Anschreiben Assistant Producer

Wenn ihr Berufsanfänger oder Berufspraktiker seid, dann könnt ihr eure Bewerbungsbeispiele in dieser Rubrik zur Diskussion stellen und die Musterbewerbungen anderer Bewerber bewerten. Auch für Bewerbungen um eine Neben- oder Teilzeitbeschäftigung.
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TinaWgnr
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Anschreiben Assistant Producer

Beitrag von TinaWgnr » 12.02.2016, 00:04

Hey! Ich bitte euch darum, einen Blick auf die Bewerbung zu werfen. Ist sie eingermaßen gelungen formuliert oder welche Kritikpunkte gibt es? Mit liegt sehr Viel an dieser Anstellung, deshalb bin ich für jede Hilfe dankbar. Zusätzlich habe ich schwierigkeiten eine ordentliche Wechselmotivation zu formulieren. Würdet ihr die überhaupt reinschreiben? Der Grund warum ch wechsele ist, dass dies eine Firma in den Kinderschuhe ist und ich mich in einer TZ-Anstellung befinde. Dennoch finde ich nicht die richtigen Worte dafür, es klingt alles platt. Gibt es noch Punkte, die ich eher herausarbeiten/gervorheben sollte? Herzlichsten Dank! :wink:


Die Ausschreibung:

Aufgaben

Sie recherchieren die besten am Markt verfügbaren Angebote für Reisen und Local Deals. Sie verfassen dazu Anzeigen­texte, die in unseren Publikationen veröffentlicht werden
Sie übernehmen aktiv die Betreuung und das Management bestehender und neuer Kunden aus dem Bereich Touristik, Hotels, Restaurants, Spas und Events
Sie arbeiten eng mit den Production-Teams in Europa zusammen und leisten Unterstützung bei der Auswertung von Kunden-Kampagnen
Sie übernehmen die Betreuung des neuen Produkts Travelzoo-Blog. Sie erstellen und verantworten den Redaktionsplan für wöchentliche Posts
Mitarbeit im Social-Media-Team: Sie posten täglich Updates auf Facebook und Twitter und erstellen Posts für den Travelzoo-Blog
Mitarbeit im Mobile-Team: Sie testen die Travelzoo-Angebote auf mobilen Endgeräten und sorgen für die bestmögliche User-Experience auf der mobilen Website, der iPhone-App und der Android-App

Anforderungen

Sie verfügen über ein erfolgreich abgeschlossenes Hochschul- oder Fachhochschulstudium oder eine vergleichbare Ausbildung
Ihr Englisch ist fließend in Wort und Schrift (weitere Fremdsprachenkenntnisse von Vorteil)
Sie haben Spaß an der Recherche und haben sich bereits gute Fähigkeiten auf diesem Gebiet erworben
Sie haben einen redaktionellen Hintergrund und Freude am Texten
Sie sind technisch versiert und haben Spaß im Umgang mit vielschichtigen Projekten
Mit MS-Office-Software und Internet sind Sie bestens vertraut
Sie haben eine Leidenschaft für gute Deals aus den Bereichen Reise, Freizeit und Lokales
Sie haben eine Affinität zur Tourismusbranche



Das Anschreiben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

an der von Ihnen ausgeschriebenen Stelle reizt mich vor allem die Vielseitigkeit des Tätigkeitsbereiches. Von der Recherche bis zur Texterstellung, Kundenbetreuung und Management bin ich vielseitig an sehr spannenden Aufgaben beteiligt und kann gleichzeitig meine Leidenschaft des Reisens mit meinem Beruf verbinden.

Zu den Bestandteilen meines interdisziplinären Studiums gehörten unter anderem das Erstellen unterschiedlichster redaktioneller Inhalte in Form von Magazinbeiträgen oder Pressetexten. Darüber hinaus habe ich einen Kieler Blog geführt, der über die Café-Kultur in ebendieser Stadt berichtete und viel Anklang fand. Meine kreative Ader und mein Können habe ich bereits in einigen Studienprojekten und nicht zuletzt in meiner jetzigen Tätigkeit während der Konzeption von Projektinhalten bewiesen. Bei der Agentur [...] bin ich zuständig für das Projektmanagement, die Kundenbetreuung und das Marketing. Gerade das Erstellen redaktioneller Inhalte für unterschiedlichste Kanäle bereitet mir sehr viel Freude in der Kombination mit der Betreuung unserer Kunden und der einhergehenden Recherche von Inhalten für einen Dreh.

Ein weiterer Anreiz stellt für mich das Testen von [...] Angeboten unter der Berücksichtigung der User Experience auf unterschiedlichen Endgeräten dar. Da die Usability und die User Experience miteinander verzahnt sind, bringe ich durch meine Bachelorarbeit in der ich mich intensiv mit diesem Thema befasst habe bereits viel Erfahrung in diesem Bereich sowie mit der Erstellung von Testszenarien und der Optimierung der Benutzerfreundlichkeit mit.

Neben meinen oben genannten Erfahrungen in der Branche bringe ich ebenso die Aufgeschlossenheit, die Auffassungsgabe und die Begeisterung mit, Interessantes und Neues dazu zu lernen. Zudem reizt mich die Möglichkeit interdisziplinär, digital und an den Themen Reise, Freizeit und Lokales zu arbeiten.

Sie suchen eine kompetente, begeisterte und hoch motivierte Mitarbeiterin, die diese Anstellung nicht nur als Traumjob sieht, sondern sich bewusst ist, dass außer dem Willen zur Leistung auch Kommunikation, Teamgeist und Belastbarkeit gefordert sind, so stehe ich Ihnen gerne und jederzeit zu einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

[...]

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TheGuide
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Re: Anschreiben Assistant Producer

Beitrag von TheGuide » 12.02.2016, 00:39

TinaWgnr hat geschrieben: an der von Ihnen ausgeschriebenen Stelle reizt mich vor allem die Vielseitigkeit des Tätigkeitsbereiches.
Das schrieben auch... ...jede Menge angehender Sekretärinnen.

Von der Recherche bis zur Texterstellung, _Kundenbetreuung und Management bin ich vielseitig an sehr spannenden Aufgaben beteiligt und kann gleichzeitig meine Leidenschaft des Reisens mit meinem Beruf verbinden.
Vor Kundenbetreuung und Managment fehlt mir eine Partikel. Vielleicht ist auch das bis zur zu früh gesetzt.
Zu den Bestandteilen meines interdisziplinären Studiums gehörten unter anderem das Erstellen unterschiedlichster redaktioneller Inhalte in Form von Magazinbeiträgen oder Pressetexten.

Du nennst eigentlich nur das Erstellen, was sich auf gehörte bezieht, also dieses in den Singular setzen.
bringe ich durch meine Bachelorarbeit in der ich mich intensiv mit diesem Thema befasst habe bereits viel Erfahrung in diesem Bereich sowie mit der Erstellung von Testszenarien und der Optimierung der _Benutzerfreundlichkeit mit.
Der Satz wird seeeeehr lang. Den rot markierten Teil kannst du ersatzlos streichen. Er erwähnt nichts, was wirklich von Bedeutung wäre.
Neben meinen oben genannten Erfahrungen in der Branche bringe ich ebenso die _Aufgeschlossenheit, die Auffassungsgabe und die Begeisterung mit, Interessantes und Neues dazu zu lernen.
Zudem reizt mich die Möglichkeit interdisziplinär, digital und an den Themen Reise, Freizeit und Lokales zu arbeiten.
Echt? Ich dachte immer Lokalnachrichten wären ein Synonym für jornalistische Strafarbeit...
Sie suchen eine kompetente, begeisterte und hoch motivierte Mitarbeiterin, die diese Anstellung nicht nur als Traumjob sieht, sondern sich bewusst ist, dass außer dem Willen zur Leistung auch Kommunikation, Teamgeist und Belastbarkeit gefordert sind, so stehe ich Ihnen gerne und jederzeit zu einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.
Streich diesen Absatz. Er implliziert auch ohne Fragezeichen eine Frage, die du nach einer solch ausführlichen Stellenausschreibung nun wirklich nicht mehr zu stellen brauchst!

TinaWgnr
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Beitrag von TinaWgnr » 12.02.2016, 10:15

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ist der Inhalt denn einigermaßen ansprechend oder wirkt das wie eine 0/8/15 Bewerbung? Mit Bewerbungen tue ich mich stets sehr schwer - trotz der Zeit die ich darin investiere. Hat jemand Tipps, wie man den Einstieg eleganter gestalten kann? Ich willl nicht jedesmal schreiben müssen "Vielen Dank für das informative Telefongespräch..." und danach fehlt mir wieder der elegante Einstieg.
Herzlichsten Dank.

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 12.02.2016, 12:15

Ich würde die Einleitung weg lassen und entweder direkt mit dem Studium oder besser noch mit Deinem jetzigen Job einsteigen.

Außerdem würde ich die Erfahrungen mit dem eigenen Blog stärker betonen.

Was mich auch stört, sind die ganzen „User“ - besteht die Möglichkeit, analoge deutsche Begriffe zu verwenden, oder sind das notwendige Fachtermini?

Ansonsten finde ich das Anschreiben ganz ok, aber für jemanden, der sich selbst als kreativ beschreibt, ein wenig zu standardisiert. Kreativität beweist Du damit leider nicht.

TinaWgnr
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Beitrag von TinaWgnr » 12.02.2016, 16:25

katerfreitag hat geschrieben:Ich würde die Einleitung weg lassen und entweder direkt mit dem Studium oder besser noch mit Deinem jetzigen Job einsteigen.
Okay, ich dachte immer, man soll im ersten Teil des Anschreibens die Motivation, warum man sich auf diese Stelle bewirbt äußern.
katerfreitag hat geschrieben:Außerdem würde ich die Erfahrungen mit dem eigenen Blog stärker betonen.
Hatte ich auch bereits überlet, das wirkt in einem Satz ein wenig mau.

katerfreitag hat geschrieben:Was mich auch stört, sind die ganzen „User“ - besteht die Möglichkeit, analoge deutsche Begriffe zu verwenden, oder sind das notwendige Fachtermini?
Das sind Fachtemini, man spricht im Allgemeinen von UX und UI und so ist es auch in der Ausschreibung beschrieben, deshalb habe ich dies auch so übernommen.
katerfreitag hat geschrieben: Ansonsten finde ich das Anschreiben ganz ok, aber für jemanden, der sich selbst als kreativ beschreibt, ein wenig zu standardisiert. Kreativität beweist Du damit leider nicht.
Ich bin eher in der Medienprodukion kreativ, aber weniger in meinem Schreibstil. Ein Grund, warum ich hier bin. Ich suche jederzeit nach Anregungen, vielleicht hast du ja welche für mich?

Vielen Dank

TinaWgnr
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Beitrag von TinaWgnr » 12.02.2016, 22:29

So, ich habe es nochmal umformuliert. Der Anfang scheint mir noch nicht so recht gelungen.
Anregungen?

für das Unternehmen [...] bin ich momentan zuständig für das Projektmanagement, die Kundenbetreuung und das Marketing. Gerade das Erstellen redaktioneller Inhalte für unterschiedlichste Kanäle bereitet mir sehr viel Freude in der Kombination mit der Betreuung unserer Kunden und der einhergehenden Recherche von Inhalten für einen Dreh.

Zu den Bestandteilen meines interdisziplinären Studiums gehörten unter anderem die Produktion unterschiedlichster redaktioneller Inhalte in Form von Magazinbeiträgen oder Pressetexten. Darüber hinaus habe ich einen Blog geführt, der über die Kieler Café-Kultur berichtete und viel Anklang fand. Das Augenmerk auf das Ambiente gerichtet berichtete ich über das Angebot mit dem Alleinstellungsmerkmal der jeweiligen Cafés. Meine kreative Ader und mein Können habe ich bereits in zahlreichen Studienprojekten und nicht zuletzt in meiner jetzigen Tätigkeit während der Konzeption von Projektinhalten bewiesen.

An der Position des Assistant Producers reizt mich vor allem die Leidenschaft des Reisens mit meinem Beruf zu verbinden. Ein weiterer Anreiz stellt für mich das Testen von [...]Angeboten unter der Berücksichtigung der User Experience auf unterschiedlichen Endgeräten dar. Da die Usability und die User Experience miteinander verzahnt sind, bringe ich durch meine Bachelorarbeit bereits viel Erfahrung in diesem Bereich sowie mit der Erstellung von Testszenarien und der Optimierung der Benutzerfreundlichkeit mit.

Ich bringe die Aufgeschlossenheit, die Auffassungsgabe und die Begeisterung mit, Interessantes und Neues dazu zu lernen. Zudem reizt mich die Möglichkeit crossmedial und an den Themen Reise, Freizeit und Lokalem zu arbeiten.

Ich freue mich auf Ihre Einladung zum Vorstellungsgespräch.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 13.02.2016, 00:27

TinaWgnr hat geschrieben:Okay, ich dachte immer, man soll im ersten Teil des Anschreibens die Motivation, warum man sich auf diese Stelle bewirbt äußern.
Das halte ich für den gangbarsten Weg - aber ein Naturgesetz ist das nicht. Wie bei jedem Text muss es halt am Ende stimmig sein.
katerfreitag hat geschrieben:Was mich auch stört, sind die ganzen „User“ - besteht die Möglichkeit, analoge deutsche Begriffe zu verwenden, oder sind das notwendige Fachtermini?
Das sind Fachtemini, man spricht im Allgemeinen von UX und UI und so ist es auch in der Ausschreibung beschrieben, deshalb habe ich dies auch so übernommen.
Nutzer? Follower? Leser?

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 13.02.2016, 12:02

TheGuide hat geschrieben:
TinaWgnr hat geschrieben:Okay, ich dachte immer, man soll im ersten Teil des Anschreibens die Motivation, warum man sich auf diese Stelle bewirbt äußern.
Das halte ich für den gangbarsten Weg - aber ein Naturgesetz ist das nicht.
Würde ich genauso sehen... wobei man diese "Motivation" sehr viel freier handhaben kann, als viele das im ersten Anlauf tun! Viele verstehen diesen Gedanken so, dass sie sich einfach die erstbesten Superlative aus den Selbstbeschreibungen der Homepages herauskopieren sollen... was dann dazu führt, dass der Leser erstens nichts Neues erfährt... und zweitens auch nichts über den Kandidaten. Eine gute Motivation im Sinne der Bewerbung stellt immer einen greifbaren Bezug zwischen Unternehmen und Bewerber her... und das am Besten mit einem Thema, das auch ein unmittelbares Interesse des Lesers weckt!

Was das angeht, hast Du hier ja eine geradezu paradiesische Auswahl: Du könntest sowohl mit Deiner Reiseleidenschaft ALS AUCH mit der User Experience ALS AUCH mit Deinem Blog starten! Alles schöne Themen, mit denen man unter Kennern direkt in einem netten Gespräch wäre... und alle mit Bezug zu Inserat UND Dir! Leichter Vorteil aus meiner Sicht läge beim Blog, weil er für mein Gefühl am speziellsten ist!

TinaWgnr
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Beitrag von TinaWgnr » 13.02.2016, 17:28

katerfreitag hat geschrieben:Was mich auch stört, sind die ganzen „User“ - besteht die Möglichkeit, analoge deutsche Begriffe zu verwenden, oder sind das notwendige Fachtermini?
Das sind Fachtemini, man spricht im Allgemeinen von UX und UI und so ist es auch in der Ausschreibung beschrieben, deshalb habe ich dies auch so übernommen.
TheGuide hat geschrieben:Nutzer? Follower? Leser?
Wenn dann käme dies nur in Frage als Nutzerfreundlichlkeit, Leser und Follower gibt es in diesem Kontext nicht.

TinaWgnr
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Beitrag von TinaWgnr » 13.02.2016, 17:33

FRAGEN hat geschrieben:
TheGuide hat geschrieben:
TinaWgnr hat geschrieben:Okay, ich dachte immer, man soll im ersten Teil des Anschreibens die Motivation, warum man sich auf diese Stelle bewirbt äußern.
Das halte ich für den gangbarsten Weg - aber ein Naturgesetz ist das nicht.
Würde ich genauso sehen... wobei man diese "Motivation" sehr viel freier handhaben kann, als viele das im ersten Anlauf tun! Viele verstehen diesen Gedanken so, dass sie sich einfach die erstbesten Superlative aus den Selbstbeschreibungen der Homepages herauskopieren sollen... was dann dazu führt, dass der Leser erstens nichts Neues erfährt... und zweitens auch nichts über den Kandidaten. Eine gute Motivation im Sinne der Bewerbung stellt immer einen greifbaren Bezug zwischen Unternehmen und Bewerber her... und das am Besten mit einem Thema, das auch ein unmittelbares Interesse des Lesers weckt!

Was das angeht, hast Du hier ja eine geradezu paradiesische Auswahl: Du könntest sowohl mit Deiner Reiseleidenschaft ALS AUCH mit der User Experience ALS AUCH mit Deinem Blog starten! Alles schöne Themen, mit denen man unter Kennern direkt in einem netten Gespräch wäre... und alle mit Bezug zu Inserat UND Dir! Leichter Vorteil aus meiner Sicht läge beim Blog, weil er für mein Gefühl am speziellsten ist!
Vielen Dank, das bringt mich auf jeden Fall schonmal ein Stück weiter!!! :)

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