Anschreiben für eine Ausbildung mit 25

Hier besteht die Möglichkeit, über Anschreiben für die Ausbildung, für Praktika und für das Studium (Duales Studium, Universität, BA) mit anderen Mitgliedern zu diskutieren.
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Graves
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Anschreiben für eine Ausbildung mit 25

Beitrag von Graves » 22.04.2016, 09:43

Hallo, ich habe mich hier registriert um mir vielleicht den ein oder anderen Tipp zum Thema Bewerbung einzuholen. Ich weiß, das es für dieses Jahr wahrscheinlich zu spät sein wird aber trotzdem will ich es nicht unversucht lassen. Ich habe schon zahlreiche Bewerbungen rausgeschickt, für Vollzeitstellen wie auch für Ausbildungsstellen. Jedoch natürlich ohne Erfolg oder jemals in ein Vorstellungsgespräch eingeladen worden zu sein. Wahrscheinlich liegt das zum Teil an die nicht vorhandene Ausbildung und auch den etwas löchrigen Lebenslauf. Aber ich denke ein großes Problem ist auch die Verpackung des Lebenslauf. Ich habe echt keine Ahnung wie ich mich "gut verkaufen" kann. Ich werde mich die nächsten Tagen nochmal ein Bombardement an Bewerbungen raussenden aber diesmal mit dem vielleicht ein oder anderen Tipp von euch :). Mir ist es mittlerweile egal in welchen Beruf ich mich bewerbe. Sei es im Einzelhandel, im Handwerk oder als Pflege. Hauptsache was machen. Nur ist es für mich wirklich sehr schwer überhaupt mal zu einem Gespräch eingeladen zu werden. Das wäre schon Erfolg genug.

Graves
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Beitrag von Graves » 22.04.2016, 11:24

Hier ein aktuelles Schreiben von mir:

Sehr geehrte Frau XXXX,
mit sehr großem Interesse bin ich auf Ihr Stellenangebot aufmerksam geworden. Hiermit bewerbe ich mich für die Ausbildung zum Verkäufer für das Jahr 2016.

Aktuell arbeite ich als Helfer in der Gastronomie im „XXXXX“. Zuvor arbeitete ich bei der XXXXXXX und konnte dort bereits sehr viel Erfahrung im Verkauf und in der Kundenbetreuung sammeln. Zu meinen täglichen Aufgaben gehörten dort das Kassieren, die Warenannahme, die Tresorverwaltung und das Verräumen von Ware.

Seit längerer Zeit besteht der Wunsch, im Bereich Mode beruflich Fuß zu fassen, da mich die Mode auch privat sehr interessiert: Ich verfolge neue Trends und berate gerne Freunde und Bekannte was Kleidung und Accessoires betrifft. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung im Einzelhandel und dem großen Interesse an Mode, sehe ich mich deshalb bestens vorbereitet in Ihrem Unternehmen eine Ausbildung zum Verkäufer zu beginnen.

Zu meinen Charaktereigenschaften als Person kann ich sagen, dass ich sehr freundlich bin und auch in stressigen Situationen diese Haltung beibehalte. Gegenüber Kunden und Kollegen bin ich sehr hilfsbereit. Ich kann viel Verantwortung tragen und bin auch sehr zuverlässig.

Gerne stelle ich mich auch für ein Praktikum zur Verfügung um Sie von meinen persönlichen und fachlichen Kompetenzen zu überzeugen und dadurch den ersten Baustein für eine vielleicht verspätete aber zukunftsträchtige Karriere für mich zu legen.

Über eine positive Antwort freue ich mich sehr.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 22.04.2016, 20:57

Graves hat geschrieben:Sehr geehrte Frau XXXX,
|Hier bau doch bitte eine Abstandszeile ein
mit sehr großem Interesse bin ich auf Ihr Stellenangebot aufmerksam geworden. Hiermit bewerbe ich mich für die Ausbildung zum Verkäufer für das Jahr 2016.
Deine beiden ersten Sätze kannst du streichen. Sie transportieren nichts von Bedeutung, was man nicht der Tatsache, dass du dich bewirbst an sich entnehmen kann bzw. was nicht bereits im Betreff steht (bzw. dort unbedingt bereits stehen sollte.
Aktuell arbeite ich als Helfer in der Gastronomie im „XXXXX“. Zuvor arbeitete ich bei der XXXXXXX und konnte dort bereits sehr viel Erfahrung im Verkauf und in der Kundenbetreuung sammeln. Zu meinen täglichen Aufgaben gehörten dort das Kassieren, die Warenannahme, die Tresorverwaltung und das Verräumen von Ware.
Zunächst einmal solltest du sagen, warum du dich bewirbst (Aber bitte nicht in der Form "hiermit bewerbe ich mich weil...").
Dabei kannst du natürlich auf deine bereits gemachten Verkaufserfahrungen zurückgreifen. Etwa so:
nachdem ich bereits [bei X] einige Erfahrung im Verkauf gesammelt habe, möchte ich meine Kenntnisse nun in einer Ausbildung bei Ihnen vertiefen.
Ggf., je nachdem was die angeschriebene Firma verkauft und wie du dein Interesse an dem Produkt plausibel machen kannst, wäre es anschließend sinnvoll auf das Produkt einzugehen. Das kannst du aber nicht überall machen, im Discounter wäre davon eher abzuraten, in der Edelboutique, im Heimwerkerladen oder im Gourmetgeschäft dagegen ginge das, wäre sogar sinnvoll.
Seit längerer Zeit besteht der Wunsch, im Bereich Mode beruflich Fuß zu fassen, da mich die Mode auch privat sehr interessiert: Ich verfolge neue Trends und berate gerne Freunde und Bekannte was Kleidung und Accessoires betrifft. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung im Einzelhandel und dem großen Interesse an Mode, sehe ich mich deshalb bestens vorbereitet in Ihrem Unternehmen eine Ausbildung zum Verkäufer zu beginnen.
Das seit längerer Zeit ist zu ungenau. Statt sehe ich mich besser ein schlichtes bin. Normalerweise bin ich gegen die Verben sein und haben als Vollverben aber sie sind immer noch besser als Weichmacher. Und das machen Subjektivmarker: Sie weichen Aussagen auf.
Zu meinen Charaktereigenschaften als Person kann ich sagen, dass ich sehr freundlich bin und auch in stressigen Situationen diese Haltung beibehalte. Gegenüber Kunden und Kollegen bin ich sehr hilfsbereit. Ich kann viel Verantwortung tragen und bin auch sehr zuverlässig.
Freundlichkeit und Zuverlässigkeit sind ohne Frage wichtig, aber vielleicht zu sehr Allerweltseigenschaften. Statt in stressigen Situationen - wer will denn immer gleich an Stress denken? - vielleicht besser in jeder Situation. Das ist neutraler formuliert. Vermeide alles Negative.
Gerne stelle ich mich auch für ein Praktikum zur VerfügungKOMMA um Sie von meinen persönlichen und fachlichen Kompetenzen zu überzeugen und dadurch den ersten Baustein für eine vielleicht verspätete aber zukunftsträchtige Karriere für mich zu legen.

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FRAGEN
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Re: Anschreiben für eine Ausbildung mit 25

Beitrag von FRAGEN » 24.04.2016, 09:51

Graves hat geschrieben:Jedoch natürlich ohne Erfolg oder jemals in ein Vorstellungsgespräch eingeladen worden zu sein. Wahrscheinlich liegt das zum Teil an die nicht vorhandene Ausbildung und auch den etwas löchrigen Lebenslauf. Aber ich denke ein großes Problem ist auch die Verpackung des Lebenslauf.
Dann fang doch hier mal damit an, die Situation zu schildern... was Du bisher so getan hast - mit den jeweiligen Zeiträumen und den Gründen dafür...
Graves hat geschrieben:Ich werde mich die nächsten Tagen nochmal ein Bombardement an Bewerbungen raussenden
Davon kann ich nur MASSIVST abraten! Carpet Bombing hat zuletzt im zweiten Weltkrieg funktioniert... aber selbst da schon nicht beim Bewerben! Das Einzige, was überzeugen kann (insbesondere bei schwierigen Situationen!), ist die absolut individuelle Einzelanfertigung.
Graves hat geschrieben:Mir ist es mittlerweile egal in welchen Beruf ich mich bewerbe.
Auch davon kann man nur abraten... falls möglich, noch massiver als von den Flächenbombardements! Was wäre denn nun wirklich Deine liebste Tätigkeit? Handel, Handwerk und Pflege sind von ihrem Grundcharakter derart unterschiedlich, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass irgendein Mensch auf der Welt diese drei Dinge gleich gut und/oder gerne machen könnte... es sei denn, auf niedrigstem Niveau. Aber dann ist das Bewerben wiederum sinnlos. Was also wäre die Richtung, die unter günstigen Umständen auf dem höchsten Niveau ausüben könntest/wolltest?

Romanum
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Beitrag von Romanum » 26.04.2016, 12:26

Graves hat geschrieben:Wahrscheinlich liegt das zum Teil an die nicht vorhandene Ausbildung und auch den etwas löchrigen Lebenslauf. Aber ich denke ein großes Problem ist auch die Verpackung des Lebenslauf.

Vielleicht ein wenig. Die größten Probleme sind aber tatsächlich deine Massen-Bombardements an sich und deine Ziellosigkeit hinsichtlich der Jobwahl.

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