Anschreiben für den Außendienst als Verkaufsförderer

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flipo
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Anschreiben für den Außendienst als Verkaufsförderer

Beitrag von flipo » 16.05.2013, 09:36

Hallo,

ich bin momentan dabei eine Bewerbung für folgende Stellenausschreibung aufzusetzen und würde gerne wissen ob meine Formulierung und vorallem die Zeichensetzung :) so beibehalten werden kann:

Zur Forcierung unserer Marken suchen wir einen dynamischen

Verkaufsförderer (m/w)
für die Region ....

Ihre Aufgaben:
Optimierung des Absatzes durch Pflege und Ausbau der zugeordneten Absatzstätten im LEH und GAM
Umsetzung unserer VKF-Maßnahmen
Ausbau und Weiterentwicklung unserer Platzierungen in den Geschäften des Lebensmittel- und Getränkefachgroßhandels

Unsere Anforderungen:
abgeschlossene kfm. Ausbildung
Erfahrung im Lebensmittelhandel oder in der Getränkebranche
versierter Umgang mit den vertriebsüblichen PC-Programmen
Kontaktfreudigkeit, Zielstrebigkeit und Überzeugungskraft
Wohnung im Einsatzgebiet


Kurz zur Info, das Unternehmen ist ein Regional erfolgreich agierendes Unternehmen in der Getränkebranche. Ich bewerbe mich außerdem aus einer Innendienst Stelle auf diese Außendienst Position.
Wäre über Verbesserungsvorschläge sehr dankbar.


Hier mein Anschreiben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

als regional erfolgreich agierendes Unternehmen ist die XXX GmbH Co. KG ein bekannter und attraktiver Arbeitgeber.
Mit großem Interesse habe ich von Ihrer Suche nach kompetenten und vor allem motivierten Mitarbeitern erfahren.
Bezug nehmend auf die Stellenausschreibung auf Ihrer Website, bewerbe ich mich bei Ihnen aus ungekündigter Anstellung
um die vakante Position als Verkaufsförderer.
Die in Ihrem Stellenangebot beschriebenen Aufgaben entsprechen genau meinen Vorstellungen und stellen
eine tolle Perspektive für meine berufliche Zukunft dar, da ich meine Stärken mit dem verkäuferischen sowie
beratenden Tätigkeit mit der Nähe zum Kunden verbinden kann.

Seit dem erfolgreichen Abschluss meiner Ausbildung zum Industriekaufmann, stehe ich
aktiv im Berufsleben und arbeite zur Zeit im Vertriebsinnendienst als Account Manager bei der
Firma XXXXX, einem international tätigen Unternehmen, im Bereich der Distribution von
Soft- und Hardware Lösungen. Um mein Fachwissen weiter zu vertiefen, absolviere ich seit September 2011
eine Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt IHK, welche ich im Juli 2013 abschließen werde.

Mein derzeitiger Aufgabenschwerpunkt liegt im Vertrieb von POS-Kassenlösungen und umfasst
unter anderem die Betreuung und Entwicklung eines mir zugewiesenen Kundenstamms für die
Regionen D-A-CH und Osteuropa, sowie die Generierung neuer Geschäftsbeziehung im B2B-Bereich.
Den Vertrieb von komplexen und erklärungsintensiven Produkten bin ich ebenso gewohnt,
wie das erkennen und verwirklichen von Kundenbedürfnissen.

Bei der Bewältigung aller mir gestellten Aufgaben halfen mir meine Zielstrebigkeit, Organisationstalent,
eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit, sowie höfliche und zuvorkommende Umgangsformen.
Meine Motivation und Vielseitigkeit möchte ich gerne einsetzen, um mich
in Ihrem Unternehmen erfolgreich einzubringen und weiterzuentwickeln.

Der frühestmögliche Eintrittstermin ist der XX.XX.XX.
Meine Gehaltsvorstellung liegt bei einem Brutto-Jahresgehalt von XX.XXX Euro.

Durch derzeit stattfindende Umstrukturierungen in meinem Bereich, sehe ich meine Ziele nicht mehr reflektiert und möchte deswegen eine neue Herausforderung annehmen.

Gerne möchte ich Sie in einem persönlichen Vorstellungsgespräch davon überzeugen, dass ich alle Ihre gewünschten Anforderungen mitbringe und freue mich über eine Einladung.

Mit freundlichen Grüßen

@UPDATE

Habe nochmal ein wenig am Anschreiben geändert und würde mich über Feedback freuen was meine Formulierung und die Grammatik/Satzzeichen angeht.

Vielen Dank :)

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 18.05.2013, 11:03

Die Zeichensetzung ist sicher nicht das Problem. Rein vom Text her lässt sich allerdings erheblich Luft herauslassen. Vor allem am Anfang und am Ende steht da doch einiges an vermeintlich wohlklingendem Füllmaterial, das den Leser letztlich nur Zeit kostet, statt entscheidungsrelevante Informationen zu liefern. Ziel sollte es im Normalfall immer sein, die "Ein-Seiten-Grenze" nicht zu überschreiten.

Das eigentliche Problem ist für mich allerdings die fehlende Auseinandersetzung mit dem neuen Job... bzw. die Frage, ob das überhaupt der richtige sein kann. Du betonst ja sehr stark Deinen Willen zu Weiterbildung und Vorankommen... hast jetzt einen Job, der sich zumindest in Deinen Formulierungen sehr anspruchsvoll anhört ("Wirtschaftsfachwirt, der länderübergreifend neue Geschäftsentwicklungen in erklärungsintensiven Hard- und Softwarebereichen anschiebt"), möchtest Dich angeblich weiter entwickeln... und man fragt sich nun, wohin. Zu jemandem, der durch die Getränkeläden vor der Haustür läuft, und guckt, ob die Flaschen seiner Firma auch besser zu sehen sind als die der anderen?

Es geht mir nicht darum, hier einen Job schlechtzureden... sondern nur um die argumentative Plausiblität des "Karriereschritts". Man würde nach Abschluss Deiner Weiterbildung ja eigentlich den Wechsel in eine entsprechend qualifiziertere Position erwarten. Wenn das bei diesem Verkaufsförderungs-Ding der Fall sein sollte, müsstest Du klar machen, worin der fachliche Fortschritt für Dich liegt...

Was sind das BTW für Ziele, die es zu reflektieren gälte?

flipo
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Beitrag von flipo » 21.05.2013, 11:09

Hallo,

erst einmal Vielen Dank für das gute Feedback. Natürlich stellt sich jetzt hier die Frage wieso ich diesen Schritt mache, jedoch ist es so das ich Berufserfahrung sammeln möchte und dieser Job mit dem Schwerpunkt im Außendienst ist. Des Weiteren bin ich erst seit einem halben Jahr als Account Manager im Vertrieb tätig und davor habe ich im Controlling/Buchhaltung gearbeitet. Ein Freund von mir hat auch mal in der Position (bei der selben Firma) gearbeitet und meinte zu mir das es ein guter Einstieg als Außendienstmitarbeiter sei.

Mein derzeitiges Unternehmen kann mir auch leider eine wichtige Sache nicht bieten und das ist Sicherheit. Momentan finden Umstrukturierungen statt und die betreffen eben auch mich. Meine Ziele die hier nicht mehr reflektiert werden würde ich dann in einem Gespräch erläutern. Oder ist das nicht richtig?


Habe meine Bewerbung nochmal etwas abgekürzt wie klingt das ?

Sehr geehrte Damen und Herren,

als regional erfolgreich agierendes Unternehmen ist die XXX GmbH Co. KG ein bekannter und attraktiver Arbeitgeber.
Bezug nehmend auf die Stellenausschreibung auf Ihrer Website, bewerbe ich mich bei Ihnen aus ungekündigter Anstellung
um die vakante Position als Verkaufsförderer.
Die in Ihrem Stellenangebot beschriebenen Aufgaben entsprechen genau meinen Vorstellungen,
da ich meine Stärken mit dem verkäuferischen sowie
beratenden Tätigkeit mit der Nähe zum Kunden verbinden kann.

Seit dem erfolgreichen Abschluss meiner Ausbildung zum Industriekaufmann, stehe ich
aktiv im Berufsleben und arbeite zur Zeit im Vertriebsinnendienst als Account Manager bei der
Firma XXXXX, einem international tätigen Unternehmen, im Bereich der Distribution von
Soft- und Hardware Lösungen. Um mein Fachwissen weiter zu vertiefen, absolviere ich seit September 2011
eine Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt IHK, welche ich im Juli 2013 abschließen werde.

Mein derzeitiger Aufgabenschwerpunkt liegt im Vertrieb von POS-Kassenlösungen und umfasst
unter anderem die Betreuung und Entwicklung eines mir zugewiesenen Kundenstamms für die
Regionen D-A-CH und Osteuropa, sowie die Generierung neuer Geschäftsbeziehung im B2B-Bereich.

Bei der Bewältigung aller mir gestellten Aufgaben halfen mir meine Zielstrebigkeit, Organisationstalent,
eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit, sowie höfliche und zuvorkommende Umgangsformen.
Meine Motivation und Vielseitigkeit möchte ich gerne einsetzen, um mich
in Ihrem Unternehmen erfolgreich einzubringen und weiterzuentwickeln.

Der frühestmögliche Eintrittstermin ist der XX.XX.XX.
Meine Gehaltsvorstellung liegt bei einem Brutto-Jahresgehalt von XX.XXX Euro.

Durch derzeit stattfindende Umstrukturierungen in meinem Bereich, sehe ich meine Ziele nicht mehr reflektiert und möchte deswegen eine neue Herausforderung annehmen.

Gerne möchte ich Sie in einem persönlichen Vorstellungsgespräch davon überzeugen, dass ich alle Ihre gewünschten Anforderungen mitbringe und freue mich über eine Einladung.

Mit freundlichen Grüßen

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 21.05.2013, 23:32

flipo hat geschrieben:Habe meine Bewerbung nochmal etwas abgekürzt wie klingt das ?
Tja... wenn Du sagst, dass sie jetzt kürzer ist, dann wird das wohl so sein. Rein vom Gefühl her habe ich auf Anhieb keinen Unterschied bemerkt. Es ist immer noch so, dass in den vorhandenen Formulierungen viel Luft steckt... und am entscheidenden Punkt (dem neuen Job und nachvollziehbaren Gründen dafür) dafür eine deutliche Lücke klafft.
flipo hat geschrieben:Meine Ziele die hier nicht mehr reflektiert werden würde ich dann in einem Gespräch erläutern. Oder ist das nicht richtig?
Es ist... riskant. Man verschickt so gewissermassen einen ersten Schritt, der ohne das Ergebnis des zweiten Schritts nicht funktioniert. Den zweiten wiederum wird es aber nur geben, wenn schon der erste überzeugt hat. Deine Ziele sind halt das A&O in diesem Fall... und jetzt, wo Du sagst, dass Du in Deinem aktuellen Job (der ja schon ein inhaltlicher Wechsel war), gerade mal in der Einarbeitungsphase bist, noch mehr als zuvor. Mit dieser Information (und der des Controllings davor und des Wirtschaftsfachwirts dahinter) ist es rein aus dem Schreiben noch viel weniger selbsterklärend, was Dich nun zu der Tour durch die Getränkeläden zieht... oder was genau daran "Deinen Vorstellungen entsprechen" bzw. was genau daran die "tolle Perspektive für Deine berufliche Zukunft" sein soll... um es einmal mit Deinen eigenen Worten zu sagen... ;-)

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