruhig sagen ich bin ein Personaldienstleister nicht die Arbeitsagentur,keine Angst!
zur Anmerkung bin offiziel seit dem 1.8.09 arbeitslos.,mein letzter Arbeitsvertrag ist am 31.7 abgelaufen und wurde nicht verlängert.

Also sich bei einer der tausend Zeitarbeitsfirmen vorzustellen dafür brauche ich doch keinen Vermittlungsvorschlag..
Ich habe das Gefühl die Bundesagentur Für Arbeit und der Staat absichtlich immer mehr Menschen in die Zeitarbeit bzw. Niedriglohnsekor drängen wollen..
Ich frage ich mich auch warum die Arbeitsagentur (85000 Mitarbeiter in D) und Jobcenter all Ihre "Energie" in Leihfirmen, 1-Eurojobs und überflüssige Maßnahmen verschwenden .

ice_and_fire
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Re: Arbeitsagentur Vermittlungvorschläge Erfahrung

Beitrag von ice_and_fire » 05.08.2009, 11:44

Floyd hat geschrieben: Bei der einen Zeitarbeitsfirma habe ich angerufen und mir wurde Sofort gesagt :Stelle ist weg,ich soll aber meine Unterlagen da hinschicken..
Bei der anderen war der nette Herr richtig frech und fragte mich direkt (originazitat) : wie lange wollen Sie noch zu Hause sitzen und haben Sie vor noch Arbeitslos sein? Das können Sie mir ruhig sagen ich bin ein Personaldienstleister nicht die Arbeitsagentur,keine Angst!
Namen geben lassen. Den Chef anrufen bzw anschreiben und sagen, dass man entsprechende Info auch dem Arbeitsamt geben wird und sie beten wird die Partner der Zusammenarbeit demnächst sorgfälltiger zu wählen

Geisterfahrer
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Beitrag von Geisterfahrer » 07.08.2009, 17:39

Ich würde mich da wie gewünscht vorstellen, um Stress mit Armutsagentur zu vermeiden.
Die ganzen Stellenanzeigen sind bei diesen Konsorten eh nur Köder, sprich die gibt es nicht. Deshalb sind die in den Jobbörsen auch so oft vetreten. Die bieten was an, was nicht existiert. Die wollen halt Karteileichen an Land ziehen.
Um fachgerechte Vermittlung geht es der Armutsagentur eh nicht. Die wollen die Statistik um einen Arbeitslosen auf Teufel komm raus bereinigen. Sei froh, dass du in keine besonderen Maßnahmen musst oder einen 1-Euro-Job bekommst, so wie die armen Hartz-Teufel.

toedti2000
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Beitrag von toedti2000 » 07.08.2009, 19:31

zeitarbeitsfirmen sind im regelfall besser als ihr ruf. und der bereich zeitarbeit ist nun einmal eine branche, die in zukunft auch immer verhältnismäßig mehr wachsen wird wie andere branchen.

klar, es gibt hier auch schwarze schafe. aber eben nicht nur. wer anderes behauptet, kennt sich dort nur wenig aus, wahrscheinlich eher sind die erfahrungen vom hören-sagen.

der verbleib eines arbeitnehmers in der zeitarbeit ist sicher nicht auf dauer ausgerichtet, aber auch dieses ist in einzelfällen möglich. im regelfall sollte man diese zeitarbeit aber als sprungbrett in einen job sehen. die vermittlungsquote der mitarbeiter zeitarbeitsfirmen an deren auftragsfirmen liegt im regelfall zwischen 40 und 70%. im regelfall bekommt man bei zeitarbeitsfirmen auch weniger geld, was auch schon daraus resultiert, dass im normalfall 35-stunden-verträge geschlossen werden. es liegt aber auch daran, dass diese firmen halt geld verdienen müssen, denn sonst wären sie keine firmen. und es kann auch passieren, dass ein mitarbeiter für eine zeit nicht beschäftigt werden kann, weil es keine aufträge für ihn gibt und trotzdem weiter geld beziehen möchte. da nützt das arbeitszeitkonto auch nicht immer etwas. es gibt dort im normalfall auch tarifverträge und diese sind auch nicht so unattraktiv, wie sie immer dargestellt werden.

es ist aber heute einfach so, dass arbeitnehmer nach jahren arbeitslos werden und irgendwann dann feststellen müssen, dass das lohngefüge vielleicht nicht so ist, wie sie es wünschen. wenn ich nach 20 jahren arbeitslos werde, ist es zwar toll, wenn ich zuletzt 3000 euro verdient habe (um mal eine summe zu nennen...), aber wenn der markt nicht mehr als 2200 euro her gibt, dann ist es nun mal so. das ist sicher nicht schön, aber es passiert immer wieder. wer dann allerdings darauf wartet, dass man ihm auf dem silbertablett einen job präsentiert, wo er mindestens eben diese 3000 euro, nach möglichkeit aber gerne mehr, verdient, der wird in der heutigen zeit schnell in algII absteigen.

fakt ist, dass viele firmen gerne über zeitarbeitsfirmen aufträge vergeben, um flexibel arbeiten zu können. und das sollte jeder langsam einmal einsehen.

Geisterfahrer
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Beitrag von Geisterfahrer » 08.08.2009, 14:32

Naja, die meisten Zeitarbeitsfirmen mögen zwar keine schwarzen Schafe sein aber die Vermittlung ist alles andere als optimal. Es ist Fakt, dass zumindest in technischen Berufen die günstigen Stellenbörsen mit Köderangeboten verschiedener Couleur zugebombt werden, um Lebensläufe zu erhaschen. Dann füllen die geköderten "Opfer" Skillbögen aus und werden in der Datenbank abgelegt.
Die meisten Vermittler haben sehr wenig Gespür für die Qualifikation der
Leute, die sie vermittlen sollen. Die halten ein paar Skillzettel mit Schlagwörtern übereinander gegen das Licht und schauen, ob sie deckungsgleich sind. Wenn ja wird "vermittelt".
Momentan ergeben sich aber erhebliche Diskrepanzen zwischen Bewerbung und Vermittlung, weil halt kaum neue Kräfte gebraucht werden. Da fallen diese Köderangebote auf.
Nach der Bewerbung heißt es dann, wir kommen, falls wir etwas für Sie gefunden auf Sie zurück. Auf Nachfrage, dass ich mich doch auf eine explizite Stelle beworben habe, war nur ein Schmunzeln zu hören. Das Gros der Ingenieursdienstleister verfährt genauso - mein Cousin arbeitet bei einem angesehenen.

Teddy1967
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Beitrag von Teddy1967 » 10.01.2010, 13:49

Hallo Leute,
wer kann mir helfen? Bins bis zum 31.03.2010 noch in einem Angestelltenverhältnis beschäftigt. War aber schon bei der Agentur für Arbeit
um mich evtl. zum 01.04.2010 arbeitslos zu melden.
Nun habe ich schon einen Vermittlungsvorschlag bekommen. Bei diesem Arbeitgeber habe ich schon mal vor Jahren ein Probearbeiten gemacht aber wir sind irgendwie nicht zusammengekommen. Es hat mir dort auch nicht gefallen.
Muß ich mich jetzt trotzdem auf diesen Vorschlag bewerben?

Teddy1967
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Beitrag von Teddy1967 » 10.01.2010, 13:52

Teddy1967 hat geschrieben:Hallo Leute,
wer kann mir helfen? Bin bis zum 31.03.2010 noch in einem Angestelltenverhältnis beschäftigt. War aber schon bei der Agentur für Arbeit
um mich evtl. zum 01.04.2010 arbeitslos zu melden.
Nun habe ich schon einen Vermittlungsvorschlag bekommen. Bei diesem Arbeitgeber habe ich schon mal vor Jahren ein Probearbeiten gemacht aber wir sind irgendwie nicht zusammengekommen. Es hat mir dort auch nicht gefallen.
Muß ich mich jetzt trotzdem auf diesen Vorschlag bewerben?

Connyy
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Beitrag von Connyy » 31.01.2010, 14:43

toedti2000 hat geschrieben: A) zeitarbeitsfirmen sind im regelfall besser als ihr ruf. und der bereich zeitarbeit ist nun einmal eine branche, die in zukunft auch immer verhältnismäßig mehr wachsen wird wie andere branchen.

B) klar, es gibt hier auch schwarze schafe. aber eben nicht nur. wer anderes behauptet, kennt sich dort nur wenig aus, wahrscheinlich eher sind die erfahrungen vom hören-sagen.

C) der verbleib eines arbeitnehmers in der zeitarbeit ist sicher nicht auf dauer ausgerichtet, aber auch dieses ist in einzelfällen möglich. im regelfall sollte man diese zeitarbeit aber als sprungbrett in einen job sehen. die vermittlungsquote der mitarbeiter zeitarbeitsfirmen an deren auftragsfirmen liegt im regelfall zwischen 40 und 70%. im regelfall bekommt man bei zeitarbeitsfirmen auch weniger geld, was auch schon daraus resultiert, dass im normalfall 35-stunden-verträge geschlossen werden. es liegt aber auch daran, dass diese firmen halt geld verdienen müssen, denn sonst wären sie keine firmen. und es kann auch passieren, dass ein mitarbeiter für eine zeit nicht beschäftigt werden kann, weil es keine aufträge für ihn gibt und trotzdem weiter geld beziehen möchte. da nützt das arbeitszeitkonto auch nicht immer etwas. es gibt dort im normalfall auch tarifverträge und diese sind auch nicht so unattraktiv, wie sie immer dargestellt werden.

D) es ist aber heute einfach so, dass arbeitnehmer nach jahren arbeitslos werden und irgendwann dann feststellen müssen, dass das lohngefüge vielleicht nicht so ist, wie sie es wünschen. wenn ich nach 20 jahren arbeitslos werde, ist es zwar toll, wenn ich zuletzt 3000 euro verdient habe (um mal eine summe zu nennen...), aber wenn der markt nicht mehr als 2200 euro her gibt, dann ist es nun mal so. das ist sicher nicht schön, aber es passiert immer wieder. wer dann allerdings darauf wartet, dass man ihm auf dem silbertablett einen job präsentiert, wo er mindestens eben diese 3000 euro, nach möglichkeit aber gerne mehr, verdient, der wird in der heutigen zeit schnell in algII absteigen.

E) fakt ist, dass viele firmen gerne über zeitarbeitsfirmen aufträge vergeben, um flexibel arbeiten zu können. und das sollte jeder langsam einmal einsehen.
Sorry, aber jedes dieser Argumente kann ich aus eigener Erfahrung als realitätsfern bezeichnen. Seit der Gesetzgeber die "Möglichkeit" des Einsatzes in einer Firma auf unbestimmte Zeit geändert hat (nicht mehr auf max. 6 Monate/Jahr begrenzt), sieht das alles andere als gut aus. Warum sollte auch eine Firma mehrere 1.000 € als Ablöse zahlen, wenn es auf dem Markt auch kostengünstig "ohne" geht?? Vermittlung zwischen 40 und 70 % ??? Die Zahl wird wohl eher von den Personaldienstleistern selbst oder der Arge herausgegeben!!! Und was man davon halten kann, sollte sich jeder selbst denken. Firmen "arbeiten" heutzutage mit kompletten Abteilungen mit Leiharbeitern monatelang/jahrelang um sie bei Umstruktuierungsmaßnahmen dann schnellstmöglich auch wieder loswerden zu können. Bei den Personaldienstleistern wird nur in den seltesten Fällen jemand ohne Einsatz weiterbezahlt. Vielmehr wird dann unter Berücksichtigung des Zeitkontos und Urlaubs "fristgerecht" gekündigt.
Nicht falsch verstehen. Es ist oftmals nicht anders möglich überhaupt einen Vollzeitjob zu finden und da sind dann Personaldienstleister sicher noch das kleinere Übel, als zu Hause rumzusitzen. Wenn man aber über diese Firmen einen Job hat, empfehle ich jedem, sich ggf. nebenbei um einen richtigen Job zu kümmern. Denn eine Übernahme ist alles andere als wahrscheinlich.

Connyy
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Beitrag von Connyy » 31.01.2010, 14:49

Teddy1967 hat geschrieben:Hallo Leute,
wer kann mir helfen? Bins bis zum 31.03.2010 noch in einem Angestelltenverhältnis beschäftigt. War aber schon bei der Agentur für Arbeit
um mich evtl. zum 01.04.2010 arbeitslos zu melden.
Nun habe ich schon einen Vermittlungsvorschlag bekommen. Bei diesem Arbeitgeber habe ich schon mal vor Jahren ein Probearbeiten gemacht aber wir sind irgendwie nicht zusammengekommen. Es hat mir dort auch nicht gefallen.
Muß ich mich jetzt trotzdem auf diesen Vorschlag bewerben?
Ist denn das Probearbeiten schon soooo lange her? Wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Firma sich noch daran erinnern kann, dass es nicht geklappt hat, würde ich es im Bewerbungsschreiben mit einfliessen lassen. Vielleicht sagen sie dir dann ab?

denkerstirn
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Allround qualifiziert???

Beitrag von denkerstirn » 29.06.2010, 11:38

Hallo,
habe dazu auch eine Erfahrung gemacht: Hab auf so eine Anzeige der Arbeitsagentur geantwortet, und ich brauche wirklich ganz dringend eine Stelle. Nach ein paar Tagen bekam ich eine Absage der Arbeitsagentur, weil mein Profil nicht passen würde.
Nun ist das so, dass ich ansich schon in der Lage bin, sowas zu lesen. Da ich mich im IT - Bereich bewerbe gibt es nur für fast gleiche Qualifikationen unterschiedliche Begriffe.
Habe das dann der Sachbearbeiterin auch erklärt mit der Bitte, meine Bewerbung doch loszuschicken, denn in meiner Branche bekomme ich sonst nur Stellenangebote ab 200km Entfernung aufwärts und dieses war um die Ecke. Da kam dann die Antwort, dass der Arbeitgeber g e n a u die Sachen haben wollte, die er aufgeschrieben hat und deshalb keine Erfolgsaussicht bestünde und meine Bewerbung eben nicht abgeschickt wird.
Ich war völlig frustriert. Meine Frage: Wie sind die Leute bei der Areitsagentur qualifiziert? Gibt es für jede Branche einen Kenner? Wahrscheinlich doch nicht. Soll ich jetzt auf die an sich guten Jobangebote generell verzichten, wenn sie anonymisiert sind? Wie gesagt, die sind eher in der Nähe.
Bin auf Antworten und weitere Erfahrungsberichte von Euch/Ihnen gespannt. LG denkerstirn

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 02.07.2010, 17:46

M. E. ist das tatsächlich ein Grundsatzproblem bei der anonymen Stellenvermittlung. Die Arbeitsagentur KANN überhaupt nicht zu jedem Thema Spezialisten haben. Bei nicht vollkommen alltäglichen Berufen wird in vielen Fällen tatsächlich nicht viel mehr als eine Art "Begriffsvergleich" zwischen Angebots- und Nachfrageseite realistisch sein.

Und wenn Du mit einem exakten Übernehmen der "Arbeitgeber-Begriffe" (z. B. bei "fast" deckungsgleichen Zertifizierungen o. ä.) lügen würdest, sehe ich nur die Möglichkeit, der Agentur in einem separaten Begleitschreiben die inhaltliche Nähe der unterschiedlichen Begriffe zu erläutern. Der Erfolg ist natürlich alles andere als sicher... aber nicht völlig ausgeschlossen. Es wäre ja möglich, dass manchmal viele der Bewerber vor dem gleichen Problem stehen...

denkerstirn
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Gute Idee!

Beitrag von denkerstirn » 03.07.2010, 11:03

Hallo FRAGEN,
danke für die Antwort. Klar, das mit dem Begleitschreiben ist eine Möglichkeit, wenigstens ab und zu mal durchzukommen. In meinem Fall hatte ich die Begriffe ja erklärt und wurde doch nicht weitergeleitet.
Aber ich hatte noch gar nicht bedacht, dass es die "anderen" ja genauso trifft. Was mich wieder etwas motiviert. Lügen möchte ich ungern, kommt bestimmt nicht so gut an. :oops:
Habe allerdings den Eindruck, dass private Jobvermittler da richtig fit sind, weil sie ja auch mit dran verdienen. Und viele sind ja sowieso spezialisiert. Bei denen hab ich mich bisher gut aufgehoben gefühlt. Frag micht, warum die Arb.agentur das nicht so hinbekommt?? :?:
Na ja, mal sehn, wie das so weiter geht. Werde den Thread hier weiter verfolgen.
Viele liebe Grüße, denkerstirn

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Re: Gute Idee!

Beitrag von FRAGEN » 03.07.2010, 15:07

denkerstirn hat geschrieben:Aber ich hatte noch gar nicht bedacht, dass es die "anderen" ja genauso trifft. Was mich wieder etwas motiviert.
Ich denke, es hat wirklich etwas von einem Gottesurteil... und auf lange Sicht wirst dieser Zufallsfaktor Dich gegenüber Anderen vermutlich ebenso oft bevorzugt wie benachteiligt haben... ;-)
denkerstirn hat geschrieben:Habe allerdings den Eindruck, dass private Jobvermittler da richtig fit sind, weil sie ja auch mit dran verdienen. Und viele sind ja sowieso spezialisiert.
Das "Verdienen" macht da wohl weniger aus als die Spezialisierung. Die Frage ist einfach, ob jemand all diese 1000 Informatik-Abkürzungen (die sich für mich z. B. ebenfalls alle gleich anhören) kennt und vergleichend werten kann. Und so etwas gibt es ja in JEDEM einzelnen der wasweissichwievielen Berufe.

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Biene759
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Beitrag von Biene759 » 25.11.2010, 15:05

Da bin ich ja mal über einen interessanten Thread gestolpert...

Ich hab mir auch gerade überlegt, ob ich mich auf so eine anonyme Stellenanzeige bewerb. Was ich hier so gelesen hab ist aber leider nicht gerade aufbauend... Jetzt weiß ich gar nicht so recht, ob ich überhaupt versuchen soll mich auf die Stelle zu bewerben...

Aber mit diesen anonymen Anzeigen, hab ich auch schon Erfahrung gemacht... in der eigenen Kanzlei.
Meine Chefs haben so eine Anzeige mal geschaltet. Da wollten sie eine neue einstellen, hatten meiner ehemaligen Ausbilderin aber noch nicht gekündigt und sie sollte es wohl auch nicht aus der Zeitung etc. erfahren, dass wir jemand suchen. Weil klar war, dass die Chefs nicht zwei ausgelernte RA-Fachangestellte beschäftigen werden.
Das könnte - wenn auch meiner Meinung nach ein ziemlich "hinterfotziger und feiger" - Beweggrund sein, eine anonyme Anzeige zu schalten.

Pomml
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Beitrag von Pomml » 29.10.2011, 23:29

Ich mag soetwas auch nicht. Schließlich hab ich auch das Recht, mich dort zu bewerben, wo ich möchte. Wir Bewerber werden nur noch wie Bittsteller behandelt. Scheinbar muss man wirklich jeden Job nehmen, sonst heißt es, du nützt den Staat aus. Das einem die Arbeit vielleicht ein wenig gefallen sollte, auf das kommt niemand.

DasBewerbungsTeam
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Beitrag von DasBewerbungsTeam » 30.10.2011, 00:08

Hallo Pommi,

jeder hat in Deutschland das Recht der freien Wahl des Arbeitsplatzes.

Es sei denn. Du nutzt grade Deine Arbeitslosenversicherung oder etwas weiter Hartz IV.

In beiden Fällen ist Deine freie Wahl nicht grundsätzlich eingeschränkt. Allerdings gibt es zwei "nette" Paragraphen "Zumutbarkeit" - §10 SGB II und § 121 SGB III - und wenn jemand die staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen muss, dann muss er oder sie auch etwas flexibler sein ...

Ausserdem geben die Mitarbeiter der Agentur / Jobcenter gerne Auskunft, wenn man/frau freundlich fragt!

Harli
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Beitrag von Harli » 03.11.2011, 10:54

Ich hatte mich im Frühjahr auch auf 2 Stellen mit anonymen Arbeitgeber beworben. Eines über das Arbeitsamt und eine über einen Personalvermittler.
Das Amt hat mich daraufhin angerufen, mir gesagt dass sie meine Bewerbung erhalten hätten, und sie gerne an die Firma Soundso weiterleiten würden. Ob das ok für mich wäre.
War für mich natürlich in Ordnung und somit wusste ich dann auch in welcher Firma ich mich bewerbe.
Beim 2. Fall hatte ich an einen Personalvermittler die Bewerbung losgeschickt, und wusste nur das Aufgabengebiet sowie die Branche. Auch hier wurde ich von dem Vermittler telefonisch kontaktiert und mir wurde die Firma genannt zu der er die Bewerbung weiterleiten würde.

Letztendlich bin ich dann in der 2. Firma als super zufriedene Arbeitnehmerin gelandet. :D

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