Anschreiben Einkäufer nach Studium - strategischer Einkauf

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swindle
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Anschreiben Einkäufer nach Studium - strategischer Einkauf

Beitrag von swindle » 24.06.2014, 15:44

Hallo! Ich schließe demnächst mein Studium ab und sollte nun mal mit bewerben anfangen, allerdings komme ich mit dem Anschreiben absolut nicht klar... leider kenne ich auch niemanden der mir irgendwie weiterhelfen könnte, daher versuche es hier mal:

Sehr geehrter Herr XYZ,
vielen Dank für das Telefongespräch vom XYZ und die Möglichkeit mich bei Ihnen auf die
ausgeschrieben Stelle als strategischer Einkäufer zu bewerben. Da ich zukünftig sehr gerne
in einem innovationsorientierten Unternehmen wie der XYZ tätig sein möchte, hoffe ich, auf
diesem Weg Ihr Interesse zu wecken.
Aktuell studiere ich an der Hochschule Kempten Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau.
Mein Studium werde ich voraussichtlich im Juli 2014 mit dem Abschluss meiner Diplomarbeit
beenden.
Vor diesem Studium habe ich bereits eine Ausbildung als Großhandelskaufmann
abgeschlossen. Während meiner Lehre konnte ich in verschiedenen Abteilungen Einblicke
als Einkäufer sammeln. Im täglichen Ladengeschäft habe ich Kunden beraten und Angebote
erstellt. Im Einkauf koordinierte ich unter anderem Kundenaufträge und war für die
Beschaffung von Lagerware verantwortlich. In der täglichen Arbeit mit und für den Kunden
konnte ich mein Wissen erweitern und festigen.
Mein zweites Praxissemester absolvierte ich Technischen Indirekten Einkauf der Robert
Bosch GmbH, während dieser Zeit konnte ich meine Kenntnisse als Kaufmann einbringen
und erweitern. Nach diesem Praktikum blieb ich weiterhin bei der Robert Bosch GmbH tätig,
dieses Mal im Projekteinkauf. Während dieser Zeit unterstützte ich meine Kollegen im
Tagesgeschäft und koordinierte die Zentralisierung von Einkaufsprojekten.
Seit Oktober 2013 bin ich nun Diplomand in der gleichen Abteilung und erstelle dort meine
Abschlussarbeit. Aufgabe dieser Arbeit ist eine internationale Sourcing Strategie für
Zukaufteile zu entwickeln.
Auf ein persönliches Gespräch freue ich mich.
Mit freundlichen Grüßen


ich hoffe ihr habt ein paar verbesserungsvorschläge für mich :) danke!

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TheGuide
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Re: Anschreiben Einkäufer nach Studium - strategischer Einka

Beitrag von TheGuide » 24.06.2014, 19:34

Dein Anschreiben ist erst mal gar nicht so schlecht.
swindle hat geschrieben: Mein zweites Praxissemester absolvierte ich IM Technischen Indirekten Einkauf der Robert
Bosch GmbH...
Nach diesem Praktikum blieb ich weiterhin bei der Robert Bosch GmbH tätig,
dieses Mal im Projekteinkauf.
Dieses Mal passt hier nicht. Ugssprl. wäre etwa und zwar, etwas schöner hierzu wechselte ich in den...
Seit Oktober 2013 bin ich nun Diplomand in der gleichen Abteilung und erstelle dort meine
Abschlussarbeit. Aufgabe dieser Arbeit ist eine internationale Sourcing Strategie für
Zukaufteile zu entwickeln.
Eigentlich wäre es doch dann logisch, du würdest bei Bosch bleiben. Hier mangelt es also an Argumentation, warum du wechselst. Überhaupt kommt der Aspekt der Motivation noch zu kurz.

swindle
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Beitrag von swindle » 24.06.2014, 20:07

herzlichen dank schon mal für deine hilfe :)

an sich würde ich gerne bei Bosch bleiben, leider haben wir im werk schon seit längerem einstellungstopp und ich gehe davon aus dass sich das in naher zukunft nicht so schnell ändern wird. ich habe mir schon überlegt sowas ähnliches einzubringen, aber dann könnte es auch so rüber kommen dass ich mich nur da bewerbe weil bosch keinen platz hat und deshalb die nur 2te wahl sind.

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FRAGEN
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Re: Anschreiben Einkäufer nach Studium - strategischer Einka

Beitrag von FRAGEN » 25.06.2014, 01:12

TheGuide hat geschrieben:Hier mangelt es also an Argumentation, warum du wechselst. Überhaupt kommt der Aspekt der Motivation noch zu kurz.
M. E. ist es sogar noch etwas ungünstiger: Für meine Begriffe wirkt die genannte Motivation (für ein "innovationsorientieren Unternehmen" arbeiten zu wollen) explizit unglaubwürdig... da der Umkehrschluss daraus wäre, dass Firma B gerade NICHT innovativ sei. Das Ziel müsste rein logisch etwas sein, was die gegenwärtige Firma nicht bieten kann...

Ansonsten finde ich die Voraussetzungen bislang noch deutlich besser als das, was Du bislang daraus machst. Ich meine... mit einem Abschluss in "Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau" (heisst das so BTW?) PLUS Ausbildung und Erfahrung als Grosshandelskaufmann müsstest Du für einen Job als Einkäufer eigentlich sehr viel mehr konkrete Nutzsubstanz bieten können als du das bisher tust. M. E. schreibst Du derzeit sehr weiträumig und gemütlich um die tatsächlichen kaufmännischen und technischen Inhalte herum... als hättest Du alle Zeit der Welt... und irgendwann ist die Bewerbung halt zuende, OHNE dass Du das, was Dich von großen Teilen der Konkurrenz unterscheidet, wirklich auf den Punkt gebracht hättest...

Ich weiss jetzt auch nicht, was das im fachlichen Detail sein könnte... aber man MUSS die Breite und Tiefe Deiner Einblicke in den technischen Einkauf einfach greifbarer machen können...

swindle
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Re: Anschreiben Einkäufer

Beitrag von swindle » 25.06.2014, 08:55

Hi Fragen, danke für deine Antwort!
M. E. ist es sogar noch etwas ungünstiger: Für meine Begriffe wirkt die genannte Motivation (für ein "innovationsorientieren Unternehmen" arbeiten zu wollen) explizit unglaubwürdig... da der Umkehrschluss daraus wäre, dass Firma B gerade NICHT innovativ sei. Das Ziel müsste rein logisch etwas sein, was die gegenwärtige Firma nicht bieten kann...


Das ist mir auch schon aufgefallen, ich tu mir extrem schwer einen guten Einstieg in das Anschreiben zu finden. Ich weiß nie genau wie ich anfangen soll und meine Motivation ausdrücken soll ohne dass es "aufgesetzt" oder unglaubwürdig rüberkommt.
Und zum Inhalt an sich, es ist ja nicht unbedingt so dass ich aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis wechsle, sondern eher dass ich eben meine Diplomarbeit abgebe und danach nen Job brauche...
und irgendwann ist die Bewerbung halt zuende, OHNE dass Du das, was Dich von großen Teilen der Konkurrenz unterscheidet, wirklich auf den Punkt gebracht hättest...

Könnte ich hier irgendwie reinbringen dass ich, im vgl zu meinen Komilitonen, als studienabgänger bereits eine Ausbildung als Kaufmann vorweisen kann?

also Konkret im Anschreiben verwurstet:

"Mit mir erhalten Sie einen motivierten, engagierten und lernbereiten* Mitarbeiter der neben einem technisch-wirtschaftlichen Studium, bereits Erfahrungen als Kaufmann und Einkäufer mit sich bringt. Als besonderes Beispiel für meine Erfahrungen möchte ich meine Diplomarbeit hervorheben. Aufgabe dieser Arbeit war es einer internationale Sourcing Strategie zu konzpetionieren und zu bewerten. Teilgebiete davon waren die Bedarfsermittlung, Kapazitätenplanung, Lieferantenrecherche, Angebotsvergleiche sowie die Konzeptionierung und Bewertung einer Sourcing Strategie. Während des Studiums konnte ich meine Erfahrungen als Einkäufer/Kaufmann in verschiedenen Projektarbeiten anwenden und vertiefen."
(*lernbereit: ich will damit anmerken dass ich mich auf jedenfall weiterentwickeln will und mich nicht auf ausbildung und studium ausruhen möchte)

Wie findet ihr das? Ich würde das dann irgendwo ind das Anschreiben einbauen...ich weiß bloss noch nicht so genau wo...


das Problem der mit dem Einstieg ist allerdings hiermit nicht gelöst...allerdings fällt mir dazu absolut kein ansatz ein...

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TheGuide
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Re: Anschreiben Einkäufer nach Studium - strategischer Einka

Beitrag von TheGuide » 25.06.2014, 09:20

swindle hat geschrieben:ich tu mir extrem schwer einen guten Einstieg in das Anschreiben zu finden. Ich weiß nie genau wie ich anfangen soll und meine Motivation ausdrücken soll ohne dass es "aufgesetzt" oder unglaubwürdig rüberkommt.
Da gibt es m.E. einen einfachen Trick: Anstatt geschwollen geschäftsbriefmäßig zu schreiben, gedanklich einfach mal darauf einstimmen, dass man einer vertrauten Person (Freund, Freundin, Patenonkel, Oma), die keine Ahnung vom Job hat oder diesen blöd findet, erklärt, warum man ihn unbedingt machen möchte.
Stell dir deinen besten Freund vor:
"Was?! Einkäufer?! So was langweiliges willst du machen??? Echt?"
Dem erkläre, warum, warum die Aufgabe eben nicht langweilig ist, was dich daran antörnt.
Und zum Inhalt an sich, es ist ja nicht unbedingt so dass ich aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis wechsle, sondern eher dass ich eben meine Diplomarbeit abgebe und danach nen Job brauche...
Logisch wäre aber, so wie du das skizzierst, dass du einen Anschlussjob bei Bosch annehmen würdest. Dass das nun im Augenblick nicht geht, ist halt blöd für dich.
Diesen Eindruck einer logischen Fortsetzung der Arbeit bei Bosch müsstest du daher zerstreuen.
Aufgabe dieser Arbeit war es einer internationale Sourcing Strategie zu konzpetionieren und zu bewerten.
Teilgebiete davon waren die Bedarfsermittlung, Kapazitätenplanung, Lieferantenrecherche, Angebotsvergleiche sowie die Konzeptionierung und Bewertung einer Sourcing Strategie.
Wiederholung.

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Beitrag von swindle » 25.06.2014, 14:48

so habs etwas umgebaut...

Sehr geehrte Frau XYZ,

auf der Suche nach einer beruflichen Herausforderung bin ich durch einen Verwandten/internetrecherche (bla bla ) auf Ihr Unternehmen aufmerksam geworden.

Aktuell studiere ich an der Hochschule Kempten Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Maschinenbau. Mein Studium werde ich voraussichtlich im Juli 2014 mit dem Abschluss meiner Diplomarbeit beenden.
Vor diesem Studium habe ich bereits eine Ausbildung zum Großhandelskaufmann abgeschlossen. Während meiner Lehre konnte ich in verschiedenen Abteilungen Erfahrungen als Einkäufer sammeln. Während ich im täglichen Ladengeschäft Kunden beriet, koordinierte ich im Einkauf unter anderem Kundenaufträge und war für die Beschaffung von Lagerware verantwortlich.
Als besonderes Beispiel für meine Erfahrungen möchte ich meine Diplomarbeit hervorheben. Aufgabe dieser Arbeit war es einer internationale Sourcing Strategie zu konzeptionieren und zu bewerten. Teilgebiete davon waren die Bedarfsermittlung, Kapazitätenplanung, Lieferantenrecherche, Angebotsvergleiche sowie die Konzeptionierung und Bewertung einer Sourcing Strategie. Während des Studiums konnte ich meine Erfahrungen als Einkäufer/Kaufmann in verschiedenen Projektarbeiten anwenden und vertiefen.
Mit mir erhalten Sie einen zielorientierten und belastbaren Mitarbeiter, der eine strukturierte Arbeitsweise konsequent umsetzt. Durch die Zusammenarbeit mit Menschen auf ganz unterschiedlichen Ebenen während meiner Ausbildung habe ich eine hohe soziale Kompetenz entwickelt. Eine schnelle Auffassungsgabe, sicheres Auftreten sowie die Fähigkeit flexibel und selbstständig zu arbeiten gehören ebenso dazu wie die Arbeit im Team.
Es wäre mir eine große Freude, meine praktischen Erfahrungen und theoretischen Kenntnisse ab September 2014 in Ihrem Unternehmen einzusetzen und zu erweitern. Da eine Mitarbeit in Ihrer Firma für mich von großem Reiz ist, freue ich mich sehr über eine
Einladung zu einem persönlichen Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen



allerdings fehlt hier immer noch die begründugn WARUM einkäufer :D

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Beitrag von TheGuide » 25.06.2014, 18:44

swindle hat geschrieben:so habs etwas umgebaut...

Sehr geehrte Frau XYZ,

auf der Suche nach einer beruflichen Herausforderung bin ich durch einen Verwandten/internetrecherche (bla bla ) auf Ihr Unternehmen aufmerksam geworden.

Aktuell studiere ich an der Hochschule Kempten Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Maschinenbau. Mein Studium werde ich voraussichtlich im Juli 2014 mit dem Abschluss meiner Diplomarbeit beenden.
Vor diesem Studium habe ich bereits eine Ausbildung zum Großhandelskaufmann abgeschlossen. Während meiner Lehre konnte ich in verschiedenen Abteilungen Erfahrungen als Einkäufer sammeln.
Dein Erstversuch hat sich so wohltuend von dem Standard-Blabla und den typischen Anfängerfehlern abgehoben. Und jetzt machst du genau das. Standard-Blabla mit dem du in der Masse versinkst und Abfängerfehler: Dass du auf das Unternehmen aufmerksam wurdest, erklärt sich schon dadurch, dass du eine Bewerbung schreibst.
Den Lebenslauf legst du bei, dein Anschreiben ist nicht dessen ausformulierte Variante.

Während ich im täglichen Ladengeschäft Kunden beriet, koordinierte ich im Einkauf unter anderem Kundenaufträge und war für die Beschaffung von Lagerware verantwortlich.
Vorsicht, könnte man leicht als nur halbe Konzentration verstehen (Gleichzeitigkeit der Tätigkeiten statt volle Konzentration auf eine):
Als besonderes Beispiel für meine Erfahrungen möchte ich meine Diplomarbeit hervorheben. Aufgabe dieser Arbeit war es einer internationale Sourcing Strategie zu konzeptionieren und zu bewerten.
In der Praxis wird Akademikern ja gerne Elfenbeintürmerei vorgeworfen. Von daher ausgerechnet die Diplomarbeit als Praxiserfahrung zu verkaufen nur bedingt geschickt. Du müsstest schon plausibel machen, dass du sie innerbetrieblich geschrieben und die Einheit von Theorie und Praxis geschaffen hast.
Aufgabe dieser Arbeit war es einer internationale Sourcing Strategie zu konzeptionieren und zu bewerten.
Teilgebiete davon waren die Bedarfsermittlung, Kapazitätenplanung, Lieferantenrecherche, Angebotsvergleiche sowie die Konzeptionierung und Bewertung einer Sourcing Strategie.
Die Wiederholung ist immer noch drin. Leute mit wenig Zeit - und dazu gehören Personaler - hassen nichts mehr als Redundanz.
Durch die Zusammenarbeit mit Menschen auf ganz unterschiedlichen Ebenen während meiner Ausbildung habe ich eine hohe soziale Kompetenz entwickelt.

entwickelte ich
Eine schnelle Auffassungsgabe, sicheres Auftreten sowie die Fähigkeit flexibel und selbstständig zu arbeiten gehören ebenso dazuKOMMA wie die Arbeit im Team.
Es wäre mir eine große Freude, meine praktischen Erfahrungen und theoretischen Kenntnisse _ab September 2014 in Ihrem Unternehmen einzusetzen und zu erweitern. Da eine Mitarbeit in Ihrer Firma für mich von großem Reiz ist, freue ich mich sehr über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch.
Auch hier: Viel zu lang, was auch an den Wiederholungen deutlich wird. Du machst ja fast nen Kotau.
allerdings fehlt hier immer noch die begründugn WARUM einkäufer
Was würdest du deinem besten Freund erklären? (Siehe meinen letzten Beitrag)

swindle
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Beitrag von swindle » 25.06.2014, 19:24

ich sage meist wenn ich gefragt werde warum: weil ich das schon während meiner ausbildung gemacht hab und mir die arbeit an sich gut gefallen hat.

aber ich glaub das wäre nicht so passend, oder?

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Beitrag von TheGuide » 25.06.2014, 19:46

Es wäre etwas dünn. Warum hast du dich für eine Ausbildung in diese Richtung entschieden?

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