Anschreiben Inspektoranwärter Kommunalverwaltung

Hier besteht die Möglichkeit, über Anschreiben für die Ausbildung, für Praktika und für das Studium (Duales Studium, Universität, BA) mit anderen Mitgliedern zu diskutieren.
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schnolli
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Anschreiben Inspektoranwärter Kommunalverwaltung

Beitrag von schnolli » 31.07.2012, 16:03

Hallo liebes Forum,

ich möchte mich in der Kommunalverwaltung für eine Beamtenlaufbahn in der Verwaltung bewerben. Hier mein Anschreiben, könnt Ihr mal drüber lesen und sagen, was ihr davon haltet? Danke ;)


Bewerbung um die Position als Inspektoranwärterin - Bachelor of Arts – Allgemeine Verwaltung

Sehr geehrter Herr XY,

mit großer Freude entnahm ich Ihrem Internetauftritt, dass Sie zum 1. September 2013 Inspektoranwärterinnen einstellen.

Zurzeit bin ich Auszubildende Kauffrau im Gesundheitswesen im dritten Lehrjahr und werde die Ausbildung voraussichtlich im Juni kommenden Jahres abschließen. Im Rahmen der Ausbildung war ich in verschiedenen Abteilungen eingesetzt. Genaueres entnehmen Sie bitte meinem Lebenslauf. Die Arbeit in der Verwaltung macht mir großen Spaß, da ich mich gerne an genaue Vorgaben richte, das Arbeitsfeld selbst aber immer abwechslungsreich bleibt. Der tägliche Kontakt zu und die Kommunikation mit den Patienten, ihren Angehörigen, den Mitarbeitern und Kollegen; auch aus anderen Ländern und Religionen; ist für mich selbstverständlich.

Während meinen Einsätzen im Klinikmanagement und den Vertretungen in diversen Sekretariaten war es unter anderem meine Aufgabe, Post und Telefonate entgegen zu nehmen und entsprechend des Inhaltes an den richtigen Sachtbearbeiter weiterzuleiten. Dabei stellte ich meine Organisationsfähigkeit unter Beweis, denn auch unangenehme Situationen oder verärgerte Patienten brachten mich nicht aus der Ruhe.
Im Verlauf meines Einsatzes in der Personalabteilung bearbeitete ich Schwangerschaftsvorgänge und Anträge auf Elternzeit. Dabei richtete ich mich nach gesetzlichen Vorgaben, was mein Interesse an Gesetzestexten erweckte.

Folgerichtig ist die von Ihnen ausgeschriebene Stelle wie für mich gemacht. Die geschilderten Aufgaben reizen mich fachlich sehr und ich kann nicht nur mein erworbenes Wissen anwenden, sondern auch meine praktischen Fähigkeiten einsetzen und erweitern, sowohl theoretisch im Studium, als auch praktisch. Mein Ausbildungsbetrieb unterstützt Maßnahmen dieser Art leider nicht so wie Sie, sodass ich mich hochmotiviert bei Ihnen bewerbe.
Ich freue mich sehr auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen freue und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


XY



Anlagen
Lebenslauf
Zeugnisse

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 01.08.2012, 13:23

Lies bitte erst mal hier: https://www.bewerbung-forum.de/anschreiben.html

Einen Personmalverantwortlichen auf den Lebenslauf hinzuweisen, ist keine wirklich gute Idee. Beim Leser entsteht dnn ganz schnell der Eindruck, der Bewerber habe keine große Lust, selber etwas zu schreiben und fordert deshalb den Leser auf, gefälligst selber etwas zu suchen.

Und auch ist es ungünstig, sich negativ über seinen momentanen Arbeitgeber, oder auch einen ehemaligen zu äussern. Der Personalverantwortliche muss befürchten, dass sich der Bewerber künftig nach einem Ausscheiden ähnlich verhalten wird.

Davon abgesehen geht das Anschreiben am eigentlichen Thema vorbei. Zunächst hat man den Eindruck, Du bewirbst Dich als Quereinsteiger. erst am ende wird offensichtlich, dass Du dich für eine weitere Ausbildung in Form eines dualen Studiums bewirbt. Ergo ist schon die Betreffzeile unzutreffend. Passender wäre: Bewerbung um einen dualen Ausbildungsplatz zum (Position).

Folgerichtig ist an erster Stelle die Frage zu beantworten, warum Du nun gerade desen einen Beruf erlernen möchtest. Denn regelmäßig entscheidet der Umstand, wie ein Bewerber seine Motivation präsentiert, darüber, ob er zu einem Gespräch auch eingeöaden wird. Und strenggenommen enthält Dein Anschreiben bislang noch keinerlei Begründung der Berufswahl. Zumindest finde ich nicht die Aussage: Ich möchte (Position) werden, weil . . . .

Viele Grüße aus Duisburg

schnolli
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Beitrag von schnolli » 02.08.2012, 10:35

einen Personmalverantwortlichen auf den Lebenslauf hinzuweisen, ist keine wirklich gute Idee
Sollte ich diesen Satz lieber weglassen? ich habe mal gelernt, dass man nichts, was im Lebenslauf steht, nochmal im Anschreiben wiederholen soll. Ich habe im Lebenslauf alle Abteilungen aufgeführt.

Und auch ist es ungünstig, sich negativ über seinen momentanen Arbeitgeber, oder auch einen ehemaligen zu äussern.
Es war nicht mein Ziel, meinen derzeitigen AG schlecht zu reden. Ich möchte lediglich begründen, warum ich direkt nach der Ausbildung wechseln möchte - eben weil mein derzeitiger AG zwar ein STudium anbietet, aber ohne Vergütung, ohne Beamtenlaufbahn,... halt anders. Ich wollte es damit zum Ausdruck bringen.

Davon abgesehen geht das Anschreiben am eigentlichen Thema vorbei. Zunächst hat man den Eindruck, Du bewirbst Dich als Quereinsteiger. erst am ende wird offensichtlich, dass Du dich für eine weitere Ausbildung in Form eines dualen Studiums bewirbt. Ergo ist schon die Betreffzeile unzutreffend. Passender wäre: Bewerbung um einen dualen Ausbildungsplatz zum (Position).
Die Stellenanzeige heißt tatsächlich "InspektorANWÄRTER". Dort ist nirgends die Rede von einem dualen Studium, obwohl es genau betrachtet eins ist. Die Stelle an sich ist also (nach dem Studium) Inspektor.... das ist eine Berufsbezeichnung in der Beamtanlaufbahn. Das Wort Anwärter sagt schon, dass man sich für eine "Ausbildung" zum Inspektor bewirbt.


Es handelt sich bei der Stelle um "allgemeine Verwaltung". Ich arbeitet bzw. lerne derzeit schon in der Verwaltung einer öffentlichen Klinik. In der Stellenanzeige wird vom Bewerber folgendes gefordert: Abitur, Kommunikationsfähigkeit und interkulturelle Kompetenz; des weiteren wird geschrieben, dass die Stelle passt, wenn man gut organisieren kann, gerne mit Gesetztestexten umgeht und bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Außerdem sollte man gerne Umgang mit Menschen haben.

Ich habe versucht zu erklären, warum ich das machen möchte (--> meine derzeitige Ausbildung macht mir Spaß, da ich den Kontakt habe, da es genaue Vorschriften gibt, Menschen und Patienten aus anderen Ländern (interkulturelle Kompetenz)).

Ich bin auf Organisationsfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit eingegangen und habe versucht, aufzuzeigen, inwiefern ich diese Softskills besitze bzw. inwiefern ich diese auf meine derzeitige Tätigkeit anwenden konnte.


Ich möchte auch nochmals auf meinen AG eingehen:
(1) Ich hatte bereits vor meiner derzeitigen Ausbildung eine Ausbildung als Bankkauffrau angefangen. Habe aber nach zwei Monaten gekündigt, da es mir viel zu sehr nach Profit ging. Das hat keinen Spaß gemacht.
(2) Danach habe ich ein duales Studium bei meinem AG angefangen, habe in Absprache mit meinem AG nach einem Jahr auf die (3) Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen gewechselt, da ich mir das Studium nicht leisten konnte (Studiengebühren, Fahrtkosten zur Berufsakademie, eigene Wohnung, Bücher,....). Ich hatte damals auch Bafög beantragt, wurde aber abgelehnt. Unterstützung von Seiten der Eltern war auch nicht möglich. Und der AG hat mir eine Vergütung gezahlt, die aber für die Kosten des Studiums nciht gereicht haben.

Mit
Mein Ausbildungsbetrieb unterstützt Maßnahmen dieser Art leider nicht so wie Sie, sodass ich mich hochmotiviert bei Ihnen bewerbe.
möchte ich meinen AG nicht schlecht reden. Es ist aber Fakt, dass er kein Studium in der allgemeinen Verwaltung, sondern nur im Gesundheitsmanagement anbietet. Deshalb möchte ich da weg.

Sollte ich den Satz lieber weglassen? Ich denke nur, dass der Personaler sich schon fragt, warum ich so viel hin und her wechsel....


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Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 02.08.2012, 13:35

Hallo schnolli,

ich weiss, was in (vielen) Büchern vermittelt wird. Nur macht das auch Sinn? Der eine Personalverantwortliche schaut sich zuerst den Lebenslauf an; manch einer sogar nur diesen; ein anderer wiederum beginnt mit dem Anschreiben.
Wenn nun ein Bewerber sowohl im lebenslauf, wie auch im Anschreiben genau das Können präsentiert, dass zu der stelle passt, also dem bedarf des Unternehmens entspricht, warum sollte ein Personalverantwortlicher das als negativ beurteilen?
Gleichzeitig verhindert man als Bewerber so, dass wichtige Punkte "überlesen" werden. Denn personalverantwortliche sind auch nur Menschen. Und da kann es durchaus passieren, dass er bei der Sichtung der Unterlagen von einem Kollegen odfer dem Chef gestört wird, und wenn er sich der bewerbung dann wiederzuwendet, etwas vergessen hat.
Deshalb gilt marketingtechnisch: doppelt genäht hält besser.

Das du nicht über den Arbeitgeber schreiben möchtest, glaube ich Dir; gleichwohl kann so etwas immer als "neghativum" empfunden werden. Zumal man, gerade im Anschreiben nicht gezwungen ist, über Hintergründe zu schreiben. Und im Vorstellungsgespräch auf diesen schritt angesprochen -wa durchaus passieren kann- sollte man besser erklären, dass man die Perspektiven in dem neuen Unternhmen einfach verlockend findet.

Viele Grüße aus Duisburg

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