Anschreiben in fremdem Beruf?

Auch im Berufsleben steht man immer wieder vor Herausforderungen und Problemen. Die könnt ihr hier diskutieren.
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Zamara
Beiträge: 1
Registriert: 02.02.2007, 10:09

Anschreiben in fremdem Beruf?

Beitrag von Zamara » 02.02.2007, 10:30

Hallo,

habe bisher schon viel in diesem Forum gelesen und wende mich heute mit einigen kniffligen Fragen an euch.

Zu meinen Eckdaten: Ich bin 32 Jahre alt, weiblich, verheiratet, keine Kinder. Habe Psychologie studiert und eine Weiterbildung zur Psychotherapeutin absolviert.
Leider finde ich als Psychologin keinen Job. Suche schon seit Oktober 2006, nur gibt es in meiner Gegend kaum Stellen. Ein Ortswechsel ist aus privaten Gründen nicht möglich. :(

Nun würde ich meine Arbeitssuche gerne ausweiten. Ich habe sehr gute IT-Kenntnisse, kann Webseiten programmieren, PCs zusammenbauen, Fehler beheben und bin in zahlreichen Programmen (Windows & Linux) fit. Daher würde ich es gerne im IT-Bereich versuchen. Ich glaube auch, dass mir gerade mein psychologischen Wissen z.B. sehr viel im Umgang mit Kunden helfen könnte.

Wie aber schreibe ich jetzt ein Anschreiben z.B. für eine Stelle als Verkäuferin in einem Computerladen?? Das Meiste, was in den Stellenanzeigen gefordert wird, kann ich nicht vorweisen. Ich habe weder eine kaufmännische Ausbildung, wie so oft gefordert, noch echte (durch Zeugnisse o.ä. nachweisbare) Berufserfahrung. Alles, was ich im PC-Bereich kann, habe ich mir durch Selbststudium und jahrzehntelange Erfahrung mit Computern selbst angeeignet.

Habe ich überhaupt eine Chance auf einen solchen Berufswechsel? :(

Bin für jede Hilfe dankbar.
Gruß, Zamara

Enrico
Beiträge: 92
Registriert: 02.08.2004, 22:10

Beitrag von Enrico » 02.02.2007, 21:24

Das wäre sicher eine Möglichkeit, obwohl du als Verkäuferin wohl überqualifiziert wärst. Aber es gibt auch einen Bereich, der Psychologie und Informatik miteinander kombiniert: Usability.
Zunehmende Informationsflut, ansteigende Komplexität von Arbeitsabläufen, immer kompliziertere Technologie usw. lassen Usability nicht mehr als den berühmten added value (Zusatznutzen), sondern als primären Erfolgsfaktor erscheinen. Usability in diesem Sinne ist auch nicht die – wie das Wort immer gerne ins Deutsche übersetzt wird – schlichte „Gebrauchstauglichkeit“. Usability setzt sich vielmehr aus Effektivität, Effizienz und vor allem der Zufriedenheit der End-Benutzer zusammen. Usability in diesem Sinne konzentriert sich auf die Menschen, um diesen zu helfen, sie zu unterstützen, bestimmte Ziele sicher, effektiv und effizient zu erreichen. Dabei darf sich allerdings die Sichtweise nicht ausschließlich auf traditionelle Computersysteme beschränken. Wichtig ist eine holistische (ganzheitliche) Sicht auf ein System, auf die Arbeitsabläufe, auf die verwendete Informationstechnologie. Im Zentrum steht das Zusammenspiel von Mensch und Computer. Diesem Zusammenspiel widmet sich das wissenschaftliche Fach Human–Computer Interaction (HCI) in dem Erkenntnisse aus Psychologie und Informatik interdisziplinär zusammengeführt und im Usability Engineering (UE) praktisch umgesetzt werden.
http://www.competence-site.de/wissensma ... enDocument

Und hier gibt es ein paar Unternehmen aus diesem Fachgebiet: http://www.gc-upa.de/index.php?option=c ... Itemid=114 sowie http://www.user-interface-design.de/ind ... 40&clang=0

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