Anschreiben für Praktikum - bitte um Korrektur, Vorschläge.

Wenn ihr Berufsanfänger oder Berufspraktiker seid, dann könnt ihr eure Bewerbungsbeispiele in dieser Rubrik zur Diskussion stellen und die Musterbewerbungen anderer Bewerber bewerten. Auch für Bewerbungen um eine Neben- oder Teilzeitbeschäftigung.
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AlexAC
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Anschreiben für Praktikum - bitte um Korrektur, Vorschläge.

Beitrag von AlexAC » 08.08.2012, 16:00

Guten Tag liebe Forumgemeinde,

Ich habe ein Anschreiben für eine Praktikumsstelle geschrieben. Bitte Euch um Tipps bzw. Vorschläge zur Verbesserung.

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Bewerbung für Praktikum ab Oktober 2012 im Bereich spanende Bearbeitung von Faserverbundkunststoffen

Sehr geehrter Herr Mustermann,

Mit meinen während des Ausarbeitens meiner Studienarbeit am Werkzeug-maschinenlabor WZL der RWTH Aachen erworbenen sehr guten Kenntnissen in der Versuchsplanung, -durchführung, sowie in MS-Office-Software und während meiner über dreijährigen Berufserfahrung als studentischer Hilfswissenschaftler bei der XXX GmbH und Fraunhofer XXX im Bereich Messen und Auswerten von fertigen Werkzeugen bin ich dafür qualifiziert, eure Abteilung Zerspanen (definierte Schneide) mit meinem Wissen, Elan, Engagement und Teamfähigkeit bei der Entwicklung und Absicherung neuer Zerspanungstechnologien zu unterstützen.

Gegenwärtig studiere ich im 14. Semester Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Produktionstechnik/Fertigungstechnik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen. Mit diesem Praktikum in Ihrem Haus möchte ich nun meine praktische Erfahrungen im Bereich Versuchsplanung, -durchführung und -auswertung, sowie sehr gute theoretische Kenntnisse in der Fertigungstechnik weiter ausbauen und im Bereich Zerspanen (definierte Schneide) theoretisches sowie praktisches Wissen an vertiefen.

Meine Teamfähigkeit und persönliches Engagement konnte ich im Rahmen des Fachs „Fertigungs- und montagegerechte Konstruktion“ unter Beweis stellen, in dem ich und 2 weitere Studenten eine Spannvorrichtung für eine Mehrspindel-Bohrmaschine im Auftrag der Firma Heinrich Georg Maschinenfabrik GmbH komplett neu entworfen und konstruiert haben, sowie als Leiter der Gruppe „Regelung“ im studentischen Projekt „Aktives Fahrrad“ am Institut für allgemeine Mechanik der RWTH Aachen.

Sie, als renommiertes Unternehmen, stellen für mich eine exzellente Weiterbildungsmöglichkeit dar, in die ich mich bestmöglich und flexibel einbringen will.

Ich freue mich über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander XXX

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Schöne Grüße,
Alex

Nerospeed
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Registriert: 19.06.2007, 15:37

Beitrag von Nerospeed » 09.08.2012, 09:06

Hallo Alex,

dein Text, so finde ich, ist sehr schwer zu lesen. Bitte lies ihn dir selber wieder und wieder durch.

Was ist mir aufgefallen.
1. Der erste Absatz ist in sich ein einziger Satz.
2. Du erwähnst im ersten und im zweiten Absatz immer deine sehr guten Kenntnisse, einmal sollte reichen. Auch die Teilgebiete erwähnst du doppelt.
3. Punkt und Komma verstärkt einführen.

Gruß

AlexAC
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Beitrag von AlexAC » 09.08.2012, 11:47

Nerospeed hat geschrieben:Hallo Alex,

Was ist mir aufgefallen.
1. Der erste Absatz ist in sich ein einziger Satz.
2. Du erwähnst im ersten und im zweiten Absatz immer deine sehr guten Kenntnisse, einmal sollte reichen. Auch die Teilgebiete erwähnst du doppelt.
3. Punkt und Komma verstärkt einführen.

Gruß
Hallo Nerospeed,

Danke Ihnen für die Tipps. Werde sofort, das Anschreiben entsprechend anpassen.

Schöne Grüße,
Alex

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 09.08.2012, 13:49

Hallo AlexAC,

was mir auffällt, dass Du erst im zweiten absdatz erwähnst was Du willst (das Praktikum). Diesen teil solltest du direkt an den anfang stellen, damit der geneigte Leser sofort weiss, was Du willst.

Und dann solltest Du noch ein wenig "sauberer" mit den Formulierungen umgehen. Personalverantwortliche, die ja auch die Arbeitszeugnisse schreiben, neigen schnell, gewählte Formulierungen zu hinterfragen.

Wenn Du etwa schreibst "bin ich dafür qualifiziert", kann man sich schnell die Frage stellen: wird der Bewerber denn seine Qualifikationen auch anwenden?
Was hört sich wohl überzeugender an:
"bin ich dafür qualifiziert, eure Abteilung Zerspanen (definierte Schneide) mit meinem Wissen, Elan, Engagement und Teamfähigkeit bei der Entwicklung und Absicherung neuer Zerspanungstechnologien zu unterstützen."
oder
"werde ich bin eure Abteilung Zerspanen (definierte Schneide) mit meinem Wissen, Elan, Engagement und Teamfähigkeit bei der Entwicklung und Absicherung neuer Zerspanungstechnologien zu unterstützen." ?

Und warum eigentlich "Eure Abteilung"? Dutzt Ihr Euch?

Viele Grüße aus Duisburg

AlexAC
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Beitrag von AlexAC » 09.08.2012, 21:00

Hallo liebe Forumgemeinde,

Erstmals danke sehr an Euch, Nero Speed und Andreas.
Ich habe jetzt eure Kritikpunkte zur Kenntnis genommen und soweit alles umgestellt und korregiert.

Was ich gemacht, korregiert habe:
-ich habe den ersten Absatz in zwei geteilt, damit es flüssiger und besser zu lesen ist, somit auch verständlicher.
-ich habe Wiederholung meiner Kenntnisse vermieden.
-ich habe das Dutzen vermieden, sowie von Andreas vorgeschlagene Änderung des Satzes vorgenommen.

Was ich nicht machen konnte bzw. nicht wusste:
-Den Satz mit Praktikum am Anfang zu stellen. Ich habe mir gedacht, dass derjenige schon aus Überschrift sowie von sich selbst aus weiß, dass ich Praktikum suche. Den Satz konnte ich nirgendwo am Anfang sinnvoll einfügen.

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Was ich noch hinterfrage:
-ich habe überall "kräftige" Ausdrucke gewählt, wie "ich will", "ich werde", anstatt "könnte, möchte, würde". Ob das so in Ordnung wäre.
-Leider von Andreas erwähnten Formulierungen, mit denen ich "sauberer" umgehen sollte, habe ich nicht gefunden bzw. nicht verstanden, was Sie meinten.

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Hier also meine korregierte Version:
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Sehr geehrter Herr Mustermann,

Mit meinen sehr guten Kenntnissen in der Versuchsplanung, -durchführung und -auswertung, die ich während meiner Studienarbeit an der Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen erworben habe und mit meinem Engagement, Elan und Teamfähigkeit werde ich Ihre Abteilung Zerspanen (definierte Schneide) bei der Entwicklung und Absicherung neuer Zerspanungstechnologien unterstützen.

Während meiner über drei Jahre langen Berufserfahrung als studentischer Hilfswissenschaftler bei der Firma XXX GmbH und Fraunhofer YYY habe ich ein umfangreiches Wissen im Bereich Fertigen, Messen, Auswerten und Qualitätssicherung von fertigen Werkzeugen gesammelt, das ich bei meinen Tätigkeiten in Ihrer Abteilung einsetzen werde. Sicherer Umgang mit MS Office, eigenständiges Arbeiten und Entscheiden über die Qualität und Fertigstellung der Werkzeuge sind die selbstverständlichen Anforderungen an mich gewesen, die ich stets in meinem Berufsalltag zuverlässig erfüllt habe.

Gegenwärtig studiere ich im 14. Semester Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Produktionstechnik/Fertigungstechnik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen. Mit diesem Praktikum in Ihrem Haus will ich nun meine praktischen und theoretischen Erfahrungen stärken, sowie weiter ausbauen und vertiefen.

Meine Teamfähigkeit und persönliches Engagement konnte ich im Rahmen des Fachs „Fertigungs- und montagegerechte Konstruktion“ unter Beweis stellen, in dem ich und 2 weitere Studenten eine Spannvorrichtung für eine Mehrspindel-Bohrmaschine im Auftrag der Firma ZZZ Maschinenfabrik GmbH komplett neu entworfen und konstruiert haben, sowie als Leiter der Gruppe „Regelung“ im studentischen Projekt „Aktives Fahrrad“ am Institut für allgemeine Mechanik.

Sie, als renommiertes Unternehmen, stellen für mich eine exzellente Weiterbildungsmöglichkeit dar, in die ich mich bestmöglich und flexibel einbringen werde.

Ich freue mich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander WWW

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Würde mich sehr über weitere Vorschläge zu den Ausdrucken, Sätzen und Grammatik freuen.

Mit freundlichen Grüßen,
Alex

Rhodus
Bewerbungshelfer
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Beitrag von Rhodus » 10.08.2012, 12:22

Hallo AlexAC,

also ich finde das liest sich jetzt richtig gut. Nur noch ein paar berufsbezogene Kompetenzen einbauen, dann dürfte es optimal sein.

Viele Grüße aus Duisburg

AlexAC
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Beitrag von AlexAC » 10.08.2012, 12:57

Rhodos hat geschrieben:Hallo AlexAC,

also ich finde das liest sich jetzt richtig gut. Nur noch ein paar berufsbezogene Kompetenzen einbauen, dann dürfte es optimal sein.

Viele Grüße aus Duisburg
Hallo Andreas,

Danke Ihnen für die Antwort und Ermutigung, dass es besser geworden ist. :)

Sorry, wenn es vielleicht so rüber kommt als ob ich mich dumm einstelle. Es ist nicht meine Absicht. Aber könnten Sie mir allgemein ein, zwei Beispiele geben, was Sie unter berufsbezogenen Kompetenzen meinen?

In der Stellenausschreibung stand, dass es Praktikant gesucht wird, der:

-Produktionstechnik/Fertigungstechnik studiert
-sich in Versuchsplanung, -durchführung auskennt
-Teamfähigkeit, eigenständiges Arbeiten
-sichererr Umgang mit MS Office
-Messen, Auswerten gemacht hat
-Englisch,Deutsch-Kenntnisse
-Fertigungstechnik kann

Ich habe soweit alle Punkte in meinem Anschreiben umgesetzt, die gefragt wurden. OK, Sprachen habe ich gar nicht erwähnt, aber in meinem Lebenslauf ist ersichtlich, dass ich beides kann.
Fertigungstechnik habe ich bei der Korrektur rausgeschmiessen.

Deswegen bin ich gerade auf dem Schlauch, was Sie unter berufsbezogenen Kompetenzen genau meinten, was ich noch so alles reinschreiben soll?

Schöne Grüße,
Alex

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 10.08.2012, 13:50

Hallo AlexAC,

kein Problem.

Was ist etwa mit dem technischen Verständnis? Benötigt man das nicht in dem Beruf?
Müssen nicht auch Probleme gelöst werden? "Problembewusstsein"
Was ist mit dem "lösungsorientierten Handeln"?
. . .

Viele Grüße aus Duisburg

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