Anschreiben Europasekretär (Automobilbranche)

Wenn ihr Berufsanfänger oder Berufspraktiker seid, dann könnt ihr eure Bewerbungsbeispiele in dieser Rubrik zur Diskussion stellen und die Musterbewerbungen anderer Bewerber bewerten. Auch für Bewerbungen um eine Neben- oder Teilzeitbeschäftigung.
Antworten
MaXopA
Beiträge: 8
Registriert: 08.05.2013, 02:52

Anschreiben Europasekretär (Automobilbranche)

Beitrag von MaXopA » 08.05.2013, 03:08

Hallo allerseits!

Dies ist mein erster Versuch ein einigermaßen vernünftiges Anschreiben zu erstellen.

Es handelt sich hierbei um eine Stellenausschreibung eines Automobilherstellers mit Schwerpunkt Bürotätigkeiten und Fremdsprachen.

Mein Entwurf sieht wie folgt aus:
Sehr geehrter Herr XXX,

dank der Jobbörse der Agentur für Arbeit bin ich auf Ihre Stellenausschreibung als Europasekretär aufmerksam geworden. Mein Interesse wurde sowohl durch den betreffenden Wirtschaftsbereich der Automobilindustrie geweckt, die nach wie vor an der Spitze der Exportbranche Deutschlands steht und somit solide Zukunftsperspektiven bietet, als auch mein Anliegen in einem Berufsfeld tätig zu sein, das meine Kompetenz bezüglich der Fremdsprachen und die organisatorischen Fähigkeiten der Büroarbeit vereint.

Meine Veranlagung für Sprachen wurde durch meine deutsch-italienischen Wurzeln stark gefördert, ein Aspekt der durch den auf hochschulebene bezogenen Zweisprachigkeitsnachweis und meine doppelte Staatsangehörigkeit bestätigt wird.

Mein Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der Fremdsprache Englisch mit Schwerpunkt Wirtschaft vor der IHK Dortmund (Note: Gut) schließt sich meiner in Italien absolvierten Schullaufbahn an, die mich zum Touristikfachmann mit Schwerpunkt Sprachen (Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch) geführt hat.

Aufgrund der Entschlossenheit meine Kompetenzen im professionellen Sprachbereich stets zu erweitern habe ich mich für den Bachelor Studiengang „Traduzione & Interpretariato“ (Übersetzung & Dolmetschen) an der Fachhochschule für Sprachmittler in Ancona (Italien) entschieden und die Prüfungen des ersten Studienjahres erfolgreich abgelegt, darunter EDV, was mir außerdem die Fähigkeit verschafft hat, sämtliche Sprachkombinationen zwischen dem Italienischen, dem Deutschen und dem Englischen zu beherrschen. Bedauerlicherweise konnte ich aus privaten Gründen das Studium nicht zu Ende führen; nichtsdestotrotz habe ich infolge meiner Übersiedelung nach Deutschland, wie oben erwähnt, den angestrebten Übersetzerabschluss dank des Besuches des Dolmetscher-Instituts Münster erlangt.

Derzeit bemühe ich mich des Weiteren um das Erlangen der Vereidigung als Übersetzer.

In Bezug auf meine bisherigen Berufserfahrungen konnte ich dank meines Arbeitsverhältnisses mit der Kreuzfahrtgesellschaft MSC Crociere (MSC Kreuzfahrten) meine Kompetenzen im Sinne der Flexibilität am Arbeitsplatz, sowie meine Arbeitsbereitschaft und Teamfähigkeit als Mitarbeiter in der Verwaltung der Geschäfte an Bord des Luxusliners „MSC Fantasia“ festigen. Der ständige Kontakt zu Menschen aus aller Welt setzte neben fundierten Kommunikationsfähigkeiten ebenfalls ein hohes Maß an Zuvorkommenheit und Organisationsgeschick voraus. Das beigefügte Arbeitszeugnis untermauert die oben aufgeführten Elemente.
Zurzeit arbeite ich Teilzeit als Lehrkraft für Intensivkurse in Italienisch beim Lernstudio-Barbarossa und konzentriere mich zugleich auf die wirtschaftsorientierte freiberufliche Übersetzertätigkeit.

Um die Beurteilung der Anlagen zu vereinfachen, wurden den originalen Zeugnissen in italienischer Sprache die entsprechenden Übersetzungen auf Deutsch beigefügt.

Vielen Dank im Voraus für die Bearbeitung meiner Bewerbung.

Über ein Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen,
Massimo Esposito
Ich hoffe, dass man noch einen Teil davon retten kann :P

Romanum
Bewerbungshelfer
Beiträge: 8946
Registriert: 12.09.2008, 19:20

Beitrag von Romanum » 08.05.2013, 12:33

Der 2. Satz könnte etwas kürzer sein. "als auch mein Anliegen" ist von der Grammatik nicht ganz passend für "sowohl durch ... als auch "
Meine Veranlagung für Sprachen wurde durch meine deutsch-italienischen Wurzeln stark gefördert, ein Aspekt der durch den auf Hochschulebene bezogenen Zweisprachigkeitsnachweis und meine doppelte Staatsangehörigkeit bestätigt wird.
Aufgrund der Entschlossenheit meine Kompetenzen im professionellen Sprachbereich stets zu erweitern habe ich mich für den Bachelor Studiengang „Traduzione & Interpretariato“ (Übersetzung & Dolmetschen) an der Fachhochschule für Sprachmittler in Ancona (Italien) entschieden und die Prüfungen des ersten Studienjahres erfolgreich abgelegt, darunter EDV,

Dass du dich für etwas entschieden hast, ist klar, wenn du den Abschluss hast. Außerdem sind Prüfungen obligatorisch. Du solltest versuchen deine Aussagen durch unwichtige Infos nicht unnötig in die Länge zu ziehen.
und konzentriere mich zugleich auf die wirtschaftsorientierte freiberufliche Übersetzertätigkeit.

Aber jetzt suchst du ja einen festen Arbeitsplatz? Widerspricht sich das nicht?

MaXopA
Beiträge: 8
Registriert: 08.05.2013, 02:52

Beitrag von MaXopA » 08.05.2013, 13:05

Romanum hat geschrieben:Der 2. Satz könnte etwas kürzer sein.
"Ein auf hochschulebene bezogener Zweisprachigkeitsnachweis und meine deutsch-italienische Staatsangehörigkeit heben meine Muttersprachen hervor." oder klingt es noch seltsam?
Dass du dich für etwas entschieden hast, ist klar, wenn du den Abschluss hast. Außerdem sind Prüfungen obligatorisch. Du solltest versuchen deine Aussagen durch unwichtige Infos nicht unnötig in die Länge zu ziehen.
Um meine Kompetenzen im professionellen Sprachbereich zu erweitern habe ich das erste Jahr im Bachelor Studiengang „Traduzione & Interpretariato“ (Übersetzung & Dolmetschen) an der Fachhochschule für Sprachmittler in Ancona (Italien) absolviert. Dies hat mir neben der Beherrschung sämtlicher Sprachkombinationen zwischen dem Italienischen, dem Deutschen und dem Englischen ebenfalls gute EDV-Kenntnisse vermittelt. Würde das als aktzeptabel gelten?
und konzentriere mich zugleich auf die wirtschaftsorientierte freiberufliche Übersetzertätigkeit.

Aber jetzt suchst du ja einen festen Arbeitsplatz? Widerspricht sich das nicht?
Das fand ich ebenfalls ein wenig widersprüchlich. Dann kann ich am besten also meine derzeitige Beschäftigung auslassen, verstehe ich das richtig?

Und was ich mich noch fragte: sollte ich im Anschreiben eventuelle Angaben zum Notendurchschnitt meiner Prüfungen sowie die Gesamtnote des beruflichen Abiturs lieber meiden, um nicht arrogant zu wirken?

Romanum
Bewerbungshelfer
Beiträge: 8946
Registriert: 12.09.2008, 19:20

Beitrag von Romanum » 08.05.2013, 20:26

Ein auf hochschulebene bezogener Zweisprachigkeitsnachweis und meine deutsch-italienische Staatsangehörigkeit heben meine Muttersprachen hervor.

Diesen Satz meinte ich gar nicht, sondern wirklich den 2. Satz des Anshcreibens, der mit "Mein Interesse wurde sowohl durch..." beginnt.

Bei diesem Satz hier wird darüber hinaus "Hochschulebene" groß geschrieben, wie ich oben mit grün markiert habe. Grün sind bei mir Verbesserungen.

Um meine Kompetenzen im professionellen Sprachbereich zu erweitern, habe ich das erste Jahr im Bachelor-Studiengang „Traduzione & Interpretariato“ (Übersetzung & Dolmetschen) an der Fachhochschule für Sprachmittler in Ancona (Italien) absolviert.
Dann kann ich am besten also meine derzeitige Beschäftigung auslassen, verstehe ich das richtig?

Ich weiß ja nicht, wie umfangreich das war. Wenn du schreibst "Zuletzt", dann könntest du die Angaben ja auch in der Vergangenheitsform machen.
Und was ich mich noch fragte: sollte ich im Anschreiben eventuelle Angaben zum Notendurchschnitt meiner Prüfungen sowie die Gesamtnote des beruflichen Abiturs lieber meiden, um nicht arrogant zu wirken?

Arrogant ist es nicht, wenn man eine bestimmte Leistung erzielt hat. Aber da das Anschreiben schon ziemlich lang ist, wäre eine Angabe im Lebenslauf angebrachter.

MaXopA
Beiträge: 8
Registriert: 08.05.2013, 02:52

Beitrag von MaXopA » 08.05.2013, 21:48

Folgende Veränderungen (in Rot) habe ich nun vorgenommen:
Sehr geehrter Herr XXX,

dank der Jobbörse der Agentur für Arbeit bin ich auf Ihre Stellenausschreibung als Europasekretär aufmerksam geworden. Als stärkster Wirtschaftsbereich Deutschlands bietet die Autoindustrie solide Zukunftsperspektiven, was im Verbund mit meiner Vorliebe für Fremdsprachen und Bürotätigkeiten mein Interesse geweckt hat.

Meine Veranlagung für Sprachen wurde durch meine deutsch-italienischen Wurzeln stark gefördert, ein Aspekt, der durch den auf Hochschulebene bezogenen Zweisprachigkeitsnachweis und meine doppelte Staatsangehörigkeit bestätigt wird.

Mein Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der Fremdsprache Englisch mit Schwerpunkt Wirtschaft vor der IHK Dortmund schließt sich meiner in Italien absolvierten Schullaufbahn an, die mich zum Touristikfachmann mit Schwerpunkt Sprachen (Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch) geführt hat.

Um meine Kompetenzen im professionellen Sprachbereich zu erweitern, habe ich das erste Jahr im Bachelor-Studiengang „Mediazione Linguistica“ (Sprachmittlung) an der Fachhochschule für Sprachmittler in Ancona (Italien) absolviert. Dies hat mir neben der Beherrschung sämtlicher Sprachkombinationen zwischen dem Italienischen, dem Deutschen und dem Englischen ebenfalls gute EDV-Kenntnisse vermittelt. Bedauerlicherweise konnte ich aus privaten Gründen das Studium nicht zu Ende führen; nichtsdestotrotz habe ich infolge meiner Übersiedelung nach Deutschland, wie oben erwähnt, den angestrebten Übersetzerabschluss dank des Besuches des Dolmetscher-Instituts Münster erlangt.

Derzeit bemühe ich mich des Weiteren um das Erlangen der Vereidigung als Übersetzer.

In Bezug auf meine bisherigen Berufserfahrungen konnte ich dank meines Arbeitsverhältnisses mit der Kreuzfahrtgesellschaft MSC Crociere (MSC Kreuzfahrten) meine Kompetenzen im Sinne der Flexibilität am Arbeitsplatz, sowie meine Arbeitsbereitschaft und Teamfähigkeit als Mitarbeiter in der Verwaltung der Geschäfte an Bord des Luxusliners „MSC Fantasia“ festigen. Der ständige Kontakt zu Menschen aus aller Welt setzte neben fundierten Kommunikationsfähigkeiten ebenfalls ein hohes Maß an Zuvorkommenheit und Organisationsgeschick voraus. Das beigefügte Arbeitszeugnis untermauert die oben aufgeführten Elemente.

Zuletzt habe ich als Teilzeitlehrkraft für das Lernstudio-Barbarossa gearbeitet und mich auf die freiberufliche Übersetzertätigkeit konzentriert.

Um die Beurteilung der Anlagen zu vereinfachen, wurden den originalen Zeugnissen in italienischer Sprache die entsprechenden Übersetzungen auf Deutsch beigefügt.

Vielen Dank im Voraus für die Bearbeitung meiner Bewerbung.

Über ein Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen,
Massimo Esposito
hast du eventuell noch einen Vorschlag, wie man das ganze verkürzen könnte, oder würde das jetzt noch im Rahmen bleiben?

Der Arbeitgeber wurde zwar nicht direkt erwähnt, allerdings ist mir bewusst um welches Unternehmen es sich handelt. Sollte ich in diesem Fall zu verstehen geben, dass ich jenen Konzern großartig finde (was übrigens tatsächlich zutrifft) oder gilt das schon als Schmeicheln?

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12159
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN » 09.05.2013, 10:46

Ich würde sagen: Kommt drauf an, wie Du es sagst... aber das eigentliche Problem sehe ich an ganz anderer Stelle. Mir kommt Deine Schwerpunktsetzung insgesamt nämlich sehr gewagt vor. Auch ein "Europa"-Sekretär ist ja in allererste Linie zunächst einmal ein Sekretär. Seine Aufgaben liegen im Sekretariat. Er beherrscht diese Aufgaben halt nur in mehreren Sprachen... ;-)

Das hiesse für mich, dass man Büro- zu Sprachkenntnissen allermindestens mit 2:1 gewichten müsste... und zwar für das Büro. Du hingegen redest fast ausschließlich von Sprachen - und das wiederum auf einer Ebene, die über die realen Anforderungen gerade dieser Stelle vermutlich weit hinaus geht... auch wenn nun ausgerechnet der aus Arbeitgebersicht spannende Teil (das "Wirtschaftsenglisch" für die Industrie) gerade fehlt...

Das, was Du zu Deinem expliziten Aufgabenbereich schreibst, ist weniger als ein Nebensatz... eigentlich nur die roten Wörter hier:
MaXopA hat geschrieben: was im Verbund mit meiner Vorliebe für Fremdsprachen und Bürotätigkeiten
Ich glaube nicht, dass das im Ganzen überzeugt - auch wenn an Deinen sprachlichen Fähigkeiten niemand zweifeln wird...

MaXopA
Beiträge: 8
Registriert: 08.05.2013, 02:52

Beitrag von MaXopA » 09.05.2013, 12:03

FRAGEN hat geschrieben:Ich würde sagen: Kommt drauf an, wie Du es sagst... aber das eigentliche Problem sehe ich an ganz anderer Stelle. Mir kommt Deine Schwerpunktsetzung insgesamt nämlich sehr gewagt vor. Auch ein "Europa"-Sekretär ist ja in allererste Linie zunächst einmal ein Sekretär. Seine Aufgaben liegen im Sekretariat. Er beherrscht diese Aufgaben halt nur in mehreren Sprachen... ;-)

Das hiesse für mich, dass man Büro- zu Sprachkenntnissen allermindestens mit 2:1 gewichten müsste... und zwar für das Büro. Du hingegen redest fast ausschließlich von Sprachen - und das wiederum auf einer Ebene, die über die realen Anforderungen gerade dieser Stelle vermutlich weit hinaus geht... auch wenn nun ausgerechnet der aus Arbeitgebersicht spannende Teil (das "Wirtschaftsenglisch" für die Industrie) gerade fehlt...

Das, was Du zu Deinem expliziten Aufgabenbereich schreibst, ist weniger als ein Nebensatz... eigentlich nur die roten Wörter hier:
MaXopA hat geschrieben: was im Verbund mit meiner Vorliebe für Fremdsprachen und Bürotätigkeiten
Ich glaube nicht, dass das im Ganzen überzeugt - auch wenn an Deinen sprachlichen Fähigkeiten niemand zweifeln wird...
Erstmal vielen Dank für Deine ehrliche Antwort! :) In meiner Verzweiflung habe ich auf Rat eines Kollegen eine etwas kürzere Version erstellt, die nicht so karg und ausdruckslos erscheinen sollte wie die vorherige. Aber das würde auch nicht viel am Endergebnis ändern, oder? Kleine Anmerkung am Rande: der Name des Unternehmens wird in der Stellenausschreibung nicht erwähnt, doch mir ist hunderprozentig bewusst welches es ist, deshalb gehe ich auch darauf ein.
Sehr geehrter Herr XXX,

Ihre Stellenausschreibung als Europasekretär in der Jobbörse der Agentur für Arbeit hat meine Aufmerksamkeit unverzüglich auf den Autohersteller gelenkt, den ich schon als Kleinkind bewundert habe, und zwar XXX sowie seine renommierte Marke XXX.

Ein mit dem höchsten Zweisprachigkeitsnachweis ausgestatteter Deutsch-Italiener, der die urdeutsche Gründlichkeit und Arbeitsbereitschaft sowie das freundliche Auftreten und die zuvorkommende Art der Südländer kombiniert, stellt einem weltweit führenden Unternehmen in der Autoindustrie seine Kompetenzen sehr gern zur Verfügung; dazu gehören die umfangreichen Sprachkenntnisse, die ich durch meinen Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer (IHK Dortmund, Schwerpunkt: Wirtschaft) und mein erstes Jahr an der Fachhochschule für Sprachmittler (Ancona, Italien) erworben habe, sowie das Organisationsgeschick und die EDV-Kenntnisse, die mir während meiner italienischen Schullaufbahn zum Touristikfachmann vermittelt wurden.

Dank meiner Arbeitserfahrung mit der Kreuzfahrtgesellschaft MSC, in der ich bei der reibungslosen Verwaltung der Geschäfte an Bord des Luxusliners MSC Fantasia mitwirkte, wurde meine Teamfähigkeit und Flexibilität als Mitarbeiter einer 1370-köpfigen Besatzung gefestigt. Des Weiteren verbesserten sich auf der einen Seite meine Zeitwirtschaft und Entscheidungsfähigkeit durch regelmäßige Alarmübungen und auf der anderen Seite meine Genauigkeit und Zuverlässigkeit beim Management von Waren im Wert von mehrere Tausend Euro.

Zuletzt habe ich als Teilzeitlehrkraft für Intensivkurse in Italienisch beim Lernstudio-Barbarossa gearbeitet und mich auf die freiberufliche Übersetzertätigkeit konzentriert.

Derzeit bemühe ich mich darüber hinaus um das Erlangen der Vereidigung als Übersetzer.

Um die Beurteilung der Anlagen zu vereinfachen, wurden den originalen Zeugnissen in italienischer Sprache die entsprechenden Übersetzungen auf Deutsch beigefügt.

Vielen Dank im Voraus für die Bearbeitung meiner Bewerbung.
Über ein Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen,
Massimo Esposito

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12159
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN » 09.05.2013, 16:04

Den Einstieg (insbesondere das schöne Detail mit der nord-/südländischen Mentalitätenkombination) finde ich schon sehr viel besser, die etwas schlankere Gesamtmenge auch. Schade finde ich, dass Du bzgl. des Zielunternehmens nicht konkreter wirst. Wenn Du schon weisst, wer es ist, müsstest Du gerade als Sprachtalent die Gründe Deiner Bewunderung für gerade DIESE Firma doch etwas präziser in Worte fassen können, oder? Eine "Blanko"-Bewunderung ins Blaue finde ich in solch einem Fall ein wenig dünn... ;-)

Immer noch dünn finde ich weiterhin den inhaltlichen Bezug zu Deinen beruflichen Wunschaufgaben. Dieser Bezug muss ja nicht zwingend in konkret vorgewiesenen Erfahrungen liegen (obwohl das natürlich der Idealfall wäre). Aber schon allein die Tatsache, dass man dem Schreiben mit einiger Sicherheit entnehmen könnte, dass Du wüsstest, worum es bei dem Job als Sekretär geht, wäre ein Fortschritt. Momentan kann man das nicht. Bislang lässt sich aus Deinem geschliffenen Deutsch im Gesamttext nur indirekt folgern, dass Du ganz sicher zu sehr anspruchsvollem Schriftverkehr in der Lage bist. Aber ob Du das wirklich willst? Man weiss es immer noch nicht so richtig...

MaXopA
Beiträge: 8
Registriert: 08.05.2013, 02:52

Beitrag von MaXopA » 10.05.2013, 12:23

Ich bin Dir äußerst dankbar für die Hilfe! Auf Rat einiger Freunde habe ich den mehrdeutigen Satz über Nord- und Südländer umformuliert, sodass keine Missverständnisse zustande kommen können. Der rote Teil klingt allerdings ausdruckslos, könnte man diesen ändern oder am besten komplett auslassen?
Sehr geehrte Frau XXX,

Ihre Stellenausschreibung als Europasekretär bei einem führenden Konzern der Automobilbranche, die mich mehr als alle anderen Wirtschaftsbereiche begeistert, betrachte ich als meinen ultimativen Berufswunsch. Die Bürolandschaft bietet abwechslungsreiche organisatorische Tätigkeiten und eine vielseitige Arbeitsatmosphäre, was im Verbund mit der Anwendung moderner Technologien für das Management der Termine und das Koordinieren von betriebsinternen Sitzungen mein ideales Arbeitsumfeld darstellt, zumal die fremdsprachige Kontaktpflege ein weiterer Motivationsfaktor dieses Berufes ist.

Als sprachbegabter Deutsch-Italiener, der Gründlichkeit und freundliches Auftreten vereint, verfüge ich über einen auf Hochschulebene bezogenen Zweisprachigkeitsnachweis, der durch meinen Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in Englisch (IHK Dortmund, Schwerpunkt: Wirtschaft) und mein erstes Jahr an der Fachhochschule für Sprachmittler (Ancona, Italien) ergänzt wird. Umfangreiche EDV-Kenntnisse (MS Office) und Organisationsgeschick habe ich als Touristikfachmann aufzuweisen, wobei die präzise Planung von Urlaubsangeboten, die Auswertung der Spesen, und die genaue Erfüllung der Kundenwünsche eine entscheidende Rolle einnehmen.

Dank meiner Arbeitserfahrung bei MSC konnte ich meine Teamfähigkeit und Sorgfalt bei der Verwaltung der Geschäfte an Bord des Luxusliners MSC Fantasia weiterentwickeln, ein Kreuzfahrtschiff, das mit regelmäßigen Alarmübungen meine Zeitwirtschaft und Entscheidungsfähigkeit stärkte; Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein stellte ich bei der Verwaltung und Bestandsaufnahme von Waren im Wert von mehreren Tausend Euro ebenfalls unter Beweis.

Zuletzt habe ich als Teilzeitlehrkraft für Intensivkurse in Italienisch beim Lernstudio-Barbarossa gearbeitet und mich auf die freiberufliche Übersetzertätigkeit konzentriert.

Zurzeit bemühe ich mich um das Erlangen der Vereidigung als Übersetzer.

Über ein Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen
Massimo Esposito

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12159
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN » 11.05.2013, 08:51

MaXopA hat geschrieben:Auf Rat einiger Freunde habe ich den mehrdeutigen Satz über Nord- und Südländer umformuliert, sodass keine Missverständnisse zustande kommen können.
Das finde ich - ehrlich gesagt - schade. In Deiner jetzigen Fassung muss man schon sehr genau lesen, um die Aussage noch zu verstehen. Für den, der schnell liest, ist sie vermutlich ganz verloren. Ich bin natürlich nicht Dein Adressat... aber ich als Deutscher fühlte mich auch in der alten Variante überhaupt nicht durch die Klischeemühle gedreht... falls das Deine Sorge gewesen sein sollte. Man könnte statt "Gründlichkeit" ja auch "Systematik" sagen, wenn man die Richtung noch eindeutiger ins Positive feinjustieren möchte?!? Und "Kommunikationsfreude" statt "Freundlichkeit", wenn man das Positive des Südländers nicht übertreiben will? Ich würde den diplomatischen Feinschliff an dieser Stelle auf jeden Fall eher in der Wortwahl als im Satzbau suchen. Den fand ich vorher schon perfekt... in meinem Lieblingssatz Deiner Bewerbung... ;-)
MaXopA hat geschrieben:Der rote Teil klingt allerdings ausdruckslos, könnte man diesen ändern oder am besten komplett auslassen?
Stimmt... vorher die Blanko-"Bewunderung" für die Marke, jetzt die Blanko-"Begeisterung" für die Branche. Beides ist für einen so wortgewandten Menschen wie Dich auffallend aussageschwach und fällt insofern sofort negativ auf. In dieser Form würde ich keins von beiden bringen. Der Witz wiederumg wäre in beiden Fällen derselbe - das zu schreiben, was Dich GENAU am einen oder anderen bewundernd oder begeistert stimmt. Wobei ich persönlich rein gefühlsmässig wieder zu der "Marken"-Variante tendieren würde. Also: Wofür bewunderst Du die Marke? Vielleicht wären deren "deutsche Tugenden" ja auch eine schöne Überleitung von dem Nord-/Südeuropäer-Thema aus?
MaXopA hat geschrieben:Ihre Stellenausschreibung als Europasekretär [...] betrachte ich als meinen ultimativen Berufswunsch.
Das finde ich als Aussage gewagt... weil Du ja vorher offensichtlich grosse Teile Deines Lebens mit ganz anderen Dingen verbracht hast. Wieder: Auch der Europa-Sekretär ist zunächst einmal Sekretär... und wenn der Hang dazu so "ultimativ" wäre, wärst Du wohl niemals so tief in die Übersetzungs- und Touristik-Schiene geraten. Das heisst nicht, dass Du Dich für Deinen Werdegang rechtfertigen müsstest... aber schon, dass Du aufpassen musst, wie Du argumentierst, wenn Du dabei glaubwürdig sein willst.

Dass Du jetzt erstmals auf die Arbeit selbst eingehst, ist ein deutlicher Fortschritt... klingt in meinen Ohren aber noch nicht richtig. Mit dem "idealen Arbeitsumfeld" ist es wieder so eine Sache, wie mit "Begeisterung" und "Bewunderung" oben: Da steht einfach eine superallgemeine Behauptung im Raum... und der persönliche Bezug bleibt offen. Warum sind denn die genannten Dinge ausgerechnet für Dich so "ideal"?

MaXopA
Beiträge: 8
Registriert: 08.05.2013, 02:52

Beitrag von MaXopA » 11.05.2013, 13:12

Ja, diesbezüglich hast Du vollkommen Recht, da es sich ja um den persönlichsten Abschnitt des Anschreibens handelte. In dieser Hinsicht habe ich mich nach langem Grübeln und zahlreiche Überarbeitungen bemüht, das Unternehmen anzusprechen, ohne jedoch schmeichelhaft zu wirken, und den multikulturellen Faktor wieder ins Spiel zu bringen. Ich hoffe mich letztendlich nicht verschlechtert zu haben :oops:
Sehr geehrte Frau XXX,

auf Ihre Stellenausschreibung als Fremdsprachensekretär (10000...) antwortet ein staatlich geprüfter Übersetzer in Englisch mit Schwerpunkt Wirtschaft, der zudem als Deutsch-Italiener über einen auf Hochschulebene bezogenen Zweisprachigkeitsnachweis verfügt, was durch ein Studienjahr an der Fachhochschule für Sprachmittler (Ancona, Italien) ergänzt wird. Umfangreiche EDV-Kenntnisse (MS Office) und Organisationsgeschick habe ich als Touristikfachmann aufzuweisen, wobei die präzise Planung von Urlaubsangeboten, die Auswertung der Spesen, und die genaue Erfüllung der Kundenwünsche eine entscheidende Rolle einnehmen.

Als betriebsinterner Ansprechpartner ist es mein vorrangiges Bestreben Ihre Geschäftskorrespondenz mittels exzellenter Termin- und Informationsverwaltung zu pflegen, um für einen reibungslosen Tagesablauf zu sorgen.

Dank meiner Arbeitserfahrung bei MSC konnte ich meine Teamfähigkeit und Sorgfalt bei der Verwaltung der Geschäfte an Bord des Luxusliners MSC Fantasia weiterentwickeln, auf dem meine Zeitwirtschaft und Entscheidungsfähigkeit mit regelmäßigen Alarmübungen gestärkt wurden. Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein stellte ich beim Management und bei der Bestandsaufnahme von Waren im Wert von mehreren Tausend Euro ebenfalls unter Beweis.

Zuletzt habe ich als Teilzeitlehrkraft für Intensivkurse in Italienisch beim Lernstudio-Barbarossa gearbeitet und mich auf die freiberufliche Übersetzertätigkeit konzentriert. Zurzeit bemühe ich mich um das Erlangen der Vereidigung als Übersetzer.

Mit dem Ziel, meine deutsch-italienische Systematik und Kommunikationsfreude mit der Dynamik und Innovation Ihres Konzerns zu vereinen, freue ich mich über ein Vorstellungsgespräch mit Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12159
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN » 12.05.2013, 10:33

MaXopA hat geschrieben:In dieser Hinsicht habe ich mich nach langem Grübeln und zahlreiche Überarbeitungen bemüht, das Unternehmen anzusprechen, ohne jedoch schmeichelhaft zu wirken
Wobei diese Ansprache sich jetzt auf die Worte "Innovation" und "Dynamik" reduziert hat, wenn ich hier nichts übersehe?!? Eigentlich eine schöne begriffliche Weiterführung der "Systematik" und "Kommunikationsfreude" im Satz davor... auch wenn ich nicht beschwören würde, dass solch ein subtiles Detail jedem Leser auffällt. Ich bin mir auch nicht sicher, ob der Nord-Südländer-Gedanke noch bei jedem ankommt. Letzter Kompromiss-Vorschlag in dieserRichtung:
MaXopA hat geschrieben:Mit dem Ziel, meine deutsch-italienische Mischung aus Systematik und Kommunikationsfreude
Dass das Thema dabei "Auto" komplett herausgefallen ist... Zufall oder Absicht?
MaXopA hat geschrieben:Ich hoffe mich letztendlich nicht verschlechtert zu haben :oops:
Vom inhaltlichen Standpunkt war der Einstieg definitiv noch nie so gut. Ich würde allerdings immer versuchen, den ersten Satz ganz besonders eingängig zu gestalten. Bei Dir kommen am Ende eines "so" schon nicht gerade kurzen Satzes noch zwei unerwartete Nebensatz-Schlenker, bei denen man jeweils noch einen neuen Gedanken aufnehmen muss, bevor dann der Punkt als Erlösung kommt... ;-)

Den "auf Hochschulebene bezogenen Zweisprachigkeitsnachweis" habe ich immer noch nicht verstanden... glaube allerdings auch nicht, dass der jenseits des "staatlich geprüfter Übersetzer in Englisch mit Schwerpunkt Wirtschaft" noch echten Mehrwert bringt. Das Studienjahr macht das "Sprachen"-Argument zwar noch etwas runder... bringt aber ebenfalls nichts grundlegend Neues. Du musst Titel und/oder Inhalt der Stellenausschreibung übrigens auch nicht noch einmal komplett ausschreiben, wenn Du sie unmittelbar zuvor schon in der "Betreff"-Zeile hast. Für den ersten Satz genügen in Deinem Fall eigentlich die Stichworte "Deutsch-Italiener" und "staatlich geprüfter Übersetzer in Englisch mit Schwerpunkt Wirtschaft" für eine griffige Grobeinordnung des Bewerbers...

Den Touristik-Fachmann mit allem, was daraus folgt, finde ich im zweiten Satz ebenfalls genau richtig. Grundsätzlich finde ich den ganzen Satz gut... bis auf den Schönheitsfehler am Ende, der so klingt, als würdest Du immer noch in diesem Job arbeiten. Ich würde versuchen, das so umzuformulieren, dass ein Zukunftsbezug entsteht... d. h. die inhaltliche Übertragbarkeit Deiner Erfahrungen auf das neue Umfeld hervorzuheben.

Den Satz mit dem "betriebsinternen Ansprechpartner" finde ich für einen kompletten Absatz schon rein optisch etwas dünn. Das müssten für mich mindestens zwei Sätze sein. Vielleicht einen zur Rolle als Ansprechpartner (was heisst BTW "betriebsintern"? Für wen bist Du da Ansprechpartner und zu welchem Zweck?) und einen, der entweder die "Korrespondenz" oder die Organisation des Tagesablaufs etwas plastischer macht. Möglich, dass es dann insgesamt auch drei Sätze werden... ;-)

Mir scheint, Du bist auf einem guten Weg...

MaXopA
Beiträge: 8
Registriert: 08.05.2013, 02:52

Beitrag von MaXopA » 12.05.2013, 13:25

Hallo FRAGEN,

erstmal recht herzlichen Dank für Deine aufgeopferte Zeit, ich wüsste nicht wie ich mich dafür angemessen bedanken könnte :wink:

Nach einer schlaflosen doch besinnenden Nacht muss ich gestehen, dass mein Versuch eine direkte Einstellung erlangen zu wollen äußerst gewagt ist, zumal meine bürobezogenen Kompetenzen angesichts brutaler Konkurrenz bei Großunternehmen doch ziemlich mangelhaft sind.

Da es mir nun immer offensichtlicher erscheint, den Erfordernissen eines solchen Berufes noch nicht vollkommen gewachsen zu sein, habe ich beschlossen, beim betreffenden Automobilkonzern einen Ausbildungsplatz zum Kaufm. für Bürokommunikation anzustreben.

Um die Eröffnung eines neuen Topics zu vermeiden, schreibe ich meine Bewerbung im Folgenden, wobei ich den Fehler zum Thema Touristikfachmann behoben habe. Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du ein letztes Mal Deine Zeit in einen schon fast hoffnungslosen Fall investieren könntest :
Sehr geehrte Frau XXX,
auf der Suche nach einer vielseitigen kaufmännischen Ausbildung im Automobilsektor, die an meinen jüngsten Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in Englisch anknüpft, habe ich Ihrer Internetseite entnommen, dass Sie freundlichen und engagierten Persönlichkeiten mit handfesten Sprachkenntnissen und Leidenschaft am Umgang mit Computern einen Ausbildungsplatz zum Kaufmann für Bürokommunikation bieten.

Im Laufe meiner in Italien erfolgreich absolvierten Schullaufbahn zum Touristikfachmann nahmen die präzise Strukturierung von Pauschalangeboten, die akkurate Auswertung der Spesen sowie die sorgfältige Erfüllung der Kundenwünsche eine entscheidende Rolle ein. Dabei eignete ich mir umfangreiche EDV-Kenntnisse (MS Office) und das grundlegende Organisationsgeschick der Büroumgebung an. Meinen auf Hochschulebene bezogenen deutsch-italienischen Zweisprachigkeitsnachweis ergänzte ich durch ein Studienjahr an der Fachhochschule für Sprachmittler in Ancona.

Dank meiner Arbeitserfahrung bei MSC entwickelte ich meine Mischung aus deutscher Systematik und italienischer Kommunikationsfreude bei der Verwaltung der Geschäfte an Bord des Luxusliners MSC Fantasia weiter, auf dem meine Zeitwirtschaft und Entscheidungsfähigkeit mit regelmäßigen Alarmübungen gestärkt wurden. Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein stellte ich beim Management und bei der Bestandsaufnahme von Waren im Wert von mehreren Tausend Euro ebenfalls unter Beweis.

(Zuletzt habe ich als Teilzeitlehrkraft für Intensivkurse in Italienisch beim Lernstudio-Barbarossa gearbeitet und mich auf die freiberufliche Übersetzertätigkeit konzentriert.)

Da mir der Umgang mit Daten und Zahlen sowie das Arbeiten mit modernen Bürokommunikationsmitteln große Freude bereitet und ein abwechslungsreiches Arbeitsumfeld Ihr führendes Unternehmen auszeichnet, freue ich mich auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen, um meinem Berufstraum einen Schritt näher zu kommen.

Mit freundlichen Grüßen

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12159
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN » 12.05.2013, 22:21

MaXopA hat geschrieben:erstmal recht herzlichen Dank für Deine aufgeopferte Zeit, ich wüsste nicht wie ich mich dafür angemessen bedanken könnte :wink:
Am besten mit einer schönen Bewerbung... ;-)

Dass Deine ursprünliche Idee riskant war, ist sicher richtig. Du hast es ja sicher selbst am besten gemerkt, wie leicht es Dir in jeder Variante fiel, Deine Sprachkenntnisse glänzen zu lassen... und wie schwer es war, für die konkreten Tätigkeiten dasselbe zu tun. Den Ansatz, eine kaufmännische Ausbildung in Deutschland als Zwischenschritt einzuschieben, finde ich dementsprechend gut.

Ich bin mir nur nicht sicher, ob ausgerechnet der "Kaufmann für Bürokommunikation" die richtige Wahl für Dich ist. Gut möglich, dass Dich der gute Klang des Wortes "Kommunikation" gerade etwas in die Irre führt... denn sonderlich anspruchsvoll ist diese Ausbildung nicht. An Deiner Stelle würde ich mich da einmal von echten Fachleuten (z. B. bei der IHK) beraten lassen, welche fachliche Grundlage für Dich und Dein weiteres Fortkommen besonders geeignet wäre.

MaXopA
Beiträge: 8
Registriert: 08.05.2013, 02:52

Beitrag von MaXopA » 13.05.2013, 13:36

Danke! Das klingt für mich selbstverständlich vielversprechend. Ich betrachte es mal als einen ermutigenden Motivationsschub, sozusagen :)

Der Entscheidende Punkt, der die Übersetzertätigkeit von vielen anderen Berufen unterscheidet, ist seine freiberufliche Eigenschaft. Man stößt nur allzu selten, wenn überhaupt, auf die Gelegenheit bei einem Großunternehmen eine Festanstellung als Übersetzer zu erlangen. Nach sorgfältiger Untersuchung bezüglich der Stellen, in denen meine Kompetenzen die bestmögliche Anwendung finden könnten, kamen folgende Ausbildungsberufe ans Licht:

- Kaufmann für Bürokommunikation mit Zusatzqualifikation Fremdsprachenkorrespondent

- Euro-Management-Assistent


Kurz nach der abgelegten Übersetzerprüfung wurde mir zwar nahegelegt, ich solle die Laufbahn als Dolmetscher in Erwägung ziehen. Dort bestünde allerdings erneut das Problem des freiberuflichen Aspekts, den ich momentan gerne meiden möchte, vor allem angesichts der Tatsache, dass ich mich in den Anfängen befinde und eine Kundschaft, mit der man sich den Lebensunterhalt verdienen kann, im besten Fall erst nach einigen Jahre zustande kommt. Andere interessante Einsatzbereiche konnte ich leider auf keine einzige der Ausbildungsseiten der deutschen Großunternehmen finden :(

Antworten