Anschreiben Chemielaborant

Wenn ihr Berufsanfänger oder Berufspraktiker seid, dann könnt ihr eure Bewerbungsbeispiele in dieser Rubrik zur Diskussion stellen und die Musterbewerbungen anderer Bewerber bewerten. Auch für Bewerbungen um eine Neben- oder Teilzeitbeschäftigung.
°blue°
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Anschreiben Chemielaborant

Beitrag von °blue° » 18.06.2012, 12:56

Hallo an alle! :wink:

Könntet ihr mal über mein Anschreiben lesen? Habe es so vor drei Wochen weggeschickt und nun letzte Woche eine Absage erhalten..
Ist es schlecht? Kann ich daran etwas verbessern oder soll ich doch lieber ein ganz neues Anschreiben verfassen?
Ich hab vor mich noch bei anderen Firmen zu bewerben und hätte dann die Einleitung abgeändert bzw. angepasst..
Irgendwie hat mich die Absage jetzt total verunsichert, aber klar kann ich auch nicht erwarten, dass es gleich mit der ersten Bewerbung klappt! :?

Hier mein Anschreiben:

Bewerbung als Chemielaborant für den Bereich Biopharmazeutische Qualitätskontrolle

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Frau ....,

Firma, als ein Unternehmen, das sich in über .. Jahren als Hersteller von ...... und ... zu ..... entwickelt hat, haben Sie meine Neugier geweckt. Auch ich besitze ein großes Interesse daran mich weiter zu entwickeln und strebe nun einen Arbeitsplatzwechsel an. Mit ihrer reizvollen Stellenausschreibung bieten Sie mir, als lernfreudige und belastbare Persönlichkeit, die wertvolle Chance ihr Unternehmen in einem verantwortungsvollen Aufgabenbereich unterstützen zu können.

Derzeit bin ich am .... im Bereich ... tätig. Mit täglich frischen Elan untersuche ich hier Lebensmittel auf ..., weise ... und ... nach und bestimme die ... von ...-proben. Dabei plane ich unter Absprache mit andern Laboren und unter Einbezug der bis zu drei Auszubildenden des zweiten Lehrjahres selbständig den Laboralltag. Selbstverständlich ist für mich auch das Erstellen von QM-relevanten Dokumenten, wie Prüfverfahren, Standardarbeitsanweisungen und Validierungsberichten. Außerdem Überprüfe und Warte ich die Geräte im Bereich ... gewissenhaft und voller Verantwortung. All diese Aufgaben richten sich nach der DIN EN ISO 17025, nach welcher ... Jahr akkreditiert wurde und nach der sich auch meine Ausbildung dort richtete. Meine Fähigkeiten konnte ich am TT.MM.JJ bei einem internen Audit im Bereich ..., dem ich mich mit meinem Laborleiter stellte, erfolgreich unter Beweis stellen.

Meine teamfähige und zuverlässige Natur wird sowohl von meinem beruflichen als auch meinem privaten Umfeld sehr geschätzt. Diese Eigenschaften haben mir bei meinem Hobby, das Spielen eines Instrumentes in der Musikkapelle Ort, das Amt des Notenwartes eingebracht. Zudem wurde mir großes Vertrauen ausgesprochen, indem ich bei der Ausbildung der ganz Kleinen auf der Blockflöte mithelfen darf. Derzeit unterrichte ich 5 Kinder im Alter von 5-11 Jahren und wirke auch noch bei anderweitig anfallender Jugendarbeit mit.

Meine momentane Kündigungsfrist beträgt 6 Wochen zum Quartalsende, jedoch gehe ich von einer deutlichen Verkürzung in Absprache mit meinem Arbeitgeber aus.

Wenn auch mein Profil Ihre Neugier geweckt hat, freue ich mich auf die Einladung zu einem persönlichen Gespräch und stelle Ihnen gerne meine Fähigkeiten bei einem Probearbeiten unter Beweis.

Mit freundlichen Grüßen



Na was meint ihr dazu? :roll:

Ich bin über jede Antwort/Anregung von euch dankbar!!

Liebe Grüße °blue°

Romanum
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Beitrag von Romanum » 18.06.2012, 15:53

Bitte lies dir auch noch diesen Artikel durch, um ein aussagekräftiges Anschreiben zu erstellen: https://www.bewerbung-forum.de/anschreiben.html

Folgende Tipps kann ich dir schon geben:
Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Frau ....,

Firma Was soll das Firma hier? , als ein Unternehmen, das sich in über .. Jahren als Hersteller von ...... und ... zu ..... entwickelt hat, haben Sie meine Neugier geweckt.
Mit ihrer reizvollen Stellenausschreibung Du solltest dann auch schreiben, was dich fachlich an dieser Stelle reizt. bieten Sie mir, als lernfreudige und belastbare Persönlichkeit, die wertvolle Chance ihr Unternehmen in einem verantwortungsvollen Aufgabenbereich unterstützen zu können.
Dabei plane ich unter Absprache mit anderen Laboren und unter Einbezug der bis zu drei Auszubildenden des zweiten Lehrjahres selbständig den Laboralltag.
Außerdem überprüfe und warte ich die Geräte im Bereich ... gewissenhaft und voller Verantwortung.
Diese Eigenschaften haben mir bei meinem Hobby, das Spielen eines Instrumentes in der Musikkapelle Ort, das Amt des Notenwartes eingebracht. Zudem wurde mir großes Vertrauen ausgesprochen, indem ich bei der Ausbildung der ganz Kleinen auf der Blockflöte mithelfen darf. Derzeit unterrichte ich 5 Kinder im Alter von 5-11 Jahren und wirke auch noch bei anderweitig anfallender Jugendarbeit mit. Fürs Anschreiben sind diese Angaben nicht unbedingt notwendig.

Hier an diesem Muster kannst du dich orientieren:

Bild


°blue°
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Beitrag von °blue° » 19.06.2012, 11:27

Hey!

Vielen Dank für Deine schnelle Antwort!

Bei "Firma" kommt der Name der Firma hin, bei der ich mich bewerben möchte!

Mit ihrer reizvollen.... ich überleg mir hier noch was!! :wink:

Mit dem letzten Abschnitt wollte ich die beiden Eigenschaften "teamfähig" und "zuverlässig" belegen! heißt es hier im Forum nicht immer man soll seine Eigenschaften nicht einfach nur auflisten sonder auch belegen?

Der Mittelteil ist so in Ordnung?
Ich wollte hier auch rüberbringen, dass ich sehr eigenständig Arbeite, da mein Laborleiter nur halbtags arbeitet. Somit entscheide ich oft selbst wie mein Laboralltag aussieht und wie ich nach Untersuchungen weiter mache, gerade wenn ich unter Zeitdruck stehe und er nicht da ist..!

Gibt es sonst noch Verbesserungsvorschläge?

Güße °blue°

Romanum
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Beitrag von Romanum » 19.06.2012, 14:22

°blue° hat geschrieben:Mit dem letzten Abschnitt wollte ich die beiden Eigenschaften "teamfähig" und "zuverlässig" belegen! heißt es hier im Forum nicht immer man soll seine Eigenschaften nicht einfach nur auflisten sonder auch belegen? Natürlich. Aber Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit hast du durch die eigentliche Berufserfahrung schon bewiesen. Und beruflich ist wichtiger als ein Hobby. Aber du könntest es natürlich auch so lassen.

°blue°
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Beitrag von °blue° » 20.06.2012, 10:59

Ich habe meine Bewerbung nochmals umgeschrieben.

Hier die neue Version:


Bewerbung als Chemielaborantin für den Bereich Biopharmazeutische Qualitätskontrolle

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Frau ...,

Name Firma, als ein Unternehmen, das sich in über .. Jahren als Hersteller von ... und ... zu ... entwickelt hat, haben Sie meine Neugier geweckt. Auch ich besitze ein großes Interesse daran mich weiter zu entwickeln und strebe nun einen Arbeitsplatzwechsel an. Mit ihrer reizvollen Stellenausschreibung bieten Sie mir, als lernfreudige und belastbare Persönlichkeit, die wertvolle Chance ihr Unternehmen in einem verantwortungsvollen Aufgabenbereich unterstützen zu können. Denn gerade zu molekular- und mikrobiologischen Arbeiten habe ich eine sehr große Affinität entwickelt. (dieser Satz gefällt mir selbst nicht so richtig..)

Derzeit bin ich am ... in ... tätig. Hier setzte ich mein Können und Wissen im Bereich Elisa ein. Außerdem unterstütze und vertrete ich eine Kollegin im Bereich PCR und habe dort feste Arbeiten übernommen. Zu meinen Aufgaben gehört der quantitative Nachweiß von Allergenen mittels Elisa, der qualitative Nachweiß von Salmonellen sowie die Differenzierung von Verotoxin-bildenden Escherichia coli mittels PCR. Zudem überprüfe und warte ich sämtliche Geräte im Bereich Elisa. Dabei halte ich mich streng an die Vorgaben der DIN EN ISO 17025.

Meine sehr guten EDV-Kenntnisse nutze ich bei der Erstellung von QM-relevanten Dokumenten, wie Prüfverfahren, Standardarbeitsanweisungen und Validierungsberichten. Auch mein Organisationstalent kann ich bei der Planung des Laboralltages unter Absprache mit anderen Laboren und unter Einbezug der Auszubildenden des zweiten Lehrjahres gewinnbringend einsetzen.

Sorgfältiges und koordiniertes Arbeiten wird im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt groß geschrieben. Dies vermittle ich den Lehrlingen des zweiten Lehrjahres, die ich jeweils in einer zweier beziehungsweise dreier Gruppe für ein halbes Jahr in meinem Bereich betreue. Neben der Einführung in die Untersuchungsmethoden zeige ich ihnen dabei auch die EDV-technische Verwaltung der Proben im Labordatensystem „Limsophy“, mit welchem sie zuvor noch nicht in Kontakt kamen.

Meine teamfähige und zuverlässige Natur wird sowohl von meinem beruflichen als auch meinem privaten Umfeld sehr geschätzt. Diese Eigenschaften haben mir bei meinem Hobby, das Spielen eines Instrumentes in der Musikkapelle ... , das Amt des Notenwartes eingebracht. Zudem wurde mir großes Vertrauen ausgesprochen, indem ich bei der Ausbildung der ganz Kleinen auf der Blockflöte mithelfen darf. Derzeit unterrichte ich 5 Kinder im Alter von 5-11 Jahren und wirke auch noch bei anderweitig anfallender Jugendarbeit mit.

Meine momentane Kündigungsfrist beträgt 6 Wochen zum Quartalsende, jedoch gehe ich von einer deutlichen Verkürzung in Absprache mit meinem Arbeitgeber aus.

Wenn auch mein Profil Ihre Neugier geweckt hat, freue ich mich auf die Einladung zu einem persönlichen Gespräch und überzeuge Sie gerne davon, dass ich mich lukrativ in Ihr Team einbringen kann.

Mit freundlichen Grüßen


Klingt diese Bewerbung nun besser oder war dies ein Schritt in die falsche Richtung?

Ich wäre über eine oder mehrere Rückmeldungen sehr dankbar!

Romanum
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Beitrag von Romanum » 20.06.2012, 15:00

Warum willst du eigentlich wechseln? Dem Anschreiben nach scheint die Arbeit ja vielfältig und interessant zu sein.
Mit Ihrer reizvollen Stellenausschreibung bieten Sie mir, als lernfreudige und belastbare Persönlichkeit, die wertvolle Chance Ihr Unternehmen in einem verantwortungsvollen Aufgabenbereich unterstützen zu können.
Denn gerade zu molekular- und mikrobiologischen Arbeiten habe ich eine sehr große Affinität entwickelt. (dieser Satz gefällt mir selbst nicht so richtig..) Es wird vor allem nicht klar, ob du mit Affinität meinst, dass du auch schon über entsprechende Berufserfahrungen verfügst.
Zu meinen Aufgaben gehört der quantitative Nachweis von Allergenen mittels Elisa, der qualitative Nachweis von
Dies vermittle ich den Lehrlingen des zweiten Lehrjahres, die ich jeweils in einer Zweier- beziehungsweise Dreier-Gruppe für ein halbes Jahr in meinem Bereich betreue.

°blue°
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Beitrag von °blue° » 20.06.2012, 16:00

da ich immer wieder nur befristete Verträge bekomme, teilweiße nicht mal für 12 Monate.. dieses Spiel geht so lange bis ich Anspruch auf einen festen Vertrag hätte und dann wird einfach nicht mehr verlängert!!
daher halte ich meine Augen und Ohren offen und wenn ich eine Stelle finde die mir gefällt und für die ich die passenden Kenntnisse habe, dann bewerbe ich mich einfach mal darauf!
Die Arbeit an sich gefällt mir total!! Ich hab während meiner Chemielaboranten-Ausbildung gemerkt, dass mir Bio besser liegt und mehr Spaß macht! Hatte dann erst einmal eine normale Chemie-Stelle (6 Monate) und nun seit Dez. 2010 diese. Das macht mir richtig viel Spaß und ich kann mir gut vorstellen immer diese Arbeit zu machen!

In der Stellenausschreibung suchen sie nach jemanden, der mit der Durchführung von Elisa, SDS-Page und den grundlegenden Techniken im Umgang mit Mikroorganismen vertraut ist.
- Elisa kann ich, mach ich jeden Tag
- SDS-Page an sich hab ich mal in der Schule 2010 gemacht, mache aber heute noch so etwas ähnliches, das auf dem gleichen Prinzip basiert etwa einmal in der Woche
- zu den grundlegenden Techniken im Umgang mit Mikroorganismen, ich war während meiner Ausbildung für ein halbes Jahr (Sept.2008-Feb.2009) in der Mikrobiologie meines Ausbildungsbetriebes, dazu Unterricht in der Schule und ich arbeite heute in einem Labor der Sicherheitsstufe 1

°blue°
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Beitrag von °blue° » 22.06.2012, 09:53

sooo, nochmal mit einer Kollegin überarbeitet.

denkst du/ denkt ihr ich hab mit dieser Bewerbung eine Chance?



Bewerbung als Chemielaborantin für den Bereich Biopharmazeutische Qualitätskontrolle

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Frau ...,

..., als ein Unternehmen, das sich in über .. Jahren als Hersteller von ... und ... zu ... entwickelt hat, haben Sie meine Neugier geweckt. Auch ich besitze ein großes Interesse daran mich weiter zu entwickeln und strebe nun einen Arbeitsplatzwechsel an. Mit Ihrer reizvollen Stellenausschreibung bieten Sie mir, als lernfreudige und belastbare Persönlichkeit, die wertvolle Chance ihr Unternehmen in einem verantwortungsvollen Aufgabenbereich unterstützen zu können. Denn gerade zu proteinbiochemischen und mikrobiologischen Arbeiten habe ich während meiner Ausbildung eine sehr große Affinität entwickelt, welche durch meine derzeitige Arbeit noch mehr bestärkt wurde.

Derzeit bin ich am ... tätig. Hier setzte ich mein Können und Wissen im Bereich Elisa ein. Außerdem unterstütze und vertrete ich eine Kollegin im Bereich PCR und habe dort feste Arbeiten übernommen. Zu meinen Aufgaben gehört der quantitative Nachweis von Allergenen mittels Elisa, der qualitative Nachweis von Salmonellen sowie die Differenzierung von Verotoxin-bildenden Escherichia coli mittels PCR. Zudem überprüfe und warte ich sämtliche Geräte im Bereich Elisa. Meine Arbeit erledige ich stets gewissenhaft und halte mich dabei streng an die Vorgaben der DIN EN ISO 17025.

Sorgfältiges und koordiniertes Arbeiten wird im ... groß geschrieben. Dies vermittle ich den Lehrlingen des zweiten Lehrjahres, die ich jeweils in einer Zweier- beziehungsweise Dreier-Gruppe für ein halbes Jahr in meinem Bereich betreue. Neben der Einführung in die Untersuchungsmethoden zeige ich ihnen dabei auch die EDV-technische Verwaltung der Proben im Labordatensystem „Limsophy“.

Meine sehr guten EDV-Kenntnisse kann ich bei der Erstellung von QM-relevanten Dokumenten, wie Prüfverfahren, Standardarbeitsanweisungen und Validierungsberichten einbringen. Sie ermöglichen mir auch eine schnelle Einarbeitung im Umgang mit neuer Software, wobei mir mein gutes Englisch ebenso von Nützen ist. Außerdem besitze ich ein gutes Organisationstalent, das ich bisher bei der Planung des Laboralltages unter Absprache mit anderen Laboren und unter Einbezug der Auszubildenden gewinnbringend einsetzen konnte.

Als flexible und engagierte Person bringe ich die fachlichen Qualifikationen, die ich mir durch meinen bisherigen Werdegang aneignen konnte, in meine Arbeit mit ein. Teamarbeit und selbständiges Arbeiten sind für mich kein Widerspruch, sondern haben meinen Arbeitsalltag von Beginn an geprägt. Ich liebe die Herausforderung und habe mehrfach bewiesen auch in hektischen Situationen den Blick für das Wesentliche nie zu verlieren.

Meine momentane Kündigungsfrist beträgt 6 Wochen zum Quartalsende, jedoch gehe ich von einer deutlichen Verkürzung in Absprache mit meinem Arbeitgeber aus.

Wenn auch mein Profil Ihre Neugier geweckt hat, freue ich mich auf die Einladung zu einem persönlichen Gespräch und überzeuge Sie gerne davon, dass ich mich lukrativ in Ihr Team einbringen kann.

Mit freundlichen Grüßen



Ich freu mich schon auf Rückmeldungen!!

Grüße °blue°

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 23.06.2012, 16:15

Hallo °blue°,

zunächst einmal etwas allgemeines. Es gibt viele Gründe für eine Absage. Es fängt damit an, dass man schlicht und einfach menschlich nicht in das Team passt. Ein Bewerber präsentiert sich extrovertiert, so wie er halt ist. Dumm für ihn nur, dass die Belegschaft, einschließlich des Chefs eher zurückhaltend und introvertiert ist. Trotz einer Top-Bewerbung wird die Absage zwangsläufig sein. Denn dass er menschlich nicht in das Unternehmen passt, ist offensichtlich.

Trotz eines top-Anschreibens hagelt es gleichwohl Absagen, weil einfach die weitere Präsentation abfällt. Einem aussagekräftigen Anschreiben folgt etwa ein nichtssagender Lebenslauf, wo erkennbar für einen Personalverantwortlichen etwas nicht stimmt.

Was bei Deinem Anschreiben auffällt: ein uneinheitliches Erscheinungsbild; mal sehr selbstbewusst, dann wieder fast schon das Gegenteil. Für einen selbstbewussten Menschen steht es vollkommen ausser frage, dass seine Bewerbung gut ist und Neugier weckt.
Wer selbstbewusst ist, kommt auch gar nicht auf die Idee, jemanden überzeugen zu müssen.

Auch solltest Du noch etwas sorgsamer mit Deinen Formulierungen umgehen. Bedenke, dass Personalverantwortliche durch das regelmäßige Verfassen von Arbeitszeugnissen gewohnt sind, auf Formulierung zu achten und diese auszulegen.

Wenn Du etwa schreibst, dass Du Deine sehr guten EDV-Kenntnisse einbringen KANNST, stellt sich ihm sofort die Frage, ob Du es auch tun wirst. Lass das "kann" weg und Du wirst feststellen, dass der satz sofort eine ganz andere Wirkung entfaltet.

in anderes Beispiel ist die "reizvolle" Stellenausschreibung. Bei einer Bewerbung eine Formulierung zu wählen, die eher im Privaten verwendet wird ("reizvolle Dessous") ist mehr als gewagt.

Da Du im Übrigen munter die Präsentation Deines Könnens mit der Deiner Kompetenzen vermischt, bewegst du dich natürlich auf einer sehr dünnen Eisdecke, da ein Personalverantwortlicher einen solchen Vortrag schnell als unstrukturiert empfinden und so auf deine Arbeitsweise schließen könnte.

Viele Grüße aus Duisburg

°blue°
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Beitrag von °blue° » 25.06.2012, 09:05

Guten Morgen Herr Rimpler,

viele Dank für Ihre Mühe!

Ich habe Ihre Tipps beherzigt und mein Anschreiben abgeändert (Änderungen kursiv):

Bewerbung als Chemielaborantin für den Bereich Biopharmazeutische Qualitätskontrolle
Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Frau ...,

..., als ein Unternehmen, das sich in über .. Jahren als Hersteller von ... und ... zu ... entwickelt hat, haben Sie meine Neugier geweckt. Auch ich besitze ein großes Interesse daran mich weiter zu entwickeln und strebe nun einen Arbeitsplatzwechsel an. Mit Ihrer spannenden Stellenausschreibung bieten Sie mir, als lernfreudige und belastbare Persönlichkeit, die wertvolle Chance ihr Unternehmen in einem verantwortungsvollen Aufgabenbereich unterstützen zu können. Denn gerade zu proteinbiochemischen und mikrobiologischen Arbeiten habe ich während meiner Ausbildung eine sehr große Affinität entwickelt, welche durch meine jetzige Arbeit noch mehr bestärkt wurde.

Derzeit bin ich am ... tätig. Hier setzte ich mein Können und Wissen im Bereich Elisa ein. Außerdem unterstütze und vertrete ich eine Kollegin im Bereich PCR und habe dort feste Arbeiten übernommen. Zu meinen Aufgaben gehört der quantitative Nachweis von Allergenen mittels Elisa, der qualitative Nachweis von Salmonellen sowie die Differenzierung von Verotoxin-bildenden Escherichia coli mittels PCR. Zudem überprüfe und warte ich sämtliche Geräte im Bereich Elisa. Bei meiner Arbeit halte ich mich streng an die Vorgaben der DIN EN ISO 17025.
Sorgfältiges und koordiniertes Arbeiten wird im ... groß geschrieben. Dies vermittle ich den Lehrlingen des zweiten Lehrjahres, die ich jeweils in einer Zweier- beziehungsweise Dreier-Gruppe für ein halbes Jahr in meinem Bereich betreue. Neben der Einführung in die Untersuchungsmethoden zeige ich ihnen dabei auch die EDV-technische Verwaltung der Proben im Labordatensystem „Limsophy“.

Meine sehr guten EDV-Kenntnisse bringe ich bei der Erstellung von QM-relevanten Dokumenten, wie Prüfverfahren, Standardarbeitsanweisungen und Validierungsberichten mit ein. Sie ermöglichen mir auch eine schnelle Einarbeitung im Umgang mit neuer Software, wobei mir mein gutes Englisch ebenso von Nützen ist. Außerdem besitze ich ein sehr gutes Organisationstalent, das ich bisher bei der Planung des Laboralltages unter Absprache mit anderen Laboren und unter Einbezug der Auszubildenden gewinnbringend einsetzen konnte.

Als flexible und engagierte Person bringe ich die fachlichen Qualifikationen, die ich mir durch meinen bisherigen Werdegang aneignen konnte, in meine Arbeit mit ein. Teamarbeit und selbständiges Arbeiten sind für mich kein Widerspruch, sondern haben meinen Arbeitsalltag von Beginn an geprägt. Ich liebe die Herausforderung und habe mehrfach bewiesen auch in hektischen Situationen den Blick für das Wesentliche nie zu verlieren.

Meine momentane Kündigungsfrist beträgt 6 Wochen zum Quartalsende, jedoch gehe ich von einer deutlichen Verkürzung in Absprache mit meinem Arbeitgeber aus.

Wenn auch mein Profil Ihre Neugier geweckt hat, freue ich mich auf die Einladung zu einem persönlichen Gespräch und überzeuge Sie gerne davon, dass ich mich lukrativ in Ihr Team einbringen kann.

Mit freundlichen Grüßen


zu meinem "uneinheitlichen Erscheinungsbild", das ist mir garnicht aufgefallen..
auf einer Skala von 0 bis 10, wobei 0 für garkein Selbstbewusstsein und 10 für sehr viel Selbstbewusstsein steht, würde ich mir selbst im Bezug auf meine Arbeit eine gute 7 geben, bei meiner persönliche Art und meinem Auftreten reicht es nicht ganz auf eine 7, hier würde ich mir eher eine gute 6 geben.
Vielleicht sollte ich in den sehr selbstbewussten Abschnitten etwas "Luft rausnehmen"? Welche Abschnitte würde dies Ihrer Meinung nach betreffen?

Zum Vermischen meines Könnens mit meinen Kompetenzen, meinen Sie Abschnitt 4 (EDV-Kenntnisse etc.)? Was sollte ich hier ändern? Einfach nüchtern aufzählen: Ich hab sehr gute EDV-Kenntnisse, ich kann gut Englisch, ich besitze ein sehr gutes Organisationstalent?

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir nochmals helfen würden!

Grüße °blue°

°blue°
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Beitrag von °blue° » 09.07.2012, 10:49

Habe jetzt bei Initiativ-Bewerbungen die folgende Einleitung:

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Frau _________,

ich bin auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung, in der ich mich weiterentwickeln und mein Wissen im Bereich Molekular- und Mikrobiologie erweitern und vertiefen kann. Das _________ ist mir schon sehr lange als ____________ bekannt. So ist es auch schon lange mein Wunsch, in Ihrem Unternehmen zu arbeiten. Die Informationen, die ich Ihrem Internetauftritt entnehmen konnte, haben mich in meinem Wunsch noch weiter bestärkt. Ich verfüge über entsprechendes Fachwissen sowie den Ehrgeiz, um eine Tätigkeit in den genannten Bereichen mit Engagement und Sorgfalt auszufüllen.

und folgenden Schluss:

Da Sie für mich, aufgrund Ihrer Arbeit, ein solch interessanter Arbeitgeber sind, freue ich mich schon ganz besonders auf Ihre persönliche Einladung zu einem sehr ausführlichen Gespräch.

wobei mir der Teil ...aufgrund Ihrer Arbeit... überhaupt nicht gefällt! ist irgendwie total nichtssagend, oder?!


Ich freu mich schon auf Kritik!

Grüße °blue°

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 10.07.2012, 13:21

Hallo blue,

machen Initiativbewerbungen wirklich Sinn? Kaum ein Unternehmen wird alleine auf Grund der Bewerbung eine neue Stelle schaffen.

Wie groß ist aber nun die Wahrscheinlichkeit, dass genau in dem Moment, in dem die Bewerbung eingeht der Bedarf entsteht?

Falls nicht, landet die Bewerbung erst einmal auf einem Stapel. und es ist vollkommen offen, ob sich der Personalverantwortliche später, wenn der Bedarf entsteht, noch an die Bewerbung erinnern wird.

Viele Kosten, eher geringe effizienz.

Effektiver sind immer die Bewerbungen auf eine Stelle; denn da kann man seine Bewerbung viel passgenauer konzipieren; auch ein mangel einer initiativbewerbung, die viel zu allgemein gehalten ist.

Viele Grüße aus Duisburg

°blue°
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Beitrag von °blue° » 10.07.2012, 13:56

Ja ich verstehe was Sie meinen...
... aber ich würde es gerne trotzdem versuchen!

ein Versuch solls Wert sein und eine Absage bringt mich ja nicht gleich um!


habe gerade noch einmal eine andere Einleitung formuliert:

Als führendes ......unternehmen, mit seinem Sitz in ......, genießt ........ inzwischen weit über die Grenzen ............... hinaus ein sehr gutes Ansehen in Sachen Qualität und günstige Preise. .......... gilt sogar nach einer aktuellen Studie als das bekannteste ..............unternehmen in Deutschland. Und auch als Arbeitgeber besitzt ..................... einen hervorragenden Ruf. Daher würde es mich sehr freuen wenn Sie für die Bereiche Molekular- oder Mikrobiologie Unterstützung für Ihr Team suchen, um mir die Möglichkeit zu geben, mich beruflich weiter zu entwickeln und meinen Wissensstand zu erweitern.

°blue°
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Beitrag von °blue° » 10.07.2012, 14:03

achja, die Stelle, für die ich eine Absage erhalten habe, ist immer noch ausgeschrieben....

ich hab meine komplette Bewerbung umgestellt, auch den Lebenslauf, ich hab beim Fotograf ein neues Deckblatt entwerfen lassen und ich hab mittlerweile ein Arbeits- bzw. Zwischenzeugnis von meinem Chef erhalten.

ich hoffe ein bisschen, dass es denen nicht auffällt, dass ich mich nochmal bewerbe, oder, dass sie es sich anders überlegen und mich doch kennenlernen möchten!

ich kann mich ja nicht nochmal auf die gleiche Stelle bewerben, daher die Initiativbewerbung!

und im Vergleich zu meiner ersten Bewerbung hat diese nun ein ganz anderes Niveau!

mehr als versuchen kann ich es ja wohl kaum.. ich bin einfach mal optimistisch!!

Romanum
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Beitrag von Romanum » 10.07.2012, 16:48

°blue° hat geschrieben: Daher würde es mich sehr freuen wenn Sie für die Bereiche Molekular- oder Mikrobiologie Unterstützung für Ihr Team suchen, um mir die Möglichkeit zu geben, mich beruflich weiter zu entwickeln und meinen Wissensstand zu erweitern.

Deswegen stellt ein AG kaum neue Mitarbeiter ein, sondern weil der AG ein Aufgabenfeld mit zu lösenden Problemen hat, welches der Mitarbeiter mit dem vorhandenen Fachwissen zum Nutzen des AG zu bearbeiten hat. Insofern solltest du deutlicher machen, was du leisten kannst.

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Beitrag von °blue° » 10.07.2012, 20:24

Als führendes ......unternehmen, mit seinem Sitz in ......, genießt ........ inzwischen weit über die Grenzen ............... hinaus ein sehr gutes Ansehen in Sachen Qualität und günstige Preise. Es gilt sogar nach einer aktuellen Studie als das bekannteste ..............unternehmen in Deutschland. Und auch als Arbeitgeber besitzt ..................... einen hervorragenden Ruf. Daher würde es mich sehr freuen, wenn Sie nach einer qualifizierten Mitarbeiterin suchen damit ich Ihr Team in den Bereichen Molekular- oder Mikrobiologie mit meinem Fachwissen und meinen praktischen Kenntnissen unterstützen kann.

besser so?

°blue°
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Beitrag von °blue° » 11.07.2012, 07:50

Hab den letzten Satz mal noch umgestellt, liest sich irgendwie besser:

Daher würde es mich sehr freuen, wenn Sie für die Bereiche Molekular- oder Mikrobiologie nach einer qualifizierten Mitarbeiterin suchen, damit ich Ihr Team mit meinem Fachwissen und meinen praktischen Kenntnissen unterstützen kann.

Ist diese Einleitung gut? .. oder soll ich doch lieber diese drin lassen?:

ich bin auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung, in der ich mich weiterentwickeln und mein Wissen im Bereich Molekular- und Mikrobiologie erweitern und vertiefen kann. .......... ist mir schon sehr lange als günstige und qualitative ............ bekannt. So ist es auch schon lange mein Wunsch, in Ihrem Unternehmen zu arbeiten. Die Informationen, die ich Ihrem Internetauftritt entnehmen konnte, haben mich in meinem Wunsch noch weiter bestärkt. Ich verfüge über entspre-chendes Fachwissen sowie den Ehrgeiz, um eine Tätigkeit in den genannten Bereichen mit Engagement und Sorgfalt auszufüllen.



andere Frage: wenn sich die Firma selbst immer klein schreibt, auch an Satzanfängen, soll ich deren Name dann in meiner Bewerbung auch klein schreiben?

Romanum
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Beitrag von Romanum » 11.07.2012, 14:48

Hab den letzten Satz mal noch umgestellt, liest sich irgendwie besser: So ist der Satz schon besser.
andere Frage: wenn sich die Firma selbst immer klein schreibt, auch an Satzanfängen, soll ich deren Name dann in meiner Bewerbung auch klein schreiben? Das könntest du machen.

°blue°
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Beitrag von °blue° » 17.07.2012, 20:25

sooo ich nerv euch jetzt nochmal.. :)

zwei Bekannte haben nun nochmal drüber geschaut und mir ein paar Sachen genannt, die sie ändern würden!

Hier die geänderte Version:

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Frau ........,

als einer der international führenden .............., mit seinem Hauptsitz in ..............., genießt ........... inzwischen weit über die Grenzen Deutschlands hinaus ein sehr gutes Ansehen in Sachen Entwicklung und Fertigung von ....... und ............. Und auch als Arbeitgeber besitzt ................. einen hervorragenden Ruf. Daher würde es mich sehr freuen, wenn Sie mir, als ehrgeizige und zielstrebige Person, die Möglichkeit geben, Ihr Team mit meinem Fachwissen und meinen praktischen Kenntnissen in diesem verantwortungsvollen Bereich zu unterstützen.

Derzeit bin ich am ............ in ............... tätig. Hier setze ich mein Können und Wissen im Bereich Elisa und PCR ein. Zu meinen Aufgaben gehört der quantitative Nachweis von Allergenen mittels Elisa, der qualitative Nachweis von Salmonellen sowie die Differenzierung von Verotoxin-bildenden Escherichia coli mittels real-time PCR oder Gelelektrophorese. Zudem überprüfe und warte ich sämtliche Geräte. Ein weiterer Teil meiner Arbeit ist die Lehrlingsausbildung. Ich betreue die Lehrlinge des zweiten Lehrjahres jeweils in einer Zweier- beziehungsweise Dreier-Gruppe für je ein halbes Jahr und führe sie dabei in die Untersuchungsmethoden in meinem Bereich ein. Dabei zeige ich ihnen auch die EDV-technische Verwaltung der Proben im Labordatensystem „Limsophy“.

Meine sehr guten EDV-Kenntnisse bringe ich bei der Erstellung von QM-relevanten Dokumenten, wie Prüfverfahren, Standardarbeitsanweisungen und Validierungsberichten mit ein. Sie ermöglichen mir auch eine schnelle Einarbeitung im Umgang mit neuer Software, wobei mir mein gutes Englisch ebenso von Nützen ist.

Als flexible und engagierte Person bringe ich die fachlichen Qualifikationen, die ich mir durch meinen bisherigen Werdegang aneignen konnte, in meine Arbeit mit ein. Teamarbeit und selbständiges Arbeiten sind für mich kein Widerspruch, sondern haben meinen Arbeitsalltag von Beginn an geprägt. Ich liebe die Herausforderung und habe mehrfach bewiesen auch in hektischen Situationen den Blick für das Wesentliche nie zu verlieren.

Meine momentane Kündigungsfrist beträgt 6 Wochen zum Quartalsende, jedoch gehe ich von einer deutlichen Verkürzung in Absprache mit meinem Arbeitgeber aus.

Da Sie für mich, aufgrund Ihrer Arbeit, ein solch interessanter Arbeitgeber sind, freue ich mich schon ganz besonders auf Ihre persönliche Einladung zu einem sehr ausführlichen Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen



hier nochmal die alte Version:

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Frau ........,

als einer der international führenden .............., mit seinem Hauptsitz in ..............., genießt ........... inzwischen weit über die Grenzen Deutschlands hinaus ein sehr gutes Ansehen in Sachen Entwicklung und Fertigung von ....... und ............. Und auch als Arbeitgeber besitzt ................. einen hervorragenden Ruf. Daher würde es mich sehr freuen, wenn Sie mir, als ehrgeizige und zielstrebige Person, die Möglichkeit geben, Ihr Team mit meinem Fachwissen und meinen praktischen Kenntnissen in diesem verantwortungsvollen Bereich zu unterstützen.

Derzeit bin ich am ................ in ................... tätig. Hier setze ich mein Können und Wissen im Bereich Elisa ein. Außerdem unterstütze und vertrete ich eine Kollegin im Bereich PCR und habe dort feste Arbeiten übernommen. Zu meinen Aufgaben gehört der quantitative Nachweis von Allergenen mittels Elisa, der qualitative Nachweis von Salmonellen sowie die Dif-ferenzierung von Verotoxin-bildenden Escherichia coli mittels real-time PCR oder Gelelektrophorese. Zudem überprüfe und warte ich sämtliche Geräte im Bereich Elisa. Bei meiner Arbeit halte ich mich streng an die Vorgaben der DIN EN ISO/IEC 17025.

Sorgfältiges und koordiniertes Arbeiten wird im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt groß geschrieben. Dies vermittle ich den Lehrlingen des zweiten Lehrjahres, die ich jeweils in einer Zweier- beziehungsweise Dreier-Gruppe für je ein halbes Jahr in meinem Bereich betreue. Neben der Einführung in die Untersuchungsmethoden zeige ich ihnen dabei auch die EDV-technische Verwaltung der Proben im Labordatensystem „Limsophy“.

Meine sehr guten EDV-Kenntnisse bringe ich bei der Erstellung von QM-relevanten Dokumenten, wie Prüfverfahren, Standardarbeitsanweisungen und Validierungsberichten mit ein. Sie ermöglichen mir auch eine schnelle Einarbeitung im Umgang mit neuer Software, wobei mir mein gutes Englisch ebenso von Nützen ist. Außerdem besitze ich ein sehr gutes Organisationstalent, das ich bisher bei der Planung des Laboralltages unter Absprache mit anderen Laboren und unter Einbezug der Auszubildenden gewinnbringend einsetzen konnte.

Als flexible und engagierte Person bringe ich die fachlichen Qualifikationen, die ich mir durch meinen bisherigen Werdegang aneignen konnte, in meine Arbeit mit ein. Teamarbeit und selbständiges Arbeiten sind für mich kein Widerspruch, sondern haben meinen Arbeitsalltag von Beginn an geprägt. Ich liebe die Herausforderung und habe mehrfach bewiesen auch in hektischen Situationen den Blick für das Wesentliche nie zu verlieren.

Meine momentane Kündigungsfrist beträgt 6 Wochen zum Quartalsende, jedoch gehe ich von einer deutlichen Verkürzung in Absprache mit meinem Arbeitgeber aus.

Da Sie für mich, aufgrund Ihrer Arbeit, ein solch interessanter Arbeitgeber sind, freue ich mich schon ganz besonders auf Ihre persönliche Einladung zu einem sehr ausführlichen Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen



ich hab mittlerweile überhaupt keine Ahnung mehr was besser oder schlechter ist, bin jetzt völlig verunsichert..!
Habt ihr mir nochmal Tips? alte oder neue Version? oder eine Mischung aus beiden?

verzweifelte Grüße
°blue°

°blue°
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Beitrag von °blue° » 18.07.2012, 08:49

der Grund für die Änderungen war, dass das Anschreiben in Schriftgröße 10 (Century Gothic) nicht auf eine Seite gepasst hat...
allerdings ists jetzt auch noch bisschen knapp.. und Schriftgröße 9 find ich dann doch etwas klein!

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 18.07.2012, 12:52

Hallo blue,

bist du dir sicher, dass ein Personalverantwortlicher eine solche Einleitung lesen möchte? Dass Du damit direkt seine Neugier weckst?

Was den eigenen Ruf betrifft, müsste er doch selber Bescheid wissen. deshalb dürfte ihn doch mehr interessieren, etwas über Dich zu erfahren. Etwa darüber, wie sehr Du bei ihm arbeiten möchtest!

Viele Grüße aus Duisburg

°blue°
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Beitrag von °blue° » 18.07.2012, 14:20

ich weiß, dass meine Einleitung flach ist..
aber ich hab überhaupt keine Ahnung wie ichs sonst formulieren könnte!

Ich würde gern bei der Firma arbeiten, weil sie einen prima Ruf hat (so gut wie jeder kennt sie), weil ich mir da gute Zukunftschancen erhoffe und weil ich dort mit Sicherheit besser bezahlt werde als bisher. Die Stadt ist auch toll..

aufgrund von Umstruckturierungen läufts bei mir im Geschäft gerade etwas komisch, kann sein, dass ich mal ne ganze Woche keine Arbeit habe, also üüüberhaupt keine Arbeit! und sowas kann ich überhaupt nicht gebrauchen, ich will was tun! Arbeiten mach mir Spaß und ich hab gern viel Arbeit, dann geht die Zeit auch viel schneller rum! naja und die Teamarbeit lässt auch zu wünschen übirg..

aber das kann ich so ja schlecht in eine Einleitung schreiben :)

Romanum
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Beitrag von Romanum » 18.07.2012, 14:38

Das mit dem Hauptsitz könntest du ja auch rauslassen oder ist das irgendwie relevant? Und dann am Ende gezielter schreiben, was du leisten willst.

Sehr geehrte Frau ...,
sehr geehrte Damen und Herren,

als einer der international führenden ... genießt ... inzwischen weit über die Grenzen Deutschlands hinaus ein sehr gutes Ansehen in Sachen Entwicklung und Fertigung von ... und ..., was nicht zuletzt auf die hervorragenden Mitarbeiter zurückzuführen ist. Als ehrgeizige und zielstrebige BERUFSNAME unterstütze ich Ihr Team gerne mit meinem Fachwissen und meinen praktischen Kenntnissen im verantwortungsvollen XYZ-Bereich.

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Beitrag von °blue° » 18.07.2012, 15:10

nö ist nicht relevant!

wenn ichs so schreibe, reicht das oder soll ich hinten raus noch was dazu schreiben?

was meint ihr zu den Änderungen/Kürzungen im restlichen Text?

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 18.07.2012, 16:41

Hallo °blue°,

wie heisst es so schön, zu viele Köche verderben den Brei und zuviele Bewerbungshelfer verwirren den Bewerber. Deshalb mein letzter Tipp:

Lass' dir nur von einem helfen.

Denn jeder hat eine andere idee, andere Vorstellung. Und am ende weisst du nicht mehr wo oben ist.

Viel Glück aus Duisburg

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