Anschreiben Altenpflegerin klingt noch nicht gut...

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Sab
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Anschreiben Altenpflegerin klingt noch nicht gut...

Beitrag von Sab » 31.10.2006, 18:29

Hallo.

Wie ihr seht bin ich neu in eurem Forum. Ich bin nach 3 stündigem "im-Netz-nach-Hilfe-stöbern" draufgestoßen und finde es echt klasse.

Ich möchte mich gerne um einen Ausbildungsplatz zur Altenpflegerin bewerben. Zur Zeit Mache ich ein FSJ. Könnt ihr mir mal ehrliche Kritik zu diesem Versuch entgegenbringen. Ich bin irgendwie noch nicht so ganz zufrieden...


Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zur Altenpflegerin

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf der Suche nach einer beruflichen Herauforderung möchte ich mich in ihrer Einrichtung um eine Ausbildungsstelle zum 01.09.2007 bewerben.

Zur Zeit absolviere ich ein Freiwilliges Soziales Jahr im *** in ***.
Die Kenntnisse im Bereich der Altenpflege, die ich durch Beobachtung und Anleitung des Pflegepersonals bereits gewonnen habe möchte ich mit einer Ausbildung in Ihrer Einrichtung vertiefen und spezialisieren.

Mich erfreut, dass die Heimbewohner die von mir angebotene Hilfe annehmen und mir vertrauen. Weiterhin bereitet mir Freude, den Tagesablauf der Senioren mitzugestallten und ihnen das Leben durch eingeleitete Pflegemaßnahmen zu erleichtern. (Das klingt irgendwie nicht so toll :( )

Mir ist bewusst, dass der Umgang mit älteren Menschen ein hohes Maß an Belastbarkeit, Engagement, Einfühlungsvermögen, Selbstständigkeit aber auch Teamfähigkeit verlangt. Durch meine bisherigen Erfahrungen im Freiwilligen Sozialen Jahr sehe ich mich diesen Anforderungen gewachsen.

Eine Ausbildung zur Altenpflegerin ist für mich der Start ins Berufsleben. Deshalb können Sie eine fleißige und wissbegierige Auszubildende erwarten.
Gerne vervollständige ich Ihre ersten Eindrücke aus meinen Bewerbungsunterlagen in einem persönlichen Gespräch. Über eine Einladung freue ich mich daher sehr.



Mit freundlichen Grüßen


Danke schon mal im Vorraus. Bitte schreibt bald!!!! :oops:

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 31.10.2006, 18:49

Hallo Sab!

Mein Eindruck ist, dass Du ein wenig zu stark versuchst, mit bewährten Formulierungen auf "Nummer Sicher" zu gehen. Die stehen JEDEM zur Verfügung - DU dagegen hast den gewaltigen Vorteil, im Anschreiben DEINE PERSÖNLICHEN ERFAHRUNGEN aus dem FSJ in die Waagschale werfen zu können! Den würde ich auf jeden Fall ausnutzen - und in meinen eigenen Worten ein wenig "aus dem Nähkästchen" erzählen! Zeigen, dass Du den Alltag dort kennst und Dich aus diesem Wissen heraus bewusst dafür entscheidest!

PS: Wenn das nicht "bald" war... ;-)

Sab
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Beitrag von Sab » 31.10.2006, 20:30

Danke, dass du so schnell geantwortet hast!!!! :D :D

Naja also um ehrlich zu ein, ich weiß nicht was ich "aus dem Nähkästchen" plaudern sollte.

Ich kann doch ncht schreiben, das es mir Spass mach die Leute zu lagern oder IKM zu wechseln.


Ich fürchte dass das dann zu Briefmäßig klingt...

Vieleicht kann ich schreiben, dass ich es spannend fand zuzusehen wie ein Katheter gelegt wird.
Oder das es beeindruckend ist was die Leute wenn man Ihnen zuhört schon alles erlebt haben?
Oder dass es interessant ist welche Krankheiten besonders im Alter auftreten und welche Maßnahmen helfen den Verlauf zu mildern.

Oder erinnert das zu sehr an ein Bio-Referat...
:lol:

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 01.11.2006, 16:11

Hallo Sab!

Zumindest weisst Du - im Gegensatz z. B. zu mir - schon einmal, was ein(e) IKM überhaupt ist... ;-)

Und das ist auch das, was ich meine: Du MUSST durch Dein FJS eine ganze Menge mitbekommen haben, was jemand, dem diese Erfahrung fehlt, einfach nicht mitbekommen hat. Was das genau ist, kann ich Dir auch nicht sagen... weil ich halt ebenfalls zu den vielen gehöre, die ein solches Jahr nicht gemacht haben.

Zunächst einmal würde ich mich mit meinem ersten Anlauf nicht so unter Druck setzen - Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden. Ob ein bestimmtes Thema zu sehr nach Brief oder Referat klingt (bzw. klingen MUSS), kann man vorab doch gar nicht wissen?!? Davon abgesehen, ist eine Bewerbung doch immer ein Brief?!? Und wenn das schon so ist, fände ich den "persönlichen Brief" im Zweifel immer noch besser als den austauschbaren "Formbrief"... ;-)

Zu den Aspekten die Du gerade vorschlagsweise erwähnt hast: Das "Nicht-Passen" kann auch an der Verpackung eines bestimmten Inhaltes liegen... Ich bin z. B. mit Dir einer Meinung, dass das Wort "Spass" in Verbindung mit dem Lagern von Patienten etwas fehl am Platze klingt. Die Tatsache, dass Du dem auch über längere Zeit rein körperlich schon einmal gewachsen bist, wäre aber z. B. schon eine wertvolle Information... Dass Du schon rein psychisch mit dem unmittelbaren Kontakt zu Krankheit und Gebrechlichkeit zurecht kommst, ist auch alles andere als selbstverständlich für eine junge Frau! Und mir persönlich würde es beim Anblick von Katheterverlegungen vermutlich ganz schön flau werden!

Das Thema "Kommunikation" mit den Patienten (was Du in Form der Erlebnisse anschneidest) halte ich ebenfalls für einen großen Pluspunkt. Das würde LÄNGST nicht jede so sehen! Dass Du typische Krankheiten und Therapieformen - zumindest aus der Zuschauerperspektive - bereits kennst, kann auch kein Nachteil sein. Und wer sagt, dass Du einen solchen Einblick belehrend formulieren musst???

Fang einfach einmal an... feilen kann man immer noch! ;-)

Sab
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Beitrag von Sab » 01.11.2006, 17:00

Danke für die zollen Anregungen und Tipps!!!!!!!!!! :D :D :D :D :D

Sab
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Beitrag von Sab » 11.11.2006, 12:09

Hallo nochmal!!!!


Also ich hab mein Bewerbungsschreiben nochmal überarbeitet, bin aber immernoch nicht 100 prozentig zu frieden....


Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zur Altenpflegerin

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf der Suche nach einer beruflichen Herauforderung möchte ich mich in Ihrer Einrichtung um eine Ausbildungsstelle zum 01.09.2007 bewerben.

Zur Zeit absolviere ich ein Freiwilliges Soziales Jahr im *** in ***.
Die Kenntnisse im Bereich der Altenpflege, die ich durch Beobachtung und Anleitung des Pflegepersonals bereits gewonnen habe möchte ich mit einer Ausbildung in Ihrer Einrichtung vertiefen und spezialisieren.

Der unmittelbare Kontakt mit Krankheit und Gebrechlichkeit stellt für mich keine psychische Belastung dar, ich sehe darin eine Möglichkeit zu lernen und durch mein Wissen den Patienten zu helfen ihren gewohnten Alltagsrhythmus wiederzufinden.

Ich möchte ich die Ausbildung zur Altenpflegerin als Chance nutzen, den Senioren ein wenig Freude, z.B. durch gemeinsame Spiel- und Bastelrunden, zu bereiten, ihnen als Ansprechpartner bei Problemen zur Verfügung zu stehen und das Leben durch eingeleitete Pflegemaßnahmen wie der Hilfe bei der täglichen Grundpflege zu erleichtern.

Mir ist bewusst, dass der Umgang mit älteren Menschen ein hohes Maß an Belastbarkeit, Engagement, Einfühlungsvermögen, Selbstständigkeit aber auch Teamfähigkeit verlangt. Durch meine bisherigen Erfahrungen im Freiwilligen Sozialen Jahr sehe ich mich diesen Anforderungen gewachsen.

Eine Ausbildung zur Altenpflegerin ist für mich der Start ins Berufsleben. Deshalb können Sie eine fleißige und wissbegierige Auszubildende erwarten.
Gerne vervollständige ich Ihre ersten Eindrücke aus meinen Bewerbungsunterlagen in einem persönlichen Gespräch. Über eine Einladung freue ich mich daher sehr.



Mit freundlichen Grüßen




Irgendwie bin ich mir nicht sicher ob das überzeugend klingt oder ob ich an dem vorbeischramme was ich eigentlich will.

Vielleicht könne man noch einfügen:

...Anforderungen gewachsen.

Es ist interessant wie viele altersbedingte Krankheiten existieren und wie viele Möglichkeiten es gibt den Symptomen entgegenzuwirken.
Besonders fasziniert hat mich, wie ein Patient, der durch die Erkrankung an Multiple Sklerose ans Bett gefesselt ist, leicht mit einem Lifter in einen Rollstuhl befördert werden und somit aktiv am Tagesgeschehen wie Gottesdienst oder einer Singrunde teilnehmen kann.

Aber ich weiß nicht ob es passend für ein Bewerbungsschreiben ist...


Bitte helft mir nochmal! Danke :P

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 12.11.2006, 12:48

Hallo Sab!

Nett, Dich wieder zu "sehen"... war gespannt, was aus Deinem ersten Anlauf geworden ist... ;-)

Die Idee mit dem zweiten Thread finde ich allerdings nicht so glücklich - damit machst Du es jemandem, der sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen möchte (um z. B. Vergleiche mit vorangegangenen Versionen anzustellen), unnötig schwer... Mir hatte z. B. der hier fehlende Hinweis der ersten Variante, dass die Patienten Dir vertrauen, sehr gut gefallen!
Sab hat geschrieben: Irgendwie bin ich mir nicht sicher ob das überzeugend klingt oder ob ich an dem vorbeischramme was ich eigentlich will.
Was ist es denn, was Du willst? Ich weiss ja nicht, was DICH stört... ich selbst finde es gerade ein wenig unentschlossen zwischen "normaler" und "persönlicher" Formulierung. Wenn Du die Dinge, bei denen Du Dir unsicher warst, noch einfügst, würde dieser Zwiespalt m. E. noch grösser.

Andererseits gefallen diese Beobachtungen mir sehr gut, weil sie eine ernsthafte persönliche Auseinandersetzung zeigen. Falls Du die Zeit hast, und es Dir zutraust, fände ich es klasse, die Bewerbung gewissermassen zu teilen: in ein relativ "normales" Anschreiben und eine sog. "dritte Seite", in der Du auf Basis Deiner Erfahrungen im FSJ richtig "persönlich" wirst...

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