Anschreiben als Dipl.-Ing. in der Automobilentwicklung

Wenn ihr Berufsanfänger oder Berufspraktiker seid, dann könnt ihr eure Bewerbungsbeispiele in dieser Rubrik zur Diskussion stellen und die Musterbewerbungen anderer Bewerber bewerten. Auch für Bewerbungen um eine Neben- oder Teilzeitbeschäftigung.
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istemi
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Anschreiben als Dipl.-Ing. in der Automobilentwicklung

Beitrag von istemi » 19.07.2011, 22:05

Hallo, zunächst ein Lob an die Entwickler dieser Seite. Ich finde es toll wie hier Leuten mal eben geholfen werden kann.
:)


Jetzt zu mir: Ich möchte meine Stelle wechseln, obwohl ich mich bei der aktuellen Stelle wohl fühle. Will zurück in die Heimat. Hoffe, dass jemand mir Feedback zu meinem Anschreiben geben kann.


Bewerbung um eine Stelle als Ingenieur in der Entwicklung

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie haben auf Ihrer Website im Internet aktuell für mich keine passende Stelle ausgeschrieben. Daher möchte ich mich initiativ um eine Ingenieursstelle in der Entwicklung bewerben. Da ich eine Reihe von Qualifikationen und Erfahrungen besitze, bin ich überzeugt einen passenden Anschluss in Ihrer F&E zu finden.
Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern stelle ich mich kurz vor. Ich bin 30 Jahre alt, ausgebildeter Dipl.-Ing.-Maschinenbau und bin aktuell über 1,5 Jahre über die xxx GmbH bei der xxx AG im Business Unit Lenkungsentwicklung tätig. Dieser Bereich stellt kundenspezifische elektromechanische Lenkungen her. Unser Kunde ist die breit gefächerte konzerninterne Automobilindustrie.
Zuvor begann ich meine Karriere als Berufseinsteiger in einem Prüflabor als Versuchsingenieur. Dort führte ich Umweltsimulationen sowie Missbrauchsversuche an Prototypen durch. Zu Beginn des Jahres 2010 erhielt ich das Angebot eine Ingenieursstelle in der Lenkungsentwicklung in xxx zu besetzen.
Als versuchstechnischer Sachbearbeiter bin ich für die Vorbereitung, Versuchsdurchführung und Analyse von Lenkungskomponenten zuständig. Neben den vorschriftsmäßigen Erprobungsaufwänden organisiere und plane ich die Abläufe von Sonderversuchen und unterstütze die beteiligten Konstrukteure. Neben der Beauftragung/Planung von extern durchzuführenden Versuchen und Unterstützung der konstruktiven Entwicklung gehört ebenso der Besuch von Zulieferern und Entwicklungspartnern im In- und Ausland zu meinem Aufgabenfeld. Hier geht es im Wesentlichen um die technische Umsetzung der Projekte, die Begutachtung von Prüfungen, der Freigabe dieser Prüfungen und um Terminklärungen.
Wie Sie sehen verfüge ich über die Idealerweise gewünschte Praxis.
Auch andere fachliche Fähigkeiten kann ich vorweisen. Konstruktionstechnik sowie Fertigungstechnik waren Schwerpunkte meines Studiums. Die Berücksichtigungen in der Entwicklungsphase hinsichtlich der möglichen Serienfertigung ist mir also vertraut. Über die Basic-Kenntnisse in der Automotive-Branche verfüge ich ebenfalls. Mein Englisch ist gut, so dass ich auch der Internationalität Ihres Unternehmens gerecht werde.
Ich würde mich freuen in Ihrem Unternehmen arbeiten zu dürfen und bin sicher, mich schnell in die neuen Aufgaben einarbeiten zu können, so dass ich Ihre Abteilung Entwicklung erfolgreich unterstützen werde.
Meinen bisherigen Werdegang ersehen Sie aus dem beigefügten Lebenslauf in Stichworten und den Zeugnissen.
Habe ich Ihr Interesse geweckt? Ich freue mich auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch, bei dem wir nähere Einzelheiten besprechen können.

Mit freundlichen Grüßen

yves504
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Beitrag von yves504 » 20.07.2011, 23:22

SgDuH ist zu unpersönlich,auf jeden Fall einen Ansprechpartner herausfinden.Die Motivation für den Wechsel muss dazu.Einfach einen Satz dazu wo drin steht dass Du wieder in der Heimat tätig sein möchtest.
Dann sollten Worte wie hätte,würde,könnte in der Bewerbung vermieden werden.
Dann fehlen Softskill Angaben wie z.B. Teamfähigkeit.Das sollte man angeben und natürlich mit Erfahrungen belegen.

https://www.bewerbung-forum.de/anschreiben.html

istemi
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Beitrag von istemi » 21.07.2011, 18:45

Danke für die Tipps. Aktualisierung folgt.

istemi
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Beitrag von istemi » 03.08.2011, 21:04

Da das Schreiben eine Initiativbewerbung ist habe ich keinen Ansprechpartner. Zudem ist es in den meisten Betrieben mit solchen Stellen so, dass die Bewerbungen online über eine Firmenmaske geschickt wird. Ist das trotzdem schlimm?
Außerdem habe ich einen Satz in der Bewerbung ergänzt. Über Feedback würde ich mich freuen.

Bewerbung um eine Stelle als Ingenieur in der Entwicklung

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie haben auf Ihrer Website im Internet aktuell für mich keine passende Stelle ausgeschrieben. Daher möchte ich mich initiativ um eine Ingenieursstelle in der Entwicklung bewerben. Da ich eine Reihe von Qualifikationen und Erfahrungen besitze, bin ich überzeugt einen passenden Anschluss in Ihrer F&E zu finden.
Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern stelle ich mich kurz vor. Ich bin 30 Jahre alt, ausgebildeter Dipl.-Ing.-Maschinenbau und bin aktuell über 1,5 Jahre über die xxx GmbH bei der xxx AG im Business Unit Lenkungsentwicklung tätig. Dieser Bereich stellt kundenspezifische elektromechanische Lenkungen her. Unser Kunde ist die breit gefächerte konzerninterne Automobilindustrie.
Zuvor begann ich meine Karriere als Berufseinsteiger in einem Prüflabor als Versuchsingenieur. Dort führte ich Umweltsimulationen sowie Missbrauchsversuche an Prototypen durch. Zu Beginn des Jahres 2010 erhielt ich das Angebot eine Ingenieursstelle in der Lenkungsentwicklung in xxx zu besetzen.
Als versuchstechnischer Sachbearbeiter bin ich für die Vorbereitung, Versuchsdurchführung und Analyse von Lenkungskomponenten zuständig. Neben den vorschriftsmäßigen Erprobungsaufwänden organisiere und plane ich die Abläufe von Sonderversuchen und unterstütze die beteiligten Konstrukteure. Neben der Beauftragung/Planung von extern durchzuführenden Versuchen und Unterstützung der konstruktiven Entwicklung gehört ebenso der Besuch von Zulieferern und Entwicklungspartnern im In- und Ausland zu meinem Aufgabenfeld. Hier geht es im Wesentlichen um die technische Umsetzung der Projekte, die Begutachtung von Prüfungen, der Freigabe dieser Prüfungen und um Terminklärungen.
Wie Sie sehen verfüge ich über die Idealerweise gewünschte Praxis.
Auch andere fachliche Fähigkeiten kann ich vorweisen. Konstruktionstechnik sowie Fertigungstechnik waren Schwerpunkte meines Studiums. Die Berücksichtigungen in der Entwicklungsphase hinsichtlich der möglichen Serienfertigung ist mir also vertraut. Über die Basic-Kenntnisse in der Automotive-Branche verfüge ich ebenfalls. Mein Englisch ist gut, so dass ich auch der Internationalität Ihres Unternehmens gerecht werde.
Einen Wechsel strebe ich an, weil es mich in meine ursprüngliche Heimat zurück zieht und hoffe gemeinsam mit der xxx AG meine Karriere weiter fortzuführen.
Ich würde mich freuen in Ihrem Unternehmen arbeiten zu dürfen und bin sicher, mich schnell in die neuen Aufgaben einarbeiten zu können, so dass ich Ihre Abteilung Entwicklung erfolgreich unterstützen werde.
Meinen bisherigen Werdegang ersehen Sie aus dem beigefügten Lebenslauf in Stichworten und den Zeugnissen.
Habe ich Ihr Interesse geweckt? Ich freue mich auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch, bei dem wir nähere Einzelheiten besprechen können.

Mit freundlichen Grüßen

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 03.08.2011, 21:37

Hmmm... für einen nüchernen Ingenieur findet man in Deiner Bewerbung eine ganze Menge Füllmaterial. Ich würde an Deiner Stelle zunächst einmal selbst mit dem ganz grossen Rotstift daran gehen - und jeden Satz (bzw. Satzteil) streichen, der dem Leser nichts a) Neues und b) Interessantes sagt. Grob geschätzt wird dabei erst einmal zwischen einem Viertel und einem Drittel der bisherigen Wortmenge verschwinden. Den gewonnenen Platz könntest Du dann nutzen, um einen positiven Blick in die Zukunft zu tun... ;-)

istemi
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Beitrag von istemi » 04.08.2011, 12:19

Ok.
Also ist die Bewerbung langweilig oder inhaltlich falsche Sachen ausgewählt? Was ist beispielhaft weniger interessant? Ich gehe davon aus, dass man es kürzen kann. Nur will ich nicht am falschen Ende sparen.

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therese
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Beitrag von therese » 04.08.2011, 17:47

Es geht darum, dass dein Anschreiben wenig von folgendem hat: "a) Neues und b) Interessantes".
Langweilig und inhaltlich falsch ist deine Interpretation von Geschriebenem.
Versetze dich einmal in die Lage des Lesers und versuche heraus zu finden, was der Schreiber dir mitteilt und ob du der Meinung bist anhand eines einzelnen Schreibens zu erfahren was der Schreiberling fachlich und menschlich drauf hat und ob du mit einem Blick erkennen kannst welchen Mehrwert er dir und deinem Unternehmen bieten könnte.

Und dann: Setze den Rotstift an.

istemi
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Beitrag von istemi » 04.08.2011, 20:45

Danke,

werde das entsprechend ändern und wieder hier vorstellen.

istemi
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Beitrag von istemi » 14.08.2011, 14:57

Hallo,

anbei eine Aktualisierung. Hoffe die Version ließt sich weniger langweilig.


Bewerbung um eine Stelle als Ingenieur in der Entwicklung

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie haben auf Ihrer Website im Internet aktuell für mich keine passende Stelle ausgeschrieben. Daher möchte ich mich initiativ um eine Ingenieursstelle in der Entwicklung bewerben. Da ich eine Reihe von Qualifikationen und Erfahrungen besitze, bin ich überzeugt einen passenden Anschluss in Ihrer F&E zu finden.
Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern stelle ich mich kurz vor. Ich bin ausgebildeter Dipl.-Ing.-Maschinenbau und bin seit meiner Abschlussarbeit in der Automobilindustrie tätig. Seit über 1 3/4 Jahren bin ich über die xxx GmbH bei der yyy AG im Business Unit Lenkungsentwicklung beschäftigt. Dieser Bereich stellt kundenspezifische elektromechanische Lenkungen her.
Zuvor begann ich meine Karriere als Berufseinsteiger in einem Prüflabor als Versuchsingenieur. Dort führte ich Umweltsimulationen sowie Missbrauchsversuche an Prototypen aus der Automobilindustrie durch. Ende des Jahres 2009 erhielt ich das Angebot eine Ingenieursstelle in der Lenkungsentwicklung in xxxStadt zu besetzen.
Als versuchstechnischer Sachbearbeiter bin ich dort für die Lenkungseinheit Kugelgewindetrieb verantwortlich. Neben den standardmäßigen Erprobungsaufwänden organisiere und plane ich Sonderversuche. Sowohl die Vorbereitungen als auch die Versuchsdurchführung und Analysen führe ich selbstständig durch. Die gewonnen Erkenntnisse stelle ich in Form einer Präsentation vor und halte diese ebenfalls als Bericht fest. Um die Versuche des umfangreichen Gebietes der Kugelgewindetriebeinheit zeitlich abzudecken werden externe Versuche durchgeführt. Neben der Beauftragung/Planung dieser Umfänge gehört ebenso der Besuch von Zulieferern und Entwicklungspartnern im In- und Ausland zu meinem Aufgabenfeld. In Zusammenarbeit wird die technische Umsetzung der Projekte, der Prüfungsumfang, die Freigabe dieser Prüfungen und Terminfragen besprochen. Mit versuchstechnischem Sachverstand begutachte ich dort neue Prüfstände sowie den Aufbau und Dokumentation der Tests.
Wie Sie sehen verfüge ich über die praktische Erfahrung die in einer F&E gewünscht wird.
Auch andere fachliche Fähigkeiten kann ich vorweisen. Konstruktionstechnik sowie Fertigungstechnik waren Schwerpunkte meines Studiums. Die Berücksichtigungen in der Entwicklungsphase hinsichtlich der möglichen Serienfertigung ist mir also vertraut. Über die Basic-Kenntnisse in der Automotive-Branche verfüge ich ebenfalls. Mein Englisch ist gut, so dass ich auch der Internationalität Ihres Unternehmens gerecht werde.
Einen Wechsel strebe ich an, weil es mich in meine ursprüngliche Heimat zurück zieht und hoffe gemeinsam mit der zzz AG meine Karriere weiter fortzuführen.
Ich würde mich freuen in Ihrem Unternehmen arbeiten zu dürfen und bin sicher, mich schnell in die neuen Aufgaben einarbeiten zu können, so dass ich Ihre Abteilung Entwicklung erfolgreich unterstützen werde.
Meinen bisherigen Werdegang ersehen Sie aus dem beigefügten Lebenslauf in Stichworten und den Zeugnissen.
Habe ich Ihr Interesse geweckt? Ich freue mich auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch, bei dem wir nähere Einzelheiten besprechen können.

Mit freundlichen Grüßen

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Beitrag von therese » 14.08.2011, 15:06

Bitte stell noch das Stellenangebot mit rein. Insbesondere: Was wird gefordert und was sind die zukünftigen Aufgaben.
Und bitte unterstelle uns nicht, dass wir dein Anschreiben langweilig finden! Du bist der einzige, der hier je dieses Wort benutzt. An dieser Stelle spare ich mir auch den Anreiz auf Freud zu verweisen ;)

istemi
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Beitrag von istemi » 14.08.2011, 16:10

Hallo,

das sollte nicht sarkastisch rüber kommen. Das war rein konstruktiv gemeint. Also bitte nicht böse aufnehmen. :!: :!: :!: Ich finde es ok wenn es was zu kritisieren gibt und dies geäußert wird.

Zum Schreiben:
Es gibt keine Stellenbeschreibung. Wie im ersten Satz beschrieben bewerbe ich mich initiativ. Deshalb habe ich auch keine konkrete Ansprechperson angeben können. Und jetzt?

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Beitrag von therese » 14.08.2011, 20:12

istemi hat geschrieben:Zum Schreiben:
Es gibt keine Stellenbeschreibung. Wie im ersten Satz beschrieben bewerbe ich mich initiativ. Deshalb habe ich auch keine konkrete Ansprechperson angeben können.
Und hier zeigt sich mal wieder: Wer lesen kann ist klar im Vorteil ;) Das hatte ich zwar tatsächlich gelesen, aber irgendwie nicht abgespeichert. Ok, jetzt ist die Sache klar.

Ich tendiere dazu dir zu raten, deine Initiativbewerbung nicht erklären zu müssen, jedenfalls nicht in dem Maße wie du es gerade tust. Besser fänd ich eine Art "Wow, ihr seid so ne coole Firma, da möchte ich unbedingt arbeiten, schaut doch mal, ob ihr nicht was für mich habt".
Seit über 1 3/4 Jahren
Da wäre wohl Monat und Jahr besser.
Missbrauchsversuche an Prototypen
Was kann ich mir darunter vorstellen? Ich dachte hier grad an einen Schreibfehler, weil sich mir da nichts erschließt, wobei ich natürlich auch nicht vom Fach bin. Interessiert mich daher neugierdehalber.

selbständig nur mit einmal st in der Mitte.
Beauftragung/Planung
Mach ruhig ein "und" dazwischen. Abkürzungen und Zeichen sind immer nicht so schön und machen einen Stichpunkteindruck.
Wie Sie sehen verfüge ich über die praktische Erfahrung die in einer F&E gewünscht wird.
Den Satz finde ich nicht gut gelungen, er wird ein wenig überredend, so als hättest du es nötig, dass man dich ernst nimmt. Finde ich aber nicht notwendig. Ich weiß was du ausdrücken willst, versuch es aber vielleicht lieber erwas selbstbewusster.
Zb: Meine umfangreichen praktischen Erfahrungen werden bei Ihnen sicherlich vorteilhaft sein.
Dazu müsste es vllt noch einen Satz geben, der auf deine Initiativbewerbung hinweist. Ggf hast du aber auch schon einen bestimmten Bereich im Fokus? Mit F&E kann ich grad nix anfangen, dein Leser aber hoffentlich schon?
Auch andere fachliche Fähigkeiten kann ich vorweisen
Auch dies ist nicht notwendig.
Mein Englisch ist gut, so dass ich auch der Internationalität Ihres Unternehmens gerecht werde.
Woher hast du deine Englischkenntnisse? Praktische Erfahrungen? Weiterbildungen? Kurse? Das kannst du selbstbewusster formulieren, du überredest wieder.

Konjunktive versuche zu vermeiden, sie machen dich schwach und scheinen wieder überredend.
Einen Wechsel strebe ich an, weil es mich in meine ursprüngliche Heimat zurück zieht
Würde ich so total verschweigen! Das weckt den Eindruck, als wärs dir egal wo du arbeitest, hauptsache du kannst zurück in die Heimat. Die Prio ist hier falsch gesetzt.
Meinen bisherigen Werdegang ersehen Sie aus dem beigefügten Lebenslauf in Stichworten und den Zeugnissen.
Raus damit.

istemi
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Beitrag von istemi » 16.08.2011, 21:58

Hallo,

danke erst einmal für die umfangreichen Tipps.

Zu deiner Frage was Missbrauchstests sind: Ja hast recht, das klingt erst einmal komisch. Aber wenn man die ganze Zeit mit solchen Wörtern rumspricht, vergisst man schnell, dass andere das nicht kennen könnten. Im groben sind das Tests wo es ums Kaputtmachen geht. Auf verschiedenste Weise kann verschiedenen Gegenständen schaden zufügen. Bei Autos sind es z.B. Crashtests. Habe das Wort jetzt einfach durch Festigkeitstest ersetzt. Wenn es zum Vorstellungsgespräch kommen sollte kann man es dort ausführlicher besprechen.
Den Satz mit den Englischkenntnissen habe ich rausgenommen, da ich nix vorzuweisen habe und nur den Standard vorweisen kann.

Hier noch einmal die neue Fassung:

Bewerbung um eine Stelle als Ingenieur in der Entwicklung

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Entwicklung der xxx AG hat mich schon je her interessiert und habe die Erfolge des Unternehmens im Laufe der Jahre umfassend verfolgt. In einem so fortentwickelnden Unternehmen eine Karriere weiter zu führen würde sich in Begeisterung ausdrücken lassen. Ich wäre hocherfreut mit meinen Kenntnissen und Flexibilität Ihr Entwicklungsteam bereichernd zu unterstützen.
Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern stelle ich mich kurz vor. Ich bin ausgebildeter Dipl.-Ing.-Maschinenbau und bin seit meiner Abschlussarbeit in der Automobilindustrie tätig. Seit Anfang 2010 bin ich über die yyy GmbH bei der zzz AG im Business Unit Lenkungsentwicklung beschäftigt. Dieser Bereich stellt kundenspezifische elektromechanische Lenkungen her.
Zuvor begann ich meine Karriere als Berufseinsteiger in einem Prüflabor als Versuchsingenieur. Dort führte ich Umweltsimulationen sowie Festigkeitsversuche an Prototypen aus der Automobilindustrie durch. Ende des Jahres 2009 erhielt ich das Angebot eine Ingenieursstelle in der Lenkungsentwicklung in Braunschweig zu besetzen.
Als versuchstechnischer Sachbearbeiter bin ich dort für die Lenkungseinheit Kugelgewindetrieb verantwortlich. Neben den üblichen Erprobungsaufwänden organisiere und plane ich Sonderversuche. Sowohl die Vorbereitungen als auch die Versuchsdurchführung und Analysen führe ich selbstständig durch. Die gewonnenen Erkenntnisse stelle ich in Form einer Präsentation vor und halte diese ebenfalls als Bericht fest. Um die Versuche des umfangreichen Gebietes der Kugelgewindetriebeinheit zeitlich abzudecken werden Versuche extern durchgeführt. Neben der Beauftragung und Planung dieser Umfänge gehört ebenso der Besuch von Zulieferern und Entwicklungspartnern im In- und Ausland zu meinem Aufgabenfeld. In Zusammenarbeit wird die technische Umsetzung der Projekte, der Prüfungsumfang, die Freigabe dieser Prüfungen und Terminfragen besprochen. Mit versuchstechnischem Sachverstand begutachte ich dort neue Prüfstände sowie den Aufbau und Dokumentation der Tests.
Ich bin überzeugt, dass ich mit den vorhandenen praktischen Erfahrungen der Entwicklungsabteilung bzw. dem Versuchsteam Vorteile einbringen kann.
Zusätzliche Fähigkeiten wie Konstruktionstechnik und Fertigungstechnik waren Schwerpunkte meines Studiums. Die Berücksichtigungen in der Entwicklungsphase hinsichtlich der möglichen Serienfertigung ist mir also vertraut. Über die Basic-Kenntnisse in der Automobil-Branche verfüge ich ebenfalls.
Ich würde mich freuen, meine Karriere bei der xxx AG mit neuen Herausforderungen fortzuführen ebenso das Unternehmen zu unterstützen gesetzte Ziele zu erreichen.
Habe ich Ihr Interesse geweckt? Ich freue mich auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch, bei dem wir nähere Einzelheiten besprechen können.

Mit freundlichen Grüßen

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therese
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Beitrag von therese » 17.08.2011, 17:45

die Entwicklung der xxx AG hat mich schon je her interessiert und habe die Erfolge des Unternehmens im Laufe der Jahre umfassend verfolgt.
Du meinst vermutlich seit jeher ?
"und ich habe die Erfolge"
In einem so fortentwickelnden
fortentwickelten
würde sich in Begeisterung ausdrücken lassen
Wär mir persönlich etwas zuviel des Guten.
Konjunktive solltest du generell vermeiden, sie lassen dich bittend wirken. Selbstbewusstsein und Wille wird mit aktiven Wörtern ausgedrückt.
im Business Unit
im => in der (es ist ja "die Business Einheit")
gehört ebenso der Besuch von Zulieferern
Kannst du hier nicht ein paar Sprachkenntnisse unterbringen? Oder wird das nicht gefordert?
Ich bin überzeugt, dass ich mit den vorhandenen praktischen Erfahrungen der Entwicklungsabteilung bzw. dem Versuchsteam Vorteile einbringen kann.
Den Satz kannst du eigentlich streichen. Du wirkst fachlich kompetent, da kannst du die Lösung ruhig dem Leser überlassen.
Über die Basic-Kenntnisse in der Automobil-Branche
Basic => Basis
Ich würde mich freuen, meine Karriere bei der xxx AG mit neuen Herausforderungen fortzuführen ebenso das Unternehmen zu unterstützen gesetzte Ziele zu erreichen.
Gegenvorschlag:
Gern führe ich meine Karriere bei der xxx AG mit neuen Herausforderungen fort und unterstütze ebenso das Unternehmen bei der Erreichung gesetzter Ziele.
Habe ich Ihr Interesse geweckt? Ich freue mich auf
Gegenvorschlag: Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann freue ich mich auf ..

istemi
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Beitrag von istemi » 18.08.2011, 20:51

Oooh, teilweise sind da ja echt peinliche Sachen drin gewesen. Bei paar Sätzen die die du ansprichst gefielen mir auch schon nicht. Aber du hast die Satzbildung die mir fehlte.

Der Satz "Gern führe ich meine Karriere bei ..." hört sich irgendwie so an: Jooaa, wenn Sie wollen könnte ich für Sie arbeiten. Oder kommt mir das nur so vor.
Im gleichen Satz fand ich statt "Unternehmen" "Team" besser.

Anbei das gesamte:


Bewerbung um eine Stelle als Ingenieur in der Entwicklung

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Entwicklung der xxx AG hat mich schon seit jeher interessiert und ich habe die Erfolge des Unternehmens im Laufe der Jahre umfassend verfolgt. Eine Karriere, wie die meiner, in einem so fortentwickelten Unternehmen weiter zu führen ist aus meiner Sicht die beste Steigerung. Ich wäre hocherfreut mit meinen Kenntnissen und Flexibilität Ihr Entwicklungsteam bereichernd zu unterstützen.
Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern stelle ich mich kurz vor. Ich bin ausgebildeter Dipl.-Ing.-Maschinenbau und bin seit meiner Abschlussarbeit in der Automobilindustrie tätig. Seit Anfang 2010 bin ich über die yyy GmbH bei der zzz AG in der Business Unit Lenkungsentwicklung beschäftigt. Dieser Bereich stellt kundenspezifische elektromechanische Lenkungen her.
Zuvor begann ich meine Karriere als Berufseinsteiger in einem Prüflabor als Versuchsingenieur. Dort führte ich Umweltsimulationen sowie Festigkeitsversuche an Prototypen aus der Automobilindustrie durch. Ende des Jahres 2009 erhielt ich das Angebot eine Ingenieursstelle in der Lenkungsentwicklung in Braunschweig zu besetzen.
Als versuchstechnischer Sachbearbeiter bin ich dort für die Lenkungseinheit Kugelgewindetrieb verantwortlich. Neben den üblichen Erprobungsaufwänden organisiere und plane ich Sonderversuche. Sowohl die Vorbereitungen als auch die Versuchsdurchführung und Analysen führe ich selbstständig durch. Die gewonnenen Erkenntnisse stelle ich in Form einer Präsentation vor und halte diese ebenfalls als Bericht fest. Um die Versuche des umfangreichen Gebietes der Kugelgewindetriebeinheit zeitlich abzudecken werden Versuche extern durchgeführt. Neben der Beauftragung und Planung dieser Erprobungsaufwände gehört ebenso der Besuch von Zulieferern und Entwicklungspartnern der Antriebseinheit im In- und Ausland zu meinem Aufgabenfeld. In Zusammenarbeit wird die technische Umsetzung der Projekte, der Prüfungsumfang, die Freigabe dieser Prüfungen und Terminfragen besprochen. Mit versuchstechnischem Sachverstand begutachte ich dort neue Prüfstände sowie den Aufbau und Dokumentation der Tests.
Zusätzliche Fähigkeiten wie Konstruktionstechnik und Fertigungstechnik waren Schwerpunkte meines Studiums. Die Berücksichtigungen in der Entwicklungsphase hinsichtlich der möglichen Serienfertigung ist mir also vertraut. Über die Basiskenntnisse in der Automobil-Branche verfüge ich ebenfalls.
Gern führe ich meine Karriere bei der xxx AG mit neuen Herausforderungen fort und unterstütze ebenso das Team bei der Erreichung gesetzter Ziele.
Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann freue ich mich auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch, bei dem wir nähere Einzelheiten besprechen können.

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Beitrag von therese » 19.08.2011, 06:59

Guten Morgen :)
ich hab nur noch ein paar Kleinigkeiten:
Eine Karriere, wie die meiner
meiner => meine
meinen Kenntnissen und Flexibilität Ihr
Entweder "sowie meiner Flexi..." oder "und meiner Flexi..."
sowie den Aufbau und Dokumentation der Tests
"die Dokumentation"
Gern führe ich meine Karriere bei der xxx AG mit neuen Herausforderungen fort und unterstütze ebenso das Team bei der Erreichung gesetzter Ziele.
Der Satz war so gedacht, dass das Ich am Anfang verschwindet. Du könntest es auch etwas konkreter machen durch "Gern möchte ich .." oder "Gern werde ich..." Es ist vielleicht etwas ungewöhnlich einen Satz so anzufangen, liest sich aber immer schön, als wenns mit Ich anfängt. Vllt fällt dir auch noch eine andere Alternative ein.

Viel Erfolg! Dein Profil klingt vielversprechend!

Nachtrag nur zur Sicherheit: Deine Einleitung animiert mich jedesmal spontan zur Frage "Wieso?". Also wieso du dich seit einiger Zeit so intensiv mit dem Unternehmen beschäftigst. Das weckt Erwartungshaltungen und wird vermutlich im VG auch Thema sein. Entsprechend solltest du Antworten parat haben - ich gehe aber davon aus, dass die Einleitung nicht "gemogelt" ist ;) Daher nur zur Sicherheit der Nachtrag.

istemi
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Beitrag von istemi » 23.08.2011, 19:21

Hallo,

zum letzten Punkt: Jetzt verstehe wie das gemeint ist.

Vielen vielen Dank für die Hilfe. Hoffe jetzt noch, dass die Bewerbung gut ankommt.

Gruß
Istemi
:D

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Beitrag von therese » 23.08.2011, 19:25

Viel Erfolg :) Rückmeldung wär cool

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