Anschreiben duales Studium Industriekauffrau

Hier besteht die Möglichkeit, über Anschreiben für die Ausbildung, für Praktika und für das Studium (Duales Studium, Universität, BA) mit anderen Mitgliedern zu diskutieren.
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straightforward
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Anschreiben duales Studium Industriekauffrau

Beitrag von straightforward » 01.03.2016, 16:33

Hallo liebe Leute,
ich würde mich freuen, wenn ihr mir Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge zu meinem Anschreiben bei einem sehr großen deutschen Konzern geben würdet. Ich habe mein vorheriges Studium abgebrochen und würde gerne noch einmal von vorne anfangen. Ich weiß, dass ein Anschreiben den Anspruch erfüllen soll, besonders einzigartig zu sein. Ich weiß nicht, ob ich das so gut umsetzen konnte, aber lest selbst:

Ausbildung zur Industriekauffrau mit berufsbegleitendem Studium

Sehr geehrte Frau xxx,
ich bin besonders interessiert an betriebs- und volkswirtschaftlichen Abläufen. In meinem Studium konnte ich bereits erste Einblicke in einige grundlegende Themengebiete werfen. Viel mehr reizt es mich jedoch, selbst aktiv in einem so großen internationalen Unternehmen, wie der xxx AG, zu werden und zeitgleich Theorie in die Praxis umsetzen zu können.
Die internationale Ausrichtung des Unternehmens ist deshalb interessant für mich, da ich in meinem bisherigen Lebenslauf viel Kontakt zur englischen Sprache gehabt habe und diesen gerne auch beruflich beibehalten möchte. Durch meine Tätigkeit als freie Mitarbeiterin in einem Nachhilfeinstitut habe ich wöchentlich mehrmals Schülergruppen in den Fächern Deutsch und Englisch unterrichtet. Hierbei habe ich gelernt, heterogene Lerngruppen zu koordinieren, Lernstrategien für Schüler zu entwickeln und Unterrichtseinheiten zu planen. Während eines sieben monatigen Auslandsaufenthaltes in Australien konnte ich zusätzlich an meinem Wortschatz sowie dem selbstverständlichen täglichen Umgang mit der Sprache arbeiten.
Auch im kaufmännischen Bereich habe ich in den letzten Jahren Erfahrungen sammeln können. In den Agenturen, in denen ich tätig war, habe ich gelernt, teilweise eigenständig an Projekten mitzuwirken und Ideen einzubringen. Auch langwierigeren, zeitaufwendigen Projekten habe ich mich gerne angenommen und diese geduldig und stets gewissenhaft erledigt. Die gründliche Prüfung von Texten auf Rechtschreibfehler war dabei immens wichtig, da die Inhalte für Kunden sichtlich veröffentlicht wurden. Ein sicherer Umgang mit der deutschen Sprache und ihrer Rechtschreibung ist für mich im kaufmännischen Bereich selbstverständlich und zählt zu meinen Stärken.
Einen souveränen Umgang mit MS Office habe ich zum einen während meiner Studienzeit erlernt, da das Vorbereiten von Präsentationen ein wesentlicher Bestandteil ist. Aber auch während meiner praktischen Erfahrungen habe ich sowohl mit Excel als auch diversen anderen Computerprogrammen gearbeitet. Ich habe mich stets schnell zurecht gefunden und selbstständig arbeiten können.
Das Arbeiten im Team hat mir großen Spaß gemacht, sodass ich bald den Entschluss gefasst hatte, so schnell wie möglich in das Arbeitsleben einsteigen zu wollen, ohne dabei auf den zusätzlichen Wissenserwerb aus einem Studium zu verzichten. Die Möglichkeit, immer weiter voran zu kommen, ist mir sehr wichtig, weshalb ich mich freuen würde, eine so vielfältige Ausbildung zur Industriekauffrau bei der xxx AG machen zu dürfen und diese mit Studieninhalten zu vertiefen.

Mit freundlichen Grüßen

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TheGuide
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Re: Anschreiben duales Studium Industriekauffrau

Beitrag von TheGuide » 01.03.2016, 19:44

straightforward hat geschrieben:ich bin besonders interessiert an betriebs- und volkswirtschaftlichen Abläufen. In meinem Studium konnte ich bereits erste Einblicke in einige grundlegende Themengebiete werfen. Viel_mehr reizt es mich jedoch, selbst aktiv in einem so großen internationalen Unternehmen, wie der xxx AG, zu werden und zeitgleich Theorie in die Praxis umsetzen zu können.
Können drückt nur eine Möglichkeit aus, nicht auch ihre Nutzung. Du sollst dich bewerben und nicht das Unternehmen, daher spare dir Attribute für dich auf. Willst du wirklich deinen Studienabbruch theamtisieren? Und muss das gleich im zweiten Satz sein?
Die internationale Ausrichtung des Unternehmens
S.o.
ist deshalb interessant für mich, da ich in meinem bisherigen Lebenslauf viel Kontakt zur englischen Sprache gehabt habe und diesen gerne auch beruflich beibehalten möchte.
Behalte die Info mal in deinem Hinterkopf für einen möglichen ersten Satz. Aber sprachlich weniger imständlich!
Durch meine Tätigkeit als freie Mitarbeiterin in einem Nachhilfeinstitut habe ich wöchentlich mehrmals Schülergruppen in den Fächern Deutsch und Englisch unterrichtet.

Während meiner Tätigkeit/Im Rhamen meiner Tätigkeit... Aber eigentlich gehört das in dden LL.
Hierbei habe ich gelernt, heterogene Lerngruppen zu koordinieren, Lernstrategien für Schüler zu entwickeln und Unterrichtseinheiten zu planen.
Das klingt eher nach einer Bewerbung für eine Stelle als Quereinsteigerin in den Schuldienst denn als Industriekauffrau...


Während eines sieben_monatigen Auslandsaufenthaltes in Australien konnteVERTIEFTE ich zusätzlich an meinem Wortschatz sowie demN selbstverständlichen täglichen Umgang mit der Sprache arbeiten.
Auch im kaufmännischen Bereich habe ich in den letzten Jahren Erfahrungen GEsammelnT können.
In den Agenturen, in denen ich tätig war, habe ich gelernt, teilweise eigenständig an Projekten mitzuwirken und Ideen einzubringen.

Mach dich doch nicht selber klein!
Die gründliche Prüfung von Texten auf Rechtschreibfehler war dabei immens wichtig, da die Inhalte für Kunden sichtlich veröffentlicht wurden.
What?! Aber auch hier die Frage: Wozu ist das wichtig? Welchen Bezug hat das zur Stelle?

Ein sicherer Umgang mit der deutschen Sprache und ihrer Rechtschreibung ist für mich im kaufmännischen Bereich selbstverständlich und zählt zu meinen Stärken.


Rechtschreibung ist eine Kompetenz, keine Stärke (=positive Charaktereigenschaft).
Einen souveränen Umgang mit MS Office habe ich zum einen während meiner Studienzeit erlernt, da das Vorbereiten von Präsentationen ein wesentlicher Bestandteil ist.
In meiner Studienzeit erlernte ich im Rahmen der Vorbereitung von Präsentationen und Hausarbeiten DEN souveränen Umgang mit MS Office.

Aber auch während meiner praktischen Erfahrungen habe ich sowohl mit Excel als auch diversen anderen Computerprogrammen gearbeitet.
Erfahrungen ist hier unpassend, diverse andere Programme zu unkonkret.
Ich habe mich stets schnell zurecht gefunden und selbstständig arbeiten können.
Das Arbeiten im Team hat mir großen Spaß gemacht, sodass ich bald den Entschluss gefasst hatte, so schnell wie möglich in das Arbeitsleben einsteigen zu wollen, ohne dabei auf den zusätzlichen Wissenserwerb aus einem Studium zu verzichten.

Seltsame Begründung.
Die Möglichkeit, immer weiter voran zu kommen, ist mir sehr wichtig, weshalb ich mich freuen würde, eine so vielfältige Ausbildung zur Industriekauffrau bei der xxx AG machen zu dürfen und diese mit Studieninhalten zu vertiefen.
Dürfen tun kleine Kinder! Verzichte einfach auf Modalverben!

Deine Bewerbung ist seeeeehr lang. Bedenke, dass das alles in Schriftgröße 12, mindestens aber 11 auf eine Seite passen muss, mit Unterschrift und Briefkopf.* Einige Dinge walzt du zu sehr aus, andere erscheinen mir für das Duale Studium zur Industriekauffrau überflüssig zu sein, wie beispielsweise deine Unterrichtserfahrung. Du sprichst sehr viel von deinem abgebrochenen Studium, was sicher auch nicht der Weisheit letzter Schluss ist...

*Orthopraktisch auch mit einem Anlagenverzeichnis aber dazu habe ich meine ganz eigene dissidentische Auffassung.

straightforward
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Beitrag von straightforward » 01.03.2016, 20:35

Danke erstmal für das Feedback. Habe einige Dinge verändert. Dass ich sehr viel von meinem abgebrochenen Studium spreche, sehe ich persönlich jetzt nicht. Natürlich erwähne ich mein Studium, da es zu meinem Lebenslauf gehört und die Richtung nun mal nicht unerheblich für die Ausbildung ist. Ich reite aber nicht darauf rum, dass ich mein Studium abgebrochen habe, sondern erwähne lediglich, welche Kompetenzen ich aus der Zeit mitbringe und warum ich von einem Vollzeitstudium zu einem dualen Studium wechseln möchte. Sollte ich mein Studium also gar nicht erwähnen? Finde es nämlich eigentlich gar nicht negativ, wie ich es formuliert habe.

"Das Arbeiten im Team hat mir großen Spaß gemacht, sodass ich bald den Entschluss gefasst hatte, so schnell wie möglich in das Arbeitsleben einsteigen zu wollen, ohne dabei auf den zusätzlichen Wissenserwerb aus einem Studium zu verzichten."

"Seltsame Begründung." --> Warum? Ich möchte eben kein Vollzeitstudium mehr, sondern in einem Betrieb arbeiten, aber trotzdem nicht auf zusätzliches Wissen verzichten, das man in der Berufsschule nicht mit auf den Weg bekommt.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 01.03.2016, 22:47

straightforward hat geschrieben: Sollte ich mein Studium also gar nicht erwähnen?
Zumindest nicht so früh.

"Das Arbeiten im Team hat mir großen Spaß gemacht, sodass ich bald den Entschluss gefasst hatte, so schnell wie möglich in das Arbeitsleben einsteigen zu wollen, ohne dabei auf den zusätzlichen Wissenserwerb aus einem Studium zu verzichten."

"Seltsame Begründung." --> Warum? Ich möchte eben kein Vollzeitstudium mehr, sondern in einem Betrieb arbeiten, aber trotzdem nicht auf zusätzliches Wissen verzichten, das man in der Berufsschule nicht mit auf den Weg bekommt.
Du brichst ein Studium ab, um ein anderes zu beginnen.

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 01.03.2016, 22:54

Dass Du gerade studierst, erschließt sich ja aus.Deinem Lebenslauf. Daher könntest Du einfach im Anschreiben etwas weniger oft „Studium“ und verwandte Wörter benutzen: einfach weglassen, bzw. ersetzen durch Ausdrücke wie z.B. „in letzter Zeit“.

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