ᐅ Anschreiben für Medizinische Fachangestellte

Wenn ihr Berufsanfänger oder Berufspraktiker seid, dann könnt ihr eure Bewerbungsbeispiele in dieser Rubrik zur Diskussion stellen und die Musterbewerbungen anderer Bewerber bewerten. Auch für Bewerbungen um eine Neben- oder Teilzeitbeschäftigung.
Antworten
dorgwart10
Beiträge: 4
Registriert: 08.07.2015, 14:32

ᐅ Anschreiben für Medizinische Fachangestellte

Beitrag von dorgwart10 » 08.07.2015, 14:39

Hallo,

ich bräuchte ein wenig Hilfe. Ich schreibe für meine Mutter eine Bewerbung, da sie wegen absagen ein bisschen entmutigt ist.

Vielleicht noch ein paar Infos: Sie ist 50 Jahre alt, gelernte Medizinische Facheingestellte. ca. 20 Jahre Berufserfahrung. Letze 4 Jahre Arbeitslos wegen Krebserkrankung, inzwischen ist Sie aber genesen.

Es wäre nett wenn mir jemand sagen würde was gut und was gar nicht gut ist, ich kann mich nicht zwischen 3 Einleitung varianten und zwei Haupteilen entscheiden. Welche Variante ist nach ihrer Meinung besser?

Ich bin über jede Hilfe dankbar.


1).
Bewerbung als Medizinische Fachangestellte

durch meine persönliche Recherche habe ich erfahren, dass Sie eine engagierte und zuverlässige Medizinischen Fachangestellten suchen. Ihre sympathische Stellenausschreibung auf der Internetseite der Agentur für Arbeit hat mich in der Endscheidung bestärkt, mich bei Ihnen vorzustellen.

2).
Bewerbung als Medizinische Fachangestellte

Sie suchen eine aufgeschlossene, freundliche und stets wissbegierige medizinische Fachangestellte? Dann bin ich die Richtige für Sie.

3).
Bewerbung als Medizinische Fachangestellte

Sie suchen eine medizinische Fachangestellte mit ausgeprägter Teamfähigkeit, freundlicher Ausstrahlung und sehr gepflegter Erscheinung. Ich bin sehr lernwillig, interessiert und derzeit auf der Suche nach einem Arbeitsplatz.

4).
Bewerbung als Medizinische Fachangestellte
Ihr Stellenangebot im Frankfurter Boten, am 10. Januar 2015

A).
als gut ausgebildete Medizinische Fachangestellte mit mehrjähriger Berufserfahrung in Gesundheitswesen konnte ich mir fundierte Fachkenntnisse aneignen. Auch haben die Einsätze in der Orthopädie, Medizinischen Laboratorium sowie Dialysezentrum meine berufliche Entwicklung vorangetrieben.
Zu meinen verschiedenen Aufgaben gehörte neben der Annahme der Patienten das Durchführen von Laborarbeiten, das Assistieren bei kleineren chirurgischen Eingriffen sowie das selbstständige Durchführen von angeordneten Diagnostik- und Therapiemaßnahmen (wie EKG, Lungenfunktionstest, Iontophorese, Verbände etc.).
Es ist mein Bestreben, dieses Wissen zum Nutzen aller, in Ihrem Hause einzusetzen und kann Ihnen verbindlich zusichern, alle gewünschten Anforderungen zu erfüllen.


B).
als gut ausgebildete Medizinische Fachangestellte habe ich mehrere Jahre mit Freude in diesem Beruf gearbeitet und mir fundierte Fachkenntnisse aneignen können. Auch haben die Einsätze in der Orthopädie, Medizinischen Laboratorium sowie Dialysezentrum meine berufliche Entwicklung vorangetrieben.
Zu meinen verschiedenen Aufgaben neben der Annahme der Patienten gehörten sowohl das Schreiben eines EKG und das Durchführen von Laborarbeiten als auch die Entnahme von Blutproben und das Attestieren bei kleineren chirurgischen Eingriffen zu meinen Aufgaben.
Es ist mein Bestreben, dieses Wissen zum Nutzen aller, in Ihrem Hause einzusetzen und kann Ihnen verbindlich zusichern, alle gewünschten Anforderungen zu erfüllen.

-------

Ich habe große Freude an der Arbeit mit Menschen und arbeite gerne im Team. Neuen Erfahrungen und Tätigkeiten gegenüber bin ich aufgeschlossen und würde diese gerne in Ihrer Praxis erweitern. Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Dienstleistungsorientierter Umgang mit Patienten und Angehörige sind für mich selbstverständlich.

Meine Bestimmung, mich für das Wohl meiner Mitmenschen und deren Gesundheit einzusetzen, spüre ich als Auftrag in mir und fühle mich dem sozialen Engagement der Allgemeinmediziner sowie den Leitlinien Ihren Dienstes verbunden. Diese Mission will ich beleben und meine ganze Energie freisetzen, für die verantwortungsvollen Aufgaben, die mich in Anspruch nehmen.


Mit Zuversicht freue ich mich jetzt auf meine neue Arbeit, viele spannende Aufgaben, die Menschen, die mir freundlich begegnen und eine gute Zusammenarbeit. Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch nehme ich sehr gerne an und bin erwartungsfroh gestimmt.


Mit freundlichen Grüßen

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12224
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Re: Anschreiben für Medizinische Fachangestellte

Beitrag von TheGuide » 08.07.2015, 16:03

dorgwart10 hat geschrieben: 1).
Bewerbung als Medizinische Fachangestellte

durch meine persönliche Recherche habe ich erfahren, dass Sie eine engagierte und zuverlässige Medizinischen Fachangestellten suchen. Ihre sympathische Stellenausschreibung auf der Internetseite der Agentur für Arbeit hat mich in der Endscheidung bestärkt, mich bei Ihnen vorzustellen.
Überflüssig. wie soll eine Recherche sonst sein, wenn nicht persönlich? Es sei denn, man bewirbt sich als Manager: Nachdem ich recherchieren ließ, dass Sie einen neuen Chef suchen, habe ich meinen Sekretär angewiesen, Ihnen diese Bewerbung zukommen zu lassen...
Dann sind Attribute immer nur auf den Bewerber selbst zu beziehen: Der bewirbt schließlich sich und nicht die Stellenausschreibung.
Dass man sich bewirbt, steht im Betreff, dass eine Bewerbung der Vorstellung dient, ist dem Adressaten auch klar etc.
2).
Bewerbung als Medizinische Fachangestellte

Sie suchen eine aufgeschlossene, freundliche und stets wissbegierige medizinische Fachangestellte? Dann bin ich die Richtige für Sie.
Für eine Initiativbewerbung ein schwacher Einstieg, für eine Reaktivbewerbung ein schlechter. Es gibt Gründe, warum es Ausschreibungen gibt...
3).
Bewerbung als Medizinische Fachangestellte

Sie suchen eine medizinische Fachangestellte mit ausgeprägter Teamfähigkeit, freundlicher Ausstrahlung und sehr gepflegter Erscheinung. Ich bin _sehr lernwillig, interessiert und derzeit auf der Suche nach einem Arbeitsplatz.
Siehe oben.
4).
Bewerbung als Medizinische Fachangestellte
Ihr Stellenangebot im Frankfurter Boten, am 10. Januar 2015
Ja, das kann man als Betreffszeile nehmen!

als gut ausgebildete Medizinische Fachangestellte mit mehrjähriger Berufserfahrung in Gesundheitswesen konnte ich mir fundierte Fachkenntnisse aneignen.
Auch haben die Einsätze in der Orthopädie, Medizinischen Laboratorium sowie Dialysezentrum meine berufliche Entwicklung vorangetrieben.
Immer selber machen, nicht machen lassen! (Wer trieb voran?!)
Zu meinen verschiedenen Aufgaben gehörte neben der Annahme der Patienten das Durchführen von Laborarbeiten, das Assistieren bei kleineren chirurgischen Eingriffen sowie das selbstständige Durchführen von angeordneten Diagnostik- und Therapiemaßnahmen (wie EKG, Lungenfunktionstest, Iontophorese, Verbände etc.).
2x Durchführen
Es ist mein Bestreben, dieses Wissen zum Nutzen aller, in Ihrem Hause einzusetzen und ICH kann Ihnen verbindlich zusichern, alle gewünschten Anforderungen zu erfüllen.

als gut ausgebildete Medizinische Fachangestellte habe ich mehrere Jahre mit Freude in diesem Beruf gearbeitet und mir fundierte Fachkenntnisse aneignen können.
Auch haben die Einsätze in der Orthopädie, IM Medizinischen Laboratorium sowie Dialysezentrum meine berufliche Entwicklung vorangetrieben.
Wieder: Wer hat vorangetrieben?!
Zu meinen verschiedenen Aufgaben neben der Annahme der Patienten gehörten sowohl das Schreiben eines EKG und das Durchführen von Laborarbeiten als auch die Entnahme von Blutproben und das Attestieren bei kleineren chirurgischen Eingriffen zu meinen Aufgaben.
Dopplung!
Es ist mein Bestreben, dieses Wissen zum Nutzen aller, in Ihrem Hause einzusetzen und ICH kann Ihnen verbindlich zusichern, alle gewünschten Anforderungen zu erfüllen.
Meine Bestimmung, mich für das Wohl meiner Mitmenschen und deren Gesundheit einzusetzen, spüre ich als Auftrag in mir und fühle mich dem sozialen Engagement der Allgemeinmediziner sowie den Leitlinien Ihren Dienstes verbunden. Diese Mission will ich beleben und meine ganze Energie freisetzen, für die verantwortungsvollen Aufgaben, die mich in Anspruch nehmen.
Das ist fast schon zu pathetisch. Das würde ich nur bei einem evangelikal orientierten Arbeitgeber verwenden.

dorgwart10
Beiträge: 4
Registriert: 08.07.2015, 14:32

Beitrag von dorgwart10 » 09.07.2015, 15:21

Hallo TheGuide,

danke für die schnelle und konstruktive Antwort.
Ich versuche nun Anschreiben so gut wie möglich zu verbessern.

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12224
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Beitrag von TheGuide » 09.07.2015, 15:44

Fang am besten mit der Motivation an bzw. lass deine Mutter damit anfangen, denn die wird am besten wissen, warum sie diesen Beruf ausüben möchte.

Dann sollte deine Mutter ihre Fachkompetenzen nennen und belegen, schließlich ihre Stärken (Charakteristika, die ihr bei der Arbeitbehilflich sind) nennen und belegen.

dorgwart10
Beiträge: 4
Registriert: 08.07.2015, 14:32

Beitrag von dorgwart10 » 10.07.2015, 12:35

Ich habe nun das nachgearbeitet

Bewerbung als Medizinische Fachangestellte
Ihr Stellenangebot im Frankfurter Bote, am 10 Juni 2015


Sehr geehrte Frau xxxxxxxx,

als gut ausgebildete Medizinische Fachangestellte habe ich mehrere Jahre mit Freude in diesem Beruf gearbeitet und mir fundierte Fachkenntnisse aneignen können. Auch durch die Einsätze in der Orthopädie, Medizinischen Laboratorium sowie Dialysezentrum habe ich meine berufliche Entwicklung vorangetrieben.
Es ist mein Bestreben, dieses Wissen zum Nutzen aller, in Ihrem Hause einzusetzen und ich kann Ihnen verbindlich zusichern, alle gewünschten Anforderungen zu erfüllen.

Zu meinen vielseitigen Aufgaben neben der Annahme der Patienten und Verwaltung der Patientenkartei gehörten sowohl die Entnahme von Blutproben als auch das Durchführen von Laborarbeiten sowie das selbstständige ausführen von angeordneten Diagnostik- und Therapiemaßnahmen (wie EKG, Lungenfunktionstest, Iontophorese, Verbände etc.)

Zu meinen wesentlichen Persönlichkeitsmerkmalen zählen Freundlichkeit und Offenheit, ich begegne Patienten und Kollegen zuvorkommend und hilfsbereit Auch bei großem Arbeitsanfall und in schwierigen Situationen reagiere ich besonnen, ruhig und bewahre den Blick für das Wesentliche. Darüber hinaus aufgrund meiner schnellen Auffassungsgabe bin ich in der Lage, mich zügig in neue Tätigkeitsfelder einzuarbeiten.

Meine Bestimmung, mich für das Wohl meiner Mitmenschen und deren Gesundheit einzusetzen, spüre ich als Auftrag in mir und fühle mich dem sozialen Engagement der Allgemeinmediziner sowie den Leitlinien Ihren Dienstes verbunden. Diese Mission will ich beleben und meine ganze Energie freisetzen, für die verantwortungsvollen Aufgaben, die mich in Anspruch nehmen.

Mit Zuversicht freue ich mich jetzt auf meine neue Arbeit, viele spannende Aufgaben, die Menschen, die mir freundlich begegnen und eine gute Zusammenarbeit. Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch nehme ich sehr gerne an und bin erwartungsfroh gestimmt

Mit freundlichen Grüßen

xxxxx xxxxx

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12224
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Beitrag von TheGuide » 10.07.2015, 17:24

dorgwart10 hat geschrieben:als gut ausgebildete Medizinische Fachangestellte habe ich mehrere Jahre mit Freude in diesem Beruf gearbeitet und mir fundierte Fachkenntnisse aneignen können.
...angeeignet.
Es ist mein Bestreben, dieses Wissen zum Nutzen aller, in Ihrem Hause einzusetzen und ich kann Ihnen verbindlich zusichern, alle gewünschten Anforderungen ADVERB zu erfüllen.
Adverb: Wie zu erfüllen?
sowie das selbstständige ausführen
Ausführen und Durchführen liegen ziemlich nah beieinander. Gibt es da evtl. eine Alternativformulierung?
Zu meinen wesentlichen Persönlichkeitsmerkmalen zählen Freundlichkeit und Offenheit, ich begegne Patienten und Kollegen zuvorkommend und hilfsbereitPUNKT

Auch bei großem Arbeitsanfall und in schwierigen Situationen reagiere ich besonnen, ruhig und bewahre den Blick für das Wesentliche.

Diesen Satz dürften die meisten Personaler auswendig können.
spüre ich als Auftrag in mir
Mich lässt dieser Satz zurückzucken. Er ist mir zu schwärmerisch-religiös aufgeladen.
und fühle mich dem sozialen Engagement der Allgemeinmediziner sowie den Leitlinien IhrenS Dienstes verbunden.

dorgwart10
Beiträge: 4
Registriert: 08.07.2015, 14:32

Beitrag von dorgwart10 » 20.07.2015, 13:50

Besten Dank, für die Korrektur. Ich habe Änderungen weitgehend so übernommen.

Butterblümchen
Beiträge: 8
Registriert: 27.11.2015, 18:55

Medizinische Fachangestellte Bewerbungsschreiben Muster TOP

Beitrag von Butterblümchen » 28.11.2015, 09:29

hallo zusammen.

Ich habe mich hier angemeldet, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß was die Bewerbung betrifft.

Die letzte Woche habe ich mich viel hier im Forum schlau gemacht. Ich weiß, dass der erste Satz interessant sein muss und zum weiterlesen animieren soll. Daher will ich auch nicht diese 0815 Einstiege benutzen.

Mein Problem dabei:
Bevor ich die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten begonnen habe, habe ich 2,5 Jahre in drei verschiedenen Einrichtungen für Menschen mit Behinderung gearbeitet und auch die Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin begonnen. Leider wurde mir dort innerhalb der Probezeit gekündigt, was ich bis heute nicht verstehe.
Da ich somit schon die zweite Kündigung erhalten habe, dachte ich, dass mich in dem Bereich sowieso keiner mehr nimmt. Außerdem wollte ich nicht mein Leben lang im Schichtdienst und am Wochenende arbeiten.
Daher habe ich 2011 die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten begonnen. Auch hier habe ich dann nach einem halben Jahr den Betrieb gewechselt, weil die Chefin absolut cholerisch war. Dort sind viele Auszubildende gekommen und gegangen....

Jedenfalls habe ich im Juli 2014 meine Ausbildung abgeschlossen. Da mein Ausbildungsbetrieb mich nicht übernehmen konnte, habe ich mir etwas neues gesucht. Und gefunden. Leider wurde mir auch dort wieder während der Probezeit gekündigt. Also wieder neu gesucht. Neue Stelle gefunden, nach 2 Wochen wieder weg "Chemie stimmt nicht".
Nun arbeite ich seit Februar bei einem Orthopäden. Allerdings ist dieser jetzt insolvent und die Arbeitsbedingungen kann man nicht als gut bezeichnen. Da ich dort einen befristeten Vertrag habe, möchte ich mir jetzt wieder etwas neues suchen.
Da ich in der Nähe von Stuttgart wohne, gibt es unzählige Stellenanzeigen.

Aber ich habe durch die nun insgesamt 4 Kündigungen und schlechte Erfahrungen etwas an meinem Selbstwertgefühl eingebüßt. Wenn man immer alles gibt was man hat und dann doch nach 4-6 Monaten die Kündigung auf dem Tisch liegt, kommt man sich schon doof vor...

Nun ja. Jetzt bin ich wieder am schreiben und würde die erste Bewerbung gern raus schicken, aber mir fällt einfach kein passender Einstiegssatz ein.
Ich weiß, ihr werdet nichts vorsagen, was ich auch gut finde. Aber vielleicht hat jemand eine Idee, in welche Richtung ich weiterdenken könnte, dass das heute noch was wird? Sonst ist meine Traumstelle bald weg...

Bisher habe ich folgendes:

Auf der Suche nach einer neuen Aufgabe bin ich auf Ihr Stellenangebot gestoßen. Daher bewerbe ich mich bei Ihnen.

allerdings gefällt mir das nicht wirklich..

liebe Grüße,
Butterblümchen

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12152
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Re: Medizinische Fachangestellte Bewerbungsschreiben Muster

Beitrag von FRAGEN » 28.11.2015, 10:04

Butterblümchen hat geschrieben:Daher will ich auch nicht diese 0815 Einstiege benutzen.
Butterblümchen hat geschrieben:Bisher habe ich folgendes:

Auf der Suche nach einer neuen Aufgabe bin ich auf Ihr Stellenangebot gestoßen. Daher bewerbe ich mich bei Ihnen.

allerdings gefällt mir das nicht wirklich..
Das wäre natürlich in der Tat DER 08/15-Einstieg aus dem Bilderbuch. Insofern ist schon einmal gut, dass der auch Dir nicht wirklich gefällt.

Die richtige Denkrichtung hast Du ja selber schon gesagt:
Butterblümchen hat geschrieben:Ich weiß, dass der erste Satz interessant sein muss und zum weiterlesen animieren soll.
So. Wann ist ein Satz jetzt interessant für Deinen Ansprechpartner? M. E. dann, wenn er auf möglichst individuelle Art entweder mit Dir oder Deinem Wunschbetrieb zu tun hat... im Idealfall natürlich mit beiden bzw. der möglichen Verbindung zwischen Euch. Er sollte auf jeden Fall etwas Positives beinhalten, was in dieser Form nicht jeder schreiben kann... und inhaltlich auf das Nachfolgende einstimmen...

Um mal das Denken in Gang zu setzen:

1) Was ist positiv an Dir (für den Chef)?
2) Was ist positiv an dem Betrieb (für Dich)?
3) Was wäre positiv an Eurer Verbindung (für ihn, für Dich, für alle)?

Romanum
Bewerbungshelfer
Beiträge: 8978
Registriert: 12.09.2008, 19:20

Beitrag von Romanum » 01.12.2015, 16:50

Also nach dem Vorspann hätte ich auch eine andere Einleitung erwartet. Aber da sieht man mal, wie schnell Muster und Standards einen Bewerber vereinnahmen.

Nun: je nach Fachrichtung der Praxis gestaltet sich auch der Arbeitsalltag der Medizinischen Fachangestellten anders. Da wir aber fast gar nichts POSITIVES über dich und deine Leistungen wissen, können wir tatsächlich keine Einleitung herbeizaubern. Aber ein paar mehr Infos wirst du uns noch geben.

Was aber total WICHTIG ist, bevor du dich in die nächste Arbeitsstelle stürzt: Du müsstest erst mal überlegen, wie du VOR der Einstellung herausfinden kannst, ob mit dem Arbeitgeber "die Chemie stimmt", ob der seriös und solvent, insgesamt mitarbeiterfreundlich ist usw. Offensichtlich hast du nicht genügend Informationen vorher, um negative Arbeitgeber auszusortieren. Das wäre mir aber wichtiger als so ein Einleitungssatz, denn was nutzt dir der beste Einleitungssatz, wenn sich der Arbeitgeber wieder als Reinfall erweist? Ich hoffe, du verstehst, was ich meine...

Butterblümchen
Beiträge: 8
Registriert: 27.11.2015, 18:55

Beitrag von Butterblümchen » 02.12.2015, 19:21

guten Abend,

da ich die Tage daheim bin, habe ich beschlossen, bei den Betrieben anzurufen. Aktuell sieht mein Anschreiben für einen Kardiologen so aus:

Sehr geehrter Herr XXX,

vielen Dank für das freundliche Telefonat mit Ihrer Angestellten am 02.12.2015. Wie besprochen sende ich Ihnen hiermit meine Bewerbungsunterlagen.

Bei meiner jetzigen Tätigkeit in der XXX in XXX liegt mein Hauptaufgabenbereich im Anfertigen von Röntgenbildern und in der Therapie. Unser Therapiebereich umfasst unter anderem die Ultraschallbehandlung sowie das Vorbereiten der Injektionen.
Das Abrechnen der erbrachten Leistungen zählt ebenso zu meinen Aufgaben wie das Erstellen von Rechnungen für Privatleistungen.
Des Weiteren arbeite ich auch an der Anmeldung. Hier bin ich für das Anmelden der Patienten und die persönliche und telefonische Terminvergabe zuständig.

In meiner beruflichen Laufbahn erlernte ich den Umgang mit den Arztpraxisprogrammen Turbomed, Profimed, Medistar und S3. Zu meinen Stärken zähle ich Engagement und hohe Leistungsbereitschaft. Auch ein freundliches und gepflegtes Auftreten ist für mich selbstverständlich. Während meiner Tätigkeit als Medizinische Fachangestellte konnte ich meine Zuverlässigkeit und Selbstständigkeit unter Beweis stellen. Davon möchte ich auch Sie gern überzeugen.

(hier fehlt noch der Abschnitt, wieso ich genau dort arbeiten will. Leider hat dieser Arzt keine Homepage, was die ganze Sache ziemlich verkompliziert)

Aufgrund meiner Kündigungsfrist von 4 Wochen zum 15. oder zum Ende des Kalendermonats könnte ich frühestens am 15.01.2016 bei Ihnen beginnen. (oder besser: da ich mich in ungekündigter Anstellung befinde, bitte ich Sie, meine Bewerbung vertraulich zu behandeln)

Über eine Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen


Was haltet ihr davon? Würde mich über Kritik freuen.

@Romanum: In einer Arztpraxis finde ich es sehr schwierig, herauszufinden ob es passt, denn bei dem einen Probearbeitstag den es gibt, sind die Chefs meist sehr nett und später stellt sich raus dass es eigentlich ganz anders ist...
Ich schau vorher schon immer die Bewertungen der Praxen (jameda und co.) an, was die Patienten so schreiben. So wurden schon diverse Praxen aussortiert.

@FRAGEN: hm, wenn es aber keine Homepage gibt wie in diesem Fall, dann kann ich ja auch nicht sehen, was positiv für mich ist. Und mir fällt absolut nicht ein, was ein Arbeitgeber an mir positiv finden könnte...

Viele Grüße, Butterblümchen

[/b]

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12224
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Beitrag von TheGuide » 04.12.2015, 00:09

Butterblümchen hat geschrieben:vielen Dank für das freundliche Telefonat mit Ihrer Angestellten am 02.12.2015. Wie besprochen sende ich Ihnen hiermit meine Bewerbungsunterlagen.
Du willst kein 08/15? Weil mehr 08/15 geht fast nicht.

Du plauderst aus dem Nähkästchen, dein Anschreiben plätscher so dahin, aber man erfährt nicht, warum man dich einstellen soll.

Warum willst du die Stelle antreten? Was bringst du dafür an konkreten Kenntnissen mit? Welche positiven Charaktereigenschaften unterstützen dich bei deiner Arbeit? Oder besser: welche positiven Charaktereigenschaften setzt du ein?

Butterblümchen
Beiträge: 8
Registriert: 27.11.2015, 18:55

Beitrag von Butterblümchen » 04.12.2015, 14:54

Hi,

habe die Bewerbung nun überarbeitet. Was haltet ihr jetzt davon?

Bewerbung als Medizinische Fachangestellte


Sehr geehrter Herr Dr. ....,

aufgrund meines befristeten Arbeitsvertrages, welcher im Februar 2016 endet, steht bei mir eine berufliche Neuorientierung an. Das Telefonat mit Ihrer Angestellten am 02.12.2015 hat mich darin bestärkt, mich bei Ihnen zu bewerben.

Bei meiner jetzigen Tätigkeit liegt mein Hauptaufgabenbereich im Anfertigen von Röntgenbildern und in der Therapie. Unser Therapiebereich umfasst unter anderem die Ultraschallbehandlung sowie das Vorbereiten der Injektionen.
Das Abrechnen der erbrachten Leistungen zählt ebenso zu meinen Aufgaben wie das Erstellen von Rechnungen für Privatleistungen.
Des Weiteren arbeite ich auch an der Anmeldung. Hier bin ich für das Anmelden der Patienten und die persönliche und telefonische Terminvergabe zuständig.

In meiner beruflichen Laufbahn erlernte ich den Umgang mit den Arztpraxisprogrammen Turbomed, Profimed, Medistar und S3. Zu meinen Stärken zähle ich Engagement und hohe Leistungsbereitschaft. Auch ein freundliches und gepflegtes Auftreten ist für mich selbstverständlich. Während meiner Tätigkeit als Medizinische Fachangestellte stellte ich stets meine Zuverlässigkeit und Selbstständigkeit unter Beweis. Gerne bringe ich meine Fachkenntnisse und mein Engagement in Zukunft in Ihr Team ein.

Ich möchte mein Wissen erweitern und neue Erfahrungen sammeln. Während meiner Ausbildung fand ich das Schreiben eines EKG interessant und ich möchte gern weitere Untersuchungsmethoden der Kardiologie erlernen. Daher bewerbe ich mich bei Ihnen.

Aufgrund meiner Kündigungsfrist könnte ich frühestens am 15.01.2016 bei Ihnen beginnen.

Über eine Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen


danke schonmal für hilfreiche Tipps.

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12224
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Beitrag von TheGuide » 04.12.2015, 15:51

Das ist im Prinzip eine versteckte negative Motivation: Du willst die Stelle nicht, weil dich die Arbeit bei genau diesem Arbeitgeber begeistert, sondern weil anderswo dein Vertrag endet. Versuche eine positive Motivation!

Butterblümchen
Beiträge: 8
Registriert: 27.11.2015, 18:55

Beitrag von Butterblümchen » 04.12.2015, 17:29

@TheGuide: danke, aber welchen Abschnitt genau meinst du, soll ich ändern? Den ersten? Oder dort wo ich schreibe warum ich dort hin will? :?:

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12224
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Beitrag von TheGuide » 04.12.2015, 17:44

Den ersten Satz, wo du vom endenden Vertrag sprichst.

Butterblümchen
Beiträge: 8
Registriert: 27.11.2015, 18:55

Beitrag von Butterblümchen » 04.12.2015, 17:50

okay, mal angenommen ich schreibe nicht das sondern was anderes. Kommt es dann nicht sehr komisch, dass ich schon wieder wechseln möchte? 3 Jahre Ausbildung - Wechsel - halbes Jahr gearbeitet - wechsel - jetzt ein Jahr - wieder wechsel...
unabhängig davon, ob ich selbst gegangen bin oder gekündigt wurde - was kann ich denn schreiben? Seit 2 Wochen überlege ich, aber mir fällt nichts anderes ein... :?

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12152
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN » 05.12.2015, 11:53

Ich glaube, Du musst da insgesamt taktischer denken, Butterblümchen... denn Deine Ausgangslage mit all den kurzfristigen Arbeitsverhältnissen ist in der Tat keine leichte. Und die Tatsache, dass Du Dir jetzt mit dem Kardiologen wieder einen (beliebig klingenden) Spartenwechsel vornimmst, macht die Überzeugungskraft mit Sicherheit nicht grösser.

Ich würde es einmal umgekehrt versuchen: Deine bisherigen Stellen inhaltlich (von Aufgabenstellungen, Patienten, Milieus etc. aus) analysieren und nach gemeinsamen Nennern suchen. Dann im nächsten Schritt eine Idee für die Zukunft, die damit möglichst gut zusammen passt. Wenn Du z. B. (aus Deinen Arbeitsverhältnissen vor der aktuellen Ausbildung) viel Erfahrung im Umgang mit Behinderten hast, wäre jetzt sicher ein Arzt besonders günstig, bei dem sich statistisch möglichst viele Patienten mit ähnlicher Behinderung erwarten liessen. Von daher wäre die letzte Richtung (Orthopädie) vielleicht schon gar nicht so schlecht gewesen? Was Du m. E. brauchst, ist eine zusammenhängende Story, in der möglichst viele Deiner bisherigen Kurzjobs rückblickend wie Schritte eines möglichst geraden Weges wirken. Dann könnte das Manko der "Kürze" zu einem gewissen Grad im Pluspunkt vieler wertvoller Einzelerfahrungen untergehen...

Beginnen würde ich in Gedanken also mit der Suche nach der allerpassendsten medizinischen Fachrichtung...

Antworten