Anschreiben Bewerbung FaMI

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FaMI
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Anschreiben Bewerbung FaMI

Beitrag von FaMI » 16.06.2010, 10:33

Hallo,

ich bin momentan noch in der Ausbildung, werde diese jedoch im Januar 2011 beenden. Da kaum Chance besteht, dass ich in meiner momentanen Bibliothek übernommen werden kann, muss ich langsam anfangen mich zu bewerben...
Deswegen habe ich mich hingesetzt und mal ein Anschreiben verfasst. Es ist klar, dass es je nach Ausschreibung angepasst werden muss, ich würde jedoch gerne wissen, ob ich auf dem richtigen Weg bin...
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Ihre Stellenauschreibung vom XX.XX.XXXX auf Ihrer Internetpräsenz



Sehr geehrter Herr XYZ,

Sie sind auf der Suche nach einer engagierten, freundlichen und selbstständigen Mitarbeiterin, die die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt, um in Ihrer Bibliothek aktiv bei der Informationsvermittlung mitzuwirken? Dann haben Sie diese Mitarbeiterin in mir gefunden.

Im Augenblick befinde ich mich im 2. Ausbildungsjahr zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste bei der ..... in Bonn. Diese werde ich jedoch, auf Grund meiner guten Leistungen im betrieblichen sowie im schulischen Ausbildungsbereich, vorzeitig im Januar 2011 erfolgreich beenden. Leider besteht keine Möglichkeit im Anschluss in meiner Ausbildungsbibliothek übernommen zu werden.

Während meiner Ausbildung lernte ich alle Arbeitsbereiche einer Bibliothek kennen und konnte erste Erfahrungen in diesen sammeln. Schwerpunkte waren die Bereiche Erwerbung, Katalogisierung mit RAK-WB, Zeitschriftenverwaltung und Auskunftsdienst.
In diversen Praktika konnte ich bisher gelerntes auch außerhalb meiner Ausbildungsbibliothek erfolgreich umsetzen und einbringen.

Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann würde ich mich über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch sehr freuen. Erreichen können Sie mich jederzeit unter 1234/5678910 oder über E-Mail@E-Mail.de.

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Meine Gedanken hierzu:
Ist die Einleitung nicht ein bisschen zu selbstbewusst (arrogant)???
Und sollte ich erwähnen, dass ich bereits eine Ausbildung (zur Bürokauffrau) abgeschlossen habe?
Schreibt man die angewandte Bibliothekssoftware in das Anschreiben oder reicht es, wenn man die im Lebenslauf angibt??


Vielen herzlichen Dank für eure Antworten! Und falls ich typische Fehler gemacht habe, dann bitte entschuldigt. Ich lese oft in dem Forum und hab diese dann unbewusst gemacht... :)

Viele Grüße
FaMI

FaMI
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Beitrag von FaMI » 16.06.2010, 15:03

Habe das Anschreiben nochmal überarbeitet und hoffe jetzt, wenigstens eine Antwort zu bekommen... :(

Ihre Stellenausschreibung vom 31.12.2009 im Generalanzeiger


Sehr geehrter Herr XYZ,

durch oben genannte Stellenausschreibung wurde ich darauf aufmerksam, dass Sie auf der Suche nach einer engagierten, freundlichen und selbstständigen Mitarbeiterin sind, die die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt, um in Ihrer Bibliothek aktiv bei der Informationsvermittlung mitzuwirken. Dann haben Sie diese Mitarbeiterin in mir gefunden.

Im Augenblick befinde ich mich im 2. Ausbildungsjahr zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste bei der xxx in Bonn. Diese werde ich jedoch, auf Grund meiner guten Leistungen im betrieblichen sowie im schulischen Ausbildungsbereich, vorzeitig im Januar 2011 erfolgreich beenden. Leider besteht keine Möglichkeit im Anschluss in meiner Ausbildungsbibliothek übernommen zu werden.

Während meiner Ausbildung lernte ich alle Arbeitsbereiche einer Bibliothek kennen und konnte erste Erfahrungen in diesen sammeln. Beispielsweise bearbeitete ich selbstständig den Bestellvorgang von der Vorakzession bis hin zur Inventarisierung/Katalogisierung. Auch im Auskunftsdienst konnte ich bereits ab dem 2. Lehrjahr alleine eingesetzt werden. Neben den typischen Tätigkeiten umfasste dieser Bereich vor allem die Bearbeitung von Rechercheaufträgen. Es ist für mich sehr wichtig, dem Nutzer den bestmöglichen Service zu bieten und dessen Bedürfnis nach Information zu befriedigen. Durch diese Tätigkeit stellt die Recherche mit Datenbanken wie z.B. juris keinerlei Problem für mich dar.
Im Rahmen meiner Ausbildung konnte ich durch Praktika die Aufgabengebiete der anderen Fachbereiche kennenlernen. Das letzte Praktikum absolvierte ich in der Hochschul- und Kreisbibliothek Sankt Augustin. Dort konnte ich meine bisher gelernte Kenntnisse und Fähigkeiten der erfolgreich umsetzen und einbringen.

Haben Sie noch Fragen? Dann stehe ich Ihnen gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Manuela Mustermann

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 16.06.2010, 23:29

Dort konnte ich meine bisher gelernte Kenntnisse und Fähigkeiten der erfolgreich umsetzen und einbringen.
:?:
Haben Sie noch Fragen? Dann stehe ich Ihnen gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.
Und wenn man keine Fragen mehr hat?

FaMI
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Beitrag von FaMI » 17.06.2010, 06:13

Hallo, danke für den hinweis auf den fehler. den hab ich wohl übersehen. den letzten satz habe ich mittlerweile geändert. dort steht jetzt: Für etwaige Rückfragen stehe ich Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.

hatte das mit der frage bei einem bewerbungstraining vor meiner ersten ausbildung gelernt ... Naja, ist auch schon sechs jahre her. gibt es außer den beiden anmerkungen noch irgendeine äusserung zu dem anschreiben? ob es ansprechend oder total mies ist vielleicht? :) Vg

FaMI
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??

Beitrag von FaMI » 18.06.2010, 10:47

Wahnsinn, der Beitrag wurde 170 mal aufgerufen und nur einer hat sich erbarmt und hat mir geantwortet. Leider weiß ich immer noch nicht, ob das Anschreiben gut oder schlecht ist... Wäre euch wirklich dankbar, wenn sich dazu jemand mal äußern könnte!!!
Viele Grüße

Romanum
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Beitrag von Romanum » 20.06.2010, 14:07

Das Anschreiben ist schon ansprechend.

FaMI
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Beitrag von FaMI » 20.06.2010, 16:02

Romanum hat geschrieben:Das Anschreiben ist schon ansprechend.
Aber?? Irgendwie hört sich das so nach aber an :) Und dankeschön, für die Antwort!

Vg

Eric-57
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Beitrag von Eric-57 » 20.06.2010, 17:09

FaMI hat geschrieben:
Romanum hat geschrieben:Das Anschreiben ist schon ansprechend.
Aber?? Irgendwie hört sich das so nach aber an :) Und dankeschön, für die Antwort!

Vg
Hey,

habe zufällig deine Bewerbung gesehen. Vielleicht kannst du dir ja hier einpaar Beiträge von "TWend" anschauen, er hat ganz gute Tipps und Tricks.

Gruß Eric

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drusilla
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Re: Neue Version

Beitrag von drusilla » 20.06.2010, 19:04

FaMI hat geschrieben:Habe das Anschreiben nochmal überarbeitet und hoffe jetzt, wenigstens eine Antwort zu bekommen... :(

Ihre Stellenausschreibung vom 31.12.2009 im Generalanzeiger


Sehr geehrter Herr XYZ,

durch oben genannte Stellenausschreibung wurde ich darauf aufmerksam, dass Sie auf der Suche nach einer engagierten, freundlichen und selbstständigen Mitarbeiterin sind, die die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt, um in Ihrer Bibliothek aktiv bei der Informationsvermittlung mitzuwirken. Dann haben Sie diese Mitarbeiterin in mir gefunden. anfänge dieser art sind etwas veraltet, und damit ist eigentlich auch nicht wirklich etwas gesagt. lieber gleich mit dem "knaller" beginnen, das beste, was du auf lager hast

Im Augenblick befinde ich mich im 2. Ausbildungsjahr zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste bei der xxx in Bonn. Diese werde ich jedoch "jedoch" weglassen, das ist ja etwas positives, so aber erwartet man etwas negatives. ich persönlich dachte im ersten moment schon, du würdest die ausbildung schmeissen , auf Grund meiner guten Leistungen im betrieblichen sowie im schulischen Ausbildungsbereich, vorzeitig im Januar 2011 erfolgreich beenden. Leider besteht keine Möglichkeit im Anschluss in meiner Ausbildungsbibliothek übernommen zu werden. würde ich so nicht schreiben. das klingt nämlich, als würdest du wahnsinnig gerne bleiben und suchst nun gezwungenermassen was neues. klar, das mag auch wahr sein, aber die neue bibliothek hört sowas natürlich nicht gerne. finde lieber einen grund, warum dich die neue bibliothek anspricht. evtl. machen die regelmässig veranstaltungen mit lesungen oder führungen oder haben ein besonders grosses sortiment oder was auch immer.

Während meiner Ausbildung lernte ich alle Arbeitsbereiche einer Bibliothek kennen und konnte erste Erfahrungen in diesen sammeln. "erste erfahrungen" sammmelt man in einem praktikum, nach einer ausbildung BEHERRSCHT man sein arbeitsgebiet Beispielsweise bearbeitete ich selbstständig den Bestellvorgang von der Vorakzession bis hin zur Inventarisierung/Katalogisierung. Auch im Auskunftsdienst konnte ich bereits ab dem 2. Lehrjahr alleine eingesetzt werden. Neben den typischen Tätigkeiten umfasste dieser Bereich vor allem die Bearbeitung von Rechercheaufträgen. Es ist für mich sehr wichtig, dem Nutzer den bestmöglichen Service zu bieten und dessen Bedürfnis nach Information zu befriedigen. Durch diese Tätigkeit stellt die Recherche mit Datenbanken wie z.B. juris keinerlei Problem für mich dar. der absatz ist gut
Im Rahmen meiner Ausbildung konnte ich durch Praktika die Aufgabengebiete der anderen Fachbereiche kennenlernen. Das letzte Praktikum absolvierte ich in der Hochschul- und Kreisbibliothek Sankt Augustin. Dort konnte ich meine bisher gelernte Kenntnisse und Fähigkeiten der erfolgreich umsetzen und einbringen. inwiefern war das ein "anderer fachbereich"? kommt jetzt nicht so rüber, als wär das gross was anderes gewesen

Haben Sie noch Fragen? Dann stehe ich Ihnen gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Manuela Mustermann

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@drusilla

Beitrag von FaMI » 21.06.2010, 07:58

Vielen herzlichen Dank!

Mhh, und ich dachte, ich hätte mit der Einleitung mal was anderes erwischt :( Das muss ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen, weil ich da ned so kreativ bin... Ne Bewerbung mit "Ich" anzufangen ist auch blöd oder... Also frei nach dem Motto: "Ich bin eine engagierte, ...... FaMI, die ... "?!

Das mit dem jedoch stimmt. So habe ich das noch nie gesehen, aber wenn man den Satz mal auf sich wirken lässt, dann hat man wirklich den Eindruck ich hätte die Ausbildung geschmissen...

mmh, zur dritten Anmerkung: ich würde ja gerne wieder in mein Heimatbundesland ziehen... Sowas zu schreiben wäre wahrscheinlich auch nicht klug oder? Besser wäre es wirlich, wenn ich hier auf die ausschreibende Bibliothek eingehen würde...

Wenn ich schreibe: "Während meiner Ausbildung lernte ich alle Arbeitsbereiche und -schritte in einer Bibliothek kennen und beherrschen." Wäre das besser oder kann ich den Satz einfach kürzen ( bis ... Bibliothek kennen.)??

Siehst du in dem "keinerlei Problem" ein Problem??? Mir hat jemand gesagt, dass er hier nur das Wort Problem liest...

Praktikum: Hier dachte ich mir, ich nenne das letzte Praktikum. Das war eines, welches nicht Fachbereichsfremd war. sondern eine andere Art Bibliothek. Also ich mach meine Ausbildung in einer Behördenbib und das Praktikum war in einer FH- und Kreisbibliothek. Die anderen Fachbereiche waren Archiv und Information und Dokumentation.
Könnte ich den einleitenden Satz "Im Rahmen..." noch ergänzen únd "sowie anderer Bibliothekstypen " hinzufügen??

Und was hältst du von "Haben Sie noch Fragen?.." Diesbezüglich hab ich auch schon gehört, dass das nicht gut wäre.

Vielen Dank!

Vg

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drusilla
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Beitrag von drusilla » 21.06.2010, 20:41

vieles davon ist geschmacksache. dem einen personaler wirds gefallen, dem anderen nicht.
Ne Bewerbung mit "Ich" anzufangen ist auch blöd oder... Also frei nach dem Motto: "Ich bin eine engagierte, ...... FaMI, die ... "?!
so ein satz muss grammatikalisch ja nicht mit "ich" anfangen :wink: wie wärs mit was in richtung "aufgrund meiner guten leistungen... werde ich die ausbildung zur fachangestellten.... vorzeitig im januar 2011 erfolgreich beenden. auf der suche nach .... ist mir Ihre Bibliothek aus Grund x und y besonders positiv aufgefallen..."
Wenn ich schreibe: "Während meiner Ausbildung lernte ich alle Arbeitsbereiche und -schritte in einer Bibliothek kennen und beherrschen." Wäre das besser oder kann ich den Satz einfach kürzen ( bis ... Bibliothek kennen.)??
nun ja, "kennen lernen" und "beherrschen" sind doch auch noch zwei verschiedene paar schuhe. ich würde auf jeden fall ein verb wählen, dass zeigt, dass du aktiv etwas gelernt hast.
Siehst du in dem "keinerlei Problem" ein Problem??? Mir hat jemand gesagt, dass er hier nur das Wort Problem liest...
"kein problem" ist halt schon nicht dasselbe wie "kann ich mega gut". wenn es für dich effektiv "kein problem" ist, dann stört es mich hier nicht besonders. wenn du aber vermitteln willst, dass du dich besonders gut mit dem system auskennst, dann ist es sicher die falsche formulierung.


zum praktikum: hier würde ich je nach stellenausschreibung entscheiden, was du besonders hervorheben willst. wenn die neue bib bekannt für ein besonders grosses archiv ist, könnte man dieses praktikum sicher noch speziell erwähnen. es muss einfach klar werden, warum dich das praktikum besonders befähigt, am neuen ort zu arbeiten/ wieso das passt.
Und was hältst du von "Haben Sie noch Fragen?.." Diesbezüglich hab ich auch schon gehört, dass das nicht gut wäre.
mir persönlich gefällt es nicht, aber ist geschmacksache. ich entscheide ja schlussendlich nicht.

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