Anschreiben Initiativbewerbung wegen insolventem Arbeitgeber

Eine initiative Bewerbung lohnt immer dann, wenn keine konkrete Stellenausschreibung vorliegt. Worauf ihr achten musst, ist Thema in diesem Forum.
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markuse
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Anschreiben Initiativbewerbung wegen insolventem Arbeitgeber

Beitrag von markuse » 11.08.2011, 14:19

Hallo liebe Forumleser,

ich muss mich zwangsläufig mit dem Thema Bewerbungen befassen, weil meine derzeitige Firma Insolvenz angemeldet hat. Das heisst, ich habe im schlimmsten Fall noch 3 Monate Zeit, um nicht arbeitslos zu werden. Daher möchte ich möglichst früh mit neuen Bewerbungen anfangen.
Nachdem ich mich hier schon umgeschaut und schon viele nützliche Tips gefunden habe, frage ich mich, wie sag ich im Anschreiben, daß ich mich verändern, oder verbessern möchte? Soll ich die Insolvenz erwähnen? Ich bin ja soweit immer ein guter Mitarbeiter gewesen und der Verlust meiner Stelle ist nicht mein Verschulden...

Für ein paar Vorschläge oder Formulierungen wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüsse, vielen Dank im Voraus,

Markus

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 11.08.2011, 15:29

Hallo markuse,

in Deinem Fall dürfte es sich auf jeden Fall empfehlen, die Hingtergründe Deiner Bewerbung zu erwähnen. Eine Formulierung könnte etwa lauten:

"Bedingt durch die finanzielle Situation meines gegenwärtigen Arbeitgebers suche ich ein neues betätigungsfeld, in dem ich meine umfangreichen Kompetenzen einbringen kann." (Wobei diese Formulierung zu mir passen würde. Ob Sie zu Dir passt, kann ich nicht beurteilen. Notfalls müsstest du das Ganze in Deine Worte fassen).

Hast Du Dich bei der Agentur wenigstens schon "arbeitssuchend" gemeldet? Falls nicht, sofort nachholen, sonst läufst Du noch Gefahr, in eine Sperrfrist zu laufen.

Liebe Grüße aus Duisburg

markuse
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Beitrag von markuse » 11.08.2011, 15:34

Hallo Andreas,

vielen Dank für Deine schnelle Hilfe. Bisher ist die Insolvenz erst beantragt, das Verfahren noch nicht eröffnet. Soweit meine Rechtschutzversicherung mir das erklärt hat, ist die Meldung erst bei Eröffnung des Verfahrens fällig. Zur Absicherung hab ich aber einen Termin bei meinem Anwalt am Montag.

Grüsse nach Duisburg aus Dortmund,

M

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 11.08.2011, 16:01

Hallo markuse,

nichts ggen die Rechtsschutzversicherung. Aber vorsorglich würde ich trotzdem schnellstens zur Bundesagentur für Arbeit gehen und mich "arbeitssuchend" melden.

Aus meiner beruflichen Tätigkeit heraus weiss ich, dass die Agenturen im westlichen Ruhrgebiet schnell erst einmal eine Sperre aussprechen, unabhängig von der Frage, ob dieses gerechtfertigt ist oder nicht. Die Konsequenz ist dann für die Beteiligten oft ein doppeltes Ärgernis. Einserseits der Verlust des Arbeitsplatzes, anderseits der Ärger mit der Agentur.

Es kann gut sein, dass deer Mitarbeiter der Agentur Dich dann wieder wegschickt, weil nach seiner Auffassung die Voraussetzungen noch nicht erfüllt sind. Lass' Dir dann von dem Mitarbeiter schriftlich bestätigen, dass Du Dich dort gemeldet hast, die Arbeitsuchend-Meldung aber erst ab dem Zeitpunkt x erforderlich ist. Dann bist Du abgesichert.

In Essen und Gelsenkirchen habe ich schon erlebt, dass jemand sich bei der Agentur arbeitssuchend gemeldet hatte, dann weggeschickt wurde. und als er sich dann arbeitssuchend gemeldet hatte, wie es ihm beim ersten Termin empfohlen worden war, bekam er eine Sperrfrist mit der Begründung, es sei verspätet gewesen. Den ersten Termin konnte er natütrlich nicht mehr beweisen.

Deshalb lieber einmal zu früh, als einmal zu spät.

Und da die Stadt des Meisters ja nicht allzu weit weg ist, kannst Du dich gerne an mich wenden, wenn es um die Frage gehen sollte, was mache ich jetzt beruflich weiter ... oder im die Optimierung der Bewerbungsunterlagen. Wobei Du die bewerbung natürlich auch hier in das Forum stellen kannst.

Viel Glück jedenfalls von hier aus

markuse
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Beitrag von markuse » 12.08.2011, 13:08

Hallo Andreas!

Tja, ich kann hier noch keine "PN" schreiben, soweit ich mich erinnere werden bei diesem Typ Baukastenforum die erst ab 10 Posts freigeschaltet, aber sicher bin ich mir nicht. Ich hab aber Deine eMail Adresse lesen können. Montag Anwalt, Dienstag Arge... ich meld mich dann im Laufe der nächsten Woche mal bei Dir. Angestellt bin ich im Moment als Tonmeister für Kino- und Fernsehfilme und habe die Leitung der Technik hier. Da sowas im Vergleich zu Bäcker, Klempner, Einzelhandelskaufmann doch eher selten ist, ist es halt enorm schwierig etwas vergleichbares zu finden, daher bin ich über jede Hilfe, jeden Tip froh. Klar, Du wirst jetzt "Köln" sagen, aber das wären 3 Stunden Fahrzeit jeden Tag und ich habe noch eine Tochter, die mich bisher noch gerne täglich sieht =)
Viele Grüsse, bis dann,

m

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 12.08.2011, 16:00

Hallo markuse,

dann kennst Du ja jetzt auch meine Homepage.

Was Köln betrifft, kann ich das mehr als verstehen, zumal ich in Düsseldorf groß geworden bin. Da liegt mir diese Stadt genau so anhe, wie Dir wahrscheilich die blau-weiße Stadt.

Ich denke, eine mögliche Alternative könnte ein Job bei einem Eventveranstalter sein. Zumindest brauchen die ja auch ab und an Mitarbeiter für die Tontechnik.

Es gibt natürlich noch eine andere Möglichkeit. Wenn einem das "Alte" genommen wird, ist es mitunter der Hinweis darauf, etwas Neues zu beginnen. So war es bei mir vor drei Jahren gewesen.

Wir hatten einmal einen Kunden, der praktisch sein ganzes Leben als Banker gearbeitet hat. Als wir in nach seinem Wunschberuf fragten, stellte sich heraus, dass er ursprünglich Lehramt gelernt hatte und eigentlich gerne Lehrer geworden wäre, wäre der Job bei der Bank nicht dazwischengekommen. Einen Monat später hat er als Lehrer auf einem Gymnasium angefangen.

Vielleicht gibt es ja bei Dir etwas, was Du schon immer machen wolltest. Und nun bekommst Du die Möglichkeit, diesen Wunsch Dir zu erfüllen.

Jedenfalls stehen wir Dir hier gerne bei der beruflichen Orientierung und der Optimierung der Bewerbungsunterlagen gerne zur Verfügung.

Leibe Grüße aus Duisburg

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