Anschreiben 3. Ausbildung Erzieherin

Hier besteht die Möglichkeit, über Anschreiben für die Ausbildung, für Praktika und für das Studium (Duales Studium, Universität, BA) mit anderen Mitgliedern zu diskutieren.
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pfeffergurke
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Anschreiben 3. Ausbildung Erzieherin

Beitrag von pfeffergurke » 21.12.2009, 13:56

Hallo liebes Forum,

nachdem ich hier schon etwas rumgestöbert habe und aus dem einen oder anderen Anschreiben was "geklaut" habe, habe ich meines nun erstellt und hätte geren ein Feedback von euch.

Kurz zu mir, ich bin 28 Jahre alt und habe zwei Ausbildungen im kaufmännischen Bereich. Ich wollte aber schon immer in den sozialen Bereich und nun möchte ich nächsten Jahr meine 3. Ausbildung und zwar endlich zur Erzieherin anfangen.

Bitte lest euch mein Anschreiben mal durch und schreibt was ihr davon haltet.

Danke schon im voraus!!!!!!


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte meinen Berufswunsch nun endlich verwirklichen und mich beruflich neu orientieren. In Vorbereitung auf diese bevorstehende Ausbildungszeit habe ich mich in letzter Zeit intensiv mit dem Berufsbild der Erzieherin beschäftigt und hege großes Interesse an einem Ausbildungsplatz an Ihrer Schule. Durch viele Gesprächen mit einer Schülerin Ihrer Schule und der daraus gewonnene Eindruck hat mich nicht nur von der hervorragenden Qualität einer Ausbildung an Ihrer Schule überzeugt, sondern mich zudem in meiner Berufswahl bestätigt.

Mein Interesse gilt psychologischen und pädagogischen Sachverhalten und ich möchte mein Wissen in diesem Bereich nicht nur erweitern, sondern auch anwenden. Schon während meiner Schulzeit habe ich mein Interesse für den sozialen Bereich entdeckt und diverse Schulpraktika im sozialen Bereich u.a. in einer integrativen Kindertagesstätte der Lebenshilfe Ostholstein absolviert. Dabei hat mich besonders beeindruckt, wie interessiert und begeisterungsfähig Kinder sind.

Seit einem Jahr unterstütze ich eine Freundin bei der Betreuung ihrer zwei Kinder im Alter von 5 und 9 Jahren. Ich helfe ihr dabei die Kinder zu körperlichen, geistigen und musischen Tätigkeiten anzuregen. Ich helfe ihnen bei den Hausaufgaben, spiele, male und bastel mit Ihnen und unternehme mit ihnen gemeinsame Ausflüge. Da es sich um Kinder mit Migrationshintergrund handelt, ist auch das lesen und sprechen der deutschen Sprache mit den Kindern Teil meiner Aufgabe. Diese Aufgabe hat mir verdeutlicht dass meine berufliche Zukunft in der Ausbildung zur Erzieherin liegt.

Es bereitet mit große Freude, Kinder kreativ und unterhaltsam zu beschäftigen, sie auf spielerische Art und Weise zu fördern und sie ein Stück weit auf ihrem Weg zu eigenständigen Individuen zu begleiten. Zu meinen wesentlichen Persönlichkeitsmerkmalen gehören Geduld, Ausdauer, Einfühlungsvermögen sowie Kontaktfreude. Weitere Stärken sehe ich in meinem vielseitigen Interesse, meiner Lernbereitschaft und meiner Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem. Ich gelte als sehr zuverlässig und gewissenhaft und begegne meinen Mitmenschen vorurteilsfrei und offen.

Von Kindern und Jugendlichen werde ich deshalb als Ansprechpartnerin und Freundin gleichermaßen geschätzt und akzeptiert.

Wenn Sie sich fragen, warum jemand wie ich, zwei Ausbildungen im kaufmännischen Bereich absolviert hat, dann laden Sie mich ein! Diese und alle weiteren Fragen, beantworte ich Ihnen gern in einem persönlichen Gespräch. Ich freue mich von Ihnen zu hören und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

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FRAGEN
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Re: Anschreiben 3. Ausbildung Erzieherin

Beitrag von FRAGEN » 22.12.2009, 14:41

pfeffergurke hat geschrieben:Wenn Sie sich fragen, warum jemand wie ich, zwei Ausbildungen im kaufmännischen Bereich absolviert hat, dann laden Sie mich ein!
Genial dreist... aber gut... ;-)

Die ganze Bewerbung wirkt auf mich absolut schlüssig und überzeugend... und auch mir geht es genauso, wie es jedem anderen Leser gehen wird: Man fragt sich, wie so jemand auf eine kaufmännische Ausbildung kommt... und dann auch noch gleich zweimal. Insofern ist der o. g. Satz wirklich passend an dieser Stelle... ;-)

Stören tut mich im Grunde nur der Einstiegssatz... der irgendwie völlig in der Luft hängt. Vielleicht wäre es schon einfacher, wenn man auf die "Umorientierung" an dieser Stelle verzichten würde (wenn Du sie ohnehin nicht thematisiseren willst) und sich auf die "endliche Verwirklichung" konzentrierte... wobei man sich da wiederum fragt, was eine offenbar so intelligente Frau wie Dich so lange daran gehindert haben kann. Und warum dann ausgerechnet jetzt? Was ist der Anstoss? Vielleicht liegt die Lösung darin...

pfeffergurke
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Beitrag von pfeffergurke » 22.12.2009, 15:50

Hallo,

danke für deine Antwort und die Komplimente.. :oops:
Stören tut mich im Grunde nur der Einstiegssatz... der irgendwie völlig in der Luft hängt. Vielleicht wäre es schon einfacher, wenn man auf die "Umorientierung" an dieser Stelle verzichten würde (wenn Du sie ohnehin nicht thematisiseren willst) und sich auf die "endliche Verwirklichung" konzentrierte... wobei man sich da wiederum fragt, was eine offenbar so intelligente Frau wie Dich so lange daran gehindert haben kann. Und warum dann ausgerechnet jetzt? Was ist der Anstoss? Vielleicht liegt die Lösung darin...
Ja den Einstiegssatz finde ich auch noch nicht so überzeugend... Der Grund für den Anstoss ist, dass ich in meinen bisherigen Jobs immer unglücklich war, weil ich es nie machen wollte, aber immer auf andere gehört habe, vorallem meine Eltern... Für sie ging es nur ums Geld verdienen... Aber das ist für mich nicht das Wichtigste. Nun höre ich aber zum ersten Mal auf mich und was ich möchte und von daher will ich jetzt endlich diese Ausbildung.

Und ich finde es schwer sowas in eine Bewerbung zu schreiben, von daher der Satz am Schluss. Meinst du ich sollte die Gründe dennoch kurz angeben??

Danke fürs Lesen

LG

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 22.12.2009, 17:30

pfeffergurke hat geschrieben:Meinst du ich sollte die Gründe dennoch kurz angeben??
Ich finde sie gut... und glaube auch nicht, dass Ehrlichkeit in Deinem Fall schaden würde. Für mein Gefühl würde ein solches Statement eine ohnehin schon sehr persönliche Bewerbung abrunden... wobei Deine bisherige Idee mit dem "Cliffhanger" am Ende auch ihren Charme hat. M. E. sind das zwei gute Möglichkeiten, die sicher beide ihre Fans hätten. Objektiv schlecht ist nur der erste Satz in seiner jetzigen Form.

Das Einfachste wäre wohl, ihn ganz heraus zu schmeissen, stattdessen mit dem zweiten Absatz (dem über die Interessenlage) zu beginnen und von da aus dann zu dieser einen speziellen Schule zu kommen.

Mich würde (unabhängig von der Bewerbung jetzt) aber schon interessieren, wie die Story im Ganzen zustande kommt? Wie kam es zum Wechsel zwischen den kaufmännischen Sparten? Und warum kommt der Durchbruch zu Deinem "wahren Selbst" gerade jetzt (und nicht z. B. nach der ersten Lehre)? Was ist passiert? Brauchst natürlich nicht zu antworten... ich finde solche Entwicklungen nur allgemein spannend... ;-)

pfeffergurke
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Beitrag von pfeffergurke » 22.12.2009, 18:06

hallo nochmal,

ich werde mir nochmal was überlegen wie ich die Einleitung gestalten kann.. Zur Zeit fällt mir leider nichts gutes ein.

Mich würde (unabhängig von der Bewerbung jetzt) aber schon interessieren, wie die Story im Ganzen zustande kommt? Wie kam es zum Wechsel zwischen den kaufmännischen Sparten? Und warum kommt der Durchbruch zu Deinem "wahren Selbst" gerade jetzt (und nicht z. B. nach der ersten Lehre)? Was ist passiert? Brauchst natürlich nicht zu antworten... ich finde solche Entwicklungen nur allgemein spannend... Winken
Ja wie kam der Wechsel:

Also...... ich hole etwas weiter aus....

meine Schulzeit war nicht meine beste Zeit... von der Realschule geflogen :oops: dann zum Glück die Kurve bekommen und meinen Hauptschulabschluss gemacht. Dann habe ich mich entschieden meine mittlere Reife nachzuholen, an der Berufsfachschule für Gesundheit und Ernährung..(wollte ja in den sozialen Bereich)

Habe dort leider wieder nur einen mittelmässigen Abschluss hingelegt, so dass ich keine großen Auswahlmöglichkeiten hatte. Wollte in dieser Zeit schon SPA bzw. Erzieherin werden, aber da es sich um schulische Aubildungen handelte und ich dort keine Ausbildungsvergütung erhalten hätte.(Wollte von zu Hause ausziehen)habe ich mich als Krankenschwester beworben... Es wollte mich leider kein Krankenhaus haben und von zu Hause kam der Druck nun endlich eine Lehrstelle zu finden!

Dann habe ich durch Zufall gesehen dass die Deutsche Bahn noch Auszubildene sucht. Naja, somit ist zu Hause wenigstens Frieden, da ich eine Ausbildung habe. Die Ausbildung war vom ersten Tag nicht meins, aber abbrechen -oh mein Gott- geht nun wirklich nicht. Somit habe ich mich damit arangiert.

Gleich nach der Ausbildung wollte ich auch weg von der Bahn - ich sah meine Zukunft weiß Gott nicht als Schaffner. Nur dann kam das große Erwachen: Mit dieser Ausbildung bekam ich nun gar keinen Job, kannte ja auch keiner. :roll:

Da dachte ich mir, nun ist meine Zeit gekommen... neue Ausbildung!!! Juhuuu, endlich... Leider bekam ich auf direktem Wege keine weitere Ausbildung. Dann bin ich zum Arbeitsamt und mal nett nachgefragt was ich denn nun machen könnte??!!! Meine Sachbearbeiterin war auch sehr freundlich und bestätigte mir schlechte Jobaussichten mit der Ausbildung. Soweit so gut, sie verstand mich wenigstens.

Dann kam das Thema Umschulung auf. Ich habe ihr ganz euphorisch von meinem Wunsch erzählt und auch schon recherchiert dass die Umschulung zur Erzieherin ja auch gefördert wird...

Da wurde ich leider etwas ausgebremst von (der nun nicht mehr so freundlichen) Sachbearbeiterin. SIE würde entscheiden was für eine Art Umschulung es geben könnte. Ok, dachte ich mir...wird schon was im sozialen Bereich sein. Weit gefehlt.... ich hatte Industrie,- Speditions,- oder Groß- und Aussenhandelskauffrau zur Auswahl.

Super, ist ja fast das gleiche... Nun stand ich da. Aber ich habe dann tatkräftige "Unterstützung" bekommen, doch Industriekauffrau zu erlernen..Da hat man ja soviele Möglichkeiten und ich solle mal ans Geld denken, welches ich da verdiene könne... Das ist ein Beruf mit Zukunft... (wurde mir damals auch erzählt als ich zur Bahn ging) Haha...

Also willigte ich dann widerwillig ein und redete mir dann ein, dass ich mit der neuen Ausbildung auf jeden Fall mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt habe. Also sind fast 3 Jahre vergangen und ich war Industriekauffrau... Und habe dann 3 Jahre im Personalbereich gearbeitet... Bis ich nicht mehr konnte und dann gehen musste.

So, lange Geschichte..kurzer Sinn... Der eigentliche Anstoss es nun doch nochmal anzugehen, war die Begegnung mit meiner Freundin und ihren Kindern im letzten Jahr. Und diese Mal höre ich nur auf mich und vorallem mein Herz.

Sorry, ist nun doch etwas lang geworden... :D

LG

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Gutemine
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Beitrag von Gutemine » 22.12.2009, 20:12

Hi!
Zu deiner Geschichte fällt mir spontan ein Spruch ein: Sei Du selbst! ... wer könnte das wohl besser ?
In diesem Sinne drück ich Dir die Daumen, dass Du endlich Deine (beruliche) Erfüllung findest :wink:
Adventliches Grüßle

P.s.: Deine Bewerbung find ich auch sehr gelungen! Versuch nochmal die Kleinigkeiten die FRAGEN angestoßen hat zu ändern + dann wird's in jedem Fall was! :D

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Bennie
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Beitrag von Bennie » 22.12.2009, 22:24

Und deine Rechtschreibung ist noch verbesserungswürdig. Ein Bespiel: Wenn Verben wie Substantive gebraucht werden, also 'das Lesen' und 'das Schreiben', werden sie groß geschrieben.

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